• Auf den Spuren von Giulini und Brahms landete ich bei Carl Schurcht . Unauffällig , einzigartig . Brahms 1.Sinfonie unter der Stabführung von Schurcht ist in 4 Aufnahmen erhalten geblieben . Live 1953 mit dem Orchestre Suisse Romande leidet ein wenig unter dem Orchester , ähnlich die letzte Version des Werks aus Frankfurt ( 1962? oder 1965 ?) . In der Anlage ähnlich . Aufnahmetechnisch und klanglich ist die Rundfunk-Produktion aus 1963 mit dem Stuttgarter Radiosinfonie Orchester klar die erste Wahl . aber irgendwie kommen die nicht in Gang . Daher ist für mich - trotz klanglicher Einschränkungen - die 1959 beim Festival in Montreux mitgeschnittene Live-Aufnahme mit dem Orchestre National de la RTF die überzeugenste Interpretation . Innere und äußere Sätze sind gut verbunden , von Beginn an ist die Spannung da , und am Ende hat man das Gefühl , bei diesem Parforceritt mit im Sattel gesessen zu haben .






    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"


  • Johannes Brahms

    Symphonie Nr. 1

    Akademische Festouvertüre

    Ungarische Tänze Nr. 1, 17, 20 & 21

    NBC Symphony Orchestra

    D: Arturo Toscanini

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • @Dufay

    Wie kommt dir Strawinskys Psalmensinfonie mit Instrumentenquälern aus Brexit-Town unter Lennie rüber ?

    Recht gut. Zurückhaltend, mehr aufs Innere konzentriert; klasse gespielt und gesungen.

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Die ollen Kamellen in Mono . Warum ? Die 4. Sinfonie von Brahms mit Charles Munch und dem Boston Symphony Orchestra ist da ein Argument . Aufgenommen 1950 , zuerst wiederveröffentlicht 2009 auf Forgotten Records und danach bei Sound Dynamics und auch bei Pristine Classical herausgebracht , wobei letztere den besten Klang hat .(Nachtrag : auch in der 86 CD Box der RCA-Aufnahmen enthalten) . Das Stereo Remake von 1958 galt als eine der überzeugensten Einspielungen der Sinfonie , aber trotz ähnlicher Tempi ist die Mono-Aufnahme spritziger und lebendiger und einfach leidenschaftlicher . Ich kann nur den 3.Satz zum Hör-Vergleich anbieten :


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

    Einmal editiert, zuletzt von b-major ()


  • Franz Schubert

    Symphonie Nr. 8 & 9

    New York Philharmonic Orchestra

    D: Leonard Bernstein

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • Gustav Mahler

    Symphonie Nr. 10: Adagio

    Felix Mendelssohn

    Symphonie Nr. 3

    New York Philharmonic Orchestra

    D: Leonard Bernstein

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • Ludwig van Beethoven

    Klaviersonate Nr. 1, 6 & 12

    Rudolf Serkin (Klavier)


    Die Aufnahmen entstanden 1970, wurden aber erst 1994 erstveröffentlicht.

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Recht gut. Zurückhaltend, mehr aufs Innere konzentriert; klasse gespielt und gesungen.

    Mit Hilfe vom Lennie-String aus Brexit-Town fanden meine Löffel Zugang zu Strawinskys Psalmen-Mucke

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Richard Strauss - Salome


    Clemens Krauss, Wiener Philharmoniker, 1947 live in Covent Garden


    Maria Cebotari - Salome

    Marko Rothmüller – Jokanaan

    Julius Patzak – Herodes

    Elisabeth Höngen – Herodias

    Karl Friedrich - Narraboth




  • Eben nicht zu Ende gehört. Dvořák op. 60 mit der Musica Florea unter Marek Štryncl. Da ist bestimmt vieles historisch fundiert (Portamenti!!), aber die Schießgummi-Tempodramaturgie geht mir wahnsinnig auf die Nerven.

  • Über diese Aufnahme habe ich vor Jahren an verschiedenen Stellen hier im Forum schonmal einiges geschrieben. Willst du bei Gelegenheit auch mal deine Meinung dazu sagen...? :)

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Die 4. Sinfonie von Brahms in der Deutung von Carlo Maria Giulini war Schwerpunkt . Im Topf waren - in der Reihenfolge ihrer Entstehung :

    1968 New Philharmonia / EMI

    1969 Chicago Symphony Orchestra / EMI

    1979 Concertgebouw Orkest Amsterdam (live) / 125 RCO-Box

    1989 Wiener Philharmoniker / DG (live)

    1889 Wiener Philharmoniker / Memories (Salzburg live )

    Rom 1956 , Boston 1969 und Scala 1997 lagen mir in der Kürze der Zeit nicht vor . Und wie so mancher Mal im Leben , so war auch hier für mich die Mitte goldrichtig : 9/6/1979 Concertgebouw Amsterdam ist es für mich . Zeitlich mit ca.43 Minuten ähnlich wie die beiden früheren EMI-Einspielungen ( die 10 Jahre späteren mit den Wienern liegen so bei 46 Minuten ), macht die Live-Situation die Interpretation lebendiger , atmender . Und der Unterschied zu den ebenfalls im Konzert aufgenommnen Wiener liegt im Concertgebouw Orkest : es klingt nicht so zisiliert , will sagen : einen Hauch Norddeutscher , und das tut der Sinfonie gut . In meinen Ohren .


