Beiträge von Maurice

    Wann habe ich mir zum letzten Mal eine LP bestellt? Vielleicht vor 25 Jahren. Aber jetzt war es mal wieder soweit mit diesem Jimmy Knepper-Album, auf dem bei sechs Titeln mein Lieblings-Jazzmusiker Bill Evans mitwirkt:

    Jimmy Knepper ist auch so ein Musiker, der irgendwie immer unter dem Radar gelaufen ist, obwohl er wirklich super Adressen hatte. EIgentlich zunächst von der Bigband herkommend, stilistisch vielleicht flexibler als man denken mochte.


    Hot Temperance Seven: The Certain Party AD: Februar 1974, Holland


    "Dean" Robert Micklenurgh (Trompete, Posaune, Slide Whistle) - "The Laird" Wee Will McHastie (Klarinette, Altsax, Dudelsack, Penny Whistle, Gesang) - Pierre Montreaux (Klarinette, Altsax, Baritonsax) - "Prince Michael" Holmes (Klavier) - Gerald Deeble (Sousaphon) - "Drum Major" G. Collicott (Percussion, Drums) - Teddy Wood (Gesang)


    Etwas crazy und schräg zeitweise, aber das ist halt britischer Humor. Spielen können die Jungs, auch die Arrangements sind gut. Schöne Scheibe, aber doch manchmal "to much" für mich.

    Gabe Baltazar, alto saxophonist and flutist who carved a path for Asian-American jazz, is dead at 92
    A star alto saxophone soloist with the Stan Kenton Orchestra, Gabe Baltazar also made an outsize impact as one of the most celebrated jazz musicians ever to…
    www.wbgo.org


    Der Altsaxophonist Gabe Baltazar, der auch Flöte spielte, ist im Alter von 92 Jahren eines natürlichen Todes verstorben. Er wurde von 1960-1964 in der Bigband von Stan Kenton bekannt.


    RIP , Mr. Baltazar


    Andrea Motis : Do outro lado do azul AD: 18.-24.10.2018, Spanien


    Wechselnde Besetzungen. Endlich mal eine Latin-CD, die NICHT mit den immergleichen Stücken glänzt. Das Ganze wird nicht kitschig mit Streichern versüßt, sondern sehr geschmackvoll arrangiert und eingespielt. Die wechselnden Besetzungen mit u.a. dem Österreicher Christoph Mallinger an der Violine, natürlich Joan Chamorro & Martin Heinzle (hier immer am Kontrabass), Joseph Traver (Gitarre), Ignasi Terraza (Klavier), Esteve Pi (Drums), Carla Motis (Gesang), Matthieu Guilemant (Percussion, 7-Saitige Gitarre), Sergio Krakowski (Percussion), Gabriel Amagant (Tenorsax, Klarinette).


    Andrea Motis (*1995) wurde durch ihren Förderer Joan Chamorro und dessen inzwischen auch international bekannte Jugend-Bigband Sant Andreu Jazz Band der Musikwelt recht schnell ein Begriff.


    Die Kinder und Jugendlichen werden dort von Chamorro von den Anfängen des Jazz bis zu modernen Mainstream-Bigband-Sounds im vollen Umfang gefördert. Inzwischen gibt es mehrere Jazzer, die dort den Weg ins internationale Musikgeschäft gefunden haben: Neben Motis, die auf diesem Album vor allem singt, dabei aber auch zu Trompete, Flügelhorn und Sopransax greift, die ihr in nichts nachstehende Alba Armengou (die 2009 im Alter von SIEBEN Jahren anfing aufzutreten), Rita Payés, Elia Bastida und Andreas jüngere Schwester Carla Motis.


    Eine sehr hörenswerte CD einer bemerkenswerten Künstlerin, die clever zwischen Gesang und ihren Instrumenten wechselt, dazu mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung den Stücken ihren ganzen Charme verleiht. Ihr hilfreich zur Seite steht natürlich ihre Sprache, die sie für diese Stücke natürlich nicht erst erlernen musste wie so viele andere Sängerinnen. Ihre klare Aussprache lässt einem jedes Wort verstehen, ein weiteres Plus dieser großartigen Musikerin.


