Austausch über Höreindrücke von Sängerjubilaren

  • Die Favorita-Arie von de Stefano habe ich bereits 1x gehört und bin hin- und hergerissen.

    Das hat sich auch beim zweiten Mal nicht geändert. Natürlich klingt die Stimme im vergleich zu eineingen bekannten späteren Aufnahmen noch frisch und jugendlich, bestimmte Unarten verleiden mir aber etwas die vielen wirklich gelungenen und kostenbaren Stellen - die jämmerliche technische Aufnahmequalität kommt dazu, das Orchester klingt dadurch echt grausam, während seine Stimme gut durchdringt, aber ich bin mir nicht sicher, inwieweit sich diese miese Aufnahmequalität doch auf den Gesang auswirkt.

    Hier ein paar wenige Beobachtungen:

    In diesem rezitativischen ersten Teil klingt er mir etwas zu robust und veristisch (für Donizetti). Das diminuendo auf "amante"(?) und die Phrasenfortführung im Piano bis zum Ende (Video ab 01:00) sind natürlich traumhaft schön und sehr gelungen. Es gibt in der Tat nur wenige italienische Tenöre, die ihm das nachmachen können.

    Dann die eigentliche Arie, die er überwiegend(!) ganz wunderbar in mezzavoce und legato singt. Bei den Höhepunkten setzt er dann etwas mehr hinzu, aber das ist wirklich toll gesungen. Dann kommen allerdings wieder Phrasen, die er für ein Empfinden unnötig hart ansetzt und auch wieder ins Veristische abdriftet. Dann wieder ein herrliches decrescendo und wunderbarer Pianogesang. Braucht er das Robuste, "Veristische" zwischendurch für den größtmöglichen Kontrast. Der stilistischen Einheit der Arie kommt das nicht sehr zugute. Das Heraufgehen auf den Spitzenton klingt auch eher gewalttätig als gelungen. Dadurch wird der Höhepunkt irgendwie zum Tiefpunkt.

    Also: Überwiegend toll gesungen mit vielen Inseln der Seligkeit, die sich zu einer ganzen Inselkette verbinden, aber immer wieder kommt mal ein Tsunami um die Ecke, überschwemmt die Inseln und trübt den Gesamteindruck für mein Empfinden doch erheblich, obgleich diese Stellen so zahlreich gar nicht sind. Daher habe ich das Gefühl einer gewissen Uneinheitlichkeit.

    Seine eigentliche Rolleninterpretation und Rollenerfüllung in dieser Arie kann ich leider nicht wirklich beurteilen, weil ich diese Oper nicht kenne, noch nie gesehen habe.

    diese Stimme ist die wahrscheinlich schönste italienische Tenorstimme, die je aufgenommen worden ist.

    Ich habe dies in Zusammenhang mit di Stefano schön häufiger gelesen und es fällt mir schwer, dem zuzustimmen. Zur Schönheit einer Stimme gehört für mich auch eine gewisse stilistische Einheitlichkeit, auch eine Einheitlichkeit des Timbres. Im eingestellten Beispiel ist mir das zu uneinheitlich. Ich habe früher natürlich seine Aufnahmen mit der Callas gehört, aber gegenüber der Callas und Gobbi fiel er in meiner Wahrnehmung immer etwas ab. Am überzeugendsten fand ich ihn, wenn er voll in seiner Rolle aufging und dabei auch mal bewusst hässlich sang. Wenn er im 1. Bild des "Rigoletto" seinen Hofnarren schilt bzw. "ausmeckert", finde ich das hinreißend, weil er da wirklich beinahe wie eine Meckerziege klingt. Grins1 Nicht schön, aber wahr!

    Es gab ja sehr viele, die die Dauerpaarungen Callas - di Stefano und Tebaldi - del Monaco bei den Studioaufnahmen der 1950er Jahre bedauert haben, viele wollten lieber Callas - del Monaco, aber auch nicht wenige Tebaldi - di Stefano. Meine Lieblingsgesamtaufnahme von di Stefano ist eigentlich sein Nemorino im "Liebestrank", da erfüllt er diese Rolle ganz wunderbar, schon bei "Io son sempre un idiota" könnte ich mich wegschmeißen, auch sein Besoffensein nach Einnahme des Liebestranks finde ich herrlich, aber er kann auch blitzschnell in dieser Semiseria umschalten und ernst und tragisch klingen. Dieses akustische Rollenportrait als etwas plumper, aber ehrlich liebender Bauer finde ich wirklich hinreißend, wenn auch nicht "schön" im klassischen Sinne - bei der mir wirklich unbekannten Oper "La Favorita" kann ich mir da kein Urteil anmaßen.

