Musikstück der Woche - ein lockerer Austausch

  • Das Musikstück der Woche ist:

    Sergei Prokofjew: Symphonie Nr. 2, op. 40

    Der erste Satz zählt für mich zum krassesten was Prokofjew je geschrieben hat. Nach 10 Minuten mehr oder minder Dauerfortissimo wirkt der Beginn des zweiten Satzes wie Balsam auf den Ohren.

    Hier ist die Version mit Partitur von Walter Weller und dem LSO, die ich auch physisch besitze

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    :wink:

  • Sergei Prokofjew: Symphonie Nr. 2, op. 40

    Noch so'n weißer Fleck auf meiner Landkarte, obwohl die GA mit Neeme Järvi seit Jahrzehnten im Regal steht ....vielen Dank für das lohnende Ziel der Schnitzeljagd! 8)

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Der erste Satz zählt für mich zum krassesten was Prokofjew je geschrieben hat.

    Definitiv! Absoluter Hammer und mein Lieblingswerk von Prokofjew! So macht Krach Spaß!

    Ausnahmsweise zitiere ich hier eine Äußerung (oder derer vier) in Einklang mit dem Dank an Scherzo! Jedes Wort des Meisters Meritis und des Meisters Scherzo könnte meines sein! Vielleicht eine kleine Änderung: Für mich IST der erste Satz das Krasseste, was Prokofiev je geschrieben hat. (Und an zweiter Stelle käme dann die dritte Sinfonie.)

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Danke für diese tolle Wahl! Habe es heute morgen in der Aufnahme mit roschdestwenski... Roshdestvensky.. ? gehört. Gefiel mir sehr gut. Werde ich heute sicherlich noch 1-2x durchhören.

  • Allen vielen Dank für Eure Kommentare zu "Music for 18 Musicians"! Insbesondere die verschiedenen Videos haben meinen Blick auf das Stück bereichert. Die Analyse habe ich noch vor mir - bin gespannt!

    "Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten." - Johann Wolfgang von Goethe

  • Der erste Satz zählt für mich zum krassesten was Prokofjew je geschrieben hat.

    Definitiv! Absoluter Hammer und mein Lieblingswerk von Prokofjew! So macht Krach Spaß!

    Ausnahmsweise zitiere ich hier eine Äußerung (oder derer vier) in Einklang mit dem Dank an Scherzo! Jedes Wort des Meisters Meritis und des Meisters Scherzo könnte meines sein! Vielleicht eine kleine Änderung: Für mich IST der erste Satz das Krasseste, was Prokofiev je geschrieben hat. (Und an zweiter Stelle käme dann die dritte Sinfonie.)

    Stimmt absolut! Das hat Prokofjew weder später noch früher getoppt. Dagegen ist selbst die Skythische Suite gemütlich.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Nach der mir - natürlich - bekannten "Classique" in der Reihenfolge nun also zu 2 als "Neuland" für mich - Danke für die Wahl als Empfehlung. Beginne mit Kitajenko 1989.

  • Allen vielen Dank für Eure Kommentare zu "Music for 18 Musicians"! Insbesondere die verschiedenen Videos haben meinen Blick auf das Stück bereichert. Die Analyse habe ich noch vor mir - bin gespannt!

    Vielen Dank! Denn als Subjekt bin ich soeben gewillt, des Wohlwollens teilhaftig zu sein! Grins1

    Prokofiev - ich fange nachher mal mit zwei Einspielungen an. Die erste war meine erste CD vor über 25 Jahren (im Gefolge von zwei oder drei Rundfunkmitschnitten), die zweite eine meiner letzten (die objektiv letzte aber nicht.)

                 

    Eindruck aus intensiver Erinnerung - bei deutlicher Wandlung erfolgt später Rückmeldung, sonst muss es nicht sein: Ozawa ist die friedfertigste, Kitajenko das ausgeprägteste Gegenteil. Unabhängig vom Debütanten-Bonus meine ich indes, dass beide Einspielungen ihren Rang besitzen - wobei Ozawas Integrale generell gerne leicht abqualifiziert wird und Kitajenko noch eine russische Parallele eingespielt hat, die manche vorziehen, die ich aber nicht kenne und die ich nicht auch noch anschaffen will.

    Mit anderen Worten meine ich, dass man sich dem Werk auch etwas sachlicher annähern kann - wie ich prinzipiell gerne die Meinung vertrete, dass man unterschiedliche Ansätze nicht immer einer automatischen Skalierung zuführen sollte. Dennoch: Die berühmte Insel in der Südsee sollte Köln mit Kitajenko beherbergen, Ozawa muss dort nicht hin.

