Beiträge von Roshdestwenskij

    Nein, bei Bernstein diesesmal leider nicht ! Von daher war es mir auch bisher klein Bedürfnis mehr die späte Bernstein-Aufnahme (DG) zu erwerben, zumal er wieder einmal (wie so oft bei seinen DG-Aufnahmen) ohne Ende auszelebriert und das Largo auf weit über 22Min zieht.

    Trotzdem - Dein Höreindruck zu Bernstein/Wiener PH (DG) macht mich neugierig ...

    Wer kennt die Roshdestwensky-Aufnahme und kann meine überschwängliche Megabegeisterung nachvollziehen ?

    Hallo Wolfgang,

    ich kann Deine Begeisterung für Gennadi Nikolajewitsch natürlich nachvollziehen.

    Aber: Obwohl ich mit Bernsteins Schostakowitsch sonst nur wenig anfangen kann, ist der 1. Satz der 6. Sinfonie für mich unglaublich beeindruckend. Es ist natürlich -wie AlexanderK bereits erläutert hat- eine extrem emotionale Interpretation. Wer also mit der legendären Tschaikowsky 6 mit den New Yorker Philharmonikern nicht zurecht kommt, wird auch hier nicht glücklich werden.

    Wer aber die Melancholie liebt und bereit ist, sich auf überbordende Emotionalität einzulassen, wird eine besondere Dimension in der Musik erleben.

    Hier kann man sich einen Eindruck verschaffen:

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    :wink:


    Roger

    Hallo Wolfgang,


    Zum Beispiel die Sinfonie Nr.8 mit Swetlanow / LSO (BBC).
    Obwohl ich ansonsten Swetlanow - Fan bin; aber diese CD stehtt bei mir derzeit zum Verkauf. Die Aufnahme ist ja grob gesehen nicht schlecht, aber für Swetlanow ist das eine typische Westaufnahme, in der der alte Biss mit seinem Staatlichen SO der UDSSR einfach fehlt. Da selbst die Westaufnahme mit Haitink (Decca) dieser unbedingt vorzuziehen ist, brauche ich diese CD nicht mehr (da ich diese doch nicht hören würde).

    als ich mich negativ im Forum über diese Aufnahme geäußert hatte, warst Du noch anderer Meinung:

    "Da ist so viel Potential und Wissen und Klasse des Dirigenten Swetlanow enthalten, dass ich diesesmal nicht sagen kann: Der alte Biss war weg ! :thumbup: Er ist da und zeigt auch Swetlanow 1979 als grossen Schostakowitsch-Interpreten. Ich freue mich jedenfalls diese Aufnahme zu besitzen."


    Es wäre für mich interessant zu erfahren: Woher nun doch dieser Meinungsumschwung?

    Gruß

    Roger
    :wink:

    Ich resümiere mal kurz:


    4. Kondraschin ist, wenn nicht auf Aulos; so doch bei Melodia erhältlich; Roshdestwensky bekommt man recht günstig über Fernost;

    Auch Kondrashin gibt es günstig von Venezia aus Fernost.

    Venezia scheint direkter Lizenznehmer von Melodiya zu sein, denn bevor z.B. Rozhdestvensky mit Sibelius oder Schumann offiziell bei Melodiya erschienen sind, gab es diese Aufnahmen bereits bei Venezia. Ebenso wie viele andere Aufnahmen von Svetlanov, Mravinsky, Rozhdestvensky und Kondrashin. Ein regelmäßiger Blick nach Fernost lohnt sich also, da dieses Label sein Sortiment regelmäßig ändert.


    :wink:


    Roger

    Zu den Rozhdestvensky-Aufnahmen:

    Diese sind günstig erhältlich, allerdings über hmv Japan.:

    "http://www.hmv.co.jp/en/artist_Shos…Limited_5210189"


    Die Bestellung verläuft problemlos, man braucht allerdings eine Kreditkarte. Ich habe schon oft dort bestellt.

    Das Label Venezia hat auch noch andere (russische) Schätze zu bieten, es lohnt sich unbedingt ein Blick darauf zu werfen, was hier alles
    veröffentlicht worden ist:

    "http://www.hmv.co.jp/en/search/adv_1/labelcode_%23VENZ/"

    Roger
    :wink:

    Eben gerade Verarmung per Vorbestellung:

    RVW: Symphonien 1-9
    State Symphony Orchestra of the USSR Ministry of Culture/Roschdestwenski

    :wink: Agravain

    Ich habe meine gestern von JPC bekommen! :-PPP

    Es war nur noch ein Exemplar auf Lager, nach meiner Bestellung kam die Meldung, dass der Artikel noch nicht erschienen sei.
    Ich verfüge also quasi über ein Phantomexemplar! :thumbup:


    Ich bin gespannt, wie Dir die Aufnahmen gefallen werden. Ein abschließendes Urteil kann ich mir noch nicht bilden, da ich
    bisher nur die 1. und die 7. hören konnte.


    Über die Hälfte der Sinfonien finde ich sehr hörenswert. Es gibt bei der Masse natürlich kompositorisch ein paar Hänger. Aber insgesamt sollte man zur kompletten Box greifen - es gibt z. Z. keine besseren Interpreten.


