• Den Vorhobel von Reeds 'n Suff besitze ich ja auch (ich habe sogar zwei von den Dingern). Momentan nutze ich ihn aber nicht, sondern hobele mit alten Innenhobelmaschinen vor - das dauert zwar eine Spur länger, aber ich kann damit auf eine wesentlich geringeren Dicke vorhobeln und schone so den "guten" Innenhhobel noch mehr. Im Nachhinein würde ich das Geld für den Vorhobel (die Vorhobel) wohl nicht mehr investieren.

    Bei mir ist das eher ein gekratze und ich muss die Klinge ständig nachjustieren.

    Wenn du die Klinge ständig nachjustieren musst (ich mache das in Jahren nicht), ist in der Tat etwas Grundlegendes nicht in Ordnung. Vielleicht solltest du doch mal über die Anschaffung einer neuen Maschine nachdenken (leicht gesagt - ich weiß).

  • Wenn du die Klinge ständig nachjustieren musst (ich mache das in Jahren nicht), ist in der Tat etwas Grundlegendes nicht in Ordnung. Vielleicht solltest du doch mal über die Anschaffung einer neuen Maschine nachdenken (leicht gesagt - ich weiß).

    Darüber denke ich tatsächlich nach, auch deshalb, weil ich jetzt wirklich auf 11er Stangen umsteigen möchte (die im 9,5er Bett brechen). Ich weiß ja, dass Du auf Rieger schwörst, aber sind die aktuellen Modelle auch gut und ich sehe, dass im Moment nur 10 und 10,5 angeboten werden.
    Und was ist der Vorteil von einem Rundklinge und einer Klinge a la Michl?

  • Ich weiß ja, dass Du auf Rieger schwörst, aber sind die aktuellen Modelle auch gut

    Das weiß ich leider auch nicht, da meine drei Rieger-Maschinen alle mehr als 20 Jahre alt sind. Offenbar hat Rieger mittlerweile einiges geändert, was vor allem das Holzhaltesystem betrifft. Ich bin gerade diesbezüglich ziemlich skeptisch, denn die Klemmen an den alten Maschinen funktionieren hervorragend - für meine Bedürfnisse sind sie deutlich besser geeignet als das (meiner Meinung nach subotpimale) Haltesystem an den Maschinen von Michel und Rimpl (über die ich ebenfalls verfüge).

    Rimpl ist übrigens eine gute Altenative zu Michel, wenn es denn kein Rieger-Hobel sein soll.

    Und was ist der Vorteil von einem Rundklinge und einer Klinge a la Michl?

    Eine Rundklinge kann man drehen und daher vermutlich länger nutzen. Was die Ergebnisse anbelangt, bin ich aber von der Rundklinge nicht so überzeugt - und zwar aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Hengschen Außenhobel, den ich mal besaß, aber glücklicherweise gegen einen von Michel tauschen konnte.

  • Das weiß ich leider auch nicht, da meine drei Rieger-Maschinen alle mehr als 20 Jahre alt sind. Offenbar hat Rieger mittlerweile einiges geändert, was vor allem das Holzhaltesystem betrifft. Ich bin gerade diesbezüglich ziemlich skeptisch, denn die Klemmen an den alten Maschinen funktionieren hervorragend - für meine Bedürfnisse sind sie deutlich besser geeignet als das (meiner Meinung nach subotpimale) Haltesystem an den Maschinen von Michel und Rimpl (über die ich ebenfalls verfüge).

    Rimpl ist übrigens eine gute Altenative zu Michel, wenn es denn kein Rieger-Hobel sein soll.

    Am Haltesystem (Klemmen) von meinem Klopfer Innenhobel habe ich eigentlich auch nichts auszusetzen, Das System scheint mir bei Michl und Rimpl ähnlich zu funktionieren, auch bei R&S (Model Passin). Bei Rieger kann ich das auf den Fotos (Oboenshop und georgrieger.com) einfach nicht erkennen.