    Dazu eine persönliche Anmerkung: Würde man Andrea Motis drei Stunden nur Trompete spielen lassen, wäre ich mir nicht sicher, ob sie sich auf Dauer da im Kreise der Elite durchsetzen würde. Sie war am Anfang keinesfalls eine gute Improvisatorin, wie auch in dem Alter aber auch der Vielseitigkeit. Sie hat in den letzten 10 Jahren da unglaublich viel gelernt, sich nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht, immer zeitlich Sax gespielt und auch gesungen. Ihr Englisch war am Anfang schlecht, auch das hat sich über die Jahre merklich gebessert. Hier ist das völlig unwichtig, den sie singt in einer ihr vertrauten Sprache.


    Motis spielte 2009 ihre erste CD ein, wurde 2011 von keinem geringeren als Quincy Jones auf die Bühne geholt. Ihre Einflüsse, so ihre eigene Aussage seien Louis Armstrong und Chet Baker gewesen. Baker kann man heute weitaus stärker heraushören als Armstrong. Doch als sie noch Lead-Trompete in der Andreu-Bigband spielte und auch noch weitaus mehr alten Jazz, war Armstrong hörbar.


    Andrea Motis ist seit einigen Jahren verheiratet, wurde Mutter und lebt nicht mehr in Spanien, sondern in Lateinamerika.


    Ich bewundere sie und hoffe, eines Tages mal ein Konzert live besuchen zu können. Sie war vor einigen Wochen In Köln und hat mit de WDR-Bigband konzertiert und Aufnahmen gemacht.

    Daniele Gatti soll nach dem Willen der Dresdner Staatskapelle Nachfolger von Thielemann werden, schreibt beispielsweise der Spiegel.

    Der MDR hat es auch berichtet.


    Dresden: Sächsische Staatskapelle wählt Daniele Gatti zum neuen Chefdirigenten | MDR.DE
    Der Italiener Daniele Gatti soll neuer Chefdirigent der Staatskapelle Dresden werden. Wie das Orchester mitteilte, ist er der Wunschkandidat der Musiker*innen.…
    www.mdr.de


    Und ich meine, auf der Facebook-Seite der Kapelle wurde es auch bereits geschrieben.

    Jürgen Recke war der Pianist , heute noch in der Revival Jazzband aktiv , so z.B.am 29.7. im Cotton Club . Er spielte bei den Blackbirds of Paradise und Harlem Jump . Die Hot Owls könnten viele schon mal gehört haben : sie sind das " Dixielandgebläse " auf 'Alles klar auf der Andrea Doria' von Udo Lindenberg ..

    Vielen Dank für die vielen Hinweise !! Super !! ich wusste doch, dass jemand noch was dazu wissen müsste. Herzlichen Dank !!


    :schnaps1: :verbeugung2: :thumbup:


    Hot Owls !: Harlem Nights AD: 1995


    Die Hamburger Jazzband "Hot Owls", die in den 1960-er Jahren von Günter Helms (Kornettist der Band) gegründet wurde, spielte vor alle die Musik der 1920-er und 1930-er Jahre.


    Viel ist mir nicht bekannt über diese Band, nur, dass es insgesamt vier Platten/CDs veröffentlicht worden sind (1971.1973,1975,1995).


    Hier, auf dieser CD aus dem Jahre 1995, also offenbar der letzten Einspielung der Band, hat man ein spannendes Programm zusammengestellt. Alle Stücke würde ich in die gehobene Ecke des frühen Jazz stecken, und man hat sich auch nicht der ganz großen "Reißer" bedient, sondern eine feine Auswahl getroffen. Etwa Duke Ellingtons erster "Theme Song" "East St.Louis Toodle-Oo", aber auch "Sunday", "Rosetta" oder "Shake it and Break It".