    Gruß
    Josquin


    Wobei ich als Ergänzung unbedingt zu dieser raten würde:

    Was die 6. Sinfonie betrifft, ist Kondrashin eindeutig zu bevorzugen. Im Vergleich zu Svetlanov ist diese Aufnahme kraftvoller, mitreißender. Ein wichtiges Kriterium ist auch, dass Svetlanov -leider- auf den Chor verzichtet hat.

    Viele Grüße

    Roger :wink:


    Hallo Roger und alle Schosty-Freunde,

    wenn es um die Tempovorstellungen geht, dann liegt mir Kondraschin noch am nächsten. Swetlanow ist weit davon entfernt und zelebriert besonders den 1.Satz (27:44) , 4.Satz (10:02) und 5.Satz (14:44) besonders aus; so wie es der späte Bernstein auch gemacht hätte. Darin sind sich Beide sehr ähnlich.

    Beim späten Swetlanow (mit Westorchestern) stelle ich oft fest, dass der alte Biss von damals (60er-70er - Jahre) verflogen ist. Zuletzt bei seiner auszelebrierten Petruschka-Aufnahme von 1999, bei der der tänzerische zupackende und flotte Biss einfach weg ist.

    *** Hier bei der Sinfonie Nr.8 von Langeweile zu sprechen halte ich allerdings für absolut verfehlt. Im Gegenteil. Das ist eine wohlüberlegte starke Interpretation, die Details offenlegt, die bei so manchen verborgen bleiben. Zupackend in den Höhepunkten mit wohldosiertem Aufbau bis zur Sidehitze. Das treborian zufrieden ist und sein kann, kann ich jetzt genau so nachvollziehen, wie Thomas Worte. OK - der 3.Satz mit Roshdestwensky, Kondraschin, Ashkenazy (genau die 3 würde ich auch nennen) erreicht er nicht ganz. Daran ist auch etwas die Klangtechnik schuld, die die Pauken nicht so unmittelbar rüber bringt, wie die 3 Lieblinge ! Insgesamt aber eine hochkarätige Int/Aufnahme, die man auch jedem Ersthörer bedenkenlos empfehlen kann. Da ist so viel Potential und Wissen und Klasse des Dirigenten Swetlanow enthalten, dass ich diesesmal nicht sagen kann: Der alte Biss war weg ! :thumbup: Er ist da und zeigt auch Swetlanow 1979 als grossen Schostakowitsch-Interpreten. Ich freue mich jedenfalls diese Aufnahme zu besitzen.

    Mein Eindruck der Aufnahme ist auf den ersten Eindruck besser als der, den ich bei Mrawinsky (1982) im Februar hatte.


    Hallo Wolfgang,

    was ich geschrieben hatte, ist natürlich von sachlicher Kritik weit entfernt und war auch nicht bierernst gemeint. Ich hatte mir nur damals quasi eine neue Referenz für die 8. erhofft, in der ich wie bei der 5. die "russische Seele" genauso heraushören kann wie den -wie Du so zutreffend beschrieben hast- wohldosierten Aufbau bis zur Siedehitze. Aber das musste selbstredend schief gehen, da es natürlich unfair ist zu erwarten, dass das LSO unter Svetlanov genauso klingt wie das Staatliche Sinfonieorchesters der UdSSR, das Svetlanov quasi nach seinen (Klang-)Vorstellungen formen konnte. Und wahrscheinlich hast Du auch damit Recht, dass die Aufnahmetechnik eine gewisse Rolle spielt. Nichtsdestotrotz werde ich mir die Aufnahme aufgrund besserer Alternativen wahrscheinlich nur noch selten anhören.

    Viele Grüße

    Roger

    :wink:

    Ja, für diesen Preis kannst du nichts falsch machen. Aber lass dir gesagt sein, dass diese Aufnahme meinen Erstkontakt zu dieser Sinfonie darstellt, wie schon erwähnt, und ich keinerlei Vergleiche habe.

    :wink:


    Wie ich den Geschmack von Wolfgang alias Teleton kenne, wird er enttäuscht sein. Auch ich hatte mir die Aufnahme voller Vorfreude gekauft und gehofft, dass sie mir ein ähnliches Erlebnis bieten wird wie seine Aufnahme der 5. von Shosti, die nach wie vor für mich über allen anderen steht. Stattdessen hat sich für mich nur eines geboten - pure Langeweile. Kein Vergleich mit Kondrashin, Rozhdestvensky oder auch Ashkenazy.

    Vielleicht ist Wolfgang doch anderer Meinung - was mich aber sehr wundern würde.

    Viele Grüße

    Roger

    :wink:

    :D Aber die Orchesterwerke, die Swetlanow eingespielt hat, dazu kann man in Deinem Sinne sagen: "Mann, ist das ne Wurst !"
    Dieses Argument ist von, sagen wir, begrenzter Stichhaltigkeit, denn alles Russische hat Swetlanow auch nicht eingespielt. Bei Schostakowitsch etwa war er ziemlich zurückhaltend, bei Prokofjew auch. Was hatten die beiden denn nur gemeinsam, daß Genosse Evgenij so in Distanz war...?

