Eben gehört 2023/2024

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    Gabriel Fauré, Maurice Ravel, Claude Debussy : Music for Brass Septet, Vol. 5 AD: November 2015, St.Paul's Kirche, New Southgate, Lomdon UK

    Septura (Blechblas-Ensemble aus England)

    Erneut spielen die Blechbläser aus England auf sehr hohem Niveau Arrangements bekannter Werke der dreier großer Komponisten, hier Franzosen. Mir persönlich gefallen die Arrangements der Bandlitglieder Simon Cox und vor allem Matthew Knight sehr gut. Auch klagtechnisch ist das sehr gut eingefangen worden.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Puccini: Tosca

    Callas - Tucker - Gobbi / Cleva 1965

    Bühnenabschied von der MET. Die Callas, schon merklich erschöpfter an manchen Stellen, kommt im zweiten Akt aber noch einmal richtig in Fahrt. An ihrer Seite ein recht heldischer, großartiger Tucker und ein wie immer in bester 'fieser' Form agierender Gobbi.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

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    Bellini: Norma - Paris 14./17./21./29.05 1965 (jeweils Auszüge)

    Callas - Cossotto/Simionato - Cecchele - Vinco / Pretre 1965

    Lautstarke 'Divina' - Rufe beim Auftritt. Religiöse Verehrungshaltung in Teilen des Publikums. Heiligsprechung. Die Pariser Oper als Ort der Offenbarung, mit einer Göttin, mindestens einer Hohen Priesterin, im Mittelpunkt, die nun gleich den von allen herbeigesehnten Kult vollziehen wird.

    Musikalische Umrahmung dieser Handlung und dazu fast passend: Norma. Aber Norma scheitert und die Callas auch. Schmerzvoll, angsterfüllt, kraftlos, in keinem Moment die Herrschaft über die Partie, immer von dieser bezwungen. Was auch immer Zeffirelli geritten hat, ihr dieses Werk noch einmal schmackhaft zu machen, was auch immer sie bewog, dieses Wagnis einzugehen - es noch einmal zwingen wollen, Hoffnung, Verzweiflung, nicht Abschied nehmen können von großer Vergangenheit - das Ergebnis ein Desaster.

    Jeder schräge, harsche, schrille Ton in den diversen Toscas konnte immer noch wohlwollend als besonders dramatischer Ausdruck hingenommen werden. Bei der 'Norma' ging das nicht. Dazu eine physisch extrem anspruchsvolle Partie. Zusammenbruch in der letzten Aufführung, Abbruch.

    Und die Gemeinde? Immerhin keine Raubtierhaltung, sondern Verständnis, Mitgefühl, den Kult dann wohl im Privaten weiterführend, den diversen Konserven lauschend.

    Diese Aufnahmen sind aber auch Dokumente, tönende, und wacklige, verschwommene Filmaufnahmen gibt es ja auch davon und Erzählungen und Fotos. Alles Belege einer neuen Art der Rezeption, die in den sechziger Jahren Einzug hält: Bewunderung, Verehrung war einmal, spätestens nun kam die Vergöttlichung. Nicht mehr überprüfbar auf der Bühne, dafür umso größer werdend in der Fantasie, gefüttert von allem, dem man habhaft werden konnte. Die Göttin ging, nein, sie entschwand, die Gemeinde ratlos, einsam zurücklassend. Und ihr Ruhm wuchs und wuchs und wuchs...

    Aber das ist alles schön und gut, sicherlich auch tauglich für eine soziologische Untersuchung über die Vergötzung von Künstlern im Atomzeitalter, über Vernunftgebaren und Ersatzreligionen. Oder was auch immer. Aber hinter all dem 'Rummel' doch wohl bitte auch die Kunst. Und hinsichtlich dieser und auch wegen der menschlichen Tragödie, die sich da öffentlich vollzog, kann man als Hörer über diese Pariser 'Norma' eigentlich nur sagen: Das nicht!

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Puccini: Tosca - London, 05.07.1965

    Callas - Cioni - Gobbi / Pretre 1965

    Schlusspunkt.

    Callas im pragmatischen England, weniger 'Divina', eher 'Diva'. Aber auch das funktioniert nicht mehr so richtig. Die große Geste, voll Emphase und Pathos ist dahin. Die Stimme zwar viel ausgeglichener, auch wieder ausgeruhter, Momente der überschäumenden Dramatik eingeschlossen, aber das alles Bezwingende ist vorbei.

    Schlusspunkt.

    26 Jahren auf der Opernbühne. Diverse Projekte, angedacht, geplant, besprochen, werden folgen, alle dann aber furchtsam verworfen. Dafür ein Film, eine Regie, eine Meisterklasse und ab und an ins Studio. Und dann 1973/74 eine weitgespannte Welttournee. Die Aufnahmen davon werde ich mir allerdings nicht anhören. Auch das nicht!

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Moin. Hier eine späte Choralkantate ohne bekannte liturgische Bestimmung.