  • Am Haltesystem (Klemmen) von meinem Klopfer Innenhobel habe ich eigentlich auch nichts auszusetzen, Das System scheint mir bei Michl und Rimpl ähnlich zu funktionieren,

    Bei Michl und Rimpl ist im Gegensatz zu den alten Klopfer- und Riegermaschinen, bei denen die Klemmen nur von oben wirken, noch eine Vorrichtung eingebaut, die rechts von der Seite drückt. Diese stört eher, wenn man wie ich Fassons hobelt, und stellt aus meiner Perspektive eine Verschlimmbesserung dar.

    Bei Rieger kann ich das auf den Fotos (Oboenshop und georgrieger.com) einfach nicht erkennen.

    Ich leider auch nicht! Solch eine neue Rieger-Maschine müsste ich mir mal live anschauen und am besten auch testen.

    Karl hobelt ja mit einer Maschine von Innoledy. Diese Marke ist im englischsprachigen Raum sehr gebräuchlich, aber ich wüsste jetzt nicht, welcher Händler sie hierzulande vertreibt.

    In der Schweiz (für dich ist es ja nicht so weit dorthin) gibt es auch noch Willy Wettstein: https://www.oboe-atelier.ch/innenhobel/innenhobel

  • Liebe alle

    Mein Name ist Fabian, ich bin 32 Jahre alt und wohne im beschaulichen Burgdorf im Kanton Bern in der Schweiz. Ich spiele nach 16-jähriger Blasmuiskpause seit Oktober 2023 wieder Oboe. In meiner Jugend habe ich für etwa dreieinhalb Jahre Oboe gespielt und Unterricht genommen. Auch heute nehme ich wieder Unterricht an der Musikschule bei einem tollen Lehrer. Ich spiele im örtlichen Musikverein 2. Oboe, wo wir jeden Donnerstagabend 2h Probe haben.

    Seit ich im Oktober 2023 wieder eingestiegen bin, konnte ich bereits einiges lernen und ich fühle mich mit der Oboe als Instrument verbunden, was nicht immer so war. Als ich als Jugendlicher Oboe spielte, war es meist eher eine Pflicht denn etwas, das ich gern getan habe. Heute empfinde ich das Oboespielen als Ausgleich und Bereicherung und es macht mir Spass.

    Da ich heute viel ernsthafter und konzentrierter bei der Sache bin, möchte ich mich auch in das Thema Rohrbau einfuchsen. Ich habe mir bereits diverses Material gekauft. Von meinem Lehrer habe ich einen alten Rieger-Aussenhobel zum Gebrauch erhalten, da er keine Hobel braucht und seine Rohre ausschliesslich händisch fertigt. Ich wollte es trotzdem mal mit Hobel versuchen und bin nun an den ersten Gehversuchen.

    Das Capriccio-Forum kenne ich seit etwa fünf Monaten. Bisher war ich stiller Teilnehmer. Ich habe bereits viel gelesen, auch von früher, insbesondere im Thread Oboen-Frischlinge. Darum vermute ich zu wissen, dass es hier mehrere Leute mit viel Rohrbauerfahrung zu geben scheint. Und so wollte ich mal nach ein paar Tipps und Ideen fragen. Ich verlinke ein Video mit Tonaufnahmen und Bilden. Es zeigt zwei Rohre, an denen ich gerade arbeite. Das Aufbinden glaube ich mittlerweile recht im Griff zu haben. Das Hobeln und Schaben gelingt mir noch nicht. Bisher habe ich die zwei Rohre auf 73mm aufgebunden, mit dem Kunibert Rohrabschneider auf etwas mehr als 72mm abgeschnitten und mit dem Rieger Hobel gehobelt. Anschliessend habe ich die Ansprache noch etwas nachgearbeitet und an den Seiten hinten noch etwas weggenommen. Danach nochmal etwas abgeschnitten.

