• Dvořák 3. Sinfonie Es-Dur

    London Symphony Orchestra, Witold Rowicki



    Wieso hat mir eigentlich nicht füher jemand gesagt, wie toll die alte Gesamtaufnahme mit Witold Rowicki ist?

    Ich gehe chronologisch vor und bin heute über die 3. Sinfonie maßlos erstaunt. Anspielungen an Wagner (Rienzi-Ouvertüre) und Smetana (der die Uraufführung geleitet hat), bei aller Experimentierlust immer das sinfonische Ganze im Blick, mit einem Finale, bei dem richtig die Post abgeht.


    Das eine oder andere Mal hatte ich die Sinfonie schon gehört, aber nie so deutlich den frühen Geniestreich wahrgenommen. Muss wohl an der Aufnahme liegen.

    Danke an Braccio für die Anregung und Leihgabe!


    Viele Grüße,

    Khampan


  • Heitor Villa-Lobos : Sinfonien Nr. 6 (1944) & 7 (1946) AD: 2011


    Sao Paulo SO, Isaac Karabtchevsky


    Erstbegegnung mit den beiden Werken. Sehr farbenreich, alles weitgehend im tonalen Bereich, das gefällt mir durchaus gut. Gerade die Siebte finde ich sehr stimungsvoll geschrieben. Dass sie für einen Kompositions-Wettbewerb des Detroit Symphony Orchestras geschrieben wurde und KEINEN Preis bekam, kann ich nicht verstehen. Dagegen wurde sein Landsmann Camargo Guarnieri mit einem Preis ausgezeichnet.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Antonín? Ja, warum nicht?



    Antonín Dvorák

    Symphonie Nr. 6-8

    Berliner Philharmoniker

    D: Rafael Kubelik

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

    Einmal editiert, zuletzt von Josquin Dufay ()


  • Mit dem Hören dieser Werke erübrigt sich jeder Bratschenwitz, sollte man meinen.


    Mit op. 25,1 verbinde ich ein herausragendes Konzerterlebnis vor rund 10 Jahren (sehr grob geschätzt) in der Kammermusik-Reihe des NDR-Sinfonieorchesters. Äußerst intensiv und bewegend.


    Anekdotisch erwähnenswert ist, dass Hindemith im 4. Satz der Sonate Schumanns "So rasch wie möglich-schneller-noch schneller" aufgreift, indem er das Viertel-Tempo mit unspielbaren 600-640 angibt und hinzufügt: "Rasendes Zeitmaß. Wild. Tonschönheit ist Nebensache."

  • Vilém Blodek (1834-1874) war ein tschechischer Komponist, der mit 35 Jahren psychisch erkrankte und nur 39-jährig in der Irrenanstalt verstarb. Seine Oper Im Brunnen war seinerzeit fast so beliebt wie Smetanas Verkaufte Braut. Blodek hinterließ eine Symphonie, die er 24-jährig komponierte und die noch weitgehend unter dem Einfluß der deutschen Romantik steht. Durchaus hörenswert. Zwei Aufnahmen sind verfügbar, aber keine davon auf CD.


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    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.


  • Johannes Brahms

    Symphonie Nr. 2

    Haydn-Variationen

    Tragische Ouvertüre

    NBC Symphony Orchestra

    D: Arturo Toscanini

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Gestern und heute.


       


    Gustav Mahler: Sinfonien

    Nr. 7 e-Moll

    Nr. 1 D-Dur

    Osmo Vänskä, Minnesota Orchestra


    Guter Klang. Macht insgesamt viel Spaß.



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Danach:



    Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll Op. 98

    Tragische Ouvertüre Op. 81

    Carlo Maria Giulini, Wiener Philharmoniker


    Der Klassiker.



    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • Freut mich, dass die Aufnahmen Dir zusagen! :cincinbier:


  • Peter Tschaikowski

    Symphonie Nr. 6

    Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester

    D: Erich Kleiber

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd


  • Dvořák-Pause mit Brahms' op. 15. Dirigent aber wieder einmal Witold Rowicki, diesmal am Pult des Orchestre National de France. Live-Aufnahme aus Lausanne von 1978 mit Claudio Arrau als Solist. Sehr hörenswert, auch klanglich schön eingefangen; gibt's aber nur digital.


