Eben gelesen

  • Der Tod von H.M.Enzensberger hat dazu geführt , daß seit gestern die ersten 27 Nummern der Zeitschrift TransAtlantik (Oktober'80 -Dezember '82) neben dem Bett liegen und nun abwechselnd mit den Briefen von Patrick Leigh Fermor als Dauer-Kurz-Lektüre bei Bedarf zu Gemüt geführt werden .

    Wie ich eben feststellte , gibt es sogar das Buch zur Zeitschrift . Ob ich das brauche , weiß ich noch nicht . Hinweise von Lesern gerngesehen .



    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ist gestern gliefert worden.


    Bin gestern Abend (Bettlektüre) nur bis Seite 27 gekommen. Mir fehlte allerdings viel Schlaf, daher werde ich den Rest wohl übers Wochenende lesen.

    Also zunächst mal verstehe ich nicht, was an diesem Buch so anspruchsvoll sein soll. Liest sich bislang eigentlich recht flüssig.

    Was mich allerdings schon gestört hat, waren einige Widersprüche und unklare Formulierungen. Na, mal schauen, wie es weitergeht und ob ich dem Buch noch etwas abgewinnen kann ...


    Don' t feed the troll!



  • Ftage : Wer kennt die 3 Übersetzungen von 'Die Verliese des Vatikans' ? Ich kann Gide nicht im Original lesen , habe immer mit der ersten Übersetzung von Dieter Bassermann vorlieb genommen . Bevor ich das Buch erneut lese , würde mich interessieren , ob es über die von Gardekopf bzw. Dobberkau erstellten Übertragungen hier Urteile gibt .

    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • So, bin nun mit Camus' "Mythos des Sisyphos" durch.


    Am interessantesten fand ich eigentlich eher den Anhang ("Die Hoffnung und das Absurde im Werk von Franz Kafka"), sowie das Nachwort.


    Ansonsten: nun gut, ob man das Buch wirklich gelesen haben muss ... :/ Ich denke, nicht unbedingt. Dennoch stellenweise recht interssant, aber z. T. enthält das Buch auch zu viele schwammige Formulierungen und in sich widersprüchliche Thesen.


    Später (wohl eher Bettlektüre) geht es weiter mit Schmidt-Salomons "Stollbergs Inferno", auf das ich sehr gespannt bin.

    Don' t feed the troll!



  • Ein Geschenk für Freunde, für Kinder und für sich selbst.

    Ein Kosmos der Philosophie, besser als jeder Precht, ein Lebensratgeber und immer wieder überraschend

    "The Complete Calvin and Hobbes"

    Die Abenteuer des 6-jährigen Calvin mit seinem Plüschtiger.


    Oder wie sagte Calvin so weise:

    "Der beste Beweis für intelligentes Leben im Universum ist der, das noch keiner zu uns Kontakt gesucht hat"


    Gruß aus Kiel

    Schäffer beißt in einen Veggieburger:

    "Ohne Fleisch? Schmeckt aber fast wie Fleisch, da kann man es auch gleich aus Fleisch machen" (Mord mit Aussicht Staffel 2, Folge 5)

  • Eben gelesen paßt nicht, eben mittendrin paßt.



    Wieder ein Tausendseiter im Bereich Geschichtswissenschaft, aber endlich einmal einer den ich auch durchlese. Natürlich ist auch hier die Fülle der Informationen tendenziell überbordend und überfordernd. Aber es ist so schön geordnet und auch super formuliert, daß es eine Freude ist hier tief einzusteigen (grundsätzlich Freude am Thema vorausgesetzt, klar).


    Wem auch immer eine strukturierte, aber gründliche Einführung in die japanische Geschichte fehlte: hier zugreifen... Und die kulturellen Aspekte kommen nicht zu kurz.