    Aus meiner Sicht klingen die Rohre sehr Dumpf. Auch klingt es, als ob irgendwo sehr viel Luft verloren geht, es fühlt und hört sich fast so an, als ob die Luft aus allen Tonlöchern rausschiesst, insbesondere wenn ich ein mittleres c oder a spiele. Das Anbringen von Teflonband brachte keine Verbesserung oder Veränderung. Beim Spielen dieser zwei Rohre muss ich extrem viel Druck aufbauen und das Spielen ist sehr anstrengend. Von der Intonation brauchen wir gar nicht zu sprechen... Bisher war das bei allen Rohren der Fall, die ich mit dem Hobel gemacht habe. Besonders, dirket nach dem Hobeln. Mit dem händischen Weiterarbeiten konnte ich die zwei Rohre im Video noch etwas verbessern.

    Video: https://www.youtube.com/watch?v=hW7hKdhSQpc

    Nun meine Frage: Ich weiss fast nicht, wo ich ansetzen soll. Liegt es am Hobel oder am Aufbinden, am Holz oder doch am fehlenden, falschen oder ungenügenden Weiterbarbeiten per Hand? Ich würde mich über Tipps, Ideen und Hilfestellungen freuen und danke im Voraus herzlich.

    Viele Grüsse aus der Schweiz, Fabian

  • Hallo Fabian

    Herzlich Willkommen. Zu den Rohren kann ich rein äußerlich nicht viel sagen, abgesehen davon, beim zweiten Rohr eine Ecke weg ist. Sie scheinen mir in der Ansprache auch sehr dünn zu sein. Vom Klang her vermute ich mal, dass Du nicht gerade das beste Holz verwendet hast. Kann es sein dass das Holz sehr elastisch (lässt sich biegen wie Gummi) ist? Funktoniert der Dichtetest (unten zuhalten, saugen, dann muss das Vakuum einen Moment halten bevor das Rohr aufspringt). Der raue luftige Klang könnte auch darauf hinweisen, dass das Holz nicht optimal vom Innnenhobel behandelt wurde. Bin auch schon sehr auf Bernd's Meinung gespannt.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Auch ich heiße dich herzlich willkommen, Fabian! Ich werde mich am Abend noch näher mit deinem Video beschäftigen (tagsüber habe ich meistens wenig Zeit für Capriccio), aber mir scheint die Bahn beim ersten Rohr ziemlich lang zu sein. Kannst du mal messen, ob sie länger als 11 mm ist?

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Vielen Dank Felix und Bernd für das herzliche Willkommenheissen und die raschen Antworten.

    Das Holz habe ich vom Oboe-Shop, und zwar die "50 x Fasson für Oboe: Einsteiger". Ich kann nicht sagen, welches Holz bei den zwei Rohren drauf ist, Oboe-Shop schreibt:

    Zitat

    Hölzer werden bei Oboe-Shop als Einsteigerhölzer klassifiziert, wenn Sie den sehr strengen Anforderungen an ein Profi-Holz nicht genügen.
    Meist ist es so, dass diese Hölzer beim Hobeln eine größere Toleranz als 1/100 in der Dicke haben, oder die Oberfläche etwas stärker gemasert ist.

    Das Holz ist prima zum Erlernen des Oboenrohrbaus und Fassonierens geeignet.

    Wir mischen bei diesem Produkt verschiedene Dicken und Holzhersteller.

    Ich habe dieses Holz gekauft, weil ich jetzt zu Beginn meiner Rohrbau-Praxis nicht unnötig teures Holz verbrauchen (und in vielen Fällen zerstören 8o ) möchte.

    Der Dichtetest funktioniert, jedoch hält das Vakuum nur ganz kurz. Die Rohre sind oben sehr weit offen, am dicksten Punkt beträgt die Öffnung etwa 1,3mm.

    Die Bahn beträgt beim schwarzen Rohr 11mm und beim farbigen Rohr 10,5mm.

  • So, jetzt habe ich mehr Ruhe als heute Mittag:

    Sie scheinen mir in der Ansprache auch sehr dünn zu sein.

    Je dünner die Ansprache, desto besser. Daran sollten die beschriebenen und zu hörenden Probleme nicht liegen.

