• ging mir auch so

    Ach, das freut mich, lieber philmus. Ich bin, wie gesagt, hinsichtlich Schuberts Messen ein kompletter Rookie, habe keine Ahnung von diesem Werkzyklus. Aber die Messe Nr. 2 ist so hinreißend, dass mir (fast) die Tränen kommen...

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • music lover

    ich besitze diese Aufnahme der 2. Schubert Messe mit Robert Shaw etc. seit langem und ich habe sie auch in mein Herz geschlossen. Sie hat einen wunderbaren Reichtum an Einfällen und Stimmungen.

    Nebenbei noch dies: es ist in dieser Messe (und vielleicht auch in den anderen), dass Schubert einen Teil des Credo weggelassen hat(...unam sanctam catholicam ...). In einer katholischen Pfarrei (Offenbach-Bürgel) wollte der Kirchenchor diese Messe singen, aber der Pfarrer (obwohl an Musik uninteressiert) hatte irgendwo von Schuberts Vergehen, gehört und forderte die Noten des Chors an. Diese hatten allerdings das Problem gelöst: In den Noten steht im Druck der von Schubert ausgelassene Text. Er wird von der Hälfte des Chors simultan mit einer anderen Textstelle gesungen.

  • ich besitze diese Aufnahme der 2. Schubert Messe mit Robert Shaw etc. seit langem und ich habe sie auch in mein Herz geschlossen.

    Das freut mich sehr, lieber Abendroth :cincinbier:

    Sie hat einen wunderbaren Reichtum an Einfällen und Stimmungen.

    Ja, sie ist, wie es im Booklet der CD heißt, "direkt und unschuldig", weshalb Schuberts Lehrer Antonio Salieri sie sogleich mochte. In nur sechs Tagen entstanden, bietet sie gleichwohl einen solchen Überschwang an Gefühlen und - wie Du zu Recht sagst - Reichtum an Einfällen und Stimmungen, dass sie mich einfach überwältigt.

    «Weil ich nicht schlauer bin als solch ein Titan!»

    (Günter Wands Antwort auf meine Frage, warum er nicht wenigstens bei Bruckners Erster die nun wirklich bessere frühere Linzer Fassung dirigiert)

  • In einer katholischen Pfarrei (Offenbach-Bürgel) wollte der Kirchenchor diese Messe singen

    St. Pankratius?

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • statt die Musiker einfach mal spielen zu lassen. Zusammenspiel mangelhaft,

    Bedingt das Zweite womöglich, dass der Wunsch nach Erstem nicht erfüllt wird? (Hab nur deinen Text gelesen)

    Hallo Knulp,

    nachdem ich das geschrieben hatte, habe ich auch überlegt, ob eine Kausalität bestehen könnte. Nach längerem Reinhören wurde mir schließlich klar dass es eine gibt, und zwar genau anders herum. Zunächst nochmal mein ganzes Zitat:

    Zu viel Regietheater, statt die Musiker einfach mal spielen zu lassen. Zusammenspiel mangelhaft, das tut dann ein übriges, um den rhythmischen Drive abzuwürgen.

    [nachdem ich dies geschrieben hatte, mochte Spotify doch noch starten. Eindruck im Verlauf des 1. Satzes bestätigt. ...]

    Das Zusammenspiel wird durch das erschwert, was ich verkürzt als "Regietheater" bezeichnet habe: hektisches übertriebenes Phrasieren mit durcheinandergewürfelten Crescendi, Decrescendi, abgebremsten Phrasenenden, Kunstpausen - kein Orchester der Welt bekommt noch kritische Einsätze, Auftakte, rhythmisch akzentuierte Begleitfloskeln wirklich auf den Punkt zusammen, wenn man ständig mit solchem agogischen und dynamischen Herumgehample beschäftigt ist. "Postmoderner Hyperaktionismus" pflege ich auch gerne dazu zu sagen, das ist eben gerade in Mode. Die meisten Hörer scheint es nicht zu stören, mich macht es seekrank.

  • Maurice

    Ja, St. Pankratius. Du kommst ja ungefähr aus dieser Ecke, Maurice, bist vielleicht sogar Offenbacher. Der Chor durfte die Messe im Gottesdienst singen, da ja das fehlende Stück mitgesungen wurde.

  • Ja, St. Pankratius. Du kommst ja ungefähr aus dieser Ecke, Maurice, bist vielleicht sogar Offenbacher.