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Da ich über Giulini wieder an Schuricht erinnert wurde , gleich auch meine beiden Schuricht - Interpretationen der Vierten . Die "Goldstandard"- Aufnahme mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks , zu der sich die späte Liveaufnahme mit den Wienern gesellt hat - anders , voller Melancholie , aber Schuricht .


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Trotz Barbican ist es eine schöne Aufnahme:



    Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

    4. Sinfonie, B-Dur, Op. 60




    London Symphony Orchestra

    Bernard Haitink




    Gruß

    Josquin

  • Ja....vielleicht besser im Salome Diskographie Thread. Ich finde sie wunderbar !!! Der relativ schlechte Aufnahmeklang stört mich weniger, aber ich erwarte natürlich nicht dieselbe Durchsichtigkeit, wie bei modernen Aufnahmen. Allerdings muss ich doch sagen, dass man erstaunlich viel mitbekommt. zB einzelne Holzbläser oder auch rhythmische Streicherfiguren. Das Flatternde, Schillernde, Funkelnde kommt immer noch prima durch. Es geht mir übrigens bei R Strauss immer mehr gegen den Strich, wenn es zu korrekt zugeht. Das muss ein bisschen hingeschludert oder lässig erscheinen. Da kommt mir diese Aufnahme doch sehr entgegen, denn das (mir) Wichtigste kommt durch. Ich weiss nicht, wie ich es formulieren soll, aber das oft fast Gesprochene in den Stimmen muss im Orchester reflektiert werden oder ebenso vorhanden sein. Viel ist ja auch improvisatorisch angelegt, in einzelnen Holzsoli, oder ein Streichergewusel. Agogik darf nicht zu einstudiert wirken, sondern irgendwie spontan. In dem Sinne, dass es oft doch "nur" Effekte sein sollen und viel wichtiger dabei ein gewisser Schwung (im Text, in der Sprachmelodie) oder eine Stimmung ist. Wenn die Spontanität fehlt, ist alles für die Katz, finde ich, mehr als bei anderen Komponisten. Schwierig wird's dann im Tanz - das hin und her von sehr wichtiger Rhythmik und verführerischer Agogik. Ich finde das alles hier auf dieser Aufnahme super gelungen.

    Ich finde in dieser Oper so viel Gefallen am Sprachrhythmus, irgendwie reizt mich das besonders. Und aber dann den Gegensatz zu wunderschönen melodischen Linien oder den choralartigen Jokanaan-Stellen. Alles sehr gut gelungen hier, meine ich. Herodes ist mir deswegen so wichtig und ich finde hier besonders textverständlich und ausdrucksstark, trotz schlechtem Aufnahmeklang. Toll ist dann natürlich für mich bei dieser Priorität auch Herodias auf dieser Aufnahme...mir fiel es natürlich auf, dass sie nur spricht....nun weiss ich auch warum, habe deinen Beitrag gelesen. :)

    Salome selber hört sich toll an - hier hätte ich natürlich gerne einen besseren Aufnahmeklang.

  • Jetzt bin ich bei Dvorak und Frantisek Stupka gelandet , auf den ich mal im Zusammenhang mit der 9.Sinfonie hinwies . Obwohl er im Vergleich zu Sejna eine wichtigere Rolle im tschechischen Musikleben spielte - zwischen 1919-1946 war er Leiter der Tschechischen Philharmoniker , wie auch Talich - und von 1946-1956 der Mährischen Philharmonie . Aber es gibt so gut wie keine Aufnahmen mit ihm . Die Radiomitschnitte der 8. & 9.Sinfonie von Dvorak stammen aus der Zeit nach seiner Pensionierung , 1959 und 64 , und da war er 79 bzw.85 Jahre alt .( Die Neunte dirigierte er einen Tag nach seinem Geburtstag ). Aber diese beiden Aufnahmen sollten ihn ins Bewußtsein ernsthafter Dvorak-Hörer bringen . Aber er hatte wohl keine übermäßig aktive PR-Abteilung , und das neue Zeug muß ja auch verkauft werden .



    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"


  • Marc Blitzstein

    The Airborne Symphony

    Orson Welles (Erzähler)

    Andrea Velis (t)

    David Watson (bt)

    The Choral Art Society

    New York Philharmonic Orchestra

    D: Leonard Bernstein

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Noch einer der alten Garde : Bretislav Bakala (1897-1958) . Schüler Janaceks , Dirigent , Komponist , Pianist . Spezialität waren die Werke Janaceks . Es gibt einige Aufnahmen mit ihm auf CD , Sinfonietta und Messe ist eine davon . Ganz nah dran am Meister .



    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    (Libuše Domanínská gefällt mir sehr) .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Als Finale:



    Ludwig van Beethoven

    Symphonie Nr. 9

    Arroyo, Sarfaty, di Vigilio, Scott

    The Juilliard Chorus

    New York Philharmonic Orchestra

    D: Leonard Bernstein

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Richard Strauss - Salome

    Joseph Keilberth,1951 live in München


    Inge Borkh - Salome

    Hans Hotter – Jokanaan.

    Max Lorenz – Herodes

    Irmgard Barth – Herodias




Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!