    Lieber Edwin,

    was Du auch immer –mehr oder weniger unterschwellig- Swetlanov unterstellen magst, so vertraue ich mehr darauf, was er in diesem Interview über die von Dir
    genannten Shostakovich und Prokofiev gesagt hat:

    http://www.svetlanov-evgeny.com/EN/interviews/…l-conductor.pdf

    Da dieses Interview auf seiner offiziellen Homepage veröffentlicht ist, dürfte ein Zitat gestattet sein:

    You knew Shostakovich...

    - He was an exceptional man with whom I spent some unforgettable moments. He gave complete liberty to those performing his work.
    If I said to him that had doubts over such and such a passage, he would reply, “ignore the score. I may have made a mistake
    in the composition. Play as you feel. Do not follow it note for note”. There are not many composers who place so much trust in the performers.
    He was also very gentle in his criticism. “Excuse me”, he would say, “it is a little bit too quick”, or “too loud”, or “slightly too much rubato”,etc.
    “But” he would add, “that is just my impression. I may be wrong”.”

    “You also knew Prokofiev well.

    He was the complete opposite of Shostakovich. He knew exactly what he wanted and wouldn’t let the musicians leave until he had
    it. Nevertheless he was very gentle and most respectful."

    Abgesehen davon hat Svetlanov die für mich die überwältigendste Interpretation der 5. Sinfonie von Shostakovich -im wahrsten
    Sinne des Wortes- „geschaffen“:

    Kein anderer Dirigent – also auch nicht die „üblichen Verdächtigen“ Kondrashin, Mravinsky und Rozhdestvensky- hat es geschafft, eine
    so tief gehende, geradezu niederschmetternde Wirkung bei mir zu erzeugen. Wer diese Musik mit einer derart tiefgehenden Emotionalität dirigiert,
    dürfte auch eine -vorsichtig formuliert- "gewisse Bindung" zu ihr haben.

    Wer möchte, kann sich hier überzeugen:

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    Roger :wink:

    es freut mich das ich wenigstens bei Dir eine Reaktion auf meinen Bartok-Beitrag ausgelöst habe.
    :S Bartok scheint hier niemanden zu interessieren und so werde ich meine geplanten Bartok - Beiträge zum Konzert für Ochester und den VC erst mal für Capricco canceln.

    Hallo Wolfgang,

    hast Du jetzt auch dieses "Andi-Syndrom"? Dein Beitrag ist gerade einmal 2 Tage alt und schon resignierst Du... :D

    Also - eröffne auch die anderen Threads und bedenke dabei, dass Capriccio (hoffentlich) bald in die Öffentlichkeit geht. Zumindest zum Konzert für Orchester könnte ich dann auch etwas beitragen.

    :wink:

    Roger

    Holst wurde seither zugegebenermaßen eher stiefmütterlich von mir behandelt - zwar kenne ich -wie wahrscheinlich jeder hier- seine "Planeten", aber bei diesem Komponisten gibt es wahrlich andere Seiten zu entdecken.

    Die obige Aufnahme unter Boult enthält zwar eher weniger bekannte Stücke, die aber "trotzdem" überzeugen - sowohl kompositorisch als auch bezüglich des Dirigats und der Tonqualität.

    Wen es interessiert, kann hier die Kritik von Hurzwitz nachlesen:

    http://www.classicstoday.com/review.asp?ReviewNum=11515

    Ich habe über Amazon-Markteplace vor kurzem die Choral Symphonie unter Boult bestellt und hoffe, dass sie mich bald erreicht.

    :wink:

    Roger

    Also habe ich wieder zuviel Geld.

    audiamus

    Also das ist doch nun wirklich kein großes Problem!

    Ich gebe Dir meine Kontonummer, Du überweist auf mein Konto einen fetten Batzen - und schon hast Du uns beide nicht nur auf einen Schlag glücklich gemacht, sondern trägst auch noch zur sozialen Gerechtigkeit bei, da ein reicher Mensch (= Du) einen durch CD-Käufe verarmten Menschen (= ich) unterstützt.

    Darauf hättest Du -durch ein bißchen Nachdenken- eigentlich auch selber kommen können... :shake:

    :rolleyes:

    Roger

    Hallo Roshdestwenskij,

    hätte echo auf der deutschen Seite zu 99 Euro bestellt, um in den Genuss der portofreie Lieferung zu kommen, wäre das Geschäft für Amazon noch besser gewesen.

    Nichts für ungut.


    rossignol

    Du scheinst ziemlich pro-Amazon eingestellt zu sein. Vielleicht fragst Du Dich aber auch einmal, warum Amazon Deutschland bei der gleichen Aufnahme oftmals (viel) teurer ist als Amazon in anderen Ländern. Unsere angeblich so teuren Lohnkosten können nicht der alleinige Grund dafür sein, oder?!

    Gleichfalls nichts für ungut.

    :wink:

    Roger