Eben gehört: Rock, Pop

  • Vor ca. 1 Monat ist dies erschienen:

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    Gefällt mir sehr gut.

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Gerade nicht wegzudenken:


    Ne. Das isses nich. Ich denke, ich werde damit hier auf offene Ohren stoßen aber ich dachte, ich versuche es einfach mal, weil der Hype ja wirklich an niemandem vorbeizieht.

    Geheiligt seien die, denen es gelingt, die Texte zu ignorieren. Mir ist das leider nicht vergönnt.

    'Quick, quick, tell me something awful
    like you are a poet
    trapped inside the body
    of a finance guy.'

    Ohje. Sie fährt fort:

    'If comfort is a construct
    I don't believe in good luck'

    ???

    Und es wird noch schlimmer.

    'My friends used to play
    a game where we would pick a decade
    we wished we could live in
    instead of this
    I'd say the 1830's
    but without all the racists
    and getting married off for
    the highest bid.'

    Das ist doch keine Lyrik, das ist gar nix. Und es geht mir hier nicht um die politische Aussage, sondern einfach um die Machart. Hält die ihre Fans für so blöd? Was ist das? Rupi Kaur mit Gitarrengeplänkel?
    Und das sind nicht einmal die dümmsten Verse...

    Ich möchte es so gerne verstehen, wirklich. Kolleg:innen von mir gehen auf Taylor Swift Mottoparties. Mein Bruder hat sich kürzlich mit seiner Freundin den Eras-Film im Kino angesehen. Die scheinen eine wirklich gute Zeit zu haben. Ich möchte auch eine gute Zeit haben.

    Aber es gelingt mir nicht. Die Texte sind nicht zu ertragen und die Musik ist im besten Falle langweilig und vorhersehbar. Vor allem klingt es genau so wie ihre Alben vorher? Da ist nichts neues bei! Ich fühle mich betrogen, der Fürst hat seine Zeit vergeudet. Ist er einfach alt?

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    Viel Spaß.


    P.S. Das klingt alles so.

  • Es ist nicht meine Musik, aber anscheinend die von vielen Leuten auch in meinem unmittelbaren Umfeld, und daher kenne ich mehr von TS als für mich notwendig.

    Das neue Album hat im Feuilleton ja eher durchwachsene Kritiken bekommen, weil es weniger eingängig sei und sich von ihren vorangegangenen Erfolgen stilistisch zu weit entferne. Da hab ich mich echt gefragt, was die Rezensenten auf den Ohren hatten. Wenn überhaupt, finde ich das neue Album eingängiger als ihre Coronasongs, und stilistisch ist das auch Vintage-TS, vielleicht mit ein paar neuen Sounds in der Begleitung.

    Also ja, das ist bei den Songs wirklich immer dasselbe Erfolgsrezept, in meinen Ohren. Der Erfolg ist aber vielleicht eher soziologisch oder kulturgeschichtlich zu betrachten als musiktheoretisch.

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Also ja, das ist bei den Songs wirklich immer dasselbe Erfolgsrezept, in meinen Ohren. Der Erfolg ist aber vielleicht eher soziologisch oder kulturgeschichtlich zu betrachten als musiktheoretisch.

    also, ich finde schon, dass sie ein paar sehr eingänge Dinger hat. Auf dem neuen Album findet sich da - für mich - aber nichts von. Die sind alle ziemlich einfach zu vergessen, wenn du mich fragst.

    Ich glaube auch, dass das eher was kulturelles als musikalisches ist. Ich möchte auch ihre Fans keinesfalls irgendwie herabwürdigen oder sonstwas. Sie als Figur ist brillant vermarktet und schafft Identifikationsangebote für junge Frauen, die es sonst in der Popindustrie nicht gibt. Ähnlich gehypte Personen wären vielleicht Beyoncé aber die ist nicht ansatzweise so nahbar. Dennoch wollte ich der neuen Platte musikalisch ne Chance geben. Einige Songs liefen im Radio, die fand ich alle weitestgehend verzichtbar und dachte, naja, vielleicht hat der Sender einfach schlecht ausgewählt oder so.

