Beiträge von Heike

    Also, im Moment ist unsere Präferenz folgende:

    • 1 Einzug: Scarlatti K 491
    • 2 Ringtausch: Brahms Walzer A-Dur op. 29 Nr. 15
    • 3 Auszug und Gratulationen: Purcell Suite in G (die ganze)

    1 mag ich einfach besondern und es hat sowas von "TUSCH - schaut her, jetzt kommen wir".
    2 ist ein sooo schön melodischer ruhiger Tanz und wird allen Gästen zweifellos gefallen
    3 passt meiner Meinung nach großartig: hat diesen "jetzt gehts los - Start" und dann einfach spielerische Leichtigkeit zum Übergang ins Feiern.


    Das werden wir jetzt mal wirken lassen und nach dem Urlaub wird dann entschieden.
    Danke euch und wer weiß, vielleicht gibts ja doch noch Vorschläge, die alles wieder umwerfen - noch ist ja Zeit und jetzt verreisen wir erstmal
    Heike

    So nun aber danke euch allen, da sind schöne Vorschläge dabei.


    Bachs Gavotte oder die Haydn-Sonate gefallen mir spontan schon mal ganz gut. In die Vorschläge von Eusebius muss ich erst reinhören - nur die Bach Sinfonia kenne ich und gefällt mir auch. Die meisten Bearbeitungen der ungarischen Themen sind ja eher was für erfahrene Hörer, oder täusche ich mich?


    "Jesus bleibet meine Freude" habe ich übrigens unzertrennlich mit einer Beerdigung verknüpft, also Noten hin oder her .... da könnte Lipatti wiederauferstehen und selbst spielen, das geht nicht.
    Danke jedenfalls für eure Glückwünsche und Ideen. ich habe ja noch etwas Zeit zum Überlegen.

    Nein, nur Soloklavier. keine Geige
    Da muss es doch ewas geben.


    1 mit Scarlatti bin ich ja schon recht zufrieden. Oder gibts z.B. in den Händel-Suiten oder bei den Franzosen/ Spaniern/ Engländern noch was passenderes festliches?
    2 ein hübscher Tanz wird sich hoffentlich auch finden lassen,da gibt es ja soooo viele. am liebsten deutsch
    3 macht mir am meisten Sorge. Es sollte halt fröhlich sein - ins Feiern überleiten - und wegen der ungarischen Verwandtschaft wäre was magyarisches perfekt.

    1. >>> Berlioz: Marche au supplice
    hihi
    Klassische hochzeitsthematische Stücke wie auch Grieg scheiden aus


    2. das Bach-Menuett finde ich schon mal sehr schön - kommt auf jeden Fall in die engere Auswahl


    3 D 817 ist schön - aber Moll. Es sollte doch eher was in Dur sein.


    Merci!

    Hochzeitsmusik Klavier gesucht

    Ihr Lieben, ich heirate :) im August


    Ich möchte im Standesamt Hochzeitsmusik auf dem Klavier.
    3 Stücke:
    1. zum Reingehen - hier denke ich an Scarlatti K 491 - oder was andres eher festliches - so dass ihr mal eine Idee kriegt
    2. zum Ringtausch - am liebsten ein Tanz
    3. zum Rausgehen - am liebsten was ungarisches- muss aber nicht sein (aber eher nicht Brahms ungarische Tänze)


    Voraussetzungen:
    Es soll alles Soloklavier sein.
    Da die Mehrzahl der Gäste nicht mit klassischer Musik vertraut sind, muss es zwingend melodiös sein.
    Es sollte nicht zu flott sein und bei 1 und 3 so, dass man dazu im Takt gehen kann. Vielleicht am liebsten Barock.
    Auf keinen Fall verkitschte Allerweltsstücke wie Hochzeitsmarsch oder so



    Vorschläge jeder Art willkommen.
    Danke Heike

    Hallo,
    jetzt lasse ich mich doch nochmal zu einer Antwort hinreißen, bevor ich die Sonne genießen gehe:

    Zitat

    Insofern sehe ich es nun auch eher kritisch, dass man sich an ein paar unglücklichen Formulierungen und dem emotionalen Ton aufhängt.