    Vom Klang her vermute ich mal, dass Du nicht gerade das beste Holz verwendet hast. Kann es sein dass das Holz sehr elastisch (lässt sich biegen wie Gummi) ist?

    Welches Material man verwendet, ist natürlich extrem entscheidend! Aus einem schlechten Holz kann niemand ein Spitzenrohr machen. Hast du fertige Fassons oder bereits ausgehobelte Hölzer benutzt? Von welcher Firma, falls ja? (sorry, Kreuzposting - die Antwort hattest du eben während des Erstellens meines Beitrags schon gegeben!)

    Anschliessend habe ich die Ansprache noch etwas nachgearbeitet und an den Seiten hinten noch etwas weggenommen.

    Das Nacharbeiten der Ansprache war gut; es ist nach meinen Erfahrungen immer erforderlich, und zwar mehrfach (bei mir bis zu zehn Mal und noch öfter). Generell ist es unabhängig vom Hersteller des Außenhobels eine Illusion, zu glauben, die Maschine würde auch nur einigermaßen spielfertige Rohre liefern. Sie ist nur dazu da, eine gleichmäßige Grundform der Bahn zu liefern.

    An den Seiten hinten muss man sehr vorsichtig sein, da die Höhe sehr schnell instabil wird, wenn man hier etwas wegschabt. Weiter vorne an den Seiten dagegen kann man weit eher Material wegnehmen; mein alter Rieger-Außenhobel, den ich gerade wieder verstärkt benutze, hat eine Schablone mit eher dicken Seiten, damit bei weicherem Holz einiger Spielraum vorhanden ist. Dementsprechen muss man die Seiten bei fast allen Rohren nacharbeiten, aber eben nicht hinten.

    Auch klingt es, als ob irgendwo sehr viel Luft verloren geht, es fühlt und hört sich fast so an, als ob die Luft aus allen Tonlöchern rausschiesst, insbesondere wenn ich ein mittleres c oder a spiele. Das Anbringen von Teflonband brachte keine Verbesserung oder Veränderung.

    Seit einiger Zeit sind alle meine Rohre nach dem ersten Aufbinden undicht. Da ich wenig bis nichts vom Teflonband halte, muss ich sie mindestens ein zweites Mal (nicht selten auch ein drittes Mal:schwitz1: ) aufbinden. Diese Mühe mache ich mir einfach.

    Das Holz habe ich vom Oboe-Shop, und zwar die "50 x Fasson für Oboe: Einsteiger".

    Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Holz, aus dem ich kein vernünftiges Rohr bauen könnte. Wie Heiko Frosch (der ja auch hier im Forum angemeldet ist) treffend schreibt, ist es gut geeignet für die ersten Gehversuche beim Aufbinden und beim Schnitzen. Ganz am Anfang qualitativ hervorragendes Holz zu verwenden, wäre Verschwendung, da man in der ersten Zeit, in der man noch kein wirklich gutes Gefühl für den Umgang mit dem Messer entwickelt hat, sowieso dauernd Löcher in die Ansprache schnitzt oder Ecken eliminiert.

    Beim Rohrbau handelt es sich um ein (Kunst)handwerk, welches - wie viele andere handwerkliche Tätigkeiten auch - eine Menge Übung erfordert, bis man die Sache einigermaßen beherrscht. Man lernt das nicht in ein paar Stunden, Wochen oder Monaten.

    Um mit Leonardo da Vinci zu sprechen: "Nicht wer da anfängt, sondern wer da ausharrt....."

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Um mit Leonardo da Vinci zu sprechen: "Nicht wer da anfängt, sondern wer da ausharrt....."

    Na das ist doch ein gutes Motto für den Rohrbau, kann ich grad 1:1 so übernehmen. ^^

    In diesem Fall macht es wohl am meisten Sinn, wenn ich ab jetzt mit dem Messer weiterarbeite und versuche, die Rohre so noch zu verbessern. Vielleicht bringe ich noch was spielbares hin.

    Bernd, was spricht für dich gegen Teflonband und was verwendest du stattdessen?