    :)




    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • So, nun bin ich durch mit diesem philosophischen Roman:


    Michael Schmidt-Salomon: "Stollbergs Inferno" (2007)



    Ich habe mich sehr amüsiert - und dabei wieder ein wenig hinzugelernt. :thumbup:

    In einem Online-Artikel las ich, dass man das Buch als die "Satanischen Verse des Christentums" bezeichnet. Zudem als moderne "Göttliche Komödie" (Dante). Witzig auch, dass es in den Vorhöllen verschiedene Abteilungen gibt: u. a. eine Sonderabteilung für bestimmte Berufsgruppen, wie z. B. Musiker, deren Tongebilde in Gottes Gehörgängen keine Gnade fanden. Dort wimmelt es nur so von Zwölftonmusikern. Grins1 Die werden dann in ihren Verhören mit C-Dur-Dreiklängen gequält und müssen auf verstimmten Instrumenten spielen ... :D Ach, herrlich. Einzig zwei Szenen hätten, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen: da wurden sex. Handlungen (in der Vorhölle) recht detailliert beschrieben. So etwas hat, meiner Meinung nach, in einem philosophischen Buch nichts zu suchen. Fand ich ein wenig irritierend. Nun gut. Ansonsten könnte man dieses Buch in einem Rutsch durchlesen. Schade, dass es sein einziger Roman ist. Zudem hätte er die ein oder andere Geschichte weitschweifender ausschmücken können und das Buch hätte gut doppelt so dick sein dürfen. :jaja1:

    Don' t feed the troll!



  • Müßte ich mich wirklich mal drum kümmern wenn ich mit meiner Viertlektüre von Bleak House durch bin ;)


    Danke <3 für deinen Tip, liebe Newbie, steht auf der Liste. Hab niemals was von diesem Buch gehört, aber es klingt nach was was ich nicht ignorieren sollte!



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Einzig zwei Szenen hätten, meiner Meinung nach, nicht unbedingt sein müssen: da wurden sex. Handlungen (in der Vorhölle) recht detailliert beschrieben. So etwas hat, meiner Meinung nach, in einem philosophischen Buch nichts zu suchen. Fand ich ein wenig irritierend.

    Ich kenne das Buch nicht. Aber was heisst "philosophisches Buch"? Wenn ich es richtig verstehe, dann ist es ja keine Philosophiebuch (Fachbuch), sondern ein Philosophieroman oder -krimi. Da sehe ich nicht, warum da grundsätzlich sexuelle Szenen nicht reingehören dürfen. Die Gimmicks mit Zwölftonmusik und Quälen mit C-Dur Dreiklängen (erinnert mich irgendwie an Wilders Eins, zwei, drei) scheinen mir ja ebenso eine gewisse Beliebigkeit zu haben.


    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga
    Und wer Herr Reichelt ist, weiß ich auch erst seit Montag. --- Prof. Dr. Christian Drosten

  • :) ... <3

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Ich lese mal wieder Dickens, Bleak House, es ist wenn ich mich nicht verzählt habe das vierte mal, und er ist atemberaubend wie stets. Bild gibt's nicht - meine Ausgabe ist vom Winklerverlag, diese superschönen gebundenen mit Schuber und allen bibliophilen Schikanen, die gibt's eh nur antiquarisch und teuer. Früher nutzte ich das Inseltaschenbuch, auch sehr schön, ich meine die Übersetzung war eleganter. Wenn Ihr es finden wollt findet ihr es auch ohne Bild.


    Einer meiner fünf großartigsten Lieblingsromane überhaupt! Den zu lesen kommt dem "Im Paradies Sein" ganz schön nahe. Ich freue mich den ganzen Tag auf meine Lesenächte wie zuletzt auf die nächsten Enid Blytons aus der Bücherei als ich jünger war als 12.



    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Noch mal "Herrscht 07769"

    Für mich der beste Roman, der mir 2022 in die Finger kam. Und das waren mehrere.

    Vor allem jetzt aktuell. Die Reichsbürger, dann diese seltsamen Erklärungen wg. Flüchtlingen in Sachsen und dann heute der Krimi "Wolfsland"

    Alles kann man bei "Herrscht" schon finden.

    Ein wunderbares Meisterwerk.