    Aber wenn man mich nach der schönsten italienischen Tenorstimme fragen würde, wäre meine Antwort vermutlich Pavarotti und/oder Bergonzi und/oder Ferruccio Tagliavini und "Pippo" würde sich - womöglich noch hinter Corelli, aber weit vor del Monaco - auf Platz 5 einsortieren. Wie gesagt: nur meine ganz persönliche Wahrnehmung von Stimmschönheit im italienischen Tenorfach. :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Stelle mit leichtem Erstaunen fest, daß Furlanetto zwei Oktaven nach oben mutiert ist…

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Stelle mit leichtem Erstaunen fest, daß Furlanetto zwei Oktaven nach oben mutiert ist…

    Stimmt! Grins1

    Ich meinte natürlich Tagliavini. :)

    (Wird sofort korrigiert.)

    Das kommt davon, wenn man extra noch den Vornamen dazuschreiben will, um Verwechslungen zu vermeiden...

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Größtenteils d'accord mit deiner Einschätzung, wobei ich 'Tsunami' schon ziemlich heftig finde. Grins1 Den bekommt man v.a. ab Mitte der 50iger eher zu hören.

    Braucht er das Robuste, "Veristische" zwischendurch für den größtmöglichen Kontrast.

    Ich denke, das liegt daran, dass er nicht der Stilist war, dass Belcanto damals noch häufig mit veristischen Anklängen gesungen wurde und auch daran, dass er nie eine kontinuierliche, wirklich gut Stimmausbildung hatte. Und dass er eh nicht gerne probte, lieber Gott und 'n guten Mann sein ließ und alles locker und mit viel Charme bewältigen zu können glaubte.

    Meine Lieblingsgesamtaufnahme von di Stefano ist eigentlich sein Nemorino im "Liebestrank", da erfüllt er diese Rolle ganz wunderbar, schon bei "Io son sempre un idiota" konnte ich mich wegschmeißen, auch sein Besoffensein nach Einnahme des Liebestranks finde ich wunderbar, aber er kann auch blitzschnell in dieser Semiseria umschalten und ernst und tragisch klingen.

    Gerade da höre ich schon sehr die prekäre Stimmtechnik und auch den Verlust der Stimmschönheit heraus. Sein Timbre wurde ja immer härter mit den Jahren. Aber vor der Interpretation her ist das wirklich toll. Da ist der ganz Nemorino.

    nur meine ganz persönliche Wahrnehmung von Stimmschönheit im italienischen Tenorfach.

    Was ja sowieso Geschmackssache ist. Aber dieses ganz Jugendliche in den frühen Jahren, die Wärme, die Sonne, der runde Klang, diese Farbe wie ein gesättigter Rotwein - für mich wirklich Nr. 1.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Die slowakische Sopranistin Magdaléna Hajóssyová feiert heute ihren 76. Geburtstag. Da ich um 1990 meine „Operngängerlaufbahn“ an der Staatsoper Berlin, wo sie seit 1978 Ensemblemitglied war, so richtig startete, habe ich sie dort häufig und auch sehr gerne erlebt. Sie war dort mein erstes „Meistersinger“-Evchen und meine erste Elsa im „Lohengrin“, sie war dort ebenso meine erste Glucksche Iphigenie in Aulis, Agathe im „Freischütz“ und Tatjana in „Eugen Onegin“, um nur einige Rollen zu nennen.

