• Hier der Jubilar:



    Ralph Vaughan Williams: Job - A Masque for Dancing


    London Philharmonic Orchestra

    Sir Adrian Boult


    Der Widmungsträger macht seine Sache erwartungsgemäß ausgesprochen gut. Grins1 Vielleicht gefällt mir die 1946er Studioaufnahme noch ein teensy-weensy bit besser, vielleicht ist das aber auch nur Tagesform.


    :wink: Agravain

  • Eben beim Hören festgestellt : heute ist der Jahrestag des Einspielungsbeginns ! Vom 5.bis 8.Dezember 1960 spielte Paul Tortelier die Cello-Suiten von Bach im Salle Wagram in Paris ein . Für mich eine der schönsten Interpretationen , und seltsamerweise ? klingt bei mir diese HMV Ausgabe besser als die späteren Erato oder Warner Wieder-Veröffentlichungen . Wunderbare Musik an einem grauen Morgen , das Licht kommt durch's Ohr .

    Nachtrag : Ich beziehe mich immer auf die erste Einspielung , nicht auf die 1982 aufgenommene Zweiteinspielung .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

    Einmal editiert, zuletzt von b-major ()

  • Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)

    Symphonie Nr. 4

    + Francesca da Rimini

    London Symphony Orchestra (Nr. 4), Minneapolis Symphony Orchestra, Antal Dorati

    Mercury, ADD, 58-60


    Tschaikowsky bleibt mir heute und in dieser Einspielung fremd. Leider scheint es bei der Übertragung der Bänder ins Digitale Probleme gegeben zu haben (?). Der Beginn des ersten Satzes spielt verzerrt und es dauert etwas, bis die Klangqualität sich bessert und dann ein zeitüblich-gutes Niveau erreicht.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

  • John Haines-Eitzen , ein Schüler von Janos Starker , hat sich viele Gedanken gemacht und dann 2010 eine Aufnahme von den Bachschen Cello Suiten . Aber irgendwie kommt er - für mich - nicht 'in the groove' .

    Aus dem Booklet : https://aramus.org/bach-suites-for-solo-cello/



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  • Anton Bruckner (1824-1896)

    Symphonie Nr. 8 (Erstfassung 1887)

    Philharmoniker Hamburg, Simone Young

    Oehms, DDD, 2008


    Die hat mich spontan sehr berührt und sehr gefallen. Bei Bruckner höre ich seltsamerweise immer Parallelen zu Sibelius. Also sowohl in thematischer Hinsicht als auch mit Blick auf wiederkehrende Muster, die sich durch die jeweiligen Sinfonien ziehen. Geht das noch wem so?


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

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    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need"
    - H. W. M.

    Einmal editiert, zuletzt von Hueb' ()

  • Das kann ich spontan für die zweite Sinfonie gut nachvollziehen. Ansonsten bedürfte es einer zukünftigen Aufmerksamkeit - es soll schlimmere Forderungen geben ... ;)


    Umgekehrt bin ich oft erstaunt, wie viele Komponisten des 20. Jahrhunderts - von Malcom Arnold bis Robert Simpson - sich (auch) auf Sibelius beziehen oder per Rezeption auf ihn bezogen werden. Da scheint mir Sibelius gleich nach Mahler (1) zu rangieren. Bruckner kommt dann auch rasch ...


    (1) Das kann ich nicht immer nachvollziehen, allerdings scheint mir Mahlers Musik aufgrund ihrer zeitgeschichtlichen, biographischen, ideo-, sozio- und psychologischen Vieldeutigkeit auch diesbezüglich problematischer als - eben - zum Beispiel Sibelius oder Bruckner.


    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

    Präludien & Fugen op. 87 Nr.1-24

    Konstantin Scherbakov, Klavier

    Naxos, DDD, 99


    Höre ich leider zu selten (was ich ändern sollte). Ganz große Musik.

    Zitat

    P. Cosse in KLASSIK heute 6/01: "Man sollte vorsichtig sein mit lobenden Superlativen, aber in diesem speziellen Fall haben wir es mit einer definitiven, für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte wegweisenden, die Konkurrenz fruchtbar irritierenden Modellinterpretationen zu tun."

