Die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins ist beendet.
  • Eine Anschauempfehlung in eigener Sache…

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    Schön, dass du das hier postet!

    Ich weiß gar nicht, ob ich beim Betrachten eher kotze (ob der Idiotie der Menschen) oder voll bin mit Bewunderung. Natürlich letzteres. Aber dann frage ich mich natürlich auch, warum ich immer noch 'voll von Bewunderung' sein muss, warum dieser Mut und diese Kraft heute immer noch sein muss, warum Selbstverständliches immer noch nicht selbstverständlich ist.

    Ganz liebe Grüße von mir an Zoe und Hut ab vor ihrem Einsatz, mit dem sie auch zeigt, dass wir alle irgendetwas an uns haben, was scheinbar nicht perfekt ist, was wir nur halt meinen, ganz gut kaschieren können. Kleidung, Kosmetika, Operationen, Diäten, Sportstudio und so weiter und so fort. Das Streben nach körperlicher Perfektion ist eine Perversion, ein Ausdruck einer Gesellschaft, einer Kultur, in der es nur um Äußerlichkeiten geht. Eigentlich sollten wir alle aufstehen. Zoe macht es, stellvertretend wir für uns und von daher großen Dank an sie. Und an euch beide.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Ach, so viele Fernsehauftritte hatten wir noch nicht, daß ich mir verkneifen konnte, das auch hier zu präsentieren, und eine besser geeignete Stelle fand sich auch nicht. Es war vor ein paar Wochen ein sehr vergnügter Tag mit dem Team. Der Erfolg, den sie mit ihrer „ungehaltenen Rede“ einheimste, zog erhebliche Kreise mit dem ZDF als bisherigem Highlight. Das Buch kommt im Lauf des Monats.

    In der Tat ist ihre Energie und Selbstbewusstsein das Vorrangige, das aus dem Beitrag herauskommen soll, das Verhalten der Kretins richtet sich selbst.

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Ach, so viele Fernsehauftritte hatten wir noch nicht, daß ich mir verkneifen konnte, das auch hier zu präsentieren, und eine besser geeignete Stelle fand sich auch nicht.

    Hier gehört es ja wohl auch hin, oder? :boese1: ;)

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Serien mit episodenübergreifender Handlung haben ja, wenn gut gemacht, eine suchtartige Sogwirkung. Die Behauptung, das ersetze große Romane, muß von nichtlesenden Zeitgenossen kommen, aber faszinierend kann das schon sein und ganz schön komplex.

    Mich hat's auch gerade wieder mal erwischt...



    Vor Jahren bin ich in der ersten Staffel schon einmal gescheitert, mir war das zu konstruiert, zu Überkomplex. Nun testete ich die alte Box jüngst nochmal aus, ohne große Erwartungen, und hänge nun am Haken, unfähig aufzuhören bevor das alles gesehen ist Schlecht2

    Aber macht viel Spaß, ist blendend gemacht und gedacht, allerdings teils unnötig brutal.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Nach dem Original nun die Bearbeitung:

    Mindestens die falsche Reihenfolge, jedenfalls landete ich wieder (unsanft) im Alltag.

    Keine Frage, es ist ein gutgemachter Film, der zweifelsohne seine Vorzüge hat, aber nach Kurosawa ist das dann doch ein Abstieg. Sehr passend dazu eine zeitgenössische Spiegelkritik, die bemerkte, dass der Film eigentlich ganz witzig beginnen würde, dann aber mehr und mehr zu einem Staatsbürgerkundeunterricht würde, in dem er v.a. die Vorzüge einfachen, anständigen Lebens anpriese. Da ist leider was dran.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Die glorreichen Sieben (1960)

    Habe ich letztes Jahr wieder gesehen, nach sehr langer Zeit. Im Prinzip ist der Film tatsächlich in manchen Szenen etwas verwässert, weil auf den amerikanischen Kult des Heldentums Rücksicht genommen wird. "Typisch Hollywood" kann man da nur sagen. Immerhin ist er nicht langweilig und sehr gut besetzt.

