Beiträge von Heike

    "Die Pferde taten mir leid, die Menschen gar nicht"



    Sönke Neitzel (Historiker) und Harald Welzer (Sozialpsychologe) analysieren Abhörprotokolle von Gesprächen deutscher Wehmachtssoldaten aus Kriegsgefangenenlagern (1940-45). Das waren eben keine Befragungen, in denen zielgerichtet geantwortet wurde, sondern da haben Männer ungefiltert drauflosgeredet, ohne zu wissen, dass jemand zuhört. Sehr interessant, wie übliche Kriegsmythen da anfangen, in sich zusammenzufallen. Dass z.B. soziale Beziehungsgefüge im Nahraum oft wesentlicher als Ideologien das Soldatenverhalten prägen, oder wie verbreitet autotelische Gewalt im Krieg ist, wird in langen, thematisch geordneten Kommentaren zu den Gesprächsauszügen deutlich - auch wenn man vielleicht einige vorschnelle Generalisierungen der Autoren hinterfragen kann. Insgesamt finde ich das aber sehr überzeugend.


    Das kann ich nur etappenweise lesen. Höchst aktuelles Buch, wenn man an aktuelle Kriegsgebiete denkt. Meine Beunruhigung steigt.

    Tja, die Funktion scheint es wohl ncht zu geben :(


    Dafür hege ich seit heute eine neue Hoffnung:
    Viellecht kommt ja für die Leser auch das analoge Angebot zum neuen "AutoRip"-Service: Zum Print- Buch das E-Buch gratis dazu - das wärs doch!

    Nein, das iist für den Kindle nicht notwendig.
    Die Cloud ist für alles, was von Amazon kommt, kostenlos. Ich hab die Funktion eigentlich sehr selten benutzt früher, aber jetzt ist das natürlich eine super Erleichterung. Man kann die MP3s aber auch runterladen.
    Läuft bei der Einrichtung eigentlich alles sehr intuitiv automatisch, wenn man das Banner anklickt. Es muss nur einmalig zum Runterladen ene kleine Software installiert werden.
    Heike


    P.s es sind deutlich mehr als 100 neue Alben, ich hatte vergessen, dass ich früher auch über einen anderen Amazon-Acount eingekauft hatte. Da suche man halt dort ;)

    Eine amazon-Frage an die Kindle-Nutzer:


    Es gibt doch diese Klick-Funktion ("Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen"),wenn es ein Buch noch nicht digital gibt. Wird man eigentlich von amazon benachrichtigt bzw. kann man einen Benachrichtigungswunsch irgendwo einstellen, wenn das E_Buch erscheint? Ich nutze diese Funktion ausgiebig und kriege vielleicht gar nicht mit, wenn was umgesetzt wurde!
    Heike

    "http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gender-debatte-tv-bericht-biologen-widersprechen-gender-theorie/8309672.html"


    Es lohnt sich, das Video anzusehen

    Zitat

    wird vielen Frauenrechtlerinnen die Zornesröte ins Gesicht treiben


    Tja Mein Gott, ein paar Vorteile für Mr. XY gibts halt - dafür dürft ihr Männer dann trauern, dass ihr die Mehrheit der Dummerchen bildet :spock:


    Ehrlich, mich ödet diese zunehmende Negation der real vorhandenen Unterschiede zwischen den Geschlechtern an. Nur weil es unbestrittene gesellschaftliche Diskriminierungen gibt, verschwindet doch nicht jede biologische Verschiedenheit zwischen ihm und ihr. Denjenigen, die nur schwarz-weiß sehen, mangelt es an Differenzierungsfähigkeit. Oder an Selbstbewusstsein.


    Heike

    Zitat

    Männer sind halt einfach die intelligenteren Menschen?


    Wie kommst du denn darauf???
    Bzw: Das gilt nur, wenn Männer EBENSO die blöderen Menschen sind.
    Denn die Abweichungen nach BEIDEN Seiten sind größer!
    Der Mittelwert dürfte folglich derselbe sein..


