Beiträge von Frank1970

    Lieber Rideamus,


    Von wem unter den von mir Genannten, die ich keineswegs alle auf der gleichen Bedeutungshöhe sehe, weißt Du denn noch gar nichts? Vielleicht sollte ich eher mit denen anfangen als mit Thomson, der wohl eher zu den anerkannten, wenn auch heute meist vergessenen, großen amerikanischen Komponisten zählt.


    Natürlich lerne ich nicht unbedingt die Komponisten als erstes kennen, die allgemein die meiste Anerkennung erfahren. Dies geht schon über verschlungenere Wege...
    Ich habe mal versucht alle genannten Komponisten für mich einzuordnen.


    kein Stern: ich glaube den Namen höre ich heute zum ersten mal
    :* Namen habe ich schon mal gehört
    **: Habe ich schon mal was von gehört, kenne ich aber nicht richtig gut
    ***: kenne ich ein paar Werke von einigermaßen gut
    ****: kenne ich mehrere Werke von, einige davon sehr gut


    George Antheil *
    Samuel Barber ****
    Marc Blitzstein
    Ernest Bloch **
    Aaron Copland ***
    David del Tredici
    Lukas Foss **
    Howard Hanson **
    Roy Harris *
    Scott Joplin **
    Peter Mennin
    Edgar Meyer
    Gian Carlo Menotti *
    Douglas Moore
    Walter Piston *
    George Rochberg *
    Ned Rorem *
    Charles Ruggles
    Gunther Schuller
    William Schuman *
    Randall Thompson
    Virgil Thomson *


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    auch wenn ich momentan kaum Zeit habe hier ausgiebig an einer Diskussion teilzunehmen, so will ich doch noch zwei Namen von Komponisten, die mir persönlich etwas bedeuten, in den Ring werfen:


    Lou Harrison
    Frederic Rzewski


    Was die Rideamus-Liste angeht, muss ich gestehen, dass ich von über der Hälfte noch überhaupt nichts kenne...


    Da Amfortas aber schon Adams genannt hat (den ich persönlich auf jeden Fall für wichtig halte), würde ich die Liste noch ergänzen um:


    John Adams
    Philip Glass
    Steve Reich


    Gerade Philip Glass ist doch immer wieder gut, um etwas Feuer in die Diskussion zu bringen! ;)
    Oder gelten diese Komponisten als schon zu stark anerkannt?


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    neben weiterer Klaviermusik von Granados hörte ich am Wochenende noch in folgende Aufnahme rein:


    William Walton (1902-1983)
    Sinfonie 1 und 2 / Violinkonzert und Cellokonzert
    Künstler: Berglund, Haitink, Previn
    Label: EMI


    William Walton ist ein Komponist von dem ich bisher kaum etwas kenne. Bin nur dazu gekommen den ersten Satz der ersten Sinfonie zu hören. Liebe aufs erste Hören war es bisher nicht, aber die Musik scheint mir genug Potential zu haben, dass ich weiter hören werde...


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    eine Aufnahme muss unbedingt noch genannt werden:


    Georg Friedrich Händel (1685-1759)
    Dixit Dominus; Nisi Dominus; Silete Venti
    Künstler: Dawson, Russell, Brett, Partridge, Sixteen Orch., Christophers
    Label: Chandos , DDD, 89


    Dies ist einer der Fälle, wo ich nie das Verlangen hatte nach einer besseren Aufnahme Ausschau zu halten, da sie für mich schlicht perfekt ist!


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo Roger,


    Nach den Bachianas brasilieras unter Bátiz bin ich vom Villa-Lobos-Fieber gepackt worden!
    Dies ist für mich wunderschöne, abwechslungsreiche Musik voller Farben, in der sowohl Melancholie als auch südamerikanisches Temperament zu finden sind.


    Ergo musste ich hier einfach zugreifen:




    Ah, noch ein Infizierter! Willkommen im Club! :D


    Auf dies Gesamtbox der Symphonien habe ich schon länger gewartet. Da ist sie jetzt also. Muss ich mir auch bald kaufen... :prost:


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    da findet die Keith Jarrett Aufnahme doch einige Fürsprecher hier.
    Tja, kann ich nur anmerken, dass die mir gar nicht gefiel und ich sie bereits wieder verkauft habe, da mir die Konstantin Scherbakov Aufnahme viel besser gefällt.


    So unterschiedlich können die Geschmäcker sein...
    Mir klingt Jarrett zu schwammig und zu gleichförmig und er trifft mir an den Stellen, wo doch etwas der tpische Schostakowitsch-"Humor" durchkommt, den passenden Tonfall gar nicht.


    Und trotz des momentanen Angebotes bei der Jarrett-Aufnahme ist der Scherbakov immer noch preiswerter...
    Ich kann nur für Scherbakov werben!
    Oder einfach beide Aufnahmen kaufen und selbst vergleichen! ;+)


    Aber erfreulich hier zu lesen, wie viele verschiedene Aufnahmen des Werkes es inzwischen gibt.