    Ausgesucht habe ich eine Arie, die wir in dieser jungen Rubrik schon von einer anderen Sängerin gehört und diskutiert haben: Die Arie der Elisabeth „Dich, teure Halle, grüß ich wieder“ (bekannt auch als „Hallen“-Arie) aus dem 2. Akt der Wagner-Oper „Tannhäuser“. Die „Hajo“ hat in dieser Rolle erst recht spät debütiert, nämlich im Herbst 1992, und dann diese Rolle in Berlin leider nur 5x gesungen, zuletzt im November 1993 in der letzten Vorstellung dieser Inszenierung von Erhard Fischer. Ich war in allen 5 Vorstellungen, in denen sie in Berlin die Elisabeth sang, drin und habe sie in dieser Rolle geliebt – weit mehr als die erlebten Rollenvorgängerinnen am Haus oder die Sängerin in der seit 1992 konkurrierenden Produktion an der Bismarckstraße. Ich bin also in diesem Falle klar „befangen“, bin aber gerade deshalb an den Höreindrücken derer interessiert, die nicht „befangen“ sind, weil sie diese Sängerin in dieser Rolle nicht live erlebt haben.

    Ich stelle hier von YT einen Teil-Mitschnitt der vorletzten Aufführung dieser Inszenierung am 24. Oktober 1993 ein (Audio), der eben mit der Introduktion zum 2. Akt und der „Hallen-Arie“ der Elisabeth beginnt.

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    Ich höre auch nach fast 30 Jahren dieselbe jugendlich-lyrisch-leuchtende Stimme, die mir damals in dieser Rolle so viel mehr gefiel als ihre dramatischeren Rollenvorgängerinnen. Ihr nahm ich stimmlich die „reine Jungfrau“ ab, aber ebenso den Jubel über die Rückkehr des geliebten Mannes.

    Dass ich ihr Timbre (das ich bereits ganz grob beschrieben habe) sehr mag, habe ich ebenfalls schon gesagt. Dafür, dass sie keine Deutschmuttersprachlerin ist, war und bin ich auch mit ihrer Textartikulation sehr zufrieden. Ich mag zudem ihre eher „flache“ Tiefe, sie bleibt dort lyrisch und mädchenhaft, dunkelt den Klang unten nicht künstlich ab, „brustet“ nicht, selbst wenn der Klang dadurch nicht mehr wird.

    Gerade die „Halle“ der Eingangsphrase leuchtet doch sehr – und sie kann phrasieren, lange Bögen spinnen und dennoch an den richtigen Stellen absetzen, um zu atmen. Auch die Tonwiederholungen bei der gefürchteten Passage „Aus mir entfloh der Frieden“ sind intonationsrein auf Linie gesungen (die berühmtere Ensemblekollegin schliff gerne jeden dieser Töne einzeln neu von unten an, was kein Vergnügen war). Das sich wiederholende „Sei mir gegrüßt“, das den Schluss der Arie einleitet, steigert sich schön und auch mit dem jubelnden Spitzenton (hohes H als zweiter Ton von „Halle“) bin ich sehr glücklich (ich will nicht verschweigen, dass die Sängerin auch den Ruf hatte, in der Höhe „furchtlos“ und dabei mitunter nicht immer ganz treffsicher zu sein, hier trifft sie meines Erachtens voll jedoch ins Schwarze).

    Und nun bin ich gespannt, ob die „gefürchteten Kritiker“ meine Meinung teilen können, dass sich „die Hajo“ mit dieser Hallen-Arie keineswegs vor der von Frau Schech zu verstecken braucht. :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ich muss gestehen, ich kannte vor dieser Arie nur ihren Namen, habe Magdaléna Hajóssyová also nie live gesehen, noch nicht einmal eine Aufnahme von ihr gehört.

    Was mir nun zunächst auffällt, es ist nicht mein Timbre, was für mich immer ganz entscheidend ist, weil es das ist, was mich bewusst/unbewusst anspricht. Jugendlich-leuchtend, ja, würde ich durchaus unterschreiben, aber für mich doch um Einiges auch zu scharf. Gut, das ist jetzt reine Geschmackssache und sagt über die Qualität einer Sängerin oder ihrer Interpretation zunächst einmal nichts aus.

    Bei 'Halle' ist der Ton nicht sofort da, was aber der Live-Situation geschuldet sein kann, denn bei 'froh' hat sie die Probleme nicht. 'Raum' würde ich mir umschmeichelnder wünschen, aber auch das ist Geschmack. Ansonsten macht sie sehr schön schon mit dieser ersten Phrase klar, welch eine Person da singt. Das wird mehr die sanfte, wirklich junge Elisabeth werden, wobei es abzuwarten bleibt, welche Kraft und Energie sich unter dieser Sanftheit verbirgt.

