Wolfgang Amadeus Mozart - Sonaten für Klavier und Violine

  • Mit Erstaunen habe ich unlängst festgestellt, dass in unserem Forum immer noch ein Thread zu Mozarts Violinsonaten fehlt. Dies stellt meiner Meinung nach einen höchst bedauerlichen Umstand dar, der rasch behoben werden sollte. Mozarts Violinsonaten sind nämlich nicht (zumindest in ihrer Mehrheit) kleine naive Werkchen, die den Geldbeutel Mozarts auffüllen sollten, sondern grandiose Meisterwerke (wieder in ihrer Mehrzahl) geschrieben zu genau diesem Zweck. Auffällig ist, dass sich Mozart schon seit früher Kindheit mit dieser Gattung beschäftigt hat (KV 6) und bis relativ kurz vor seinem Tod nicht damit aufgehört hat (KV 547). Natürlich entstanden seine durchaus zahlreichen Violinsonaten keineswegs gleichzeitig sondern in vier Phasen (Vorsicht: von mir selbst so postuliert!):


    Sehr frühe Phase: KV 6-15, KV 26-31

    Frühe Phase: KV 296, KV 301-306

    Mittlere Phase: KV 376-380, KV 454

    Späte Phase: KV 481, KV 526, KV 547


    Dies ist natürlich anfechtbar, v.a. der Übergang zwischen mittel und spät, aber ich vermeine zwischen KV 454 und KV 481 eine Zäsur zu erkennen. Die Sonaten der mittleren Phase dürften aufgrund ihrer immensen lyrischen Qualitäten die beliebtesten sein, und ich stehe nicht an, KV 454 als Höhepunkt der mozartschen Sonatenkunst zu bezeichnen. Die Violine ist hier dem Klavier fast gleichgestellt, die Zahl der Schönheiten unzählig. Die frühere Gruppe (also KV 296, KV 301- 306) sind aber ebenso vollgültige Meisterwerke, von denen die Sonate in e-Moll KV 304 der ungleich berühmteren Klaviersonate KV 310 in a-Moll unbedingt an die Seite zu stellen ist. In der Spätphase wird die Rolle der Violine wieder reduziert und der Ausdruck eindeutig dramatischer. Während meiner sehr bescheidenen Meinung nach KV 481 dabei scheitert (eines der von mir am wenigsten geliebten Kammermusikwerke Mozarts), gelingt es Mozart mit KV 526 tatsächlich eine Art protobeethovensches Opus zu kreieren. Die Parallelen zur Sonate op. 30,1 – ebenfalls in A-Dur – sind für mich sehr auffällig, v.a. im genialen langsamen Satz. KV 547 ist eine nette Sonatine, die man nicht kennen „muss“, aber vielleicht sehr schön darauf hinweist, dass Mozart seine Violinsonaten und Klaviersonaten wiederholt gleichzeitig konzipiert hat. Die Sonaten KV 301-306 entstanden in direkter zeitlicher Nähe zu den pariser Klaviersonaten (KV 309-311) und die „Sonate facile“ KV 545 schrieb Mozart vielleicht gleichzeitig mit der „Sonate für Anfänger an der Violin“ KV 547.

    Ich denke, Mozarts Violinsonaten stehen immer noch etwas im Schatten der Klaviersonaten, aber für mich stellen sie seit mehr als 20 Jahren einen nie versiegenden Quell an Freude dar, durchaus vergleichbar mit Haydns Klaviersonaten, die mir trotz tausendfachen Hörens immer noch nicht langweilig geworden sind. Für mich sind sie mozartsches Genie in Reinform.


    Einspielungen gibt es natürlich viele. Mir persönlich liegen folgende (Überwiegend-)Gesamteinspielungen vor:


     

    Henryk Szeryng und Ingrid Haebler


    Nadim Hatem und Susanne Rabenschlag


    Rachel Podger und Gary Cooper


    „Überwiegend“, weil die frühesten Sonaten von tatsächlich nur von Podger und Cooper eingespielt wurden. Ich finde alle drei Einspielungen grandios und möchte keine missen. Der Ton Szeryngs und Haeblers ist einfach wunderschön, geschmackvoll und nobel. Bei Podger und Cooper geht es natürlich etwas rauer zu (HIP), aber keineswegs in übertriebener Weise. Das wohl im Vergleich unbekannte Duo Hatem und Rabenschlag kann aber locker mit den berühmteren Kollegen mithalten. Auch hier ist der Ton edel und geschmackvoll, wenn auch etwas „schlanker“ als bei Szeryng und Haebler.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Vielen Dank für die tolle Threaderöffnung! Ich schätze Mozarts Sonaten für Klavier und Violine auch sehr, auch wenn ich sie in ihrer Gesamtheit sicherlich nicht so gut kenne wie Du.