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    gleich werde ich hier raus:


    Enrique Granados (1867-1916)
    Sämtliche Klavierwerke
    Thomas Rajna, Klavier
    Label: Brilliant , ADD, 1976


    die Goyescas hören, um mit der mir schon bekannten Aufnahme aus dem Jahre 1975 von Marylene Dosse zu vergleichen.


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    nachdem ich diese Aufnahme hier schon besitze und sehr schätze:


    Martha Argerich - Debut Recital
    Chopin: Scherzo Nr. 3;Barcarolle op. 60
    Brahms: Rhapsodien op. 79 Nr. 1 & 2
    Prokofieff: Toccata op. 11
    Ravel: Jeux d'eau
    Liszt: Klaviersonate in h;Ungar. Rhapsodie Nr. 6
    Künstler: Martha Argerich, Klavier
    Label: DGG , ADD, 1960/1971


    konnte ich (auch wegen eines sehr günstigen Kaufpreises) nicht widerstehen mir diese Box, trotz der Dopplungen, zu bestellen:


    Martha Argerich - The Collection 1 (Solo Piano Recordings)
    8 CDs
    Label: DGG , ADD/DDD, 1960-83


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    nachdem ich gestern Teile der "Pride and Prejudice"-BBC-Verfilmung von 1995 gesehen habe und mich die Titelmusik (übrigens mit Melvyn Tan am Fortepiano) entfernt an Moscheles erinnerte, hörte ich danach das Klavierkonzerte Nr. 6 in dieser Aufnahme:


    Ignaz Moscheles (1794-1870)
    Klavierkonzerte Nr. 1, 6,7
    Künstler: Howard Shelley, Tasmanian SO, Shelley
    Label: Hyperion , DDD, 99


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    ich höre auch zu etwa 95% klassische Musik. Würde mich aber trotzdem zur Gruppe 4 (und nicht 3) zählen, die durchaus auch andere Musik genießen kann. Gerne höre ich z.B. mal etwas von "Songwritern" oder halt auch Jazz. Und die "Perlen" bei den Songwritern gefallen mir alle male besser, als so manches schwächere Kunstlied. Wobei ich jetzt aber trotzdem mehr starke Kunstlieder benennen könnte, als starke Songwriter-Stücke. Wieso höre ich jetzt also so viel mehr Klassik?
    Vielleicht steckt ein Teilaspekt der Antwort im vorletzten Satz: Es gibt einfach in der Klassik einen viel größeren Fundus von Stücken, die mich ansprechen.


    Gretchenfrage: Wieso sprechen sie mich denn mehr an?


    Ein paar Hintergrundinfos: Musikhören heißt für mich im Regelfall den Kopfhörer aufzusetzen, eine bequeme Lage einzunehmen (meistens liegend) und dann nichts anderes zu machen, als Musik zu hören. Die Gedanken können zwar schon mal abschweifen, aber in Prinzip geht es mir ums Musik hören. Meistens bereitet mir dies großes Vergnügen und es gibt die Momente, wo ich ganz euphorisch werde von dem, was ich da höre. Momente, die ich bestrebt bin so oft es geht zu wiederholen. Also: CD erneut anhören, alternative Einspielungen besorgen, ähnliche Musik beschaffen, andere Musik suchen, die ähnliches bewirkt.


    Musik, die ich mir so anhören mag, muss gewisse Ansprüche erfüllen. Ich mag z.B. das Zusammenwirken von Melodie, Polyphonie und auch ausgefallenerer Rhythmik, was zusammengenommen schon für eine gewisse Komplexität in der Musik spricht. Ist dies ein Hang zur Komplexität in der Musik, der mir in die Wiege gelegt wurde?


    Ich denke nicht. In meiner Kindheit/Jugend hatte ich fast gar keinen Kontakt zu "richtiger" klassischer Musik (von der "falschen" schreibe ich später ;+) ). In meinem Umfeld hörte sie niemand und mein Musiklehrer vergraulte mir den Unterricht dermaßen, dass ich die Folgejahre nur noch den alternativen Kunstunterricht wählte.


    Eine CD, die viel bei mir bewegte, war das "Köln Concert" von Keith Jarrett. Ob nun sein Spiel dort im Vergleich zu den Meisterwerken durchkomponierter Klassik bestehen kann, soll hier nichts zur Sache tun. Aber anfangs (ich war etwa 20 Jahre alt) hatte ich echt daran zu knabbern mir diese zwei mal eine halbe Stunde Klaviermusik am Stück anhören zu können. Was direkt zu Beginn gut ging, war die etwa sechs Minuten dauernde Zugabe. Aber mit der Zeit hörte ich mir dann alles an und erlebt mit dieser CD auch die oben beschriebenen euphorischen Gefühle beim Musikhören.


    Rückblickend betrachte ich diese CD als eine Schlüsselaufnahme für mich, die mir das Tor zur Welt des Jazz (den ich erst mal mehr hörte) und zur Welt der Klassik aufstieß.


