DIe Capriccio-Opernmeisterschaft 2022

  • Liebe Freund:innen,

    da sich sonst scheinbar keine:r erbarmt, nehme ich es in die Hand (ja, inklusive Auswertung).

    Wie jedes Jahr, seit es das Forum gibt, soll es auch dieses Jahr wieder den Wettbewerb um die beliebtesten Opern der Capricciosi geben!

    Nennt Eure 15 Lieblingsopern des letzten Jahres - es soll in erster Linie um eine persönliche Momentaufnahme gehen!

    Die Spielregeln bleiben wie gehabt:

    • Es sollen nicht weniger als 15 Opern genannt werden;
    • Neben dem Titel soll auch der Komponist genannt werden, insbesondere in Fällen, in denen ein Stoff mehrmals vertont wurde;
    • Die Opern müssen von Platz 1 bis 15 durchnummeriert sein (falls das nicht der Fall ist, wird nach der Reihenfolge der Auflistung gewertet);
    • Es darf nicht gesplittet werden (keine Doppelplatzierungen);
    • Mehrteilige Werke (wie Wagners "Ring") werden nicht als Gesamtwerk gewertet, d.h. die Opern müssen einzeln genannt werden;
    • Jedes Foren-Mitglied darf nur eine Liste posten;
    • Das Stimmrecht darf nicht an andere Mitglieder des Forums abgetreten werden;
    • Postings dürfen grundsätzlich kommentiert werden, tiefergehende Fachdiskussionen werden bei Bedarf ausgelagert.

    EINSENDESCHLUSS IST DER 31.12.2022, 23:59 Uhr!

    (Und zwar, weil am Neujahrstag alles auswerten muss, damit ich am 2. Januar verreisen kann - wenn sich ein:e andere:r Forianer:in für die Auswertung findet, können wir den Einsendeschluss gerne verlegen).

    Auf geht's! Und euch allen frohe Weihnachtstage! <3

    ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...

  • Nun, dann gerne auch eine erste Submission:

    1. Strauss - Die Frau ohne Schatten

    2. Verdi - Les Vêpres Siciliennes

    3. Wagner - Parsifal

    4. Tschaiowski - Die Zauberin

    5. Janacek - Jenufa

    6. Wagner - Tannhäuser

    7. Puccini - La Fanciulla del West

    8. Wagner - Siegfried

    9. Tschaikowski - Eugen Onegin

    10. Bartók - Herzog Blaubarts Burg

    11. Strauss - Elektra

    12. Verdi - Don Carlo

    13. Gounod - Faust

    14. Bizet - Les Pêcheurs de Perles

    15. Smetana - Die verkaufte Braut

    ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...

  • da sich sonst scheinbar keine:r erbarmt, nehme ich es in die Hand (ja, inklusive Auswertung).

    erstemal herzlichen Dank für deinen Subbotnik ! :jaja1: :jaja1: :verbeugung1: :verbeugung1:

    momentan auf Cat-Walk:

    01: ..Berg: "Wozzeck" (Abbado, 1987 live; Horenstein 09.11.50 )
    02 ..Verdi: “Otello" (z.B. Toscanini, Karajan mit Cuts 1971, Jimmy 09.02.74)
    03 ..B.A. Zimmermann „Die Soldaten“ (Metzmacher 20.08.12, Petrenko 25.05.14, François-Xavier Roth 29.04.18)
    04…Nono: „Al gran sole“ (Metzmacher, 02.08.09)
    05…Nunes: „Das Märchen” (Rundel 2006)
    06….Mozart "Nozze " (z.B. Suitner 1964, Mühlbach 28.02.10)
    07 .. Schönberg: „Moses und Aron“ (Gielen; Jimmy 20.02.99, NYC; Nagano 05.06.01)
    08 ...Verdi: "Falstaff" (Muti 21.04.16; Maazel 29.03.70, Farnes 15.03.19)
    09 ... Charles Wuorinen „Brokeback Montain“ (Engel, 2014)
    10 .... Dallapiccola: "Ulisse" (Ratjen 16.01.70, Bour 06.05.75)
    11 … Pfitzner : "Palestrina " (Young 19.01.09, Suitner, Kubelik)
    12 …Zemlinsky: “Kleider machen Leute” (Weikert)
    13 …Dessau: „Leonce & Lena“ (Suitner, 1980)
    14 .. Nono: „Intolleranza 1960" (z.B. Klemm 13.05.07, Metzmacher, 15.08.21 )
    15 .. Wagner: “Tristan & Isolde” (P. Jordan, 08.04.14; Thielemann 25.07.15; Pappano 09.10.09; Rattle mit Cut, 26.09.16)

    „Ein Komponist, der weiß, was er will, will doch nur was er weiß...“ Helmut Lachenmann

  • Vielen Dank auch von mir!