    Aus Neugier: was hast Du gegen KV 481?

    LG :wink:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Auch meinerseits einen Dank für die schöne Thread-Eröffnung!

    Ich habe vor Jahren mehrere Mozart-Sonaten mit einem befreundeten Geiger dilettiert, der leider nicht mehr lebt. Dadurch entsteht natürlich eine gewisse Bindung ...

    Symbols Frage bezüglich KV 481 würde ich mich gerne anschließen.

    Die - wie ich glaube, wirklich vollständige - Gesamteinspielung von Podger und Cooper schätze ich sehr. Eine Katastrophe stellt das Booklet dar - an anderem Ort dürfte das bereits diskutiert worden sein. Was heißt "Booklet" :thumbdown: ... mittlerweile gibt es freundliche Zeitgenossen, die die notwendigen Angaben ins Netz gestellt haben. Man kann die Einspielungen natürlich einzeln als SACDs kaufen - ohne jetzt zu überprüfen, ob noch vollständig möglich - oder man hätte dies tun können. Eine habe ich vor der Integrale einst mal gekauft.

    Eine Frechheit bleibt es allenthalben.

    Konventioneller vielleicht, aber gewiss nicht schlecht - geradlinig, unaffektiert, - ist auch die folgende Sammlung der Hauptwerke auf vier CDs - es dürften die gleichen sein wie oben bei Szeryng / Haebler:

    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Symbols Frage bezüglich KV 481 würde ich mich gerne anschließen.

    Ich finde zu dieser Sonate einfach keinen Zugang. Die Geige wird zur Statistin degradiert - zumindest im Vergleich mit KV 454 - und die Themen finde ich erstaunlich reizlos. Diese sind eindeutig weniger lyrisch angelegt als die der vorherigen Sonaten, aber gleichzeitig höre ich nicht diese spannende Verarbeitung heraus wie bei KV 526, oder erst recht in Beethovens Sonaten (z.B. op. 30,1). Es gibt sogar bei Mozart Werke, mit denen ich nix anfangen kann (die Klaviersonate KV 533 zählt da auch dazu).

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Die - wie ich glaube, wirklich vollständige - Gesamteinspielung von Podger und Cooper schätze ich sehr. Eine Katastrophe stellt das Booklet dar - an anderem Ort dürfte das bereits diskutiert worden sein.

    Ja, das ist sehr lästig. Allerdings habe ich die Box für einen Spottpreis erworben. Da nehme ich die Rätselarbeit in Kauf.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • gleichzeitig höre ich nicht diese spannende Verarbeitung heraus

    Ich habe mir das Stück vorhin mal angehört. Hast Du Dir mal die Modulationen im zweiten Satz angesehen? Es ist ein ziemlicher Wahnsinn, was Mozart da macht. Eigentlich steht der Satz in As-Dur, aber es geht zwischendurch auch mal nach A-Dur und gis-moll (!). Das ist alles meisterhaft komponiert! Gleiches gilt m. E. für den dicht gearbeiteten ersten Satz und für den soghaften Schwung, den die Variationen im dritten Satz entwickeln.

    LG :wink:

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  • Ja, die Harmonik ist bei Mozart immer besonders. Das Werk ist ja von Mozart, weshalb von einer grundsätzlich hohen Qualität ausgegangen werden muss. Den Vergleich zog ich daher mit anderen Werken Mozarts. Und da gefallen mir KV 376 bis 454 einerseits und KV 526 andererseits um Welten besser.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Sehr typisch Manze ist seine Einspielung der 1781 entstandenen Sonaten KV 376, 377 und 380:

