Beiträge von Fugato

    Kann man das als Altus besser singen als Andeas Scholl? Ich bin nun wirklich alles andere als ein Groupie, aber wenn ich an die Einspielungen dieser Kantate denke, die ich kenne (z.B. Chance oder Buwalda), so klingt Scholl wie aus olympischen Gefilden gesandt.

    Da kann ich Dir nur zustimmen - Andreas Scholl ist bei den Altisten schon ein Klasse für sich. Wer ihn gehört hat, mag Chance oder Buwalda nicht mehr so recht ertragen...

    Heute morgen Sinfonien von G. B. Sammartini:

    Viele Grüße,
    Andreas

    Geigen, lieber Andreas, kann ich auch nicht.

    Es war mir schon klar, dass das Instrument, was Du da hältst, für eine Geige etwas zu groß geraten wäre. Aber in dem Sketch von Loriot (kennt man diesen Herrn eigentlich in Österreich?) geht es nunmal um Geigen und Trompeten - und die Frage, ob Geiger eigentlich nur geigen und Trompeter nur blasen können. Geige und Trompete stehen hier stellvertretend für Streich- und Blasinstrumente, deren unterschiedliche Spielweisen z. B. mit dem Satz verdeutlicht werden: "Meinetwegen kann ein Trompeter auch mal praktisch in eine Geige blasen..." Und mit den unterschiedlichen Spielweisen wären wir dann beim Vibrato angekommen.

    Zurück zum Thema - passend zur Jahreszeit höre ich jetzt "Le Journal du Printemps" von J. C. F. Fischer:

    Viele Grüße,
    Andreas

    So höre ich denn fast nur noch Hünteler, den ich sehr empfehlen kann.

    Das geht mir ähnlich - Hünteler ist meine bevorzugte Aufnahme.

    Wer ein geschlossenes Orchester vor sich stehen hören mag – also: ich hier, das Orchester als einheitlicher Klangkörper dahinten – und es genießt, wie sich der Orchesterklang mischt, sollte besser anderswo suchen. Der Hörer ist schon sehr nah, finde ich.

    Hünteler lässt bei den Orchesterstücken mit Minimalbesetzung musizieren - als Konsequenz davon wirken die Kammermusikstücke (Quartett, Trio, Solo) nicht mehr wie Fremdkörper zwischen den Orchesterstücken (Suite, Konzert, Conclusion) und alles ist sehr gut durchhörbar. So entsteht allerdings auch nicht der charakteristische Orchester-, sondern eher ein kammermusikalischer Klang. Wer Wert auf den Orchesterklang legt, sollte dann in der Tat zu einer anderen Aufnahme greifen. Hier wäre Belder meine Empfehlung:

    Viele Grüße,
    Andreas

    Dann seid Ihr mir ja einen Schritt voraus, ich kann's nämlich (noch) nicht :(

    Bläser vibratieren natürlich anders als Streicher - deswegen können Trompeter auch nicht geigen :D

    Identifizieren kann ich es nicht (deswegen auch kein Coverbild)

    Probier's doch mal damit.

    Bei mir gibt es Orchestersuiten von Telemann mit Carin van Heerden und dem L'Orfeo Barockorchester:

    Viele Grüße,
    Andreas

    Aus dieser Box

    Mozarts Klavierkonzert Nr. 5 auf historischen Instrumenten mit Viviana Sofronitsky und dem Musica Antiqua Collegium Varsoviense - die Aufnahme gefällt mir, sehr lebendig musiziert, aber nicht überzogen.

    Viele Grüße,
    Andreas

    Nun diese Doppel-CD:

    Telemann als sein eigener Bearbeiter: Die sechs Partiten der "Kleinen Kammermusik" für Melodieinstrument und Basso continuo

    hat er später zu sechs Orchestersuiten umgearbeitet, indem er jeweils eine neue französische Ouvertüre komponierte und dann die Sätze der jeweiligen Partita orchestriert folgen liess - der ursprüngliche Eröffnungssatz der Partita kommt jetzt also an zweiter Stelle nach der Ouvertüre, danach folgen die übrigen Sätze in unveränderter Reihenfolge. Die Bearbeitung durch Telemann selbst ist so gut gemacht, dass man nicht einen Augenblick auf die Idee kommen würde, hier sei etwas bearbeitet worden - alles fügt sich ganz natürlich aneinander. Und La Stagione Frankfurt erweist sich einmal mehr als eines der besten Ensembles, wenn es um spätbarocke Orchestermusik geht.

    Viele Grüße,
    Andreas

    Zitat

    Und ausserdem ist es eine Aufnahme auf durchwegs sehr hohem Niveau.

    Sicher, aber bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten :D

    Möglicherweise werden die einzelnen CD's der Aufnahme mit dem Trio 1790 momentan deshalb so günstig verkauft, weil eine Ausgabe mit allen CD's in einer Box geplant ist. Das hat cpo beispielsweise auch gemacht, bevor die Gesamtaufnahme der Bachschen Orgelwerke mit Weinberger in einer Box erschien - da gab es die Einzel-CD's dann teilweise für 1,99 €.

    Mir persönlich liegen die Eisenstädter etwas näher als das Van Swieten Trio.

    Die beiden sind nicht unbedingt direkt miteinander zu vergleichen, weil die Eisenstädter auf modernen Instrumenten spielen und die Van Swietens auf historischen. Bei den Aufnahmen mit modernen Instrumenten sind die Eisenstädter aber auch mein Favorit :prost:
    Viele Grüße,
    Andreas

    Ich bin dabei, meine Neuerwerbungen zu hören. Heute mittag war Heinichen

    an der Reihe, jetzt Bläserkonzerte von Telemann:

    Hier hatten mich bereits Vol. 1 bis 3 begeistert, bei Vol. 4 ist es nicht anders!

    Viele Grüße,
    Andreas

    Marin Marais interpretiert von Jordi Savall ist immer eine Bereicherung!

    Wohl wahr - bei mir gibt's jetzt aber trotzdem die Triosonaten op. 5 von Händel, musiziert von La Stravaganza Salzburg und Siegbert Rampe. Diese CD erschien mal beim Label Intercord, das es schon länger nicht mehr gibt - daher ohne Coverbild.

    Viele Grüße,
    Andreas

    Diese Aufnahme kenne ich leider noch nicht. Ist sie gut?

    Ist recht neu - die Soundschnipsel gefallen mir sehr gut, aber mir fehlt der Vergleich.

    Zum Ausklang des Abends Klaviertrios von Haydn (beim Werbepartner gerade günstig zu erwerben):

    Nach meinem Eindruck schwungvoller gespielt und differenzierter gestaltet als bei der Aufnahme mit dem Van Swieten Trio (Brilliant). Etwas gewöhnungsbedürftig ist das durchweg recht zügige Tempo bei den Menuetti.

    Der Kopfsatz des Trios Hob. XV:10 ist ein echtes Juwel - wer meint, dass Haydn langweilig ist, sollte sich das mal anhören :juhu:

    Viele Grüße,
    Andreas