Unbrauchbare Nachrichten im Netz

  • Na, na.

    man/frau gehe mal die größten Zeitungsverlage durch und informiere sich über deren Jahresumsätze.

    SZ Verlag beispielsweise ca. 800 Millionen.

    Da wird eine mögliche staatliche Förderung schnell ganz unbedeutend.

    Anders mag es beim Fernsehen aussehen.

    Und seit die BILD nen eigenen Sender hat, haben wir sowas wie Fox News auch in Deutschland.


    Aber immer noch besser als Twitter und/oder Instagram oder Facebook. In den (a)sozialen Medien..., ach, was soll es.


    Gruß aus Kiel

    Der Himmel hat geschlossen, die Hölle ist überbevölkert. Ich bleibe noch hier. (Willie Nelson)

  • Kurz: ich halte die These, dass "der überwiegende Teil der Einnahmen der großen Zeitungen und Zeitschriften [...] von Steuergeldern kommt" für vollkommen unhaltbar.

    Aber vielleicht ist das in Österreich so?

    Danke für die Rückmeldungen zu meinem Posting, die mich dazu gebracht haben, meinen bisherigen Wissensstand zu hinterfragen. Nach ein bisschen Googeln bin ich auf diese Information gestoßen:

    Bei manchen Zeitungstiteln liegt der Erlösanteil aus Geldern der öffentlichen Hand inzwischen sogar bei 20 bis 40 Prozent. Tendenz eher steigend, denn Spendings der restlichen Werbewirtschaft wanderten in den vergangenen Jahren zunehmend Richtung Privat-TV und Online ab, Inseratenausgaben aus Steuermitteln für Zeitungen stiegen hingegen.

    Wenn eine Zeitung durch die öffentliche Hand tatsächlich bis zu 40 Prozent gefördert wird, ist das tatsächlich nicht der überwiegende Teil, aber ein doch sehr hoher, wie ich finde.

  • Ich habe aktuell noch die Zeit abonniert, aber das werde ich auch abstellen, da ich sie oft nur sehr kursorisch durchblättere. Und bei der Zeit wie bei allen anderen Zeitungen, deren Verfall Entwicklung ich über die letzten beiden Jahrzehnte mitverfolgen durfte, entspricht die Qualität des gebotenen Journalismus - mit Ausnahme einzelner Artikel - zunehmend nicht mehr meinen Erwartungen. Klar, das ist ein Henne-Ei-Problem, wenn immer weniger Leute für qualitativ hochwertigen Journalismus zahlen, leidet die Qualität, und dann wollen noch weniger dafür zahlen etc. Ein Teufelskreis, aus dem ich auch keinen Ausweg weiß.


    Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass man guten Journalismus heutzutage eher im Radio findet als in Zeitungen, auch in den Podcasts, die einige Radiosender produzieren.


    Liebe Grüße,

    Areios

    "Wenn [...] mehrere abweichende Forschungsmeinungen angegeben werden, müssen Sie Stellung nehmen, warum Sie A und nicht B folgen („Reichlich spekulativ die Behauptung von Mumpitz, Dinosaurier im alten Rom, S. 11, dass der Brand Roms 64 n. Chr. durch den hyperventilierenden Hausdrachen des Kaisers ausgelöst worden sei. Dieser war – wie der Grabstein AE 2024,234 zeigt – schon im Jahr zuvor verschieden.“)."
    Andreas Hartmann, Tutorium Quercopolitanum, S. 163.

  • Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass man guten Journalismus heutzutage eher im Radio findet

    Dann hörst du wenig Radio. Eben der dort früher vorhandene Qualitätsjournalismus hat in den letzten Jahrzehnten einen massiven Niedergang erlebt. Meines Erachtens unterscheiden sich Radio und Zeitungen kaum.

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