    Der Ton ist schmucklos, hart und irgendwie "heiser". Nichts also für diejenigen, die Klangschönheit weit oben in der Skala ansiedeln. Ich muss sagen, dass auch mir das zu weit geht. Trotzdem: die Dramatik und die Leidenschaft, die hier teilweise herausklingen (etwa im Variationensatz von KV 377 oder im Finalsatz von KV 380), sind mitreißend, sodass ich diese Einspielung als Ergänzung unbedingt empfehlen möchte.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Aufnahmen der Sonaten für Klavier und Violine : Für eine Gesamtaufnahme konnte ich mich nie entscheiden . Bei den Teil-Einspielungen bzw. Einzelaufnahmen liegt der Schwerpunkt bei - wen wundert's ? - den "historisch" (guten) Interpretationen . Haskil und Grumiaux : ja , aber fast mehr wegen Haskil . Grumiaux ist immer ein wenig formell / steif , aber seinen Ton mag ich schon . Serkin / Busch ( K 377/379/380/481 ) sind sehr ernsthaft und interressant , da die Interpreten so miteinander eingespielt sind . Von Artur Schnabel , der gemeinsam mit Carl Flesch eine Ausgabe der Sonaten herausgab , ist eine Live-Aufnahme der Sonate 481 mit Joseph Szigeti aus dem Jahr 1948 erhalten ; wie bei Haskil/Grumiaux gefällt mir das Klavier fast noch besser . Aber da sind noch die Einspielungen , die Lili Kraus und Szymon Goldberg in den 30er Jahren machten : K 296/377/378/378/380/404/485 sind für mich unwiderstehlich ( übrigens ihre 5 Beethoven Sonaten ebenso ) . Kraus hat mit Willi Boskovsky und Goldberg mit Radu Lupu später dann eine fast GA eingespielt , aber das ist nur ein matter Abglanz dieser Aufnahmen .

    Richter und Oleg Kagan mit K 372/380/403/404/454 sind auch gern gehörte Interpretationen .

    Erica Morini hat K 296 und 481 mit Rudolf Firkusny sehr ansprechend aufgenommen . Weitere Einzelplatten sind Maria Tipo und Uto Ughi mit K 376/454 sowie K 526 mit Alfredo Campoli und Peter Katin . Fehlen bestimmt noch viele Aufnahmen , aber für mich reichen diese .

    und weitere Ausgaben

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    Good taste is timeless "Ach, ewig währt so lang " "But I am good. What the hell has gone wrong?" A thing of beauty is a joy forever.

    Einmal editiert, zuletzt von b-major (9. Oktober 2022 um 17:22)

  • KV 481 wird mal wieder gehört - mit kritischem Blick ;) . Wirklich im Ohr habe ich sie nicht und wohl auch nicht selber probiert. Mit der Vernachlässigung der Violinstimme hätten wir ein generelles Mozart-Problem, wenn man Problem möglichst neutral versteht. Es wird bekanntlich immer wieder diskutiert und Felix Meritis zeigt es in der korrekten Benennung der Werkbezeichnungen im Threadtitel. Noch bei Beethoven ist bzw. wäre dieser ja auch korrekt, wobei sich die Rangordnung allmählich hin zur echten Gleichberechtigung verschiebt. In der Romantik - so mein Eindruck, hinter dem kein wirkliches Wissen bislang steckt - ist der virtuose Geiger stets der Star. Der Pianist muss sich mit der zweiten Stelle begnügen, auch wenn sein Part bisweilen der schwierigere sein mag. Anderes Thema indes und von meiner Seite nur Halbwissen ohne nötiges Auffrischen durch konkrete Beispiele. Hier überdies eher sachfremd.

    Fazit: Die Bezeichnung Violinsonate oder Violin Sonata ist schwach auf der Brust - aber gut, das sind all jene Klavierquintette ja ebenso. Fünf Klaviere sind wahrlich eine Nummer ... :P

    :) Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • KV 454 ist - wohl nicht nur für mich - das Gipfelwerk der Gattung bei Mozart. Man kann sie spielen als Laie, an beiden Instrumenten. Das Ergebnis hat uns damals trotzdem nicht begeistert ...

    Die Klaviersonate KV 533 reizt vielleicht auch deshalb weniger, weil sie Bestandteil eines Konglomerats ist - vielleicht aber nicht nur deshalb. Ich habe sie selber gespielt - sie ist ja technisch leichter als anderes aus der Feder des Meisters - und das auch gerne getan. Wodurch nichts bewiesen ist ...

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Die - wie ich glaube, wirklich vollständige - Gesamteinspielung von Podger und Cooper schätze ich sehr. Eine Katastrophe stellt das Booklet dar - an anderem Ort dürfte das bereits diskutiert worden sein.

    Ja, das ist sehr lästig. Allerdings habe ich die Box für einen Spottpreis erworben. Da nehme ich die Rätselarbeit in Kauf.

    Mir hat das letztlich auch Spaß gemacht und ich habe dann natürlich meinen eigenen Schmierzettel erstellt und aufgehoben.

    Trotzdem ... wenn das Schule machen würde ... Es reicht schon, dass ältere Sammlungen von - sagen wir mal - Barock-Konzerten ohne moderne Werkverzeichnisnummer - oft verwaschen bleiben. Für den ehemaligen Philologen, der bisweilen Integralen kauft, weil sie irgendwelche Nummern und Fragmente enthalten, die sonst nicht zu finden sind, und der gerne recherchiert, halt irgendwie wurschtig - wie Ihr Wiener [?] sagt [?] und ich Franke ebenso.