    So ist es. Ich kenne auch den dortigen Orchesterleiter sehr gut. Das dürfte letzten Sonntag gewesen sein, als der Bischoff da war, vermute ich mal. Die Welt ist halt ein Dorf. Vermutlich hätte ich sogar die Messe mitgespielt (als Aushilfe), wenn ich nicht fast zeitgleich woanders bereits eine Verpflichtung hatte.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • El Nueov Mundo, Folías Criollas


    Antonio Valente (1520 - 1580), Gaspar Sanz (1640 - 1710), Juan Hidalgo (1614 - 1685), Santiago de Murcia (1682 - 1732), Gaspar Fernandes (1566 - 1629), José Marín (1619 - 1699), Juan Garcia de Zéspedes (1619 - 1678) u. a.



    Tembembe Ensamble Continuo

    La Capella Reial De Catalunya, Montserrat Figueras

    Hespèrion XXI

    Jordi Savall



    Diese Aufnahme mit kreolischen Sones, Folías, Jácaras, Jotas und Fandangos zum Spielen, Singen und Tanzen aus 'Neuspanien' ist ein Hort an überbordender Lebensfreude und eine der schönsten Aufnahmen mit Jordi Savall und seinen Ensembles - hier noch zusätzlich unterstützt durch das feurige und lateinamerikanisches Kolorit verbreitende Tembembe Ensamble Continuo. Die Multikanal-SACD begeistert nicht nur mit ihrem detaillierten und trotzdem aparten Raumklang, auch das sechssprachige beiliegende Booklet ist ungewöhnlich reichhaltig ausgestattet. Alle gesungenen Texte sind darin ins Deutsche übersetzt.




    Gruß

    Josquin

  • Ja, St. Pankratius. Du kommst ja ungefähr aus dieser Ecke, Maurice, bist vielleicht sogar Offenbacher.

    So ist es. Ich kenne auch den dortigen Orchesterleiter sehr gut. Das dürfte letzten Sonntag gewesen sein, als der Bischoff da war, vermute ich mal. Die Welt ist halt ein Dorf. Vermutlich hätte ich sogar die Messe mitgespielt (als Aushilfe), wenn ich nicht fast zeitgleich woanders bereits eine Verpflichtung hatte.

    Das wäre eine Uraufführung gewesen, hättest du mitgespielt. Schuberts G-Dur Messe verlangt nur Streicher und eine Orgel (neben Chor und Solisten). Die Geschichte mit dem um den rechten Glauben besorgten Pfarrer liegt länger zurück, wohl mehr als ein Jahrzehnt.

  • Alexandre Glazounov : The Seasons . Das Original mit dem Komponisten am Pult . Aus der unverzichtbaren 'Composers in Person' Box .



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    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"


  • Antonín Dvorák

    Symphonie Nr. 7

    Cleveland Orchestra

    D: Christoph von Dohnányi

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Hier auch Dvořáks Siebte. Sir Colin Davis am Pult des London Symphony Orchestra. Hochkaräter, meine ich. Entschlossen, straff, agogisch lebendig, ohne übertrieben zu wirken. Sehr schön!




  • Johannes Brahms

    Symphonie Nr. 4¹

    Liebeslieder-Walzer op. 52²

    Gesang der Parzen op. 89³

    ²NBC Symphony Chorus

    ³Robert Shaw Chorale

    ²Arthur Balsam & Joseph Kahn (Klavier)

    ¹ ³NBC Symphony Orchestra

    D: Arturo Toscanini

    "Interpretation ist mein Gemüse."

    Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation."

    Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..."

    jd

  • Das wäre eine Uraufführung gewesen, hättest du mitgespielt. Schuberts G-Dur Messe verlangt nur Streicher und eine Orgel (neben Chor und Solisten).

    Du kennst die neueste Bearbeitung nicht für Trompete, Klarinette und Klavier? Na, sowas aber auch.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Hier auch Dvořáks Siebte. Sir Colin Davis am Pult des London Symphony Orchestra. Hochkaräter, meine ich. Entschlossen, straff, agogisch lebendig, ohne übertrieben zu wirken. Sehr schön!

    Ich bin mit dem Dvorak nicht so recht warm geworden. Eigentlich mag ich Sir Colins Einspielungen, aber DA war ich eher enttäuscht gewesen. Frage mich bitte nicht warum. Ich weiß nicht mal, ob ich die CDs noch habe.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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