    Dazu kommen echte Raritäten wie de "Wabash Stomp", den Edgar Battle für Roy Eldridge geschrieben hat (eingespielt 1937), "I Lost my Gal in Memphis", "Rock Bottom" von "Tiny" Parham (1929 eingespielt), einer der zahlreichen "Territory Bands" in den USA, oder "Japanese Dream" aus dem Jahre 1929, das auch Duke Ellington mit seiner Band eingespielt hat. Mir ist das Stück total unbekannt gewesen. Dabei war das Duo Dorothy Fields/Jimmy McHugh eines der erfolgreichsten Songschreiber-Duos der Jazzgeschichte (etwa "On the Sunny Side of the Street", Exactly like You"; "I can't give you anything but Love", "Diga-Diga Doo"). 1935 endete diese äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit, und Fields tat sich mit keinem geringeren als Jerome Kern zusammen.


    Zwei Titel stammen aus der Feder von "Recke", ich vermute mal, eines der Bandmitglieder. Dazu kommen noch "Melinda" und "Oh, it looks like Rain".


    Eine wirklich gelungene CD einer leider mir und dem Netz weitgehend unbekannt gebliebenen Band. Vielleicht kennt sie jemand aus der Hamburger Gegend noch, keine Ahnung.

    Das Buch von Hans Ruland aus dem OREOS-Verlag ("Duke Ellington - Sein Leben, seine Musik, seine Schallplatten").

    Kenne und habe ich seit vielen Jahren. Das Buch hat den großen Nachteil, dass die Discographie total veraltet ist. Inzwischen sin zahlreiche Neuveröffentlichungen, auch von bisher unbekannten Material, dazu gekommen. Auch haben zahlreiche Firmen nun durch Fusionen andere Namen bekommen. Das fehlt halt in dem damals guten Buch. Die Reihe war damals echt super gewesen. Die späteren Neuerscheinungen waren dann teilweise nicht mehr in der gleichen Qualität.

    Nette Scheibe, danke für den Tipp. "Still Water" gefällt mir daraus nach erstem Durchhören am besten, nicht zuletzt wegen des Tenorsolos. Müsste wohl Paul Gonsalves gewesen sein.

    Die Solisten sind hier Johnny Hodges (Altsax) und - völlig richtig - Paul Gonsalves am Tenorsax.



    Schon im darauffolgenden Jahr hat ja Bill Evans dann seine Posaunenplatte bekommen, und das gleich mit zwei Protagonisten: The Great Kai & J.J. Obwohl ich alle beteiligten Musiker wirklich klasse finde, habe ich irgendwie trotz einiger schöner Evans-Soli nie Gefallen an dieser LP gefunden. Irgendwie ist mir das alles zu glatt durcharrangiert.

    Ich konnte der Scheibe trotz ihres Rufes nie was abgewinnen. Ich tue mir mit dem Duo "Jay & Kai" grundsätzlich recht schwer, obwohl beide wirklich ausgezeichnete Musiker waren. Mir spielen die meisten modernen Posaunisten irgendwie zu "glatt". Al Grey ist dabei eine Ausnahme. Doch egal, ob Urbie Green, Frank Rosolino (den ich aber trotzdem atemberaubend brillant finde, und ihn immer zu meinen Lieblings-Posaunisten zählen werde), Milt Bernhart, Frank Rehak, Slide Hampton, Jimmy Cleveland und wie sie alle heißen, irgendwie fehlt mir bei der ganzen technischen Brillanz so etwas wie die Seele des Posaunenspiels. Es ist seltsam, dass sie alle mehr der Schule von Jay Jay Johnson folgen.


    Bill Harris und dessen "Schüler" sind mir da wesentlich lieber. Da geht es auch etwas rauer zur Sache, ohne gleich von grobkörnig zu sprechen. Nach Harris kamen da Ray Sims (Les Brown, Harry James, Ray Anthony; Der ältere Bruder von Zoot Sims), Vernon Friley (Woody Herman, Ray McKinley), Carl "Ziggy" Elmer (Gene Krupa, Harry James 7 Jahre), Dick Kenny (der auch vom anderen Lager beeinflusst wurde. Er spielte sowohl mit Woody Herman und Stan Kenton, später auch mit Les Brown), Tak Takvorian (Claude Thornhill, Gene Krupa, Harry James, Benny Goodman). Porcy Cohen, Fred Zito, Sonny Russo. Leon Cox (Gene Krupa, Claude Thornhill, später Duke Ellington).


