Eben gehört 2023/2024

  • Brahms Sinfonie Nr. 1 William Steinberg 3 Versionen.
    2-mal Pittsburg Studio, 1-mal Boston live.
    Steinbergs Ansatz ist immer gleich, sehr schwerer fast düsterer Beginn und dann kommt er in Fahrt, ein leichter 2. Satz und das Finale erhaben aber nie dröhnend. Flotte Tempi, alle 3 Aufnahmen kommen so um die 44 Minuten ins Ziel
    Die Orchester sind sehr gut geprobt; auch in Boston, eben nicht sein Heimorchester (zu der Zeit) höre ich keine Patzer.
    Welche Aufnahme sollte man denn nun nehmen?
    Ich meine: Es ist Wurscht, reine Geschmackssache, wenn es um die Interpretation geht. Mag die 1. Pittsburg Aufnahme im 1. Satz stringenter sein, so holt die 2. Aufnahme das in den Sätzen 2 - 4 nach und ist für mich da klar besser, vielleicht weil ich dank der besseren Tonqualität einfach mehr Details höre. In der Liveaufnahme gibt es Momente, die außerordentlich sind, so der Übergang ins Finale.
    Doch was die Klangqualität anbelangt, so sind die jüngst wieder veröffentlichten Aufnahmen einfach besser. Die 1. aus Pittburg aus der EMI Box klingt mulmig und nach schlechtem Stereo (oder ist sogar gefaktes Stereo?), die Live Aufnahme trotz aller Momente, die Liveaufnahmen nun haben, klingt auch nicht gut.

    Da fällt die Entscheidung leicht. 3 nahezu gleiche Interpretationen, die man nach mehrfachen Durcheinanderhören kaum noch auseinander halten kann,- man muss sich an der Tonqualtität orientieren. Also siegt die klanglich beste.

    Gruß aus Kiel

    PS. Vielleicht tauchen ja noch mehr Liveaufnahmen auf, Steinberg war ja auch in der BRD ab 1955 viel unterwegs.

    .

    "Mann, Mann, Mann, hier ist was los!"

    (Schäffer)

  • Heute ist ein guter Abend, um Schostakowitsch zu hören. Ein lieber Mensch hat mir vor einiger Zeit sehr dringend das zweite Klaviertrio ans Herz gelegt: Das erste kannte ich schon, das zweite habe ich daraufhin erst Anfang des Jahres kennen gelernt und war sehr angetan. Nun höre ich heute Abend mal wieder die beiden Klaviertrios von Schostakowitsch, gespielt vom bewährten Beaux Arts Trio.

    Welche Aufnahme meinst du denn?

    Code
    LP—Philips 6500 860. BEAUX ARTS TRIO (Isidore Cohen, Bernard Green-
    house, Menahem Pressler). P 1975, G Jan. 1976 ~ Philips Musica da camera
    412 402-1PC. G June 1985.
    
    Philips 432 079-2PH. BEAUX ARTS TRIO (Isidore Cohen, Peter Wiley,
    Menahem Pressler). P New York Sept. 1989, G Aug. 1991.
    
    Warner Classics 2564 62514-2. BEAUX ARTS TRIO (Daniel Hope, Antonio
    Meneses, Menahem Pressler). [Opp. 8 and 127.] P Indiana University,
    Bloomington 8–12 July 2005, I Nov. 2005, G Jan. 2006.

    Ich nehme an, die letzte? Ist die einzige vom Beaux Arts, die ich mit diesem Werk kenne und mein Favorit, neben:

    Code
    Teldec 4509-98414-2. Mikhail Kopelman, Valentin Berlinsky, and
    Elizaveta LEONSKAYA. P Berlin Apr. 1995, G Feb. 1997 ~ Ultima 8573
    87820-2 (two-disc set). I Apr. 2001, G Aug. 2001 ~ *Warner Classics Elatus
    2564-60813-2. [Op. 57.] I 2003.

    Ein ziemliches Lieblingsstück von mir!

    Von mir auch!

    maticus

    Social media is the toilet of the internet. --- Lady Gaga

    Ich lieb‘ den Schlaf, doch mehr noch: Stein zu sein.
    Wenn ringsum nur Schande herrscht und nur Zerstören,
    so heißt mein Glück: nicht sehen und nicht hören.
    Drum leise, Freund, lass mich im Schlaf allein.
                       --- Michelangelo Buonarroti (dt. Nachdicht. J. Morgener)

  • Die zweite Kantate für deb Pfingstdienstag.

