• Was? Du hast von Webern nur ein Stück innerhalb von 30 Minuten gehört?

    Fake! :alter1: In der Zeit müßten zehn durchgelaufen sein... 8)

    "Interpretation ist mein Gemüse." Hudebux

    "Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." Jean Paul

    "Manchmal sind drei Punkte auch nur einfach drei Punkte..." jd

  • Ab in die Swinging Sixties.

    Johann Sebastian Bach: Magnificat D-Dur BWV 243

    Maria Stader, Hertha Töpper, Ernst Haefliger, Dietrich Fischer-Dieskau

    Münchner Bach Chor

    Münchner Bach-Orchester

    Karl Richter (1961)

    Lydia Marimpuetri, Nicoletta Panni, Anna Reynolds, Petre Munteanu, Boris Carmeli

    Orchestra Sinfonica e Coro di Milano della RAI

    Hermann Scherchen (1963)

    Lucia Popp, Anne Pashley, Janet Baker, Robert Tear, Thomas Hemsley

    New Philharmonia Orchestra & Chorus

    Daniel Barenboim (1968)

    Richter - nach meinem Dafürhalten zurecht ein diskographischer Klassiker; Scherchen (wie nicht selten) etwas (zu) idiosynkratisch; Barenboim sehr hörenswert mit den wunderbaren Damen Popp & Baker.

    :wink: Agravain

  • Nikolai Rimsky-Korssakoff (1844-1908)

    Symphonien Nr. 2

    Gothenburg Symphony Orchestra, Neeme Järvi

    DGG, DDD, 87

    Gehört via Stream, die CDs besitze ich allerdings ebenfalls. Gar so viele Label/ Dirigenten haben sich in den letzten Jahren nun nicht für Rimsky-Korsakoffs' Sinfonien interessiert, was man als Hinweis auf deren Qualität/Bedeutung hernehmen mag. Kees Bakels (BIS) und Kitajenko (Chandos) waren wohl die letzten, die Gesamteinspielungen vorlegten (bei Gerard Schwarz/Naxos fehlt ausgerechnet die Nr. 2).

    Ähnlich wie die berühmte Sheherazade, ist auch die Sinfonie Nr. 2 sehr farbig instrumentiert, "bunt" mag man beinahe denken. Auch die episodische Erzählweise gemahnt er an eine Tondichtung, als eine Sinfonie klassischer Struktur. Die Verwendung von orientalischen Motiven und Melodien in der Verschmelzung mit Einflüssen aus der russischen Volksmusik führt schon zu einem sehr eigenständigen Hörerlebnis.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need" - H. W. M.

  • Nochmal Op. 6 von Webern. Staatskapelle Dresden, Giuseppe Sinopoli. Kam mir noch klangsinnlicher und atmosphärisch dichter vor als mit dem LSO unter Boulez.

    Die ganze Reihe unter Sinopoli finde ich ausgezeichnet gelungen. Durch IHN und Karajan wurde ich langsam mit der Zweiten Wiener Schule vertraut gemacht. Danke an diese beiden großartigen Dirigenten und ihre tollen Orchester !!

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  •    

    Carl Reinecke : Orchesterwerke, Vol.1 (incl. 1.& 3. Sinfonie)

    Münchner Rundfunkorchester , Henry Raudales

    Dirigent Henry Raudales ist auch der Konzertmeister des Orchesters, dirigiert aber immer mal wieder. Hier scheint er seine Sache sehr gut gemacht zu haben, so zumindest mein erster Eindruck.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Alexander Glasunow (1865-1936)

    Sinfonie Nr. 5

    Royal Scottish National Orchestra, Jose Serebrier

    Warner, DDD, 2004-2010

    Ja, kann man sich schon gut anhören und die Assoziation "russischer Brahms" scheint nicht völlig abwegig. Der düstere Beginn nimmt sofort gefangen. Ebenso das engagierte Spiel des Orchesters sowie Drive und Wucht des Werks. Andererseits ist diese Sinfonie nun auch nichts, was man in dieser Art nicht bereits hundertfach gehört hätte. Gut gemachte, romantische "Standardware", die mir ad hoc einerseits durchaus gefällt aber andererseits eben nicht irgendwie herausstechend genial, eigenständig, einzigartig wäre. Das klingt nun abfälliger, als es gemeint ist, denn genauso kann man über eine Vielzahl von Werken urteilen. Glazunow schafft es im Gegensatz zu den "Großen" nicht, eine unverkennbar eigene Sprache zu entwickeln oder "neu" wirkende Ideen zu präsentieren. Die Aufnahme erscheint mir tadellos und die Box ist ein guter, preisgünstiger Kauf.

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    "it's hard to find your way through the darkness / and it's hard to know what to believe
    but if you live by your heart and value the love you find / then you have all you need" - H. W. M.

  • Die Aufnahme erscheint mir tadellos und die Box ist ein guter, preisgünstiger Kauf.

    Richtig.