    Duke Ellington: The Duke's D.J. Special AD: 27.03.1959, NYC


    Diese CD galt bei den Plattensammlern (also vor der Zeit der CD) als absolute Rarität und Sammlerstück, denn die Original-Platte war nict lange im Handel gewesen. Dabei handelt es sich hier um eine der besten und ungewöhnlichsten Einspielungen, die der Duke mit seiner Band je gemacht hat.


    Diese Einzigartigkeit hat mehrere Gründe. Da sind zunächst mal die Stücke, die man nur hier und damit ein einziges Mal (bis heute zumindest) gespielt oder zumindest eingespielt hat. Vier Stücke stammen vom Klarinettisten und Tenoristen Jimmy Hamilton, drei Stücke stammen von dem Trompeter Dick Vance, der zwei Mal kurzzeitig in der Band spielte.


    Der Duke klingt hier mit seiner Band so modern und boppig wie nie nur äußerst selten zuvor. Dazu hatte er, bis auf Drummer Sam Woodyard, noch einmal seine Topp-Besetzung zusammen, die ein halbes Jahr später noch einmal auf einer Europa-Tournee zeigte, was sie konnte. Dann verließen Clark Terry, Cat Anderson und Quentin Jackson die Band. Harold Baker und Jimmy Woode sollten 1960 bald folgen.


    Doch noch einmal kann man die ganzen wunderbaren Stimmen des Orchesters hören: Clark Terry, Harold Baker, Ray Nance, Jimmy Hamilton, Paul Gonsalves, Johnny Hodges. Nur der an sich famose Drummer Jimmy Johnson spielt mir doch zu hart, das hätte man auch sanfter und banddienlicher hinbekommen: Sam Woodyard oder Louis Bellson lassen grüßen.


    Leider ist die Spielzeit mit ca. 33 Minuten auch sehr kurz. Offenbar gab es keine erhaltenen Alternate Takes, wenn es sie überhaupt gab.

    Man sollte dazu sagen, dass Bob Brookmeyer auch als Pianist in seiner frühen Zeit der Karriere in den Bands agiert und weitaus weniger als Posaunist hat. Übrigens galt das auch für den Bassisten Red Mitchell, der zu Beginn seiner Karriere Klavier in diversen Bands gespielt hatte.


    Diese Paarung mit zwei Klavieren gab es auf sog. "Rent Parties" bereits in den 1920-er Jahren, oftmals auch mit zwei Pianisten an einem Klavier, die dann gegenseitig sich angefeuert und quasi "duelliert haben.


    Es gab später mal vier Klaviere ohne Begleitung mit Teddy Wilson, Earl Hines, Ellis Larkins und Mary McPartland. Auch andere Besetzungen waren manchmal dabei. So mit Hank Jones oder Dick Hyman als Pianisten. Die hätten locker das Mozart-Konzert für drei Klaviere aufführen können von der Qualität des Spieles her.

    AD: 1950-1960


    Ich stehe solchen Billig-Boxen immer skeptisch gegenüber. Auch diese hier strahlt nicht durch ihre "grandiose Aufmachung", sondern durch Einspielungen, die entweder lange vergriffen waren, oder nur schwer zu bekommen sind.


    Auf der einen Seite stehen bekannte Namen wie Chris Barber, Ken Coyler, Humphrey Lyttelton, Mr. Acker Bilk, Papa Bue Jensen, Terry Lightfood, George Lewis, den Firehouse Five Plus Two (einer Band, die komplett von Walt Disney gesponsort wurde. Außerdem waren fast alle Mitglieder auch in führenden Positionen beim Disney-Konzern gewesen), auf der anderen Seite sind aber auch Bob Wallis und Nat Conella dabei.