    Johann Sebastian Bach: "In allen meinen Taten" BWV 97

    Hana Blažíková, Robin Blaze, Gerd Türk, Peter Kooij
    Bach Collegium Japan
    Masaaki Suzuki

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Die Macht der Gewohnheit gepaart mit Lokalpatriotismus - da kannst nix machen . Prokofiev Klavierkonzert No.3 mit Weissenberg und Tennstedt und dem NDR Sinfonieorchester . 1980 . Ich hatte das Konzert "immer" als Mitschnitt auf einer Cassette , bis diese nicht mehr anhörbar wurde .Nun nur noch als mp3 . Aber egal mit wem Weissenberg oder Tennstedt das Werk auch spielten , es blieb die Aufnahme . Keine Chance für Frau Wang oder Frau Argerich oder Herrn Trifonov oder div. KI - die können nix machen .

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    Gustav Mahler : Sinfonie Nr.5, cis-Moll

    Gürzenich-Orchester Köln , Francois-Xavier Roth

    Keine Frage, das Orchester spielt exzellent. Das Klangbild sehr ausgewogen. Leider fehlen mir die Angaben zum Aufnahmedatum und auch die Solisten werden nicht genannt. Doch manchmal fehlt mir etwas die Wucht, die das Werk erzeugen kann. Doch das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Bei mir ging es die letzten Tage mit der Kammermusik von Brahms aus dieser Box weiter. Die Cellosonate op. 38, das Horntrio op. 40, die beiden Streichquartette op. 51 und das dritte Klavierquartett op. 60. Durchgehend überzeugende Darstellungen, meine ich. Besonders gut gefiel mir op. 60.

  • 20. - 22. Februar 2017, Studio Stolberger Straße, Köln.

    Herzlichen Dank. Man meint, Du wärst dabei gewesen. Ich habe es inzwischen auch gefunden.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Gestern und heute:

    Vincenzo Bellini: Norma

    Norma - Maria Callas

    Pollione - Franco Corelli

    Adalgisa - Christa Ludwig

    Oroveso - Nicola Zaccaria

    Flavio - Piero da Palma

    Clotilde - Edda Vincenzi

    Coro e Orchestra del Teatro alla Scala di Milano

    Tullio Serafin

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Zufälligerweise bei mir auch Callas. Grins1

    Verdi: Macbeth

    Donizetti: Lucia di Lammermoor

    Verdi: Nabucco

    Delibes: Lakmé

    Konzert - Rom, 18.11.1952

    Callas - de Fabritiis

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Donizetti: Lucia di Lammermoor

    Vier 'Wahnsinnsarien' - 10./14./26.6.1952

    Callas / Picco

    Falsches Cover, aber das richtige konnte ich nicht kopieren.

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

  • Moin. Buß- und Bettag.

    J. S. Bach: "Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir" BWV 131

    Barbara Schlick, Kai Wessel, Guy de Mey, Klaus Mertens
    The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
    Ton Koopman

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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    Karl Weigl: Sinfonie Nr.1, E-Dur, op.5 & Bilder und Geschichten, op.2 - Suite für kleines Orchester

    Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz , Jürgen Bruns

    Karl Weigl (1881-1949) hatte ein sehr ereignisreiches Leben hinter sich. Es führte ihn von Wien, wo er geboren wurde, 1938 in die USA. Als Sohn jüdischer Ungarn studierte er bei u.a. Alexander von Zemlinsky und Robert Fuchs, war Solo-Korrepetitor unter Gustav Mahler an der Wiener Hofoper, war mit Arnold Schönberg und Anton Webern bekannt und fand bereits Anfang des 20.Jahrhunderts erste Anerkennung als Komponist.

    Arnold Rosé, der berühmte Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, brachte eines seiner Werke für Kammerbesetzung zur Uraufführung. Durch den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, musste er das Land schnellstens verlassen. Durch amerikanische Freunde gelang ihm die Flucht in die USA. Dort musste er als Privatlehrer, später dann u.a. am Boston Conservatory und Philadelphia Academy of Music arbeiten. 1949 verstarb er an Knochenmarkkrebs.

    Weigl, der als "Dr.Phil." 1929 die Nachfolge von Hans Gal an der Uni Wien lehrte, brachte berühmte Schüler hervor: u.a. Erich Wolfngang Korngold, Hanns Eisler und Erich Zeisl.

    Weigl schrieb 6 Sinfonien, 2 Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, 8 Streichquartette und zahlreiche weitere Kammermusik, Orchestermusik und auch Werke für Gesang und Orchester.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Lieber Maurice

    es gibt sogar schon einen Weigl-Thread, mit auch relativ aktuellen Beiträgen.

    Wieland
    7. Dezember 2019 um 16:50

    Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte Recht haben.

  • CD 23

    Modest Mussorgski

    Chowanschtschina - Prélude

    Lieder & Tänze des Todes*

    Bilder einer Ausstellung

    *Sergej Leiferkus (bt)

    Royal Philharmonic Orchestra

    D: Juri Temirkanow

    Ganz dunkel erinnerte ich mich an den Namen Temirkanow - und richtig, hatte ich doch die Bilder mit ihm. Und auch ein guter Grund, wieder in obiger Kiste zu stöbern, denn da sind keine schlechten Sachen drinne... :)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • CD 25

    Gustav Mahler

    Symphonie Nr. 1

    New York Philharmonic Orchestra

    D: Zubin Mehta

    Symphonie Nr. 10 - Adagio

    The Cleveland Orchestra

    D: George Szell

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Lieber Maurice

    es gibt sogar schon einen Weigl-Thread, mit auch relativ aktuellen Beiträgen.

    Danke. Den finde ich nicht so wirklich informativ.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

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