    Aber natürlich hören viele Menschen das "Köln Concert" (ist ja auch eine Art Best-/Long-Seller), ohne dann zur Klassik zu finden. Bei jedem ist der Weg zur Klassik ein individueller. Und wenn ich weiter überlege, dann frage ich mich, ob bei mir die Weichen in diese Richtung nicht doch schon vor meiner "Köln Concert"-Erfahrung gestellt wurden.


    So begann ich schon früher damit (mit etwa 15) über Kopfhörer im Bett liegend zu hören. Ich entwickelte schon schon in dieser Zeit eine Vorliebe für die längeren Stücke (von z.B. Genesis, Dire Straits: "Telegraph Road", Suzanne Vega: "Queen And The Soldier"), hörte schon davor gerne den etwas orchestral angehauchten Klang des "Alan Parsons Project" oder die zumindest etwas in Richtung Operngesang weisenden Stimme Jennifer Rushs.


    Als ich mit 14 meinen C64-Computer bekam, spielte ich nicht nur damit, sondern begeisterte mich auch für die Klänge, die bei Sound-Demos aus diesem Brotkasten erklangen - würden für mich heute wahrscheinlich gruselig klingen (eine dieser Demos war übrigens der "berühmte" Canon von Pachelbel, ohne dass ich dies damals wusste). Als Folge davon interessierte ich mich dann auch für die Musik Jean Michel Jarres und von Vangelis.


    Zu der "Köln Concert"-CD kam ich dann über einen Bericht zu Keith Jarrett in einem Hi-Fi Magazin. Dieses Magzin hatte ich mir als Informationsquelle gekauft, da eine neue HiFi-Anlage und eine neuer Kopfhörer her mussten. Womit ich bei einem weiteren Punkt komme. Bei Musik geht es mir nicht nur um deren Komplexität (wie weiter oben geschrieben), sondern auch um die Klangfarben und mit welcher Qualität diese an mein Ohr kommen. Es gibt sicher komplexe Heavy Metal Stücke, deren Niveau auch ich erhöre, deren Klangfarben mir aber gar nicht behagen (so was gibt es natürlich auch innerhalb der Klassik).


    Was für mich bei all diesen Überlegungen rauskommt, ist, dass für mich die Suche nach mehr Musik, anderer Musik, neuen Klangfarben schon losging, bevor ich zur Klassik kam. Fast erscheint es mir so, als wenn der Weg unwiderruflich in diese Richtung führte (im nachhinein immer leicht zu sagen ;+) ).


    Was ich/wir bei allem missionarischen Eifer nicht vergessen dürfen, ist, dass es aber Menschen gibt, bei denen dies einfach nicht so ist. Aber es fällt teilweise schwer dies zu akzeptieren. Schwer getroffen hat mich z.B. als ich meiner Frau mal vorschlug, sie könne doch, wenn ich Abends noch Musik höre, mal was mithören und sie erwiderte, dann würde sie aber gerne ein Buch dabei lesen, damit es ihr nicht zu langweilig dabei wird (natürlich darf die Musik dann auch nicht zu "aufregend" sein).


    Aber Musik bedeutet einfach nicht allen Menschen da gleiche.
    Der eine Mensch mag Oliven essen, der andere nicht. Ist es mit dem Hören klassischer Musik, ja oder nein, vielleicht ähnlich?

    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    zu meinem Einstieg in diesen Thread hier, liste ich mal die CDs auf, die ich in den letzten Tagen am liebsten gehört habe:


     
     


    Bei den Klavierwerken von Granados und Albeniz würde inzwischen auch gerne die vielgelobten Aufnahmen von Alicia de Larrocha kennenlernen.
    Die oben gezeigten Aufnahmen gefallen mir schon sehr gut! Kann de Larrocha da wirklich noch mehr rausholen?


    Viele Grüße
    Frank

    Hallo zusammen,


    zuerst muss ich loswerden, dass mir der Thread-Titel gar nicht gefällt!
    Also wenn ich CDs kaufe, so verarme ich nicht, sondern dies ist für mich eine Zugewinn! Klingt doch wesentlich positiver!
    Über meine Finanzen mache ich mir dann später Gedanken! :rolleyes:
    Also als Titel "Heute gekauft", fände ich deutlich angenehmer...


    So, aber nun zu meinem neusten Bereicherung! :D
    Am Samstag nach nur zwei Tagen Lieferzeit bei mir eingetrudelt:


    Georg Friedrich Händel (1685-1759)
    Chandos Anthems Vol. 1-4
    Künstler: The Sixteen, Christophers
    Label: Chandos , DDD, 88/89


    Bestellt zum erstaunlich günstigen Preis von 18,39 Euro (inklusive Versand) bei abeillemusique über den französischen Amazon-Marketplace. Allerdings war dies der dritte Anlauf. Die ersten beide male wurde mir geschrieben, dass die Box doch nicht lieferbar wäre. Aber jetzt ist sie da! :)
    Diese Box steht übrigens schon seit etwa 15 Jahren auf meiner Wunschliste (bei mir im Kopf) und sie war mir bisher nur zu teuer - soviel Gedanken mache ich mir scheinbar dann doch auch schon im Vorfeld über die Finanzen! ;+)


    Viele Grüße
    Frank