    Fast alle waren aus Großbritannien und hatten eine führende Rolle beim Dixieland Revival inne. Besonders auf die Zeit des alten New Orleans legte Ken Coyler wert, Barber verband New Orleans, Blues und Duke Ellington zu dem typischen "Barber-Stil", Conella galt als der "britische Louis Armstrong", Lyttelton machte eine Entwicklung durch, wie sie sonst keine der Bands durchlebte: Vom alten Dixieland a la Eddie Condon hin zum Mainstream-Jazz mit starkem Bezug zu Duke Ellington und den kleinen Besetzungen von etwa Buck Clayton oder Red Allen.


    Bilk und Jensen vielleicht am stärksten mit kommerziellen Einflüssen, denen natürlich auch Barber Rechnung trug. Die Firehouse mit viel Humor, Effekten, aber auch klugen Arrangements. Hier war der Vorteil, dass sie sehr eingespielt waren und keinerlei Zwang hatten, sondern vor allem Disney positiv zu repräsentieren hatten. Das taten sie bis 1971 mit Bravour, war doch Bandleader Ward Kimball einer der 10 wichtigsten und engsten Mitarbeit Disneys gewesen.


    Ibrahim Ferrer: Buena Vista Social Club: Ibrahim Ferrer AD: ???


    Bei der Hitze ist das genau das Richtige zu später Stunde gewesen gestern Abend. Dieser "alte Mann" hat eine Stimme, die mir jedes Mal einen Schauer den Rücken runterfahren lässt. Leider ist er 2005 im Alter von 77 Jahren verstorben. RIP, Senor Ferrer <3

    Victor Ullmanns 2. Symphonie ist die Orchesterversion seiner 7. Klaviersonate, deren wenige Wochen vor dem Tod entstandenes Manuskript wohl zahlreiche Orchestrierungsangaben enthält, sodass man davon ausgehen kann, dass es sich um das Particell einer geplanten Symphonie handelt. Die Orchestrierung hat Bernhard Wulff vorgenommen. Das fünfsätzige Werk steht in der Mahler-Tradition, zeichnet sich aber durch eine Kürze aus, die wir von Mahler nicht kennen.

    James Conlon hat sich einiger Komponisten angenommen, die im Dritten Reich verboten waren, etwa auch Alexander von Zemlinsky. Ich finde diese Aufnahmen größtenteils auch sehr gelungen.

    Ich kann das anbieten: rec. 12.-16. Januar & 12. Mai~03. Juni 1960.

    Okay. Ich hatte 1950-1954 in Erinnerung. Ich glaube kaum, dass er einen zweiten Zyklus eingespielt hatte. Dann sage ich sorry. Auf Discogs wird auch 1960 genannt. Man merkt, dass ich die Box schon eine Weile nicht mehr habe. So schnell werden mal Aufnahmen 10 Jahre vorverlegt. :schwitz1:

    Der Krips-Zyklus, der 1960 entstand und bei Everest erschien - in der Blechbüse von Madacy.

    1950-1953, glaube ich. Krips hatte Anfang der 1950-er Jahre viel mit dem Orchester gearbeitet. Ich hatte die GE mal, aber später wieder gut verkaufen können. Wie findest Du Krips mit Beethoven? Mir hatte er damals gut gefallen, relativ zügig, aber so ganz genau habe ich das nicht mehr in Erinnernung.

    Es folgen bei mir zwei weitere Aufnahmen mit der Tschechischen Philharmonie.

    Die Kubelik-Live-Einspielung ist die meiner Meinung nach emotionalste Fassung die ich kenne. Nicht immer perfekt im Zusammenspiel, dafür aber sonst total DIE Live-Aufnahme schlechthin. Einmalig, da sie Kubeliks Rückkehr zu "seinem" Orchester war. Ein Triumpf sondersgleichen für das Orchester und ihn selbst. Er war zum Zeitpunkt bereits schwer krank und hatte nicht mehr lange zu leben.