  • In diesem Fall macht es wohl am meisten Sinn, wenn ich ab jetzt mit dem Messer weiterarbeite und versuche, die Rohre so noch zu verbessern.

    Auf jeden Fall macht das Sinn! Und ich kann dir nur den guten Rat geben, dir beim Nacharbeiten alle Zeit der Welt zu lassen - morgen etwas nacharbeiten, liegen lassen, übermorgen etwas nacharbeiten, liegen lassen, am Wochenende etwas nacharbeiten, liegen lassen...usw. usf....

    Nach diesem Prinzip baue ich mittlerweile (in den ersten Jahren war auch ich viel zu ungeduldig:schaem1:) mit einem rotierenden System (es gibt immer mehrere Rohre auf etlichen Fertigungsstufen) alle Rohre für die Kunden und mich selber.

    Bernd, was spricht für dich gegen Teflonband und was verwendest du stattdessen?

    Gegen das Teflonband spricht für mich, dass es nach meinen Erfahrungen die Schwingungen des Rohres in vielen Fällen behindert. Außerdem kann die Feuchtigkeit, die unter dem Band ins Rohr eindringt, nicht richtig abtrocknen, was Schimmel- und Gammelprozesse begünstigt. Statt des Teflonbands verwende ich wie bereits gesagt gar nichts, sondern ich löse die Wicklung, belasse das Rohr (mit Drahtzwinge, die ich später oft durch Herunterschieben wieder unwirksam mache) so, wie es ist, auf der Hülse (in der Regel hat es sich schon irgendwie an diese "angedrückt") und binde es einfach mit viel Zug am Garn noch einmal neu auf. Oft ist es danach dicht, manchmal muss ich die Prozedur auch noch ein weiteres Mal durchführen. Dann fluche ich zwar laut:cursing:, aber ich tue das, was nun mal erforderlich ist....

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Gegen das Teflonband spricht für mich, dass es nach meinen Erfahrungen die Schwingungen des Rohres in vielen Fällen behindert. Außerdem kann die Feuchtigkeit, die unter dem Band ins Rohr eindringt, nicht richtig abtrocknen, was Schimmel- und Gammelprozesse begünstigt. Statt des Teflonbands verwende ich wie bereits gesagt gar nichts, sondern ich löse die Wicklung, belasse das Rohr (mit Drahtzwinge, die ich später oft durch Herunterschieben wieder unwirksam mache) so, wie es ist, auf der Hülse (in der Regel hat es sich schon irgendwie an diese "angedrückt") und binde es einfach mit viel Zug am Garn noch einmal neu auf. Oft ist es danach dicht, manchmal muss ich die Prozedur auch noch ein weiteres Mal durchführen. Dann fluche ich zwar laut:cursing:, aber ich tue das, was nun mal erforderlich ist....

    blaulamm, So sind wir eben alles Individuen, ich verwende das Teflonband sehr gerne. Allerdings nur am Übergang vom Faden zum Holz, sonst nimmt es wirklich die Schwingung, und das Wasser im Glas sollte nie über das Teflon gehen. Schimmel und Gammel kann man umgehen, indem man das Band ab und zu wechselt und das Rohr nicht feucht ins Etui legt. Draht mag ich überhaupt nicht.

    Herzliche Grüße

    Felix

  • Draht mag ich überhaupt nicht.

    Über Jahrzehnte war ich aus empirischen Gründen ein entschiedener Verfechter der Drahzwinge. Mittlerweile bin ich es nicht mehr - und zwar ebenfalls aus empirischen Gründen:pfeif:. Die Rohre schwingen, klingen und intonieren ohne wirksamen Draht doch besser, wie ich eingesehen habe (späte Einsicht ist immerhin besser als gar keine Einsicht). Es gibt aber seltene Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Manche Rohre mit sehr wenig Spannung werden doch noch gut spielbar, wenn man eine Zwinge anlegt.