    Die bisherigen Opernmeisterschaften finden sich, hiermit aktualisiert, untereinander im Inhaltsverzeichnis ganz unten unter "Vermischtes":

    Capriccio
    19. Juni 2012 um 10:26

    Meine Liste 2022:

    1. Leonard Bernstein: A Quiet Place

    2. Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro

    3. Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto

    4. Franz Schubert: Fierrabras

    5. Giuseppe Verdi: La Traviata

    6. Alban Berg: Wozzeck

    7. Udo Zimmermann: Weiße Rose

    8. Maw: Sophie´s Choice

    9. Richard Strauss: Salome

    10. Giacomo Puccini: La Bohème

    11. Claudio Monteverdi: L´Orfeo

    12. Ludwig van Beethoven: Fidelio

    13: Henry Purcell: Dido and Aeneas

    14. Richard Wagner: Siegfried

    15. Leoš Janáček: Z mrtvého domu (Aus einem Totenhaus)

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • 01. Tannhäuser (Wagner)

    02. Aufstieg undFall der Stadt Mahagonny (Weill)

    03. Die Meistersinger von Nürnberg (Wagner)

    04. Boris Godunow (Mussorgski)

    05. Palestrina (Pfitzner)

    06. Die Zauberflöte (Mozart)

    07. Jenufa (Janacek)

    08. Hans Heiling (Marschner)

    09. Parsifal (Wagner)

    10. Wozzeck (Berg)

    11. Rusalka (Dvorak)

    12. La Bohème (Puccini)

    13. Lohengrin (Wagner)

    14. Das schlaue Füchslein (Janacek)

    15. Falstaff (Verdi)

    (alles Folgende kann gerne ignoriert werden, für die Gesamtauswertung muss es das sogar):

    ganz knapp nicht dabei:

    - Ariadne auf Naxos (Strauss) - zweite Fassung

    - Der Rosenkavalier (Strauss)

    - Tristan und Isolde (Wagner)

    (in einer nur unwesentlich anderen Laune hätten auch diese drei Opern auf den Plätzen 13 bis 15 landen können)

    Meine großen Verlierer des Jahres sind in diesem Ranking "Das schaue Füchslein" und "Falstaff", die ich jahrelang zu meinen drei absoluten Lieblingsopern gezählt habe, die aber in diesem Jahr keine große Rolle für mich spielten. Ganz ähnlich ergeht es den drei Mozart-da-Ponte-Opern und Verdis "Otello". ("Don Giovanni" war die andere Oper, die ich lange zu meinen Top-3-Opern zählte, inzwischen würde ich die beiden anderen Mozart-da Ponte-Opern sogar noch höher einschätzen, aber an allen dreien vorbeigezogen ist "Die Zauberflöte".)

    Meine Gewinner des Jahres sind "Zauberflöte", "La Bohème" und "Palestrina", die es im vergangenen Jahr wohl noch nicht in meine Top-15 geschafft hätten. :)

    Weitere Gewinner des Jahres sind "Mazeppa" und "Die tote Stadt" (beide live erlebt), aber für die Top 15 oder Top 20 reicht es trotzdem nicht. ;)

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • 1. Verdi: La Traviata

    2. Weber: Der Freischütz

    3. Donizetti: L'Elisir d'amore

    4. Mozart: Die Zauberflöte

    5. Flotow: Martha

    6. R.Strauss: Der Rosenkavalier

    7. Rossini: Il Barbiere di Siviglia

    8. Offenbach: Les Contes d'Hoffmann

    9. Mozart: Cosi fan tutte

    10. Puccini: La Bohème

    11. Puccini: Turandot

    12. Verdi: Un Ballo in Maschera

    13. Puccini: Tosca

    14. R.Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg

    15. Verdi: Rigoletto

    Wie immer frage ich mich jetzt, ob ich den Verstand verloren habe: Kein Meyerbeer, Lortzing, Beethoven, Bizet, Smetana usw. - ist wohl eher der Zeitmangel, der sie momentan etwas nach hinten rückt...