    :cincinbier: Wolfgang

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Bei mir läuft gerade Walter Wellers Einspielung mit dem LSO, für die ich leider keine Bilder mehr finde (erschien bei Brilliant als Neuauflage von Decca). Da kommen echte Mandarin-Vibes auf im ersten Satz! Aber ich liebe auch die Eiseskälte des Variationensatzes heiß!

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Danke! Ich hab's bei jpc einfach nicht geschafft, obwohl ich auch nicht mehr erhältliche Artikel inkludiert habe.

    Da muss man sich dann die Bestellnummer vom Ende der obigen Seitenadresse kopieren.

    Serge Prokofieff: Violinkonzerte Nr.1 & 2 (CD) – jpc
    Die CD Serge Prokofieff: Violinkonzerte Nr.1 & 2 jetzt probehören und für 12,99 Euro kaufen. Mehr von Serge Prokofieff gibt es im Shop.
    www.jpc.de

    Beste Grüße vom Stimmenliebhaber

  • So schlecht ist der Ozawa (Berlin, 1990) wirklich nicht. Mir scheint er vor allem aufnahmetechnisch trockener zu klingen. Bei Kitajenko (Köln, (?)2005) schwingen die jeweils prägenden Instrumente besser durch, so dass die Einspielung an Lebendigkeit gewinnt und vor allem an Farbvielfalt.

    Der Variationensatz ist unglaublich breit aufgestellt in seinen Charakteren und dadurch, dass sein Expressionismus (meist) weniger grell wirkt und in der Dynamik (meist) zurückgenommen, ungemein reich an Harmonien und wohl auch zusätzlichen melodischen Ansätzen. Ich spüre schon auch so etwas wie "Eiseskälte", hätte vielleicht eher von einem Moment des Unheimlichen gesprochen. Oder ist es das Gleiche? Aber eigentlich kann ich das Gefühl gar nicht beschreiben, muss mich darauf beschränken, es unverwechselbar (= zu des Meisters Personalstil gehörig) zu nennen. Kitajenko klingt auch hier runder, Ozawa eckiger - aber ich weiß nicht, ob ich das werten will.

    Auf CD besitze ich zumindest noch Weller und Roschdestwenski (1) und bin vor allem auf die letztere Scheibe gespannt, die ich nur ein einziges Mal bislang gehört habe.

    (1) Wenn man halt immer wüsste, wie man die russischen Namen einigermaßen einheitlich schreiben sollte ...

    PS: "Mandarin-Vibes" - freilich auch! Das ist genau die gleiche Art eines futuristisch angehauchten Expressionismus, meine ich!

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • ... und noch ein PS ... eiskalt ...

    Kitajenko ist vor ein paar Minuten verklungen. Leise und scheinbar - oder sogar anscheinend - friedlich, ein mildes Moll, bei dem der Ton, der hier (meines Erachtens) den Moll-Modus erst eindeutig identifizierbar macht, nur schwach anklingt, fast zischend, geräuschhaft. Ja, so sieht Kälte aus!

    He who can, does. He who cannot, teaches. He who cannot teach, teaches teaching.

  • Im zweiten Satz geht es natürlich auch heiß her, aber über weite Strecken empfinde ich ihn als kalt. Jedenfalls Expressionismus genau nach meinem Geschmack!


    Das Werk soll angeblich nach Beethoven op.111 konzipiert sein - vom Aufbau her würde das passen.

    Im Zweifelsfall immer Haydn.

  • Nachdem ich mit dem Reich schon Probleme hatte, freue ich mich nun auf den Prokofiev, von daher auch von mir Dank für diese Wahl. Seine Sinfonien, bis auf 1 und 5, sind immer noch eine ziemliche Leerstelle bei mir, was ich aber demnächst ändern werde, habe ich mir doch heute gleich die GA mit Rostropowitsch bestellt.

    Die 2. habe ich bislang (Erstbegegnung) in der bei Youtube verfügbaren Interpretation durch Rozhdestvensky (1962) gehört und bin zunächst einmal schwerst begeistert.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Das ist in der Konsequenz, mit der Prokofiev diese Kälte, auch dies 'Eisen und Stahl' durchhält, schon sehr faszinierend. Allerdings birgt das bei mir vielleicht auch ein wenig die Gefahr, gerade im ersten Satz, dass ich die leisen, zurückgenommen, nachdenklichen Stellen zu wenig wahrnehme. Es überrumpelt mich schon ziemlich.

    Also weiteres Hören ist angesagt. Unbedingt!

    :wink:Wolfram

    "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

    "Rage, rage against the dying of the light" (Dylan Thomas)

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!