Streichquartett der Woche - ein lockerer Austausch

  • Hier lief unterdessen Richters op. 5 Nr. 2 mit Rincontro:

    Ziemlich HIPpelig, körniger Sound. Bei jpc lese ich, dass die Mitglieder wohl an den ersten Pulten des Ensembles Café Zimmermann saßen bzw. sitzen. Ich nehme diese Aufnahme weniger glatt als die mit dem casalQuartett wahr, wobei Letztere ja nicht wirklich glatt ist. Dabei lassen die Rincontros es in der Fuge sogar etwas entspannter angehen. Schöne Alternative.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Hier lief unterdessen Richters op. 5 Nr. 2 mit Rincontro:

    Ziemlich HIPpelig, körniger Sound. Bei jpc lese ich, dass die Mitglieder wohl an den ersten Pulten des Ensembles Café Zimmermann saßen bzw. sitzen. Ich nehme diese Aufnahme weniger glatt als die mit dem casalQuartett wahr, wobei Letztere ja nicht wirklich glatt ist. Dabei lassen die Rincontros es in der Fuge sogar etwas entspannter angehen. Schöne Alternative.

    Diese CD habe ich. Aber ich finde sie beim besten Willen nicht. :(

    Adieu
    Algabal

    Keine Angst vor der Kultur - es ist nur noch ein Gramm da.

  • Diese CD habe ich. Aber ich finde sie beim besten Willen nicht.

    Was würden wir jemandem antworten, der auf Grundlage dieses Befundes schlussfolgerte: " ... dann hast Du sie auch nicht!" :)

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • [...] Wenn jemand von Euch Solokonzerte von Richter kennt: Kann man sagen, dass dieser Begriff dort ohnehin nicht funktioniert? Ich glaube, dass auch in diesen frühen musikalischen Stilperioden die Kammermusik avancierter ist als größere Besetzungen.

    :) Wolfgang

    Ein Flötenkonzert habe ich mir angehört. Nein, der Begriff des Manierismus dürfte nicht funktionieren. Es ist angenehme, aber nicht weiter aufregende Musik, die wohl auch von Haydn stammen könnte - dessen Bedeutung sich nun nicht primär auf seine hübschen Solokonzerte gründet, auch nicht auf die wesentlicheren wie etwa das Trompetenkonzert.

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Dass im Spätbarock die Kammermusik avancierter sei, glaube ich nicht.

    This play can only function if performed strictly as written and in accordance with its stage instructions, nothing added and nothing removed. (Samuel Beckett)
    playing in good Taste doth not confit of frequent Passages, but in expressing with Strength and Delicacy the Intention of the Composer (F. Geminiani)

  • Dass im Spätbarock die Kammermusik avancierter sei, glaube ich nicht.

    :) Meine Aussage bezog sich in der Tat nur auf den ersten Satz. Ob im Spätbarock die Kammermusik avancierter war oder weniger avanciert, weißt Du vermutlich besser als ich - oder sagen wir so: Ich weiß es nicht und habe mir auch noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich dachte auch eher an dieses Grenzphänomen des Manierismus, nicht explizit an das Spätbarock - wo man ja Bach und Händel durchaus gerne subsumiert - oder sehe ich das völlig falsch? Aber mit ihnen hat Richter doch wohl gar nichts zu tun?

    Kennst Du Solo-Konzerte von Richter? Das wäre natürlich interessant. Ich kenne jetzt drei und bin der Meinung, dass sie keine barocken Züge mehr tragen. Aber das ist reine Vermutung aufgrund einer gewissen Hörerfahrung. Detailwissen, gar mit wissenschaftlichem Hintergrund, besitze ich sicher nur wenig.

    Ansonsten gehört das natürlich nicht mehr im engeren Sinne in diesen Thread, aber schaden wird's auch nicht.

    :thumbup: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ich werde euch morgen, leider eher am späteren Abend, vereinbarungsgemäß ein neues Quartett der Woche empfehlen.

    Es wird ja im Vorfeld gerne geraten, daher soviel: Im Grunde klassische Form, F-Dur.

    Ich wollte eigentlich ein Anderes besprechen, habe aber den Eingangsthread leider so flüchtig gescannt, dass mir entgangen ist, dass es das schon gab. Und meine Idee Nr.2 auch.:rolleyes: Macht aber nix - vielleicht ist es gerade ganz spannend, wenn man selbst kein Experte für das Werk ist. Ich gucke jedenfalls zum ersten Mal überhaupt in die Noten.

    Bis morgen!:wink:

    Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.

  • Ravel?

    Jo, da bleibt nicht viel ... F-Dur ist so'ne Weihnachtstonart (sagte Harnoncourt), da haben die Ramontiker nicht viel gemacht .. zu ungebrochen ...

    Denkbar wären noch Beethovens op. 135 oder Schumann op. 41 Nr. 2.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • F-Dur ist so'ne Weihnachtstonart (sagte Harnoncourt), da haben die Ramontiker nicht viel gemacht .. zu ungebrochen

    wirklich seltsam mit F-Dur, es ist die einzige Tonart, gegen die ich eine kleine Aversion habe. Der Gegencheck ist natürlich schwierig (zumal für einen Absoluthörer), aber ich habe das Gefühl dass ich wegen dieser Tonart manche Werke nicht mag, z.B. auch das Ravel Quartett. Vielleicht bewirkt dieser Thread wieder mal ein Wunder in meiner Einschätzung, wenn die eine entscheidende Interpretation auf den Tisch kommt.

    Bin gespannt :fee:

  • Test auf's Exempel: Beethoven opp. 18/1, 24, 68, 93 und 135?

    Da gibt‘s aber noch mehr: z.B. op. 10/2, op. 50, op. 54, op. 59/1

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • Noch mehr:

    Cellosonate op. 5/1, Variationen op. 34

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    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • jaja, immer feste drauf ;)

    Cellosonate op. 5/1, Variationen op. 34

    Cellosonaten und Variationen sind nich so in meinem Focus, aber zu op 18/1 und 24 habe ich tatsächlich wegen der Tonart ein gespaltenes Verhältnis. Op. 50 und Andante favori vermute ich als Mit-Auslöser meiner Aversion.
    Gegen 59/1, 93 und 135 ist man freilich machtlos :).

    10/2 und 54 habe ich sogar vor kurzem öffentlich gespielt (jeweils mit beiden Wiederholungen).

    Dvorak 5., Brahms 3. (zum Glück nur der 1. Satz in F-Dur...) etc... kann man nix machen.

    :/ Khampan

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