    Das finde ich eine Verharmlosung! Der ganze Ton der Rede ist herablassend und besserwisserisch, die ganze Aussage erinnert mich (unterstützt durch sprachliche Mittel) breits an Übermenschendenke. Obwohl viele der angesprochenenThemen natürlich durchaus diskussionswürdig wären, das ist ja gar keine Frage, Aber doch nicht so! Was macht sie? Sie würdigt andere herab. Und zwar auf eine ganz üble Weise. Sie stellt nicht die Grenzen der Machbarkeit als solche in Frage, sondern sie predigt, wie es zu sein hätte. So und nur so. Und alles andere ist für sie abscheulich. Sogar nicht mehr ganz menschlich. Tschuldigung, aber mir geht das entschieden zu weit.


    Das hier finde ich (zum Inhalt) übrigens einen guten Kommentar: "Selbstvergöttlichung" ist ein sehr treffendes Wort für das, was mir beim Hören auch in den Sinn kam.
    "http://www.berliner-zeitung.de/kultur/kommentar-zur-homophoben-rede-in-dresden-lewitscharoff-leidet-unter-selbstvergoettlichung,10809150,26493562.html"

    Lieber Christian,


    1. ich habe mir die Rede vollständig angehört.
    2. Ich habe weder Lust noch Zeit, inhaltlich über ihre reaktionären Thesen zu diskutieren. Vermutlich sollte man das ignorieren, jedenfalls ernstnehmen kann ich das nicht.
    3. Dass mich hier nicht der Inhalt, sondern die z.T. unerhörte Wortwahl aufregte, das habe ich schon geschrieben. Dagegen musste was gesagt werden, und das ist auch zur Genüge und zurecht getan worden.


    und mehr ist Zeitaufwand ist mir dieses Gelaber wirklich nicht wert.
    Heike

    Hihi, super Kommentar! Dass sogar die Springerpresse... tse. Klar, sogar ganz völlig Verwirrte haben ein Recht auf Meinungsäußerung und sogar die allerdümmste These darf verbreitet werden - ernst nehmen muss man sie nicht. Diskutieren kann oder will man vieles inhaltlich auch nicht. Harald Schmidt hätte bestimmt ....


    Aber trotzdem: Dass diese Frau den Büchner-Preis gekriegt hat bleibt peinlich. Genauso wie der Friedensnobelpreis für Obama.

    "http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/sibylle-lewitscharoff-im-gespraech-darf-ich-nicht-sagen-was-ich-denke-12835124.html"


    Auch wenn sie jetzt, offensichtlich wegen des öffentlichen Drucks, die "Halbwesen" halbherzig zurückgenommen hat (was angesichts des Interviews oben doch nur als "ich mach das mal notgedrungen" anmutet): Ich bin mir nicht sicher, ob diese Frau einfach nur dumm ist oder ob sie absichtsvoll mit den ihr zur Verfügung stehenden sprachlichen Mitteln ganz subtil diese Ideologie einbetten wollte.So oder so ist mir ihre damit zum Ausdruck gebrachte Überlegenheitsdenke so zuwider, das kann ich gar nicht sagen, wie sehr mich das abstößt.

    Ich habe ihn im Februar mit einem Beethoven- Recital in Berlin gehört. Das Konzert war typisch Ivo. Technisch war er besser drauf als letztes Mal (mit Chopin und Liszt), weil nicht so unkonzentriert. Da kann man nix sagen, er kann das noch spielen. Trotzdem, ein wenig vermisste ich seinen alten Schwung, fast würde ich meinen, er wird vorhersehbar. Klanglich ist er immer noch toll, vor allem im pianissimo und wenn er volle Akkorde weichzeichnen kann. Aber mir fehlte manchmal das Funkeln, auch die Rasanz. Ich glaube, er wird immer mehr zum Maler mit dem anschmiegsamen Pinsel (wo er früher mal hier und da nen scharfen Strich hingesäbelt hatte).


    Ich hätte z.B. gedacht, dass er in Beethoven mehr Existenzialismus reinbringt. Nö. Er zelebrierte Langsamkeit. Schon im Grave der Pathetique, aber dann erst recht am Beginn der Appassionata. Halbes Tempo würde ich sagen. In der Pathetique fand ich das passend. Aber die Appassionata hat mich so nicht überzeugt. Er wechselte ständig die Tempi und dann verliert das ganze Stück den Puls, finde ich. Diese eine Sonate hatte fast was Zwanghaftes, Gefesseltes, den Eindruck hatte ich vorher noch nie bei ihm. Die beiden "kleinen" Sonaten (F-Dur op. 54; Fis-Dur op. 78) waren für mich schöner, weil er da nicht so viel Schwere drin hatte. Auf jeden Fall war es keine Minute langweilig, weil man immer dabei ist, sich zu wundern, was er da gerade wieder macht.