    Den ersten Satz kann man auf YouTube hören:

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  • Dvořák-Pause mit Brahms' op. 15. Dirigent aber wieder einmal Witold Rowicki, diesmal am Pult des Orchestre National de France.

    Interessant und deutlich schneller als Arrau/Giulini, die mir immer irgendwie pastos-verschnarcht vorkamen.

    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)


  • Felix Mendelssohn : Sinfonie Nr.3, a-moll, "Schottische" AD: 1989

    & Sinfonie Nr.4


    The London Classical Players , Roger Norrington (damals noch ohne den "Sir" davor)


    Bei Sir Roger Norrington kann ich alles anhören und genießen, was er bis zu Mendelssohn und Schumann eingespielt hat. Was er an Komponisten anschließend eingespielt hat, ist dann absolute Geschmackssache, bzw. auch Ansichtssache. Sein Bruckner oder Mahler kann ich mir anhören, aber so richtig glücklich werde ich damit nicht. Bei Vaughan-Williams kommt es auf die Sinfonie an, aber auch hier scheiden sich die Geister daran.


    Sein Haydn, Mozart, Schubert, Mendelssohn oder Schumann gefallen mir dagegen sehr gut. Seine Einspielung von Smetanas "Ma Vlast" ist die einzige Einspielung auf historischen Instrumenten und hörenswert. Einen direkten Vergleich dafür habe ich nicht, allerhöchstens die Harnoncourt-Einspielung, die er aber auch nicht mit einem Orchester der HIP-Bewegung gemacht hatte. Da stimmt bei Harnoncourt fast alles, nur leider hat er den "Moldau-Teil" mMn versemmelt, da die Moldau einfach zu zäh fließt und auf der Stelle klebt.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • deutlich schneller als Arrau/Giulini

    Ja, allerdings v. a. in der Orchesterexposition; beim Klaviereinsatz wird dann - wie oft bei Brahms KK1 - das Tempo zurückgenommen. Aber ohne an Spannung zu verlieren, meine ich. Das Finale kommt mir tatsächlich insgesamt auch vom Tempo lebendiger vor als mit Giulini, aber diese Aufnahme habe ich ewig nicht gehört.


  • Weiter im Programm. A. Dvořák, Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Erst einmal eine Neuaufnahme mit der Houston Symphony unter A. Orozco-Estrada. Passt eigentlich alles; super Klang, straffe Tempi, gute Dynamik. Trotzdem fehlt irgendetwas (ging mir schon beim Hören der Nr. 6 in dieser Besetzung so). Hm.

  • deutlich schneller als Arrau/Giulini

    Also mir gefallen Arrau und Giulini recht gut - eine "majestätische" Sichtweise . Aber wenn es nur um das Tempo geht , ist die 47er Aufnahme mit Cameron und ihren 47 Minuten wohl nicht einzuholen . Die Arrau Jahrzente später nicht gefiel " I hated it . Much too fast ." - ( Conversations with Jjoseph Horowitz ).


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • A. Dvořák, Symphonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Erst einmal eine Neuaufnahme mit der Houston Symphony unter A. Orozco-Estrada. Passt eigentlich alles; super Klang, straffe Tempi, gute Dynamik. Trotzdem fehlt irgendetwas (ging mir schon beim Hören der Nr. 6 in dieser Besetzung so).

    nur kurz bei jpc reingehört (Spotify mag heute bei mir nicht starten). Mein Eindruck passt zu deinem: Zu viel Regietheater, statt die Musiker einfach mal spielen zu lassen. Zusammenspiel mangelhaft, das tut dann ein übriges, um den rhythmischen Drive abzuwürgen.

    [nachdem ich dies geschrieben hatte, mochte Spotify doch noch starten. Eindruck im Verlauf des 1. Satzes bestätigt. Mehr brauche ich nicht davon].

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