    Aber Kurosawa hat diese Attitüden nie gehabt - Gott sei Dank.

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Stanley Kubrick

    Barry Lyndon

    Oh - was für ein hervorrragender Film !!! Völlig überwältigend. Die weiten Bilder, die nachgestellten Gemälde (wie ich eben im Nachhinein gelesen habe), die Beleuchtung, die Blicke, die Landschaften, die Langsamkeit, die Tragik, die Musik - das Schicksal! England und Irland....wie lange noch?

    Ein Meisterwerk.

    Unbedingt ansehen.

  • Wieder einer, den ich zuletzt als Jugendlicher gesehen habe:

    Und das Wiedersehen hat sich gelohnt! Ein Spionagethriller ohne Action, aber trotzdem oder gerade deswegen äußerst spannend. Eine Welt in der niemand irgendjemanden vertrauen kann, in keiner Sekunde (umso erstaunlicher eigentlich die Liebesgeschichte), in der Strategien und Pläne die Menschen zu Schachfiguren reduzieren. Großartig gespielt, gerade auch von Richard Burton (Regisseur Martin Ritt über ihn: Eigentlich stand er für so vieles, für das ich auch stand, aber ich mochte ihn einfach nicht. - Das und zudem der Alkoholkonsum von Burton waren eigentlich keine guten Voraussetzungen für diese Leistung.), großartig fotografiert (Oswald Morris), großartige Settings, aber auch großartige Regie. Absolut sehenswert.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Oscar Wilde - The Importance of Being Earnest

    1952 Anthony Asquith (dir.)

    Algernon Moncrieff (Michael Denison)

    Jack Worthing (Michael Redgrave)

    Cecily (Dorothy Tutin)

    Gwendolen (Joan Greenwood)

    Lady Bracknell (Edith Evans)

    Miss Prism (Margaret Rutherford)

    Grosses Dankeschön an Wolfram für den Tipp !!

  • Gestern Abend gab's bei mir eine weitere Stahlnetzfolge:

    "Strandkorb 421".

    Krimitechnisch sehr mäßig, diese Erzählung um einen Hoteldieb, der mithilfe einer attraktiven Helferin (die nach heutigen Maßstäben extrem unattraktiv daherkommt), die die Opfer umgarnt und von ihren Hotelzimmern fernhält, damit er das kann: nämlich diese ausräubern, der dabei dann einen von denen versehentlich erschießt, dessen Leiche in einem Strandkorb drapiert damit das unvergänglichen aussieht und dann geht alles, aber alles schief was vernünftigerweise schieflaufen kann... Umständlich und unspannend.

    Aber das Zeitkolorit! Das bringt es dann. So war die Welt als ich geboren wurde und Kind war. Kein Wunder, daß es nur eines gab: raus da, so weit weg wie möglich.

    Ein hochinteressantes Zeitdokument über die Dummheit des Menschen. Jeder, wirklich jeder hier ist doof, außer dem sonnenbebrillten coolen incognito operierenden Polizisten, der ist schlau, aber bloß ein Abziehbild, eine Fantasie. So ist auch der Film selber dumm. Aber königlich unterhaltsam. Toll Grins1 sowas liebe ich sehr


    :)


    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Oh, je, oh, je ... Ich habe tatsächlich kurz überlegt, ob ich das als Signatur benutzen darf!? Grins1 ;)

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)

  • Ich weiss nicht, was du mir damit sagen willst.

    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Heute bei Saturn den siebenfachen Oscar-Gewinner des laufenden Jahres gesehen, mitgenommen und Zuhause eingeworfen.