    J. S. Bach: "Er rufet seinen Schafen mit Namen" BWV 175

    Nathalie Stutzmann, Christoph Genz, Stephan Loges
    The Monteverdi Choir
    The English Baroque Soloists
    John Eliot Gardiner

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Lieber Doc, vielen Dank für diesen Tipp, ich habe mir sofort das Brahms Horntrio angehört. Es ist ganz wunderbar getroffen, finde ich. Und das Horn spielt so schön mit Vibrato, an mancher Stelle meint man fast es sei ein Fagott. Vielen Dank, um so mehr, da ich bis jetzt noch keine so richtig zufriedenstellende Aufnahme für mich gefunden hatte. Aber diese ist einfach charmant, lässt sich Zeit, ist stimmungsvoll und so herrlich brahmsig. Der erste Satz ist ein Juwel, oder soll ich sagen wie eine Perle in der Oyster versteckt. Wie Brahms hinter seinem Bart (hatte er da schon einen?)

    Heute als Trio wohl unbezahlbar: Gilels, Kogan, Rostropowitsch.


    PS: hier spielt nicht Rostropowitsch sondern Yakov Shapiro Horn. Es gibt ja wohl auch eine Version mit Cello.

  • Nun will ich nicht gleich DS himself am Klavier rausholen

    Warum eigentlich nicht? Ich habe mal einen Videoausschnitt gesehen, in dem ein junger Schostakowitsch selbst den Schluss seines ersten Klavierkonzertes spielte. Das war schon sehr beeindruckend!

    Ich nehme an, die letzte? Ist die einzige vom Beaux Arts, die ich mit diesem Werk kenne

    Das ist auch die einzige vom Beaux Arts Trio, die ich von diesem Werk kenne.

    Ich liebe Wagners Musik mehr als irgendeine andre. Sie ist so laut, daß man sich die ganze Zeit unterhalten kann, ohne daß andre Menschen hören, was man sagt. - Oscar Wilde

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 2
    Elisabeth Schwarzkopf, Hilde Rössl-Majdan
    Philharmonia Chorus & Orchestra
    D: Otto Klemperer

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Hier

    Bruckner 8, Celibidache, Münchner


    Ich bekenne mich dazu, von solchen Monumentalwerken gelegentlich nur einzelne Sätze zu hören: es soll ja mit der Aufmerksamkeitsspanne zusammenpassen. So auch heute: es gab nur den dritten und vierten Satz, Adagio und Finale.

    Für mich bleibt das, was Celibidache mit Bruckner angestellt hat, etwas Singuläres - wenn ich auch zu manchen Zeiten durchaus straffere Interpretationen vorziehe.

    Berauschend.


    :)

    "Verzicht heißt nicht, die Dinge dieser Welt aufzugeben, sondern zu akzeptieren, daß sie dahingehen."
    (Shunryu Suzuki)

  • Franz Schubert
    Klaviersonate D.894 & D.960
    Grigori Sokolow (Klavier)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • ah ok....danke (ist ja auch ein viel schöneres Instrument ^^ )

    Maxim Rysanov hat auf drei CD alle Brahmsstücke aufgenommen, in denen die Bratsche die Klarinette oder das Horn (op. 40) ersetzen kann, neben dem Horntrio auch das a-moll Trio op. 114, das Klarinettenquintett op 115 und die Lieder op.91. Natürlich auch die beiden Violasonaten, so wie eine eigene Transkription der 1. Violinsonate. Dazu noch das Quintett op. 111. Die drei CD gehören zu den schönsten Brahmsaufnahmen, die ich kenne. Erhältlich scheint aber nur noch "Brahms Viola II" zu sein

  • Die beiden Brahms-CDs - eine fehlt mir also aber das kann man nachsehen und ändern - mit Maxim Rysanov höre ich sehr gerne. Auch die Bratsche habe ich schon länger in mein Herz geschlossen. Noch lieber mag ich freilich die Klarinette. Insofern lassen sich Parallelen etwa bei Brahms nur ungern vermeiden. :thumbup:

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Ich meine: Es ist Wurscht, reine Geschmackssache, wenn es um die Interpretation geht.