    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Hindemith - Sonate für Horn und Klavier (1939)

    Glenn Gould & Mason Jones - finde ich etwas fade und schade um die Musik (ähnliche Erfahrung bei der Tuba Sonate mit Abe Torchinsky). Dies wurde mir aber erst klar, als ich mir Dennis Brain & Noel Mewton-Wood anhörte. Sie öffneten mir sogleich die Ohren für diese nicht ganz leicht zugängliche Musik. Diese Hindemith Bläsersonaten gewinnen sowieso erst bei wiederholtem Hören, aber wenn man beim ersten Mal mit der Wahl der Interpreten Pech hat, dann vergeht einem eventuell die Lust daran.

    Dennis Brain & Noel Mewton-Wood, live

    Der Pianist Mewton-Wood erscheint mir sehr gut! Er trägt sehr wesentlich zum Gelingen bei, wie es ja auch sein sollte - aber es fällt mir hier mehr als sonst und im Gegensatz zu Glenn Gould auf, deswegen erwähne ich es.

  •  

    Emilie Mayer : Sinfonie Nr.4, H-Moll (Rekonstruktion Malzew) & Concerto für Klavier und kleines Orchester in B-Dur

    Neubrandenburger Philharmonie, Stefan Malzew (Sinfonie) & Sebastian Tewinkel (Concerto) + Ewa Kupiec (Klavier)

    Emilie Mayer (1812-1883) ist inzwischen auch hier durchaus ein Begriff geworden, da sich einige Labels und Künstler mit ihr beschäftigten und Einspielungen vorgenommen haben. Im Konzertleben ist sie allerdings weiterhin nur sehr selten zu hören. Wenn ich das richtig gelesen habe, hatte sie 8 Sinfonien geschrieben, wovon einige als verschollen gelten und die hier eingespielte Vierte existiert nur als Klavier-Arrangement zu vier Händen, auf dem der Dirigent Stefan Malzew seine Rekonstruktion aufgebaut hat. Das Werk wurde am 16.März 1851 in Berlin.

    Das Concerto wurde damals als "stark an Mozart angelehnt" bezeichnet. Nun gut, das mag Anfang der 1850-er Jahre nicht gerade "futuristisch" anmahnen, aber wer weiß, was die sehr kluge Frau Mayer im Kopf hatte? Vielleicht war das von ihr auch so gewollt? Niemand wird es 2023 mehr sagen können und Hinweise dazu scheint es bis dato auch nicht zu geben dazu.


    Viele Grüße sendet Maurice

    Musik bedeutet, jemandem seine Geschichte zu erzählen und ist etwas ganz Persönliches. Daher ist es auch so schwierig, sie zu reproduzieren. Niemand kann ihr am Ende näher stehen als derjenige, der/die sie komponiert hat. Alle, die nach dem Komponisten kommen, können sie nur noch in verfälschter Form darbieten, denn sie erzählen am Ende wiederum ihre eigene Geschichte der Geschichte. (ist von mir)

  • Das Concerto wurde damals als "stark an Mozart angelehnt" bezeichnet. Nun gut, das mag Anfang der 1850-er Jahre nicht gerade "futuristisch" anmahnen, aber wer weiß, was die sehr kluge Frau Mayer im Kopf hatte? Vielleicht war das von ihr auch so gewollt? Niemand wird es 2023 mehr sagen können und Hinweise dazu scheint es bis dato auch nicht zu geben dazu.

    Drei CDs mit der Musik von Emilie Mayer kenne ich mittlerweile und finde ihre Sinfonien und etwas Kammermusik allenthalben originell. Das Klavierkonzert war mir dann in der Tat zu unspezifisch nach zweimaligem Hören.

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Und noch eine Neuerscheinung.

    Bartóks Klavierkonzerte mit Pierre-Laurent Aimard und dem SFSO unter Esa-Pekka Salonen

    Spitzenklang; klare, vielleicht sogar etwas kühle, aber allemal packende Interpretation, meine ich.

  • Schostakowitsch - Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester

    Ich habe eine Aufnahme im Netz gefunden, bei der Viktoria Postnikova als Pianistin angegeben wird. Trompete: Timofei Dokschitzer . Es soll angeblich Rozhdestvensky dirigieren, USSR Ministry of Culture Symph Orch. Es handelt sich um eine live Aufnahme.

    Aber ich habe ausser Folgendem nichts weiter darüber gefunden:

    Venezia : Postnikova - Shostakovitch Concerto No. 1

    Frage an dich, maticus, falls du Zeit hast, sagt Hulme etwas dazu?

    Würde mich interessieren, denn ich finde diese Aufnahme sehr gut.

  • In Ermangelung der neuesten GA mit Yuja Wang bei Qobuz ließ ich mir an Trifonov genügen:

    Sergej Rachmaninov: Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll op. 1

    Daniil Trifonov, Klavier

    The Philadelphia Orchestra

    Yannick Nézet-Séguin

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

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