    :cincinbier:

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Dank auch dem Meister in H. Wir kennen uns schon lange. auch per Briefpost. Ich bewundere Deine Materialkenntnis bezüglich historischer Einspielungen immer wieder.

    Noch ein klein wenig zum Thema:

    Die kleinen Sonaten des Kindes haben mehr Reiz bisweilen, als man denken sollte. Sie sind quasi exakt so umfangreich wie tiefgründig - und das meine ich keineswegs ironisch, ist es doch bei den frühen Streichquartetten eines Dvorak zum Beispiel genau umgekehrt. Hier bei Mozart - keine Überraschung - ist der Primat der Klavierstimme eklatant. Und in einigen - in allen? - relevanten Produktionen kann auch die Flöte eingesetzt werden. Zugegeben: Ich verstehe schon, warum vor allem die älteren Interpreten ohne das modern philologische Interesse die Nummern nicht zur Kenntnis genommen haben. Heute sucht man bei einem Mozart - nicht bei einem Cannabich indes, wie ich meine - das Fragment-Tüpfelchen oder man drückt beide philologischen Äuglein zu, wenn man Dieter Klöcker heißt bzw. leider hieß.

    :cincinbier:

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Das Werk ist ja von Mozart, weshalb von einer grundsätzlich hohen Qualität ausgegangen werden muss.

    Dieser Sichtweise würde ich mich vorsichtig anschließen wollen Grins1 , nur dieses bourgeoise "muss" bremst gerade meinen Enthusiasmus. - Dass dem "muss" das Subjekt fehlt, bestärkt mich in dieser Auffassung.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • ira Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, um dieses schönen Threads willen. Ich glaube Felix kommt auch ohne dich mit MBs Humor zurecht. Das ist hier ein Mozart Sonaten Thread. Wäre schade, wenn auch er nun mit off-topic Kommentaren bestückt würde. Es ist wirklich unerfreulich beim Lesen. Hier also bitte nur Mozart. Und den einen oder anderen genuinely witty comment, wie MBs. Vielen Dank für dein Verständnis.

    Hier ist eine weitere Mozart Empfehlung

    Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis, live, 2006

    Vielen Dank für diesen Hinweis:

    Nadim Hatem und Susanne Rabenschlag

    Frau Rabenschlag hat mich im Alter von 13-18 in Köln unterrichtet. Ich kenne aber diese Aufnahme gar nicht und bin natürlich nun neugierig. Weiterhin bin ich mir ihrer Position als Primgeigerin des Verdi Quartetts bewusst.

  • Herzlichen Dank, lieber Felix, für Deine Initiative! Merkwürdigerweise habe ich bei mir keine Aufnahme der Violinsonaten gefunden, das wiird mir erst jetzt klar. Früher hatte ich mal etwas als LP, ich glaube, mit Haskil und Grumiaux, lange her - und dann die Sonaten ganz aus den Augen bzw. Ohren verloren.

    Gestern habe ich etwas bei Youtube quergehört und bin bei Barenboim und Perlman hängengeblieben: Das fand ich sehr fein und subtil und doch auch energisch musiziert, hat mich sehr angesprochen. Wie schön, da gibt es nun wieder Neues, Spannendes für mich zu entdecken. :)

    Habe mir nun das bestellt (dürfte identisch mit der erwähnten Einspielung zu sein):

    :wink:

    Es grüßt Gurnemanz

    ---
    Der Kunstschaffende hat nichts zu sagen - sondern er hat: zu schaffen. Und das Geschaffene wird mehr sagen, als der Schaffende ahnt.
    Helmut Lachenmann

  • Hier nun eine weitere Einspielung. Ein etwas vollerer Geigenton, "in der Saite" (im Gegensatz zu "gesäuselt"), sehr klangschön, aber keineswegs (zu) romantisch fett.

    Pinchas Zukerman und Marc Neikrug

  • keineswegs zu romantisch fett

    Na, da würde ich doch mal darauf tippen, dass jemand dem Zukerman im letzten Semester gesagt hat, dass man Mozart nicht romantisch fett spielt, weil Mozart kein Romantiker war. Zukerman hat es offenbar begriffen, was für ihn spricht.

    Bei mir steht folgende Box mit Frank-Peter Zimmermann und Alexander Lonquich im Regal, die mir beim Erst- (und leider Letzt-)Hören viel Vergnügen bereitete. Ich erinnere mich, dass ich die e-Moll-Sonate unbedingt nochmal hören wollte, habe aber bisher diesen Wunsch nicht zur Entfaltung kommen lassen.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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