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

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    - H. W. M.

  • Auch hier lief Tschai 4, auch hier eine klassische Aufnahme. Sie gehört mit ihrem Drive (insbesondere im Kopfsatz) - neben Muti/Philharmonia & Szell/LSO - zu meinen favorisierten Einspielungen des Werkes.



    Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll, op. 36


    Boston Symphony Orchestra

    Pierre Monteux


    Nun eine Neuerwerbung:



    Ralph Vaughan Williams: Job - A Masque for Dancing


    BBC Northern Symphony Orchestra

    Vernon Handley


    :wink: Agravain

  • Den Haines-Eitzen habe ich nicht zu Ende gehört , sondern Pierre Fournier gelauscht . Der hat , ebenso wie Tortelier , seine Bach-Suiten im Jahr 1960 aufgenommen . Allerdings war er zu dem Zeitpunkt 8 Jahre älter als sein Kollege . Hier stimmt irgendwie alles .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Hier nochmal der Jubilar.


    César Franck: Violinsonate A-Dur


    Jacques Thibaut, Violine
    Alfred Cortot, Klavier

    28. Mai 1929



    Gruß
    MB


    :wink:

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Parallelen zwischen Bruckner und Sibelius kann ich nachvollziehen. Sibelius hielt sich ab Oktober 1890 für knapp ein Jahr in Wien auf. Er versuchte, Schüler von Brahms und Bruckner zu werden aber beide hatten sich zu diesem Zeitpunkt dazu entschieden, keine neuen Schüler mehr aufzunehmen. Da half Sibelius auch ein Empfehlungsschreiben seines Berliner Lehrers Ferruccio Busoni nichts. Sibelius studierte in Wien dann bei Karl Goldmark und bei Robert Fuchs und Sibelius lobte den Unterricht bei beiden Komponisten. Sibelius besuchte in Wien u. a. eine Aufführung von Wagners "Tristan und Isolde" an der Wiener Hofoper und war bei der Uraufführung von Bruckners 3. Fassung seiner 3. Sinfonie anwesend und das hinterließ bei ihm einen großen Eindruck. Sibelius schrieb nach der Uraufführung der Drittfassung von Bruckners 3. Sinfonie an seine Verlobte Aino Järnefelt:

    Zitat

    Bruckner ist für mich der größte gegenwärtig lebende Komponist. (. . .) Man schrie hurrah und grölte. Es war seine d-Moll-Symphonie. Du kannst Dir nicht vorstellen, was das für einen Eindruck auf mich machte. Das Stück hat natürlich Fehler und Mängel, aber es hat allen anderen etwas voraus, und das ist Jugend, auch wenn der Komponist ein alter Mann ist.

    Bruckners Musik hat bei Sibelius vielleicht noch bis zu seiner 1. Sinfonie gewisse Spuren hinterlassen.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Dankeschön! Diese biografischen Bezüge finde ich sehr interessant.

    :cincinbier:

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    - H. W. M.

  • Hier Bruckner mit Wand/Köln, die letzten Abende. Bin bis zur 5. gekommen bisher. Die ersten 3 gefielen mir nicht besonders. Die 4. hat mit dem 3. Satz das Grässlichste, was mir seit langem begegnet ist. Blech mit Streichern zu doppeln geht gar nicht. Die 5. hab ich dann im 4. Satz abgebrochen.

    Mit anderen Worten: mit Bruckner komme ich nicht klar.

    Helli

  • Auch hier lief Tschai 4,

    Daraus mache ich mal Tschai 5 und zwar in einer 1928iger Version mit Mengelberg und dem Concertgebouw.



    Ich weiß nicht, ob Tschaikowsky himself im Grabe rotiert, aber hinsichtlich des Threads: 'Der Wille des Komponisten' und auch des dort zitierten Brahms (Meine Güte, Brahms und Tschaikowsky in einem Satz - jetzt rotieren sie auch noch im Doppelpack.) für mich ein weiterer Beleg dafür, was ein Dirigent machen darf. Wenn er sich nur traut und wenn er es kann!