    ______________________

    Homo sum, ergo inscius.

  • Kein Meyerbeer,

    Diese kleine Bemerkung von dir hat schon ausgereicht, um meinerseits ein schlechtes Gewissen zu bekommen und gleich mal eine Aufnahme der "Hugenotten" anzuschmeißen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten eigentlich auch immer sicher in meine Top-10 kamen (wie Bizets "Carmen" eigentlich auch), die in diesem Jahr aber - warum auch immer - keine besonders große Rolle für mich spielten. Sicher auch, weil die Zeit, in der man in Berlin Dank DOB-Zyklus Meyerbeer live erleben konnte (auch, aber nich tnur wegen der Corona-Pause) schon wieder vorbei sind. :wink:

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • 1. Monteverdi: L'Orfeo

    2. Monteverdi: Il ritorno d'Ulisse in patria

    3. Monteverdi: L'incoronazione di Poppea

    4. George Benjamin: Lessons in Love and Violence

    5. Verdi: La Traviata

    6. Händel: Tamerlano

    7. Schreker: Der Ferne Klang

    8. Gluck: Orphée

    9. Händel Rodelinda

    10. Melani: L 'Empio punito

    11. Sacrati: La Finta pazza

    12. Verdi: Simon Boccanegra

    13. Hasse: Enea in Caonia

    14. Moniuszko: Halka

    15. Respighi: Marie Victoire

    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Schnell aus dem Bauch 'raus:

    1 Giuseppe Verdi - Don Carlos

    2 Hector Berlioz - Les Troyens

    3 Wolfgang Amadé Mozart - Così fan tutte

    4 Gioacchino Rossini - La Cenerentola

    5 Gustave Charpentier - Louise

    6 Giuseppe Verdi - Falstaff

    7 Alban Berg - Wozzeck

    8 Jacques Offenbach - Les contes d‘Hoffmann

    9 Leoš Janáček - Její pastorkyňa

    10 Giacomo Puccini - Il tabarro

    11 Giacomo Puccini - La Bohème

    12 Antonín Dvořák - Rusalka

    13 Charles Gounod - Faust

    14 Giuseppe Verdi - Simon Boccanegra

    15 Erich Wolfgang Korngold - Die tote Stadt

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Dann will ich auch mal:

    1. Wagner: Tristan und Isolde
    2. Monteverdi: L‘ Incoronazione di Poppea
    3. Berg: Wozzeck
    4. Bartók: Herzog Blaubarts Burg (bzw. "A kékszakállú herceg vára")
    5. Wagner: Das Rheingold
    6. Wagner: Die Walküre
    7. Wagner: Siegfried
    8. Wagner: Götterdämmerung
    9. Mozart: Don Giovanni
    10. Verdi: Don Carlo
    11. Wagner: Tannhäuser
    12. Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
    13. Wagner: Parsifal
    14. Gluck: Orphée et Eurydice
    15. Puccini: La Bohème.

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



    Einmal editiert, zuletzt von Newbie69 (25. Dezember 2022 um 08:58)

  • 8. Gluck: Orphée

    Ich weiß, dass das hier kein Diskussionsthread werden soll, aber ich finde es schon ein wenig putzig, dass einer der größten Verfechter der Originalsprache (nicht wahr?), der den französischen "Don Carlos" dem italienischen "Don Carlo" weit vorzieht (nicht wahr?), sich dann bei Gluck für die französische Zweitfassung, also "Orphée" statt "Orfeo", entscheidet (nicht wahr?), obwohl es sich bei dieser natürlich nicht um eine weitgehende Neukomposition handelt, sondern für die große Teile der italienischen Erstfassung (nicht wahr?) einfach umtextiert, also neu mit französischem Text unterlegt wurden (nicht wahr?). Grins1

    Klar wurde für diese Fassung manches nach- und umkomponiert, es singt nun ein Tenor statt eines Kastraten (oder eben dessen heutige Nachfolgemöglichkeiten) die männliche Titelpartie, aber weit mehr als die Hälfte der musikalischen Substanz dürfte doch ziemlich identisch sein, wenn man mal vom Text absieht. Warum also hier im Gegensatz zu Verdi lieber die Zweitfassung als die Erstfassung?