    An ihr lassen sich interessante Demarkationslinien der US-amerikanischen Politik festmachen. Um sie ranken sich so viele Verschwörungstheorien und sie ist regelmäßig Thema besonders der Rechten. Das ist schon spannend, besonders wenn man ihren Wandel vom Countrygirl zur Popikone anschaut und den vermeintlichen Verrat, den sie damit am konservativen Ideal begangen hat. Sie gilt außerdem für viele als literarisch herausragend, es werden schließlich sogar Seminare an Universitäten zu ihr angeboten. In Heidelberg gab's sogar einen Taylor Swift Gottesdienst. Aber das sind Versprechungen, die sie leider (zumindest auf diesem Album) musikalisch und lyrisch nicht einhält.

    Ich wäre gerne Teil des Fandoms geworden, ich glaube wirklich, dass das ne schöne Sache ist, wenn man so über eine Künstlerin Freundschaften aufbauen kann. Es nimmt irgendwie beunruhigende Züge an, aber das mag meine berufsbedingte Paranoia sein. Schade. Da höre ich lieber das hier:


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    Das war cooler.


    'Sunshine on the street at the parade
    But you would rather be in the dark ages
    Making that sign, must've taken all night

    You just need to take several seats and then try to restore the peace
    And control your urges to scream about all the people you hate
    'Cause shade never made anybody less gay'

    :)

  • Diese:


    Enthält der eh schon wunderbaren Melvins drei wunderbarste Alben, "Houdini", "Stoner Witch" und "Stag". Alle drei mit Bonustracks versehen.

    "Wunderbarste"... Beinharte Fans dieser Band finden sie eventuell etwas zu wenig avantgardistisch und ziehen die noch früheren Sachen vor, ich aber finde daß hier absolute Brecher vorliegen, die durch ein partiell nachvollziehbares, großartiges Songwriting noch enorm gewinnen. Oder: wer hat denn die 15minütige Gitarrenrückkopplung zu Beginn der Lysiol öfter als einmal wirklich durchgehört?

    Eben Grins1

    Ich empfehle herzlichst.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Etwas Neues von Thom Yorke kann ja nicht schlecht sein.

    Ist es nach dem ersten Durchhören auch nicht. Soundtrack, aber auch mit (ein wenig) Gesang.

    Jein (Fettes Brot, 1996)

  • aber auch mit (ein wenig) Gesang.

    Oh, das mag wirklich gut sein, wenn er wenig singt. Mit seinem Gejängel kann ich - ja älter ich werde - immer weniger anfangen. Ich höre da mal rein, falls mein Streamer es anbietet.

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Foo Fighters
    Concrete And Gold (2017)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Simple Minds
    Once Upon A Time (1985)

    8)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Foo Fighters
    Sonic Highways (2014)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Derzeit fast Dauerschleife. Manuel Göttsching: E2-E4. Das kann man nicht oft genug hören.

     

    Zu dem Stück gab es anlässlich des 40. Jahrestags der Veröffentlichung auch einen Artikel bei chessbase: https://de.chessbase.com/post/40-jahre-…ngs-album-e2-e4. Auch das Schachkultur-Magazin KARL hat einen Artikel. Beide gehen aber nicht darüber hinaus, was schon bekannt und bei Wiki zu lesen ist.

    Ich habe es mir auch wieder angehört und teile deine Meinung, genial. Mir gefällt auch die Geschichte der Entstehung, solche Werke entstehen aus der Quelle allen dessen, was den Künstler ausmacht, und nicht einer Planung.

    Gruß, Frank

    Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.

  • Da liegen nun hier die fetten Boxen dieser Band, aber hören zu ich immer nur ihre (für mich) Schönste:


    The Fall, "Frenz Experience"


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Die Melvins sind ja eine wundervolle Band (wenn man es härter mag), aber noch wundervoller sind sie, wenn sie statt endloser Soundschleifen mal ein Tribute Album machen. So hier, mit u.a. Bowies "Station to Station" und "Black Betty" (wir erinnern es von Nick Cave, nicht wahr?) Grins1


    Wunderbare Platte.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

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    Grins1

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Oh, ich sehe gerade, ich bin recht allein in diesem Faden zurzeit...

    Lieblings-Rolleninterpret (1+1): Lemmy als Lemmy. Grins1


    Motörhead, "Overkill" (1979).


    Ihre Rock'n'Roll- mäßigste Platte, die mit dem rundesten Songwriting, ein Klassiker, mit 16 entdeckt und bis heute kaum gealtert. Heutzutage mit einem klasse Livemitschnitt auf CD2 aufgewertet. Hach <3 das ist was Schönes!


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Simple Minds
    Sons and Fascination / Sister Feelings Call (1981)

    Ein Höhepunkt ihrer frühen Phase...:saint:

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

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