    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • 1960 war ein gutes Jahr für die Cello-Suiten von Bach , zumindestens aus französischer Sicht . Neben Tortelier und Fournier machte auch der bereits 66- jährige Andre Levy seine Aufnahme der Suiten . Er war - neben Maurice Marechal - einer der führenden Cellisten in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Frankreich . Überlegt und beeindruckend .- Ich hörte den gelungenen Transfer von Forgotten Records .



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  • Heinrich Ignaz Biber (1644-1704)

    Rosenkranz-(Mysterien-)Sonaten Nr. 1-16

    Andrew Manze (Barockvioline), Richard Egarr (Cembalo & Orgel)

    harmonia mundi, DDD, 2004


    Musikalisch natürlich was ganz anderes, als das zuvor Gehörte. Obwohl stilistisch mir persönlich nicht sooo nahestehend, sind die Rosenkranzsonaten ungeheuer vielfältige und vielschichtige Werke, in die es sich einzutauchen lohnt. Hier für mein Empfinden toll und feinfühlig gespielt und besagtes Spektrum der Werke sehr schön auslotend. Klanglich ist die Produktion ebenfalls gelungen.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

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    - H. W. M.

  • Bruckner 9 mit Georg Ludwig Jochum & RIAS 1954.


    Hui !

    Einseitig, aber auf der Seite, die mich anspricht.



    PS: auch wieder so ein Fall: des Bruders, also Eugen Jochums Bruckner. Bis heute immer wieder eine ähnliche Erfahrung. Es ist alles da, nur nicht genug davon. Dann schalte ich innerlich ab. Mir ist es sehr viel lieber, wenn es einseitig ist, aber dafür diese Einseitigkeit bis in letzte ausgeschöpft wird.

  • Tschai 5…

    … nun auch hier.

    Tatsächlich kann ich das Werk nun noch in wenigen Aufnahmen mit Genuss hören. Viele wirken auf mich mittlerweile vornehmlich plakativ. Zu den Ausnahmen gehören etwa Celibidaches großartiger 1991er Mitschnitt, Fricsays sehnig-leidenschaftliche Aufnahme mit dem BPO (1949) oder eben die, die sich jetzt dreht: Sinopolis zerrissen-vehmente aus London:



    Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphony Nr. 5 e-Moll, op. 64


    Philharmonia Orchestra

    Giuseppe Sinopoli


    :wink: Agravain

  • Dies.



    Ach, hach... Niemand macht es so wie Celibidache, keiner, nirgends. Nicht für jeden Tag und sicher auch nicht jedemanns Geschmack, ich kann die teils schroff ablehnenden Reaktionen schon nachvollziehen. Aber mir geht nix über diese Interpretation, dagegen klingt Wand in meinen Ohren wie ein schlechtgelaunter Mathelehrer... Aber speziell und deshalb auch spaltend, OK, ja, isso. Aber Bruckner an sich verträgt das.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Beethoven Sinfonie Nr 9


    Hier ein kleines Juwel - heute gefunden. Zwar nicht im Nikolausstiefel, sondern durch Zufall und Neugierde. Und nun bin ich ausserdem beschäftigt, denn es gibt alle 9 Beethoven Sinfonien mit Jochum & Chile (auf YT zu finden).


    Wenn ich meinen Eindruck mit einem Wort beschreiben müsste, dann würde ich "beharrlich" wählen. Eine fast unerträgliche Insistenz verwandelt sich beharrlich hin zur hoffungstragenden, freudigen Erwartung. So höre ich nicht nur einen typischen Georg Ludwig Jochum, sondern auch eine sinngebende klare Linie und Entwicklung durch die gesamte Sinfonie hindurch. Ein kleines Juwel zum Nikolaus.


    Georg Ludwig Jochum, Sinfonica de Chile, live 1961

    Coro de la Universidad de Chile

    Maria Kallay- s

    Ivonne Herbos - a

    Hernán Würth - t

    Victor de Narke - b


    Ludwig van Beethoven, Georg Ludwig Jochum, Orquesta Sinfónica de Chile - Sinfonía N° 9
    View credits, reviews, tracks and shop for the 2007 CD release of "Sinfonía N° 9" on Discogs.
    www.discogs.com


    Ich habe leider kein Amazon cover gefunden.

    Es gibt aber alle Sinfonien auf YT.








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