Beiträge von Succubus

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.

    Karl Jenkins schrieb eine Messe "The Armed Man", in der er das Thema nutzte. Uraufführung meines Wissens im Juli 2000. Der Stil ist eher bombastisch und ganz sicher nicht Avantgarde.

    Ich habe dieses Stück einmal live erlebt, am 05.06. 2015 in der St. Kasimir-Kirche in Vilnius/Litauen. Es war ganz GROßartig! Bombastisch vielleicht, aber lehnt sich anfangs doch auch sehr Alter Musik an.

    Leider ist die Aufnahme von Dorothy Dorow und Rudolf Jansen (beim Label etcetera KTC 2008) anscheinend nur noch zu unanständigen Preisen zu bekommen.
    (Verlinkung zu amazon klappt nicht)

    Hallo Uliwer,
    meinst du diese hier?:


    "http://www.amazon.de/Lieder-Drei-gedichte-Avenarius/dp/B000QCOB0M/ref=sr_1_8?s=music&ie=UTF8&qid=1454859273&sr=1-8

    Schade, dass der sehr interessante Analyse-Dialog zwischen Fairy und Philbert hier etwas eingeschlafen ist...vielleicht ergibt sich ja nochmal der Atem für die restlichen Lieder...ich fühle mich so dezidiert (noch) nicht berufen das weiterzuführen.


    Was ich grad nur sagen kann, da ich heute an leichter Schlaferosion litt, habe ich endlich mal diese Aufnahme (und dann gleich 3 Mal) angehört:


    Mitsuko Shirai / Hartmut Höll (1985/86)
    Das Wort "magisch", das MB in Verbindung mit Schreier brachte, möchte ich hier wiederverwenden. Mitsuko Shirai ist hier total suverän, weiß zu gestalten, ohne in die Preziosität zu fallen... Wunderschönes Farbenspiel, das mit Schumanns Klangsprache seht gut hamoniert. Shirai scheint hier ihre Stimme wie ein Luxusinstrument zu führen, das feinfühlig auf jeden Impuls reagiert.
    Hartmut Höll ist ein kongenialer Partner, der die Atmosphäre beschwören kann...
    Magisch im Sinne von "zauberhaft" aber auch von "irreal".

    Insofern finde ich nach dem Hören, dass hier alles gesagt ist, besser könnte ich's nicht ausdrücken oder würde mich nur wiederholen.
    Ja, es mag künstlich sein (im buchstäblichen, nicht wertenden Sinne), aber eben tatsächlich große Kunst, sehr präzise, aber ohne kalt und distanziert zu wirken. Ich will nicht das Wort perfekt benutzen, aber das ist eine der in sich schlüssigsten, selbstgenügsamsten und komplettesten Aufnahmen, die ich je gehört zu haben meine. :verbeugung1:

    South Pole

    Hallo,
    hat eigentlich noch jemand außer mir gestern im TV (oder gar live) die Uraufführung der Oper "South Pole" von Miroslav Srnka an der Staatsoper München geschaut?


    U.a. haben Villazon und Hampson die Hauptrollen...Scott und Amundsen gesungen und für Kyrill Petrenko war's die erste abendfüllende Uraufführung wie ich las.


    Hier paar Infos: "https://suedpol.staatsoper.de/ueber-south-pole.html

    Hateful 8

    Ich hab ihn jüst Donnerstag gesehen, aber "nur" in der Digitalversion...wenn ich lese, die Roadshow-Version seo noch 20min. länger bin ich sehr froh drüber...

    Interessant ist, daß die Handlung eher langsam abläuft; jeder Charakter hat die Chance, sich einzuführen und Profil zu entwickeln.

    Zuuu laaaangsam! bzw. ich fand den Film einfach viel zu langatmig und zäh und ich finde trotzdem das die Charaktere eben grad kein Profil dadurch gewinnen, mir blieben sie vielfach eindimensional und unausgegoren bzw. zu bemüht und wirr. Kam mir alles vor wie ein zu langwieriger Aufguss von "Reservoir Dogs" im Wilden Westen. Dem Anfang fand ich eigentlich ziemlich vielversprechend, aber sobald das echte Kammerspiel losging wurde es mau, finde ich, ich war sehr froh als es zum Ende kam...


