Musikstück der Woche - ein lockerer Austausch

  • Das gesuchte Konzert wurde exakt einen Monat nach dem von MB und mir zuvor geratenen uraufgeführt, nicht an der Steinach, sondern am Hudson? Dann teilt es sich eine CD mit meiner Lieblingsaufnahme des Korngold-Konzerts. (Und ich habe es bisher ziemlich vernachlässigt.)

    Bernd

    Fluctuat nec mergitur

  • Zu Hindemith gibt's auch genug Parallelen. Selbe Zeit der Uraufführung. Beide Komponisten befinden sich nicht in ihrem Heimatland. Hindemiths Violinkonzert wurde (gerade noch) in Amsterdam unter Mengelberg uraufgeführt, aber Hindemith war in Amerika. Es gibt sinnvollerweise eine CD in der Hindemith mit dem gesuchten Konzert kombiniert ist (womit wahrscheinlich ist, dass wir ein Violinkonzert suchen).

  • @ quasimodo

    Ja, du hast's. Du meinst sicher Vide Frang, die nicht nur den Korngold aufgenommen hat, sondern auch das gesuchte Violinkonzert von Benjamin Britten.

    "Offiziell" geht's erst morgen los. Natürlich können noch Beiträge zu Rebel geschrieben werden.

  • Heute habe ich noch die Konzertaufnahme der Elemente mit dem Bremer Barockorchester gehört und gesehen. Da wäre ich gerne dabei gewesen.

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    Das hat mir musikalisch sehr gut gefallen, ebenso die Aufführung. Die Interpretation ist rythmisch und perkussiv betont, zum Beispiel im Gegensatz zu Savalls Aufnahme, die eine ganz andere Idee verfolgt. Zum Schluss höre ich mir dieses Wochenende dann auch noch Musica Antiqua Köln an, mit denen ich das Stück zuerst kennengelernt habe. Vielen Dank nochmals für die Wahl dieses Werks.

    Gruß, Frank

    Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.

  • Ja, dann waren wir alle auf dem falschen Dampfer und müssten nach Albion schauen ... die Opuszahl ist die erste zusammengesetzte Zahl, die von einem Quantencomputer in ihre Primfaktoren zerlegt wurde.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Benjamin Britten: Violinkonzert op 15
    Satzbezeichnungen:
    Moderato con moto – Agitato – Tempo primo
    Vivace – Animando – Largamente – Cadenza
    Passacaglia: Andante lento (Un poco meno mosso)

    Komponiert 1938/39 (abgeschlossen in Quebec/Kanada)
    Revidiert 1950 / 1954 / 1965
    Gewidmet Henry Boys (Brittens Lehrer am Royal College of Music)
    Uraufführung 29. März 1940 in New York: Solist Antonio Brosa, New York Ph.O., John Barbirolli


    Besetzung: 3 Flöten (wovon 2 piccolo), 2 Oboen (wovon 1 Engl. Horn), 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Schlagzeug mit Cymbal, Glockenspiel, Triangel), Harfe, Streicher.
    Diskographie:
    Violin Concerto (Britten) - Wikipedia
    Hinzuzufügen: Isabelle Faust, J. Hrusa (dir.), SOdBayerischen Rundfunks.

  • Auf youtube:

    youtube:
    Julia Fischer, Sondergard, SWR

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    Carolin Widman, H. Wolff, hr Sinfonieorchester
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    Janine Janssen, P. Järvi, Orch. de Paris (Proms)
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    Karen Gomyo, J. Hrusa, WDR Sinfonieorchester
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    Augustin Hadelich, JP Sarastre, Detroit
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    Hilary Hahn, A. Boreyko, Cincinnati
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    Alena Baeva, P. Gonzales, RTVE Madrid
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    Mark Lubotsky, Benjamin Britten, English Ch O
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  • Sehr fein. Ein tolles Stück. Bevorzugte Aufnahme (von zweien) ist die mit Janine Jansen, Paavo Järvi und dem LSO.

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • 28.3.1940

    29. März 1940

    Jetzt haben wir im Thread zum Britten-Violinkonzert sowie im vorliegenden MdW-Thread zwei unterschiedliche Angaben zum exakten Datum der Uraufführung. Googelt man diese Frage, findet man Belege sowohl für das eine als auch für das andere Datum. Den 28. März 1940 nennen diese Seiten
    Barbirolli conducts Britten - BARBIROLLI SOCIETY SJB1104 [JQ] Classical Music Reviews: May 2021 - MusicWeb-International
    Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 15
    während sich Wikipedia sowohl in der englisch- als auch in der deutschsprachigen Ausgabe auf den 29. März 1940 festlegt
    Violin Concerto (Britten) - Wikipedia
    Violinkonzert (Britten) – Wikipedia

    Wie auch immer: Vielen Dank für diese schöne MdW-Wahl!

    Ich verfüge in meiner Sammlung über die Einspielungen mit Mark Lubotsky sowie mit Frank Peter Zimmermann.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

  • Vielen Danl, lieber Abendroth , für die Auswahl an Videos für dein Britten Konzert. Eben habe ich mir Augustin Hadelich angehört und angesehen und habe mich sehr daran erfreut. Er beeindruckt mich immer wieder durch seine besondere Art der Konzentration. Es wird nichts verschwendet auf äusserliche Schau.