    Er spielte ein längeres Chopin-Nocturne als Zugabe, das war hinreißend und Hochspannung. Da waren sie wieder, die Kanonen unter den Blumen. Fast, als wenn er erst da die Anspannung richtig weglassen konnte.


    Also alles in allem durchwachsen, der Abend. Berührend kantable langsame Sätze bleiben mir vor allem im Gedächtnis. Und seine übliche "Verrücktheit" - vermummtes Einspielen auf der Bühne bis 5 vor Start.
    Heike

    Mir gehts nicht um den Inhalt (obwohl ich die meisten ihrer pseudo-christlichen Thesen ablehne und das ganze Gelaber um die armen Kinder auch psychologisch völligen Quark finde). Aber ich gestehe jedem zu, seine noch so kruden, verklemmten oder wirren Reden halten zu dürfen. Sowas muss eine Demokratie aushalten. Nur: ich finde ihre Sprachwahl und ihre Nazivergleiche so ekelhaft, dass ich es noch im Nachhinein peinlich finde, dass diese Frau mit dem Preis geehrt wurde.
    Heike

    "http://www.taz.de/Rede-von-Sibylle-Lewitscharoff/!134309/"
    "http://www.zeit.de/kultur/literatur/2014-03/lewitscharoff-kuenstliche-befruchtung-onanie"
    "http://www.tagesspiegel.de/kultur/buechner-preistraegerin-sibylle-lewitscharoff-lewitscharoff-kuenstliche-befruchtung-erzeugt-halbwesen/9578046.html"


    Kommentar erübrigt sich.
    Link auf die Rede zum Anhören, es lohnt sich, sich das anzutun (so dass man nicht annehmen muss, dass die Artikel übertreiben oder beschönigen):
    "http://www.staatsschauspiel-dresden.de/download/18984/sibylle_lewitscharoff_02032014.mp3"

    Als ich gestern "Fürst Igor" gesehen habe, fiel mir im Polowetzer-Akt dieser Thread ein und ich dachte, ich muss dir unbedingt Strawinskys "Le sacre du printemps" vorschlagen: russisch, bildhaft, rhythmisch. Für mich immer ein Rausch und live eines der Stücke, die mich immer mit Puls nahe 200 aus dem Saal entlassen.

    Rattles Johannespassion 2014:
    Ich fand es musikalisch sehr gut, genau wie damals die Matthäuspassion, die Rattle auch unerwartet bewegend dirigiert hatte. Dass die Philharmoniker auch so klein funktionieren war beeindruckend. Auch sängerisch gab es kaum was auszusetzen. Gerhaher war, wie schon geschrieben, in der stimmlichen Verkörperung der "Gewissensqualen" umwerfend. In der ersten Liveaufführung war der Chor manchmal noch nicht ganz wach und der Tenor Topi Lehtipuu wackelte in den Höhen öfter mal bedenklich. Aber das störte für das gute Gesamtbild kaum. Mark Padmore als Evangelist mochte ich sehr, man hört kaum noch, dass er kein deutscher Muttersprachler ist. Die beiden Frauen souverän (diesmal die Kozena schwanger, damals wars Frau Tilling).


    Zur Szenerie: Bei der Matthäuspassion, die ja trotz aller Kontemplation ziemlich opulent und groß ist, gefielen mir die meist recht dezenten Ritualisierungen von Sellars sehr gut. Bei der Johannespassion missfielen mir hingegen v.a. die übertriebenen Gesten des Chores. Dies fiel übrigens auf der Bühne noch viel mehr auf als bei der Übertragung (die ich in der DCH nochmal angesehen hatte). Da man die Kamera dort öfter auf die Darsteller focussierte, realtivierte sich der überladene Eindruck etwas. Was ich mit "fett" meine? Mir war das viel zu esotherisch, dieses permanente demonstrative Gebaren von Anklagen, Flehen und Leiden. Da wäre mehr Ruhe besser gewesen, bzw. mehr Konzentration auf die Stimmen. Die Solisten, die ihre Sache auch szenisch meist angemessen umgesetzt haben, transportieren genug Handlung. Das hätte, zusammen mit weniger Chorillustration, bei weitem ausgereicht. Was Sellars mit seiner Konzeption vorhatte und was er dazu zu berichten hätte, das ist mir übrigens ziemlich egal. Entscheidend ist doch, wie es bei mir ankam. Und das war mir eben diesmal zu dick aufgetragen.
    Heike

    Zitat

    Wobei die Frage ist, was anders werden soll?


    ich hätte ja zum Beispiel gern jemanden, der wieder nach ganz alter Manier bis zum Erbrechen mit dem ganzen Orchester probt, der am Klang tüftelt - statt 107 neue Educationprojekte anzuschieben.