    Nur weil Mahler eine epochale Figur in der Musik war, heißt das nicht, dass er an anderen Stellen nicht auch schrecklich konservativ-bodenständig, was auch immer war ....


    Lieber Benno,


    das sprichst du so gelassen aus und genau das denke ich acuh, aber vielfach erscheint es mir doch so, dass viele Leute es gern anders hätten bzw. Künstler, deren Kunst sie mögen irgendwie idealisieren zu wollen, obwohl die auch nur Menschen sind.
    Ob Mahler nun so oder so war, werden wir heute kaum noch mit totaler Gewissheit rausfinden und der Film behauptet ja auch nicht, die absolute Wahrheit zu sprechen, er kommt mir schon teilweise absichtlich künstlich vor, was ich nicht als negativ ansehe, das ist (trotz Briefbelegen usw.) kein ernster Realismus/Naturalismus und sollte auch nicht so gesehen werden, denke ich.

    Seit einigen Monaten habe ich diese junge Dame für mich entdeckt:


    Orgel-Drone Prinzessin Anna von Hausswolff, die Tochter des genialen Drone-Soundscape-Helden CM Hausswolff)



    Die letzten beiden Alben sind einfach großartig! :verbeugung1: :verbeugung1: :verbeugung1:

    Ich habe mir gestern mal diesen "Mahler auf der Couch" angesehen. Der kommt hier ja nicht so gut weg.
    Nun ja, richtig ist sicherlich, dass man über Mahlers Werk wenig erfährt, aber den Anspruch hat der Film sicher auch nie gehabt (ich frage mich sowieso, ob Spielfilme sowas leisten könnten). Ich fand ihn jetzt gar nicht sooo schlecht. Der nimmt sich selbst nicht so ernst, ein bisschen lakonisch, was angesichts des Sujets (die Momente, wo direkt zum Zuschauer gesprochen wird unterstreichen das gossipige doch noch wunderbar) recht passend ist und mir definitiv lieber als diese irgendwie prätentiöse erratische Langeweile bei Russell.
    Was das Alma-Bild des Films angeht, am besten gefällt mir da der Satz, den man sie sagen lässt als es um die Aufgabe ihrer musikalischen Ambitionen geht: "Ich weiß, dass ich kein Genie bin, aber ich hätte es gern selbst herausgefunden." Das bricht die vermeintliche Aufopferung etwas auf angenehmes Niveau herunter, was ich gut finde.
    Letztlich fand ich den Film für das was er sein wollte, sehr unterhaltsam.

    Am Donnerstagnachmittag war ich trotz Kälte in Apolda (keine Stadt, die man besucht haben muss) im Kunsthaus Avantgarde...die Aufsichts-Damen vor Ort waren anscheinend besonders schlecht gelaunt, lasen lieber die Bunte als sich 3 Meter Freundlichkeit abzuringen...sowieso ein Phänomen, das ich häufiger beobachte, gerade in Kunstaustellungen und Museen.
    Die Ausstellung heißt "Vom Allmächtigen zum Leibhaftigen" und stellt religöse Werke bzw. mit religiösen Symbolen von früher und heute nebeneinander.
    Hübsch jedenfalls das päpstlich ausstaffierte Äffchen von Jonathan Meese, die geradezu groteske moderne Heilige Familie Vermeulen, ein ältliches, zivil-versehrtes White-Trash-Paar mit dem adoptierten Negerkind von Pieter Hugo, und Kain&Abel in der Bibliothek, wo ich mich fragte, ist das jetzt einfach nur Übertragung von Ideologiekampf oder ein "gerade deswegen" oder "trotzdem"...wer weiß. Und die bunten Wachspäpste in alten Sardinendosen von Miriam Jonas hatten keine Paradies-Wunschmaschine...Paule Hammer lässt den Salvator Mundi Jesus zugeben: "Macht euch doch nichts vor: Im Grunde wollen die anderen, dass ihr abkratzt.", und schlägt vor einen künstlichen Gott für alle. Die "alten Meister" waren da beinah langweilig.