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Ich habe dieses Jahr relativ wenig Opern gehört, aber vielleicht komme ich doch noch auf 15.

    1 - Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg

    2 - Wagner: Tristan und Isolde

    3 - Mozart: Don Giovanni

    4 - Mozart: Cosi fan tutte

    5 - Verdi: Falstaff

    6 - Verdi: Otello

    7 - Beethoven: Fidelio

    8 - Britten: A Midsummer Nights Dream

    9 - Strauss: Salome

    10 - Verdi: Macbeth

    11 - Mozart: Idomeneo

    12 - Massenet: Manon

    13 - Puccini: Turandot


    Und da verließen sie ihn. Sorry, aber es war bei mir wirklich kein Opernjahr. Und so ist die Liste auch recht konventionell ausgefallen.

    Die 'Meistersinger' kann ich immer hören und tue es auch, 'Tristan' habe ich im Vorfeld von Bayreuth und auch danach wieder intensiver gehört, der Mozart einfach, weil ich ihn immer wieder brauche, die Shakespeare-Opern wegen der literarischen Vorlage und der Rest halt, weil ich diese schlichtweg liebe.

    Schau'n wir mal, vielleicht schaffe ich bei der nächsten Runde wieder 15. Aber es gibt ja auch so viel anderes zu hören. :versteck1:

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Ich weiß, dass das hier kein Diskussionsthread werden soll, aber ich finde es schon ein wenig putzig, dass einer der größten Verfechter der Originalsprache (nicht wahr?), der den französischen "Don Carlos" dem italienischen "Don Carlo" weit vorzieht (nicht wahr?), sich dann bei Gluck für die französische Zweitfassung, also "Orphée" statt "Orfeo", entscheidet (nicht wahr?), obwohl es sich bei dieser natürlich nicht um eine weitgehende Neukomposition handelt, sondern für die große Teile der italienischen Erstfassung (nicht wahr?) einfach umtextiert, also neu mit französischem Text unterlegt wurden (nicht wahr?)

    Ganz einfach, weil Du total falsch liegst.

    Glucks Orphée et Eurydice ist eine Neukomposition, wie z.B. Rossinis Moise et Pharaon oder Le siège de Corinthe. Gluck hat seine Musik dem neuen Text und der neuen Stimmlage angepasst (s. z.B. Che farò senza Euridice vs J'ai perdu mon Eurydice, zwei musikalisch unterschiedliche Versionen), hat Arien (Amour, viens rendre à mon âme für Orphée, Si les doux accords de ma lyre für Amour, Cet asile amiable et tranquille für Eurydice z.B.) und Ballettszenen (u.a. den Tanz der Furien) hinzugefügt, hat bestehende Teile (den "Reigen der seligen Geister" etwa) erweitert, die Orchestrierung verändert etc.. etc...

    Der Unterschied ist so groß, dass die - postume - italienische Adaptation der 1774er Pariser Version in einer Rücktransponierung für Alt eine italienische Übersetzung des französischen Texts und nicht Calzabigis Original benutzt.

    Desgleichen kann man die deutsche Version von Ifigenie auf Tauris auf Worten von Johann-Christoph von Alxinger als ein eigenes Werk betrachten, da Gluck die Musik von Iphigénie en Tauride (die selbst für ca 80% aus recycled material bestand) dem neuen Text angepasst, einige Szenen verändert, die Orchestrierung revidiert hat usw ...

    Verdi hingegen hat (mit der Ausnahme einer kleinen Bearbeitung für Neapel, die dann aussortiert wurde) in Don Carlo(s) keine einzige Note auf Italienisch vertont, sondern für alle Überarbeitungen einen neuen französischen Text von Du Locle gefordert (er war mit ihm vertraglich verbunden) und vertont, der dann nachträglich auf Italienisch übersetzt wurde, ohne Zutun Verdis, was die Musik betrifft. Verdis Originalmusik, auch für die 4aktige Fassung von 1884 und die sog. Modena-Version von 1886, wurde auf einem französischen Text komponiert. Die einzigen "italienischen" Takte, die Verdi für Don Carlo komponiert hat, beziehen sich auf ein paar Verse der 1872er Neapel-Version, die für die späteren Versionen eliminiert wurden. Man kann die 1867er, die 1884er oder die 1886er Version vorziehen, es sind alle Originalversionen auf Französisch.