    :juhu: :juhu: :juhu:

    Ich beziehe das nicht nur auf Gausskurven (bei denen IQ im übrigen nie gleich IQ wäre, je nachdem, welches Messinstrument man verwendet), Man kann jede beliebige Statistik von Erfindungen, Entdeckungen und Kunstgenies hernehmen - es sind immer mehr Männer. Aber vor allem: es ist einfach auch logisch herleitbar, rein aus dem Vorhandensein von nur einem X bei Männern. Das BEDINGT rein statistisch eine höhere Varianz.


    Den einzigen Einwand, den ich gelten lasse: Ob Komponieren/ Dirigieren wirklich Intelligenz voraussetzt, das habe ich nur angenommen und daher auch ein "vermutlich" eingefügt.
    Heike

    Lieber EinTon,
    ich sprach bewusst nicht vom IQ, sondern von Intelligenz.


    Dass diese Intelligenz a) nur bedingt messbar und b) auch durch Erziehung/ Förderung beeinflusst ist, ist selbstverständlich. Aber es ist nun mal Fakt, dass die genetischen Voraussetzungen für Intelligenz bei Männern breiter streuen. Das hat Folgen, hatte immer Folgen und wird immer Folgen haben.

    Es gibt rein statistisch mehr höchstintelligente Männer als Frauen (aber auch mehr höchstdumme Männer, zum Ausgleich). Das liegt daran, dass etliche intelligenzbestimmende Gene sich auf dem X-Chromosom befinden. Da Männer nur ein X haben, Frauen aber zwei (die sich gegenseitig ausgleichen), muss natürlicherweise die Intelligenz bei Männern breiter streuen.


    Damit will ich keineswegs die gesellschaftlichen Benachteiligungen von Frauen in Führungspositionen wegdiskutieren. Aber genausoweng kann man leugnen, dass kognitive und kreative Höchstleistungen (wozu man Kompositionen und auch Dirigate vermutlich zählen kann) einfach real häufiger von Männern hervorgebracht werden. Auch wenn es etliche herausragende weibliche Musikgenies gibt, wird es vermutlich nie zu einer 50/50 Quote kommen, auch bei optimaler Förderung von Frauen.

    Ich schätze mal, dass eines der wichtigsten Störkriterien auf solchem Posten ein ganz persönliches ist. GMD und Intendanz müssen extrem eng zusammenarbeiten und in den musikalischen Ansprüchen auch einigermaßen kompatibel sein. Einges zu den beiderseitigen Basics wird man ja schon in den Vertrag schreiben, aber anderes bemerkt man sicher erst im Vollzug. Wenns dann gar nicht passt, kann das so ein Haus sicher künstlerisch lahmlegen.
    Heike

    Typische Aufgaben eines GMD sind meines Wissens:
    - künstlerisches Konzept des Hauses planen und prägen, vor allem durch Programmgestaltung und Auswahl (Vorschlag) von Solisten/ Gastdirigenten
    - Verantwortung von Gastspielreisen, Medienkooperation, Schulprojekten, Benefizaktivitäten etc
    - Mitsprache bei Einstellungen oder Vertragsverlängerungen von Musikern/ Ensemblesängern
    - Repräsentationsaufgaben

    Zitat

    Und dann gibt es jene, die auf den Quark reinfallen. Die sind peinlich und halt doof.


    Das finde ich nicht.
    Nun gut, wenn jemand das zweite oder dritte Mal ein Buch eines völlig zu Unrecht hochgelobten Autors liest und sich selbst keine Meinung bildet, mag er doof sein. Aber woher sollen die Menschen wissen, was es alles für gute Bücher gibt, wenn sie nicht rezensiert werden und in den Buchhandlungen ganz hinten im Regal stehen? Nicht jeder hat belesene Freunde oder informiert sich im Netz. Oder woher soll Lieschen Müller wissen, dass Kritiker XY vielleicht 1990 aufgehört hat, sich für neue Autoren zu interessieren und sich auf seinem großen Namen ausruht? Diese Blender manipulieren den Geschmack vieler Leser, ohne das die es immer bemerken.
    Heike

    aber wie ist es dann mit einer parallelen Studie über egomane Genderwissenschaftlerinnen und ihre Überhöhung in diversen Fördermitteltöpfen? Geht da auch was?