    "http://www.tlz.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Zwischen-Allmaechtigen-und-Leibhaftigen-im-Kunsthaus-Apolda-1422260162

    Da mir die Winterreise des Duos Boesch/Martineau so sehr gefallen hat, habe ich mir nun auch mal ihre Müllerin gegönnt:



    Ich muss sagen, hinsichtlich meines bescheidenen Überblicks über einige verschiedene Aufnahmen dieses Zyklus', so ungefähr das "abweichenste", was ich bisher gehört habe. Trotz der Heterogenität der verschiedenen Interpretationen habe ich doch zumindest oft eine gewisse rote Linie erkannt, die mal hier mal da mehr oder weniger kurz und intensiv verlassen wurde, diese Aufnahme verlässt den Pfad nach meiner Empfindung mit großen selbstbewussten Schritten und schlägt sich durchs Unterholz sozusagen.
    Zuallerest würde ich das am allgemeinen Tempo festmachen, ein strammer Gang, kein Flanieren, fast etwas Getriebenes. An zweiter Stelle steht für mich exorbitant der äußerst expressive Zugriff von Martineau, nervös, affiziert-affektiv, fast triebhaft emotional und sehr kleinteilig. Ob Boeschs Gesang sich in dieser Getriebenheit nun daran anschließt oder umgekehrt ist vielleicht gar keine Frage, weil es genauso als Einheit gesehen werden kann, die sich gegenseitig bedingt. Was auffällt ist, eigentlich ein großer Kontrast, ist Boeschs sehr natürliche ungezwungene fast reine, eben unverstellte Vortragsweise (aber zum Glück keine tümelnde Naturbuschen-Attitüde, die so recht das Gegenteil davon wäre). Das erste Mal habe ich das Gefühl, dass mir hier niemand seine subjektive empfundene Geschichte erzählen will und das finde ich bemerkenswert gut.
    Das scheinbar gegen den Strich gebürstete zeigt sich z.B. bei "Mein!", wo der Wechsel zwischen schnellerem und langsameren Tempo und gesanglichen Betonungen der Passagen gegenüber der mir bisher begannten recht einheitlichen Form anderer Interpretationen regelrecht umgekehrt wird.
    Sehr, sehr interessant und gut insgesamt!

    Da ich grad nicht recht weiß, wo ich das sonst unterbringen könnte, einfach hier. Als russophile Opernliebhaberin und Bass-Fanin habe ich in der letzten Zeit folgenden Herren für mich entdeckt (besonders in den DVDs der Inszenieungenen von Tcherniakov):


    Ildar Abdrazakov
    Mir gefällt sein sehr ausgewogen rundes und dabei doch sehr dunkles Organ ausgesprochen und vor allem finde ich es bei aller Tiefe sehr beweglich, ausdrucksstark und variationsreich.
    Ich war sehr froh, dass es wenigstens ein Recital von ihm auf dem Markt gibt und hoffe, dass noch mehr folgt.




    bei mir ist es so, dass ich die Hüllenbildchen meist als "ok" wahrnehme

    Stimmt, das meiste nehme ich sowieso einfach mal so hin, weil es wie gesagt ja eher um den Inhalt geht, die meisten Cover sind mir sozusagen egal.

    Was mich bei einigen Barockcovern ein klein wenig nervt, ist, dass die Gemälde der Cover oft (mehrere) hundert Jahre älter sind als die Musik.

    Ach gott, na, so genau nehm ich's dann auch nicht. Aber man muss wohl sowieso unterscheiden bei Covern mit Gemälden, ob man einfach nur dieses Gemälde generell schön findet und so quasi automatisch auch das Cover oder ob das zu trennen wäre.