    Alles, wie immer, IMHO.

  • Für die Statistik: Bestehen die Votierenden bei Orpheus und Don Carlos für die Auswertung darauf, dass ich die unterschiedlichen Werkversionen bzw. -fassungen getrennt erfasse?

    ...auf Pfaden, die kein Sünder findet...

  • Für die Statistik: Bestehen die Votierenden bei Orpheus und Don Carlos für die Auswertung darauf, dass ich die unterschiedlichen Werkversionen bzw. -fassungen getrennt erfasse?

    Also, ich nicht.

    "Welche Büste soll ich aufs Klavier stellen: Beethoven oder Mozart?" "Beethoven, der war taub!" (Igor Fjodorowitsch Strawinsky)



  • Für die Statistik: Bestehen die Votierenden bei Orpheus und Don Carlos für die Auswertung darauf, dass ich die unterschiedlichen Werkversionen bzw. -fassungen getrennt erfasse?

    Nein, musst du nicht! ;)

    Zitat von Philbert

    Ganz einfach, weil Du total falsch liegst.

    Lieber Philbert, ich DANKE dir, habe es jetzt erst gesehen!


    LG palestrina

    „ Die einzige Instanz, die ich für mich gelten lasse, ist das Urteil meiner Ohren. "
    Oolong

  • Ganz einfach, weil Du total falsch liegst.

    Das ist natürlich völlig überzogen und reichlichst übertrieben! Aber es scheint ein Wesensmerkmal dieses Forums zu sein, dass einige gar nicht abwarten, bis der konkret Angesprochene antwortet, sondern einige, die gar nicht gefragt waren, meinen gleich meinen losposaunen zu müssen und das verbal so scharf wie irgendmöglich.

    Glucks Orphée et Eurydice ist eine Neukomposition, wie z.B. Rossinis Moise et Pharaon oder Le siège de Corinthe. Gluck hat seine Musik dem neuen Text und der neuen Stimmlage angepasst

    "Angepasst" trifft es hingegen sehr gut. Es ist eben eine Neubearbeitung, die Erstellung einer zweiten Fassung einer größtenteils längst komponierten Musik. Die Melodien waren (fast) alle schon in Wien da und wurden dann über Paris übernommen bzw. lediglich neu bearbeitet. Wer's nicht glaubt, höre eine Aufnahme der Wiener Version und eine der Pariser Version - danach kann niemand ernsthaft behaupten, dass Gluck die Musik für Paris neu erfunden hätte. Wagner hat hingegen weite Teile des Venusbergs für seine Pariser Fassung des "Tannhäuser" tatsächlich neu komponiert, trotzdem ist auch das keine neue Oper, sondern lediglich eine neue Fassung einer bereits bestandenen. Bei "Ariadne" von Strauss macht das neukomponierte "Vorspiel" hingegen tatsächlich einen gewaltigen Unterschied zwischen den Fassungen, während die Veränderungen innerhalb des "Oper" bezeichneten Teiles zwar auch auffallend, aber doch nicht entscheidend sind.

    Also ich glaube, dass die Fassungsfrage für diese Rubrik generell vernachlässlichbar ist. Oder wollen wir alle, die "Tannhäuser" genannt haben, noch einmal fassungsmäßig abfragen? Und wenn ich "Ariadne auf Naxos" lieber in der Zweitfassung höre und ein anderer lieber in der Erstfassung, dannn ist das hier für diese Rubrik m.E. völlig unerheblich.

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • Für die Statistik: Bestehen die Votierenden bei Orpheus und Don Carlos für die Auswertung darauf, dass ich die unterschiedlichen Werkversionen bzw. -fassungen getrennt erfasse?

    Also, ich nicht.

    Nein, bitte nicht getrennt, das schmälert ja die Sieg- bzw. Medaillienchancen.

    Aber als erstes diskursprodukt: Vielen Dank, dass du die Plage mit der Auswertung auf dich nimmst, um die Tradition aufrecht zu erhalten!

    Bei mir war 2022 ein mageres Opernjahr, werde trotzdem eine Liste zusammenstellen, weil es so ein schönes Ritual ist...

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