    :prost:
    Klar, wobei ich denke, dass die dem Buchmarkt weniger schaden als die egomanischen Kritiker, die durch -zig machtlose (oder korrumpierte) Redaktionen ihr übles BlaBla weit verbreiten lassen können. Nur weil die so perfekt blenden und per Selbstdarstellung Quote machen. Und dann kaufen die Menschen viel mehr Quark als sein müsste.

    Danke! Kommt auf die Merkliste.
    Interessante Tagebücher gehören zu menen Liebllngslektüren.


    Zitat

    Karasek ist ein fetter quasselnder Nichtsnutz, der MRR seinerzeit jederzeit in den Arsch kroch und seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte


    :juhu:
    Als Psychologin würde ich ja gern mal eine Studie über "Narzissmus und Kritiker" oder "Männlich literarische Egomanen und ihre Überhöhung in diversen Medien" schreiben.


    Heike

    Ach ja, noch ein Vorteil der Reader:


    Es gibt die englischen Bücher fast immer preiswerter. Und schneller. Und manches gibts halt vorerst nur in englisch. Ich hab mich z.B. total geärgert, dass David Vanns "Legend of a Suicide" in der Übersetzung hier ohne die Rahmenerzählungen veröffentlicht wurde. Sowas geht doch gar nicht! Ja gut, das könnte man sich auch englisch als Papierbuch bestellen, aber die Preisersparnis ist oft enorm: Vieles, was hier erstmalig übersetzt ist, kriegt man als Ebook schon zum Taschenbuchpreis oder sogar drunter. Und eben rasend schnell: ein Klick - und eine Minute später kann ichs lesen.

    Hallo,

    Zitat

    Aber die richtige Literatur? Nie und nimmer!


    Jein. Denn rein vom Leseerlebnis her wäre mir das fast egal. Der Inhalt bleibt derselbe und die Handhabung ist sogar komfortabler (leichter, lesen im Dunkeln möglich, Schriftgröße anpassbar). Mir ist nur die Firmenpolitik von amazon so höchst suspekt, daher kaufe ich weiterhin gedruckte Bücher. Ich kaufe ein Ebook - aber es gehört mir nicht wirklich. Wenn ich mal - wer weiß wieso - irgendwann beschließen sollte, mir lieber einen Reader ner andren Firma zu kaufen, dann wäre der Transfer der Bücher darauf mühsam oder gar unmöglich. Wenn ich mein Amazon-Konto lösche, nehmen sie mir das dann alles weg? Und wenn Amazon pleite wäre (unwahrscheinlich, aber ja nicht unmöglich) - was dann? Cloud leer?
    Also, was in meinem Regal steht, das bleibt. Insoweit ist mir print irgendwie sympathischer bei den Büchern, die mir wichtig sind.


    Naja, für die kostenlosen Klassiker wäre das ebook schon optimal, Aber ich lese fast nur Gegenwartsliteratur.
    Na gut, ich kann jetzt immer alle Rilke-Gedichte mitnehmen ;)



    Genial wäre es, wenn man die print gekauften Bücher automatisch für den Kindle gratis kriegen würde.
    Dann wäre ich glücklich. Zu Hause das Papierbuch lesen und irgendwo unterwegs immer digital drauf zugreifen können. Perfekt. Wunschtraum.


    Zitat

    Die ZEIT lese ich auch regelmäßig, ebenso den Spiegel und die FAZ, allerdings als Onlinemagazine - also SPON und ZON.


    SPON wird immer blöder, das hab ich mir abgewöhnt! Und Faz online ist nicht dasselbe wie FAZ print. Mich ärgert es, dass es die Sonntags_FAS nicht für Kindl gibt, bisher. Versteht das jemand???? Die FAZ gibts ja. Immerhin funktioniert für Berliner das taz-Format recht gut (wenn auch nicht optimal).
    Aber ich finde das sowas von genial, die Print-Ausgabe der Zeit und FAZ auch im Urlaub weltweit morgens am Frühstückstisch geliefert zu kriegen, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Wundervoll.


    Heike