    Noch ein Wort zu den Covern mit den Interpreten, die meisten sind endtweder langweilig und stereotyp oder wie hier schon mal anklang eher peinlich, aber es gibt für mich auch solche aus diesem Bereich, die ich sehr gut finde (manchmal reicht es ja schon, dass es schöne Menschen sind ;) )
    Ein Beispiel, welches ich in dem Bereich äußerst gelungen bzw. sehr schön finde:

    Ich habe mich nochmal bisschen auf Winterreise begeben...wie ich bereits angemerkt habe, hat sich in meinem Zugang bzw. Rezeptionsverhalten mittlerweile viel verändert. Meine erste Winterreise mit Hotter/Moore galt mir mal als Liebling, inzwischen finde ich sie fast schon gar nicht mehr angemessen für meine Empfindung schon seltsam, ist mir zu behäbig und langsam geworden. Ich bevorzuge aktuell zumeist eine etwas leichtere, beweglichere Art der Interpretation.
    Da insbesondere mag ich sehr gern diese:



    Florian Boesch und Malcom Martineau
    Boeschs Gesang erscheint mir so dermaßen natürlich und dabei trotzdem nie oberflächlich. Das ist so eine lebendige und dabei so frei und trotzdem bewegend gesungene und gespielte Version, ich bin sehr begeistert davon.

    Nach Wochen mit ganz viel Alter bzw. Barocker Musik hab ich mal einen Abstecher in die Romantik bzw. Zeitgenössische Musik gemacht:
    Zenders Winterreise-Interpretation



    Am Anfang kam es mir zu plakativ vor, wie Zender etwa im ersten Lied die Orchesterinstrumente wie Hunde bellen oder im zweiten wie Wind heulen lässt. Mit der Zeit kam ich aber dahinter, dass die illustrative Ausdeutung des Textes, durchaus gelegentlich mit einer fragwürdigen Vergröberung des subtilen Klaviersatzes einhergehend, nur sozusagen die Oberfläche seiner Fassung bildet. Spannend wurde das Hören für mich, als mir klar wurde, wie Zender die Musik Schuberts von heute aus betrachtet und sozusagen davon erzählt, "was seitdem geschah". Bei ihm steht die "Winterreise" am Beginn einer Geschichte des Liedes, die sich in die verschiedensten Richtungen entwickelt, und das Faszinierende an seiner Fassung ist für mich, wie er praktisch alles, was die Gattung "Lied" im 19. und 20. Jahrhundert wurde, hier schon angelegt findet: Zenders "komponierte Interpretation" ist eine in Töne gesetzte Rezeptions- und Interpretationsgeschichte der "Winterreise", ja eine aus der Schubertschen Komposition herausarrangierte Geschichte der Gattung "Lied". Mal scheint die Welt der Mahlerschen Wunderhornlieder auf, mal fühlt man sich an Webernsche Verfitzelungen von Melodien in einzelne Kurzmotive erinnert, hier wird der Text auf Agitpropweise pathetisch deklamiert, dort schielen Brecht/Weill um die Ecke, plötzlich wird man von Akkordeon und Schlagzeug unter die Laterne zu Lili Marleen versetzt und findet sich im nächsten Lied in den still-fragmentarischen Hölderlinwelten Luigi Nonos wieder. Der "Lindenbaum", um ein Beispiel zu nennen, beginnt schlicht mit Wandergitarre und entferntem Horn und kreist sich schließlich über eine schluchzende Solovioline in eine Passage mit gespenstisch gedämpften Streichern, gedämpftem Blech und unheilvollem Donnern der Großen Trommel hinein, die an fernes Schlachtengewitter denken lässt. Das alles macht Zender mit dem nötigen Maß an frecher Verschmitztheit, sprühender Intelligenz und meisterhafter Instrumentationskunst - eine so herausfordernde (nämlich den Hörer als hörend nachvollziehenden Mit-Interpreten) wie beglückende Interpretation, die ich sehr empfehlen möchte.


    Ich finde den Zender auch intelligent und gut; es ist außerdem heilsam, denke ich, die Lieder von so einer Konzertflügel-Frack-, Lauschen-wir-in-uns-Hinein-Pseudo-Innerlichkeit zu befreien. Dazu weist er die Wege.