    Gruß aus Kiel

    Schäffer beißt in einen Veggieburger:

    "Ohne Fleisch? Schmeckt aber fast wie Fleisch, da kann man es auch gleich aus Fleisch machen" (Mord mit Aussicht Staffel 2, Folge 5)


  • Der Soziologe Heinz Bude und eine weitere seiner Annäherungen an das 'Phänomen' der 68iger hier in Form von Interviews, Gesprächen mit Zeitzeugen. Sehr erhellend und aktuell. Wie sich doch manche Dinge gleichen bzw. nie verändern. Grins1


    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Mu ßte ma l wi eder wa sNormal es l es en .


    Good taste is timeless / "Ach, ewig währt so lang " "Not really now not anymore" "But I am good. What the hell has gone wrong?"

  • Ja, der Roman ist schon sehr gut, aber zu lang. Nach 400 Seiten habe ich ne Synopsis gelesen und da ich mir das alles schon dachte, den Roman aus der Hand gegeben.

    CMS liest ihn nun.

    Ein Fehler, lieber Doc! Natürlich ist er zu lang, das sind alle viktorianischen Romane (und es macht einen Teil ihrer Sogwirkung aus). Aber gerade Bleak House ist der, bei dem wir die letzten etwa 250 Seiten nicht verpassen sollten, denn im letzten Viertel entwickelt sich das ganze zu einem veritablen Krimi von hoher Dramatik und Dichte und Finsternis. Von all den kleinen Schönheiten zu schweigen, die keine Synapsis wiedergeben kann.


    Ich bin ja auch immer noch dabei, weil ich immer wieder ein paar Tage Pause mache. Aber dieses dunkle Ende: es sucht seinesgleichen in Dickens Werk (ich muß da als Gegenbeispiel an die unendlichen multiplen Happy Endings etwa im Copperfield denken, all die Heiraten und Verlobungen und Geldfunde und Erbschaften und Rettungen aller Arten: und dann dies hier. Dickens war reif, ernsthaft. Er wurde richtig groß im Alter.


    Zu lang? Selbstverständlich. Dies Finale sich entgehen lassen? Niemals.




    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Hier zwei Bücher gleichzeitig.


    Zum einen:


    Dieter Borchmeyer über das Werk von Thomas Mann.


    Dieser 1500-Seiter ist keine Biographie, hier interessiert das Werk selbst. In zwanzig umfangreichen Kapiteln wird alles, was Mann geschrieben hat - die Essays und großen Reden, die großen Romane ebenso wie die Erzählungen - detailliert analysiert, in ihr kulturhistorisches Umfeld eingeordnet, auf ihren literarischen wie geistigen Gehalt hin abgeklopft. Es ist faszinierend, wenn man sich sehr für TM interessiert und die Sachen ganz gut kennt; für Neueinsteiger mag das alles zu viel sein, für mich als alten Liebhaber ein unerschöpflicher Brunnen (sic Grins1 ) und ein unverzichtbares Buch.


    Man muß es nicht linear von Seite 1 bis 1500 lesen, ich tu das auch nicht. Die einzelnen Kapitel funktionieren auch wunderbar als hoch differenzierte Essays. So habe ich nach den ersten beiden Kapiteln (über die frühen Erzählungen von "Vision" bis "Tobias Mindernickel" sowie über die Buddenbrooks) dann gleich mit dem Zauberbergkapitel weitergemacht und werde nun mich mit dem Kapitel über die Josephromane beschäftigen, die erneut zu lesen ich mir mehr und mehr vorstellen kann...


    Für Thomas Mann Liebhaber/innen eine ganz dringende Empfehlung!




    Daneben lese ich wieder nach 10,12 Jahren den denkbar größten Gegensatz zum Ansatz von Thomas Mann, aber ebenso faszinierend:



    Gabriel Garcia Marquez, "Hundert Jahre Einsamkeit",


    Und während ich bei der Erstlektüre seinerzeit doch hier und da mich anstrengen mußte ist das heute nur noch ein absoluter Genuß. Aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer meiner drei, vier liebsten, hochgeachtetsten Romane überhaupt. Das ist dermaßen aus dem Leben gerissen, da dampfen noch die Eingeweide.



    :)



    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

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