Die amerikanische Pionierin des Jazz Tiny Davis 1909 oder 1910 - 1994

  • The Forgotten History of a Leading Lesbian Jazz Trumpeter Driven from KC
    A moment to remember Tiny Davis, who was driven out of KC’s jazz scene for being a lesbian.
    kansascitymag.com


    Es kommt sehr selten vor, dass ich aus der Blütezeit des Jazz, also den 1920-er bis 1940-er Jahren, einen Musiker nicht kenne. Tiny Davis gehört auf jedem Fall dazu.


    Sie wurde 1909 oder 1910 in Memphis/Tennesee geboren und verstarb am 30.01.1994. Sie soll mit 13 Jahren begonnen haben Trompete zu spielen, ging mit ihrem damaligen Ehemann Clarence Davis nach Kansas City um 1935 herum, und spielte dort bei den "Harlem Playgirls", einer reinen Frauenband. Bald wurden einige der Bandmitglieder von der weitaus bekannteren Formation "International Sweethearts of Rhythm" abgeworben, so auch Davis. In dieser Band spielte sie bis 1947 und erwarb sich den Ruf als "weiblicher Louis Armstrong".


    Sie soll Angebote von Cab Calloway und Count Basie ausgeschlagen haben, weil sie den "Sweethearts of Rhythm" sehr eng verbunden war, so ihre eigene Aussage. Sie gründete 1949 ihre eigene Band, spielte dabei neben Lionel Hampton und anderen Jazzgrößen oft auf den gleichen Festivals, machte sogar Tourneen und wohl auch Aufnahmen mit und für Decca, aber irgendwie ist ihr Name dann nie groß rausgekommen.


    Nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte, ging sie mit Ruby Lucas, einer Bassistin der "Sweethearts" eine Beziehung ein und bekannte sich dazu, dass sie auf Frauen stand, damals sicher weitaus schwieriger noch im konservativen Amerika als es heute wäre.


    Tiny Davis soll bis in die 1980-er Jahre noch aufgetreten sein. Es ist offenbar nicht bekannt, wo sie verstorben ist, zumindest konnte ich keine Angaben finden dazu.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Doch, in Chicago. Findet man im englischen Wikipedia.

    Ah, super. Danke Dir. Ich hatte heute Morgen nicht so die Zeit, um noch etwas länger zu recherchieren, da ich über eine Facebook-Gruppe auf die Kollegin aufmerksam gemacht worden bin.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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