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, äußerst interessante Variation dieses naja "Über"-Liedzyklus. Nicht nur durch diese Interpretation, die ich grad auch das 2te Mal höre, hat sich mit den Jahren ganz im Zender'schen Sinne mein Hören dieses Werkes ziemlich gewandelt, sodass ich manchmal überrascht bin wie ich damals einige Dinge gehört habe und wie ich gewisse Interpretationen bewertet habe.
    Die Version mit Hotter/Moore, die zB meine erste Erfahrung war höre ich heute ganz anders und auch kritischer und weniger ideal als ich das seinerzeit empfunden habe.


    P.S: Gibt es eigentlich ein Thread zu dieser Art von Hör-Veränderungen durch die Zeit?

    Habe den freien Morgen heute genutzt um in die Kunstsammlung in Jena zu gehen, die 2 neue Ausstellung geöffnet hat:

    1. zum Thema "Nachhall der Schwarzen Romantik in der Videokunst"...hat mich interessiert, weil ich vor Jahren mal einen Wälzer über die Schwarze Romantik gelesen habe. War viel starkes Zeug dabei, u.a. was von den Quay-Brüdern (Stille Nacht III) und auch ein Film von der großartigen Susann Maria Hempel, der dieses Jahr bei der Dokart Neubrandenburg den Hauptpreis gewonnen hat (sowieso eine großartige Künstlerin), so konnte ich den auch mal sehen, ein heftiges Themea, es geht um Missbrauch und in der Mitte war das optisch schon sehr "plastisch"und geradezu grotesk dargestellt (fast etwas unangenehm) ohne das jemals ein Mensch zu sehen ist. Schön auch ein Puppentrickfilm "Woods", der mich bisschen an den Film "Blood Tea and Red String" erinnert hat in dem es laut Begleitheft um "weibliches Begehren zwischen Aktivität und Passivität" geht. Ein Projekt zu Walden von Thoreau, wo alles was außen in der Natur passiert nur in einem Thoreaus Hütte nachgebildeten weißen Innenraum eines Hausboots als Art Camera Obscura zu sehen war, also eher innerweltlich reflektiert, was in dem Buch äußerlich beschrieben wird, fast hypnotisch. Eine Installation des "Augenplanets", das Fernsehen als Projektion und Schatten auf einem menschlichen Auge, dessen Reaktionen man nur erahnen kann. Was ich am interessantesten fand, war der Film "In ictu oculi", eine schön gedeckte Tafel ganz im Stil der alten Vanitas-Bilder und plötzlich kommt eine Horde Geier und macht sich darüber her. "Offiziell" geht es eben um das Vanitas-Motiv, Einbruch von Gewalt ins Leben, sogar eine Assoziation zum Familienessen, dass am Ende in Gewalt endet. Woran ich denken musste, dass es im Himalaya einen Bestattungsritus gibt, wo man seine Leiche eben von Geiern auffressen lässt.


    "http://www.otz.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Nachhall-der-Schwarzen-Romantik-Ausstellung-Afterimages-in-Kunstsammlung-Jena-552831520



    2. Hans Ticha-Bilder, Zeuchnungen, Objekte...ich kannte den Künstler nicht, er wurde mir empfohlen, sehr intelligent und sehr witzig teilweise, ich musste oft lachen, grad was so Politik und Kulturkritik angeht. Ticha konnte/durfte seine Werke damals in der DDR nicht ausstellen. Schon bemerkenswert, wie man es schafft aus so wenigen abstrakten Grundformen alles zu sagen, was man als Betrachter wissen muss, man kapiert es einfach sofort. Interessant auch die Entwicklung von Bildern aus den 60ern, die beinah noch was vom Sozialistischen Realismus haben, also thematisch und der Anlage her und auch die Farben sind noch nicht satt und flächig wie später. Da gibt's viel zu sagen zu einigen Bildern, die Skulptur "Schlagersängerin", die in späteren Jahren auf gleichnamigen Bild gar keine Gitarre mehr hat (das hatte mich bei der Skulptur zuerst irritiert), überhaupt viel Musik und Sport, gerade letzterer kommt ja sehr schlecht weg, das musste ich oft am meisten lachen.



    "http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Hans-Ticha-in-Jena-Klatscher-als-Sinnbild-der-DDR-1166643236


    Für grad mal 4€ so viel Denkanregung und Emotion zu bekommen, nenn ich mal ein gutes Geschäft. :D