    Aber ich frag mich ja, wie hoch die Chance eines derart "anstrengenden" Dirigenten eigentlich bei den Phils wäre. Mögen die hochdotierten und tourneegestressten Musiker nicht solche Chefs lieber, die ihnen das Probe-Leben vor Ort leicht machen, obwohl sie hohe Reputation mitbringen? Also die nicht so viel individuelle Mäkelei betreiben, eher die Leine lockern und jedem einzelnen Raum lassen für viel Soloprojekte oder Kammermusik nebenher?


    Was Rattle angeht, heut kann man sich live in der DCH seine Johannespassion ansehn. Ich war gestern da, lohnt sich (auch wenn ich Sellars' Rituale diesmal bei weitem zu fett fand).

    Zitat

    Und deswegen wird es ab 2018 ganz, ganz traurig werden.


    Das sehen aber ganz ganz viele Berliner deutlich anders. Ich auch. Ich glaube, dass der Wechsel den Philharmonikern gut tut.


    Mein Lieblingskandidat wäre ja Yannick Nézet-Séguin. Leider ist er wohl nicht sehr wahrscheinlich, weil die BPO vermutlich lieber einen Entertainer ala Nelsons oder Dudamel hätten, der ihnen ganz schnell volle Säle und maximale mediale Publicity garantiert. Das täte ja Thielemann (den ich mir weiß Gott nicht wünsche) auch. Außerdem ist das ja eine spannende Frage: Muss ein BPO-Dirigent alles können? Wo uns in Berlin erstens andre Maestros die Türen nach Gastdirigaten einrennen, wo wir in Berlin zweitens -zig andre, auch spezialisierte Orchester haben und wo man ja drittens (nicht nur in Berlin sagt): Wer alles gut kann, der kann oft nichts sehr gut?
    Heike

    Ich kann Thielemann überhaupt nicht ausstehen, ich finde seinen Egozenbtrismus unerträglich.
    Siehe z.B. das Zeit- Interview: "http://www.zeit.de/2012/44/Christian-Thielemann-Semperoper-Dresden" (wer beaufsichtigt denn Putzfrau und Gärtner, wie krank ist das denn!)
    Und erinnere mich auch an -zig Dirigate, die mir ganz und gar nicht gefallen haben.


    Aber ich muss zugeben, was ich zuletzt im Januar von ihm und den Dresdnern in Berlin in der Philharmionie gesehen habe, war toll:
    Elektra (konzertante Aufführung), mit der Sächsischen Staatskapelle und dem Sächsischer Staatsopernchor Dresden (Evelyn Herlitzius ELEKTRA, Waltraud Meier KLYTÄMNESTRA. Anne Schwanewilms CHRYSOTHEMIS, Frank van Aken AEGISTH, René Pape OREST). Die beste Strauss-Oper, die ich seit langem gehört habe, auch was das Orchester anging. Die können, besonders was die Bläser anging, den Berliner Opernorchestern locker was vormachen. Muss ich mal objektiv sagen.


    Heike

    Zitat

    Leider hatte ich viele weibliche Verwandte


    Ha, wo wir bei den Klischees sind: Da fällt mir James Bond ein - ALLE meine Exmänner waren 007 vernarrt! Ich konnte den Filmen allenfalls im Kino 2 Stunden nicht so ganz langweilige, aber keineswegs kultige Unterhaltung abgewinnen, hätte mir aber nichts davon ein zweites Mal ansehen wollen (schon gar nicht im Wohnzimmer). Hab ich nie verstanden, diesen Kult um James Bond und seine (lebendigen und technischen) Spielzeuge.


    Nochmal Lars von Trier:

    Zitat

    [Dogville] Hätten wir das lieber mit Rocky Mountains Bildern sehen wollen? Oder mit reifenden Äpfeln an den Bäumen?


    Zugegeben, da war meine Kritik etwas übertrieben. Aber mein Gott, man hätte auch ein Kammerspiel draus machen können. Oder gleich auf die Theaterbühne gehn.


    Dancer in the Dark finde ich zwiespätig, der hat starke Szenen, ist mir aber in der Summe zu viel Leid und Gewissen. Außerdem mag ich diese Handkamerasachen nicht besonders. Die ganz frühen Filme kenne ich nicht.
    Heike