    Dazu hier ein kleines Video, ein wenig off-topic und Zukerman spircht auch nicht über Hadelich, sondern über James Ehnes :saint:, aber dennoch kommt eben genau das zur Sprache, was mich auch mehr und mehr beschäftigt, nämlich die Frage wieviel man sich beim Spiel bewegen sollte und wieviel Mimik man sich erlauben sollte. Eigentlich ist das egal, denn es kommt ja darauf an, was hinten dabei herauskommt ^^, nur gibt es Künstler, welche ihre Musik mit sehr ausgeprägter Körpersprache und Mimik begleiten. Dadurch werden musikalisch-inhaltliche Dinge suggeriert, welche sich eventuell, wenn man nicht hinschaut, gar nicht auf die Musik übertragen oder der Musik selber nichts hinzufügen. Man wird aber dann als Zuschauer verleitet, die Aufführung beeindruckender zu empfinden, als die einer Person, welche sich eben nicht so in der Weise körperlich verausgabt. Andererseits will man niemanden da stehen haben, der völlig unbeteiligt erscheint.....ich frage mich also, wo die goldene Mitte ist.

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  • Vielen Dank dem Herrn Abendroth für diese Wahl! Ich mag das Konzert, habe es auch des Öfteren gehört - es ist doch sehr individuell im Stil, wobei man Britten unschwer erkennt. Zwei Aufnahmen - oder sogar noch mehr - müsste ich im Regal finden.

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Eben lief bei mir Janine Jansen live bei den BBC Proms 2013 auf YT, ober von Abendroth eingestellt. Auch sehr beeindruckend - obwohl sie mir etwas zu viel Theater macht, was mich, wenn die Kamera so nah dran ist, etwas stört. Sie spielt auch nicht auswendig und das Ende des 1. Satzes hat sie sich etwas leichter gemacht, als andere. Wie wichtig diese Details im Gesamtbild sind, wird jeder für sich selbst entscheiden. Insgesamt ein sehr engagiertes und beeindruckendes Britten VK.

  • Auch von mir sehr herzlicher Dank wieder für die Anregung! Ich habe Brittens Violinkonzert live kennengelernt – am 25.2.1988 im Wiener Konzerthaus, mit Ernst Kovacic (Violine) und den von Rudolf Barschai geleiteten Wiener Symphonikern. Im neuen Jahrtausend habe ich es zweimal im Rundfunk gehört – am 28.3.2003 in Ö1 live aus dem Wiener Musikverein, hier mit Tasmin Little und dem von Kazushi Ono geleiteten Radio Sinfonieorchester Wien, sowie 2007 in DRS 2 in einer Aufzeichnung vom 24.8.2004 aus dem KKL in Luzern, nun gespielt von Frank Peter Zimmermann und dem von Mariss Jansons dirigierten Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.



    Schon vor einigen Jahren des Korngold Violinkonzerts wegen erworben, ergibt sich nun für mich mit Abendroths Impuls die ideale Gelegenheit, die Aufnahme dieses Konzerts mit Vilde Frang und dem von James Gaffigan geleiteten hr-Sinfonieorchester (Warner, 6-8/2015, HR, Frankfurt am Main) zu hören. Dieses bei Frang 32 ½ Minuten lange Violinkonzert ist für mich mehr ein hochemotionales instrumentales Musikdrama als ein Virtuosenkonzert. Da gibt sich eine Seele im Kaleidoskop einer vielschichtigen Welt preis, im 1. Satz (Moderato con moto – Agitato – Tempo primo), weiter im getriebenen 2. Satz (Vivace – Animando – Largamente – Cadenza) mit dem Innehalten mit der Kadenz, und erst recht in der ausführlichen Passacaglia (Andante lento (und poco meno mosso)) des Finalsatzes, die mich mitten in ihre gewichtigen Auf- und Abstiege hineinzieht. Faszinierend ist bei dieser für mich tollen Aufnahme der klare Geigenton der Solistin. In den letzten paar Minuten hat sich meinem Hörempfinden nach die Musik auf ein Plateau freigekämpft – das Musikdrama endet für mich harmonisierend.

    Herzliche Grüße
    AlexanderK

  • 28.3.1940

    29. März 1940

    Jetzt haben wir im Thread zum Britten-Violinkonzert sowie im vorliegenden MdW-Thread zwei unterschiedliche Angaben zum exakten Datum der Uraufführung. Googelt man diese Frage, findet man Belege sowohl für das eine als auch für das andere Datum. Den 28. März 1940 nennen diese Seiten
    http://www.musicweb-international.com/classrev/2021/…lli-SJB1104.htm
    https://www.tonkuenstler.at/de/tickets/opu…er-d-moll-op-15
    während sich Wikipedia sowohl in der englisch- als auch in der deutschsprachigen Ausgabe auf den 29. März 1940 festlegt
    https://en.wikipedia.org/wiki/Violin_Concerto_(Britten)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Violinkonzert_(Britten)

    In meinen gedruckten Büchern über Britten wird übereinstimmend der

    28.3.1940

    genannt.

    - Paul Kildea: Benjamin Britten, A Life in the 20th Century (p. 167)

    - Michael Kennedy: Britten (Series „Master Musicians“, p. 274)

    -----------------------------------------------------------------------------------------------
    Was ist heute Kunst ? Eine Wallfahrt auf Erbsen. (Thomas Mann, Doktor Faustus, Kap. XXV)

  • In meinen gedruckten Büchern über Britten wird übereinstimmend der

    28.3.1940

    genannt.

    - Paul Kildea: Benjamin Britten, A Life in the 20th Century (p. 167)

    - Michael Kennedy: Britten (Series „Master Musicians“, p. 274)

    Der 28. März 1940 wird auch in Humphrey Carpenters Britten-Biographie genannt.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Der 28. März 1940 wird auch in Humphrey Carpenters Britten-Biographie genannt.


    Danke für diese Hinweise! Dann wird also ausschließlich bei Wikipedia der 29. März genannt, überall sonst der 28. März. Dies spricht sehr dafür, dass Wikipedia eine Fehlinformation verbreitet.

    «Denn Du bist, was Du isst»
    (Rammstein)

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