    Und dafür bekommt man heutzutage sieben Oscars? OK - intelligent (aber kalt) gemacht, gut geschauspielert und mit einer reizvollen wenn auch nicht eben neuen Grundidee (die Multiversen) versehen ist das Ganze ja schon, aber auch extrem hektisch, tricktechniküberladen und bar jeder geschlossenen Atmosphäre, visuell reizlos, und im Ganzen jedenfalls für meinen Kopf und meine Augen absolut nervig. Überdrehte Kampfszenen im Fernost-Style kann ich eh nicht ausstehen (dafür kann der Film nichts). Aus einer ganzen Anzahl optisch kreativer Einzelideen wird hier kein Ganzes. Der Film hat einfach keinen Fluß, er wirkt, als sei hier statt einer Regie ein Stab von Videospieldesignern am Werk gewesen. Ich habe ihn dann nach einer guten Stunde abgebrochen und werde die blueray verschenken. Vielleicht ist es ein Hype, vielleicht, wahrscheinlicher sogar, bin ich zu alt für derartiges, wie immer; dieser Film hat mich überhaupt nicht abgeholt. Was Anderen ja ganz anders gehen mag.


    :)  

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Komisch, daß dieser Film mir (als ausgewiesenen Thomas Mann Liebhaber) ein Leben lang entgangen ist...

    Hab ich tatsächlich noch nie gesehen und wurde jetzt aufmerksam aufgrund eines Textes des großen Germanisten Hans Meyer, der sich ausführlich mit dem Thema "Literaturverfilmungen" und ihrer Möglichkeit oder Unmöglichkeit anhand Viscontis' Film beschäftigt. (Mayer schätzt ihn sehr, den Film).

    Ich persönlich bin weniger begeistert, ich sehe hier mehr schön fotografierte Drögigkeit und wünschte mir Abgründigeres, sowohl am Beginn mit dem alternden Geck, der bei TM Schaudern hervorrufen kann, hier ist es eher geschminkter Slapstick (und zu kurz), als auch beim Aufkommen der Choleraepidemie hinter den Kulissen, was ich mir auch hätte wesentlich bedrohlicher vorstellen können. Zuviele edle Hotelkulissen, zu wenig morbides Venedig. Und die Sprache von Thomas Mann ist ja eh unverfilmbar. Mahlerfans mögen mehr auf ihre Kosten kommen, aber ich bin keiner...

    Netter Kostümfilm, aber vermutlich liegt mir Visconti ohnehin nicht so sehr, ich hab auch nie seinen Leoparden zuende gesehen. Toll gemacht ist er visuell, aber recht blutleer, auch die Faszination für den Tadzio: wo bei Mann jemand im Herzen in den Abgrund gerissen wird guckt hier immer ein Gestylter leidend aus den Kulissen schmachtend in dessen Richtung...

    Wohlgemerkt, schlecht ist der Film keinesfalls! Aber mich packte er lange nicht,, bis kurz vorm Ende. Dann aber kam er doch noch, in den letzten 20 Minuten vielleicht, nach der Verschönerungsszene beim Friseur, als nach und nach alles zusammenbrach, der weißbeanzugte Komponist zwischen Feuern und Müllhaufen in den Gassen unherirrte, sein Alptraum einer daneben gegangen Premiere, Tadzios Verschwinden, ja!, da entwickelt der Film die Dichte die ich zuvor lang vermißte: um Zusammenbruch wurde er richtig stark.

    Die Todesszene dann sehr,sehr stark... Und so scheide ich insgesamt versöhnt von einem Film, den ich aber so bald nicht nochmal brauche.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Touche pas à mon Visconti! Aber ich gestehe, dass Tod in Venedig eher ein in "must have seen" als ein "must see" ist und dass die Erinnerung an den Film schöner ist als der Film selbst, im Unterschied zu allen anderen.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Mahlerfans mögen mehr auf ihre Kosten kommen, aber ich bin keiner...

    ich würde mich eventuell als “Mahler-Fan” bezeichnen, aber gerade deswegen graut es mir vor dem Film, weil pausenlos das - in meinen Augen den Komponisten Mahler vollkommen verengende - Adagietto in einer zudem nicht berauschenden Interpretation gespielt wird.

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

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