    Ist es meistens . Aber für mich ist der 1.Satz der 56er Capitol schmackhafter , und die übrigen Sätze finde ich nicht schlechter als in der Command - Enspielung . Habe gerade nochmal Capitol Mono und Stereo gehört , wobei meine Stereo CD die alte Seraphim ( gekoppelt mit Haydn ) ist . Natürlich Stereo aus der Anfangszeit , aber - unter Einbeziehung mit der Interpretation - der Command Aufnahme vorzuziehen . - Ein ähnliches Problen erlebte ich vor knapp 2 Jahren , als ein Bekannter mit den gerade erschienenen Command Aufnahmen vorbei kam . Da ging es primär um die 4. , von der ich ja fest überzeugt war , daß es nur 1 Aufnahme geben würde , also Everest und Command identisch wären . Die Zeiten sind auch ähnlich , aber wie mein Bekannter feststellte , war der 4. Satz der Everest - Aufnahme viel schlüssiger als bei der Command Aufnahme , während die anderen 3 Sätze im Vergleich ähnlich waren . Und klanglich taten sich beide auch nichts . Also : er die Everest bestellt , und ich eingeräumt , daß es 2 verschiedene Aufnahmen sind , und die von mir angezweifelten Daten - 1960 bzw. 1965 - stimmen . Aber damit nicht genug . Wir stellten nänlich übereinstimmend fest , daß uns der Klang der 2. Sinfonie in der Kopplung mit dem Violinkonzert ( Erica Morini ) in der MCA Millenium Ausgabe besser gefiel als die neu remasterte Ausgabe . Und erinnerten uns daran , daß andererseits die 4 Sinfonien für Command in ihrer ersten CD Inkarnation als MCA Classics double decker klanglich umstriten waren . Aber den Brahms von Steinberg mag ich .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • ah ok....danke (ist ja auch ein viel schöneres Instrument ^^ )

    Maxim Rysanov hat auf drei CD alle Brahmsstücke aufgenommen, in denen die Bratsche die Klarinette oder das Horn (op. 40) ersetzen kann, neben dem Horntrio auch das a-moll Trio op. 114, das Klarinettenquintett op 115 und die Lieder op.91. Natürlich auch die beiden Violasonaten, so wie eine eigene Transkription der 1. Violinsonate. Dazu noch das Quintett op. 111. Die drei CD gehören zu den schönsten Brahmsaufnahmen, die ich kenne. Erhältlich scheint aber nur noch "Brahms Viola II" zu sein

    schön - werde ich mir also anhören!

  • Bach : Cello Suites . Hier läuft sozusagen in der Dauerschleife die Interpretation von Bruno Philippe . Klingt jung und frisch und wohl überdacht . Ob Hip oder Hup ist mir egal , ebenso , von welchem Tier die Saiten stammen . Sein Spiel - mit Barockbogen - hat mich von seinem Ansatz überzeugt . Lange dachte ich , ich hätte genug Aufnahmen der Suiten , die mir auf die eine oder andere Weise gefallen : aber diese hat mir noch gefehlt . Mal reinhören .

    Good taste is timeless - "Ach, ewig währt so lang " - "But I am good. What the hell has gone wrong?" - A thing of beauty is a joy forever.

  • Wynton Marsalis:

    Marsalis: Symphony No. 4 "The Jungle", Wynton Marsalis - Qobuz
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    (AD: 28. Februar - 02. März 2019, Hamer Hall, The Arts Center, Melbourne, live)

    The Jungle - Symphony No. 4 (2016)

    The Jazz at Lincoln Center Orchestra &
    Melbourne Symphony Orchestra
    Nicholas Buc

    "Musik ist für mich ein schönes Mosaik, das Gott zusammengestellt hat. Er nimmt alle Stücke in die Hand, wirft sie auf die Welt, und wir müssen das Bild zusammensetzen." (Jean Sibelius)

  • Mein Tipp für heute:

    Camille Saint-Saëns (1835-1921): Violinkonzert Nr. 2 in C-Dur, op. 58 (1858 / 1880)

    Saint-Saëns meinte einmal: «Das Solo eines Konzerts muss wie eine dramatische Rolle angelegt und behandelt werden». In diesem C-Dur-Violinkonzert – so könnte man sagen - übernimmt der junge Saint-Saëns musikalisch die Rolle eines jungen und freien romantischen Künstlers des 19. Jahrhunderts.

    Mehr zu diesem Konzert von Saint-Saëns vgl.

    Camille Saint-Saëns: Violinkonzert Nr. 2 in C-Dur, op. 58 (1858 / 1880)
    Camille Saint-Saëns geboren 9. Okt. 1835 in Paris gestorben 16. Dez. 1921 in Algir Entstehung: 1858 in Paris 1879 herausgegeben bei Durand & Fils, Paris…
    unbekannte-violinkonzerte.jimdofree.com

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