    Auch 'Traum' würde ich mir 'verträumter' wünschen, aber sie bleibt da sehr konsequent bei ihrer Interpretation. 'Aus mir entfloh der Frieden' ist in der Tat wunderbar gesungen.

    Der nächste Teil bis 'Sei mir gegrüßt' ist, was Linie, Intonation, Bögen, Phrasierung und natürlich Ausdruck angeht, auf dem bisherigen Niveau - keine Frage. Beim zweiten 'Sei mir gegrüßt' fehlt mir das Aufblühen und bei 'Halle' ist der Ton wieder nicht sofort da. Den 'jubelnde Spitzenton' am Ende höre ich allerdings sehr anders, nämlich als recht unstet und bei der korrekten Tonhöhe bin ich mir auch nicht sicher.

    Wie du merkst, bin ich nicht so euphorisch bei ihr wie du, auch wenn sie bestimmte Sachen wirklich sehr toll macht, v.a. was die Rollengestaltung angeht. Aber besten Dank, dass ich durch dich sie endlich mal gehört habe.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

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  • Lieber "Wolfram",

    auch wenn wir natürlich einen unterschiedlichen Sängergeschmack (und völlig unterschiedliche diesbezügliche Prägungen haben), freue ich mich, dass du die Arie angehört hast und deine Eindrücke geschildert hast.

    Aber besten Dank, dass ich durch dich sie endlich mal gehört habe.

    Genau das ist ja der Sinn dieser Rubrik! :cincinbier:

    Ansonsten empfehle ich dir noch wärmstens ihr Studio-"Füchslein" unter Vaclav Neumann.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ich dachte gerade, welches Repertoire mir mit ihrem Timbre gefallen könnte und ging auch schon in Richtung Janacek. Von daher, danke für die Tipps, werde ich mich da mal umhören.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

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  • Und ganz besonders ihre Jenufa unter František Jílek

    Leider ist dies ein Ente. Der Plattenfirma ist hier ein unfassbares Malheur passiert: sie hat versehentlich(!) Magdalena Hajossyova als Titelinterpretin angegeben, obwohl diese die Jenufa nie gesungen hat, im Studio nicht und live auch nicht. In Wirklichkeit singt Magdalena Blahusiakova die Jenufa in der Jilek-Aufnahme!

    Ist kein Vorwurf an dich, "Philbert", der du dich mit einer gewissen Berechtigung auf die offizielle Besetzunsgangabe des Labels verlassen hast.

    In dieser Interview-Sendung bestätigt die Hajo das auch, dass sie nicht selbst die Jenufa gesungen hat:

    Parlando - Der Operntalk
    Tauchen Sie mit dem Sänger Bernhard Hansky in die Welt der Oper ein. In seinem neuen Podcast "Parlando - der Operntalk" trifft er seine Kollegen und Idole zum…
    parlando.podigee.io

    Eine andere Janacek-Operngesamtaufnahme, die sie tatsächlich wie angegeben selbst gesungen hat, ist "Osud".

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Vielen Dank für die Richtigstellung. Es bleibt trotzdem meine Lieblings-Jenufa!

    Hajóssyová und Blahušiaková konnte ich allerdings zusammen auf der Bühne in Bratislava erleben, wo sie in Tannhäuser

    respektive Elisabeth und Venus darstellten.

    Leider konnte ich keine andere Vorstellung besuchen, was aber seinen Reiz gehabt hätte, denn sie alternierten beide Rollen!

    Immerhin, so wie es war, waren beide überzeugend.

    Und jetzt bin ich beruhigt. Wenigstens ist sie Gounods Faust tatsächlich die Margarethe!

    Leider ist Peter Dvorský kein Traum-Faust ...

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Wenigstens ist sie Gounods Faust tatsächlich die Margarethe!

    Leider ist Peter Dvorský kein Traum-Faust ...

    Ja, diese Aufnahme habe ich gerade erst heute auch wieder gehört. Da singt die Hajo tatsächlich, so wie angegeben, selbst. ;)

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Laut "Historischem Kalender" haben wir hier heute einen Ruhetag. ^^

    Ich habe auch in anderen Listen bislang niemanden der singenden Zunft gefunden, der heute Geburtstag oder Todestag hätte. Sollte sich das noch ändern, melde ich mich vielleicht später nochmal.