    Und grundsätzlich haben alle meine Rohre eine Zwinge, die ich aber im Normalfall bis an das Ende der Wicklung geschoben habe, so dass sie keine Auswirkungen auf das Spielverhalten des Rohrs besitzt. Wenn ein Rohr alt geworden und schon ziemlich ausgeleiert ist, hilft es manchmal, die Zwinge durch Heraufschieben wieder zu aktivieren.

  • So, jetzt komme ich mal wieder dazu zu antworten. Mit der Oboe, dem Musikverein, dem Unterricht und dem Rohrbau kommen noch diverse Hüte dazu, die man neben, Job, Familie etc. jonglieren möchte. Wie machen das andere? Ich bin regelmässig überfordert. Grins2

    Danke Bernd und Felix für die wertvollen Tipps und Ratschläge! Die Variante mit dem über mehrere Tage und immer wieder was an den Rohren zu machen finde ich gut, werde ich gerne ausprobieren und ist wohl auch das, was sich am leichtesten in den Alltag integrieren lässt.

    Betreffend Teflonband und Draht sind die Erfahrungen also sehr unterschiedlich. Ich probier mal und schaue, was für mich am besten passt.

    Liebe Grüsse und einen schönen Sonntag allerseits

    Fabian

  • So, jetzt komme ich mal wieder dazu zu antworten. Mit der Oboe, dem Musikverein, dem Unterricht und dem Rohrbau kommen noch diverse Hüte dazu, die man neben, Job, Familie etc. jonglieren möchte. Wie machen das andere? Ich bin regelmässig überfordert. Grins2

    Obwohl ich keine Famile habe und keinen Unterricht nehme, fühle ich mich mit dem Rohrbau neben dem ganzen anderen Alltagskram auch regelmäßig überfordet....Grins1

    Mal im Ernst: Es ist nicht leicht, gute Rohre zu bauen, und es kostet vor allem nicht wenig Zeit. Aus diesem Grund stellen viele Amateure ihre Rohre eben nicht selber her, was mir wiederum ermöglicht, von meiner Arbeit zu leben (mehr schlecht als recht zwar, aber immerhin). Trotzdem halte ich es für sinnvoll, die Rohre eigenhändig zu fabrizieren, wenn sich das zeitlich irgendwie bewerkstelligen lässt. Letztlich ist ein gekauftes Rohr immer ein Kompromiss, und ich kann mir überhaupt nicht mehr vorstellen, ein Konzert auf einem Rohr zu spielen, welches ein anderer hergestellt hat.

    Betreffend Teflonband und Draht sind die Erfahrungen also sehr unterschiedlich. Ich probier mal und schaue, was für mich am besten passt.

    Das eine schließt das andere nicht aus: Man kann auch Draht und Teflonband verwenden. Apropos Abdichtmaterial: Oboe 2000 bietet sehr günstig "Parafinfolie" an und preist deren Eigenschaften:

    OBOE2000 - Rohrbau, Werkzeuge, Material

    Hat jemand schon mal Erfahrungen damit gemacht?

    Herzliche Grüße

    Bernd

  • Im Medizinfachhandel zahlt man weniger als bei dem Shop den du angibst.

    Danke! Ich wollte gerade schon nachfragen, ob deine Lehrerin die Parafinfolie auch in Deutschland bei Oboe2000 bestellt.

    Vielleicht mache ich mal einen Versuch mit dieser Folie, denn meine Erfahrungen mit Teflonband waren bislang nur desaströs. Auf der anderen Seite erlebe ich es mehr und mehr, dass ich die Rohre nicht nur ein zweites Mal neu aufbinden muss, damit sie dicht sind, sondern auch noch ein drittes Mal. Und dann wird es so langsam doch ziemlich nervtötend....und die Kerben in den Fingern durch das auf Dauer einschneidende Garn machen auch keine Freude.....:heul1:

  • Wo meine Lehrerin es kauft, habe ich keine Ahnung.

    Ich arbeite im Bereich der Medizinprodukte, deshalb war mir gleich klar, dass das billiger geht. Und bei deinem Verbrauch kannst du jedenfalls gleich eine große Packung kaufen.

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