    Ansonsten ist ja so ein Ruhetag auch mal ganz schön. :) :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Mit einer kurzen Suche habe ich auch für den heutigen Tag eine Sängerin gefunden, die Geburtstag hätte: Margarita Lilowa, langjähriges Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und Stütze des Hauses in allen großen und kleinen dramatischen Mezzorollen, könnte heute ihren 87. Geburtstag feiern. Leider war im April bereits ihres zehnten Todestages zu gedenken.

    Ich habe gerade auch schon eine Aufnahme herausgesucht, die ich gerne hier einstellen kann: Margarita Lilowa als Azucena in einem Livemitschnitt aus der Wiener Staatsoper von 1971 neben Placido Domingo als Manrico.

    Was aber vielleicht noch interessanter und aktueller ist, ist ein Blick auf das aktuelle Festspielprogramm, das aus Bayreuth, Salzburg, Bregenz und vielen anderen Orten über Radio und Fernseher in unsere Wohnungen übertragen wird. Gestern war die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele mit der Neuproduktion von "Tristan und Isolde", über die hier im Forum noch niemand ein Wort verloren hat - vielleicht hat sie tatsächlich niemand verfolgt. Wäre es nicht interessanter, einen Ausschnitt aus dieser aktuellen Premiere zu nehmen - Catherine Foster mit dem Liebestod, Georg Zeppenfeld mit Marks Monolog, einen Ausschnitt aus einem der Tristan/Isolde.Duette im ersten und zweiten Akt o.ä. - und da einemal gemeinsam genau hinzuhören?

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Ich habe auch in anderen Listen bislang niemanden der singenden Zunft gefunden, der heute Geburtstag oder Todestag hätte. Sollte sich das noch ändern, melde ich mich vielleicht später nochmal.

    Hat Mick Jagger keine Oper gesungen?

    “There’s no point in being grown up if you can’t act a little childish sometimes” (Doctor Who, der Vierte Doktor)

  • Mit einer kurzen Suche habe ich auch für den heutigen Tag eine Sängerin gefunden, die Geburtstag hätte: Margarita Lilowa, langjähriges Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und Stütze des Hauses in allen großen und kleinen dramatischen Mezzorollen, könnte heute ihren 87. Geburtstag feiern. Leider war im April bereits ihres zehnten Todestages zu gedenken.

    Ich habe gerade auch schon eine Aufnahme herausgesucht, die ich gerne hier einstellen kann: Margarita Lilowa als Azucena in einem Livemitschnitt aus der Wiener Staatsoper von 1971 neben Placido Domingo als Manrico.

    Was aber vielleicht noch interessanter und aktueller ist, ist ein Blick auf das aktuelle Festspielprogramm, das aus Bayreuth, Salzburg, Bregenz und vielen anderen Orten über Radio und Fernseher in unsere Wohnungen übertragen wird. Gestern war die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele mit der Neuproduktion von "Tristan und Isolde", über die hier im Forum noch niemand ein Wort verloren hat - vielleicht hat sie tatsächlich niemand verfolgt. Wäre es nicht interessanter, einen Ausschnitt aus dieser aktuellen Premiere zu nehmen - Catherine Foster mit dem Liebestod, Georg Zeppenfeld mit Marks Monolog, einen Ausschnitt aus einem der Tristan/Isolde.Duette im ersten und zweiten Akt o.ä. - und da einemal gemeinsam genau hinzuhören?

    Also sucht euch aus, was euch lieber ist und wonach euch gerade mehr ist:

    Margarita Lilowa als Azucena:

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    oder Catherine Foster als Isolde:

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    Ich habe Quasimodos Trick, den er Freitag erklärt hat, ausprobiert, um eine URL für die genaue Stelle im Video zu erzeugen, die gemeint ist. Ich hoffe, das hat geklappt, es war mein erster Versuch...

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Als Wiener bin ich natürlich ein bisserl für die Lilowa voreingenommen. Es gibt weit ausdrucksstärkere Azucenas, während Lilowa eher belcantesk klingt, aber das Timbre ist einfach hinreißend.

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Aus welchem Jahr stammt die Aufnahme [ Jenufa mit Blahusiakova] ? Ich habe eine Aufnahme mit Jilek, Jenufa wird von Gabriela Benacková gesungen. Supraphon 1979.

    1987. In Bratislava aufgenommen. OPUS.

    Alles, wie immer, IMHO.

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