Beiträge von Maurice

    Gut, danke! Mich hat die Terminologie immer ein wenig verwirrt und ich habe mir zurechtgelegt, dass man Bügelhorn und Flügelhorn unbedingt trennen muss. Das wird wohl auch stimmen, aber Detailahnung hatte ich von dieser Thematik nie. Eine dieser sehr hübschen kleinen Nummern von Leroy Anderson heißt ja Bugler's Holiday. Das weiß ich.

    Und in DEM Stück spielen aber keine "Bugles" sondern Trompeten. E gibt im Jazz noch den "Bugle Call Rag" und "Bugle Boy March". Beides wird auch mit einer Trompete oder Kornett gespielt. Verwirrung pur, ich weiß. Im Film "Verdammt in aller Ewigkeit" wird übrigens bei dem Signal im Film ein Bugle gezeigt. Gespielt hat es der damals vielleicht beste Studio-Trompeter Mannie Klein (eine Legende in der Studiomusik der USA). Man munkelt, er habe es auf der Trompete gespielt. ;)

    Besten Dank! Das Flügelhorn hat einen wendigen und hellen Klang - es ist halt eine Variante der Trompete.

    Nein, das Flügelhorn kommt vom Bügelhorn und Posthorn her, nicht aus der Schiene Busine - Fanfare - Naturtrompete - Klappentrompete - Ventiltrompete. Das Flügelhorn hat auch ein Mundstück, was dem des Waldhorns und Kornetts näher steht als dem Trompetenmundstück.

    Nakariakov ist doch einer jener Trompeter, die gerne arrangieren, wenn ich das richtig wahrnehme. Und eben auch ein bewusster Virtuose.

    Er lässt arrangieren, weil es leider in diversen Bereichen zu wenig Werke für Trompete gibt. Ich habe damit keine Probleme, denn ER macht das hervorragend. Das mag den "Puristen" abschrecken, aber auch zuvor wurden Werke bereits arrangiert auf diverse Instrumente. So neu ist das also nicht.

    Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um obige Einspielung, auf einem Flügelhorn gespielt. Ich habe, ehrlich gesagt, keine Probleme mit dieser Version. ;) Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass ich offenbar dieses Konzert - also das originale Hornkonzert - gar nicht bewusst kenne.

    Ich habe gerade dazu was geschrieben.

    Dann hätte ich mal wieder was von Weinberg in der Hand. Arutjunjan wird sehr gerne gespielt und ist auch eine hübsche Nummer. Von Gliere gibt es ein Trompetenkonzert? Keine Bearbeitung eines seiner anderen Solokonzerte, etwa von dem für Koloratursopran?

    Er spielt bei Gliere das Hornkonzert auf einem vierventiligen Flügelhorn. Das vierte Ventil erlaubt ihm, eine Quart tiefer zu spielen. Ich kenne und besitze die CD seit vielen Jahren. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, spielt er alle Instrumente von Courtois, einer französischen Marke. Ihre Flügelhörner gelten als besonders weich klingend. Man kann das gut beim Hornkonzert hören. Ich mag diesen "wolkigen" Klang auf dem Flügelhorn sehr.

    Das ist offenbar eine Bearbeitung des Hornkonzerts. Magst du berichten? Mir kommt das völlig daneben vor, aber vielleicht ist es ja doch gelungen.

    Im Gegenteil, es ist hervorragend gelungen, fast besser als das Original. Warum, hier im Posting Oben.

    Felix Mendelsssohn : Sinfonie Nr.1 c-Moll, op. 11
    Robert Schumann : Sinfonie Nr. 4 d-Moll, op. 120

    NDR-SO Hamburg, Thomas Hengelbrock

    Hengelbrock wählte hier moderne Streicher (wobei das auch nur relativ ist), kombiniert mit Naturhörnern und Trompeten. Die Gegen sitzen sich gegenüber, in der Mitte sitzen die Holzbläser, die Tempi entnahm er der autografen Partitur, so das Booklet (auf den Mendelssohn bezogen).

    Bei Schumann hat sich Hengelbrock weitgehend an die Erstfassung gehalten, die in der Instrumentation weitaus schlanker und damit kammermusikalischer war als die spätere Fassung.

    Aufnahmetechnisch wurde das Ganze sehr transparent eingespielt. Bis jetzt fühle ich mich sehr eingenommen von der CD.

    Duke Ellington: The mid-fifties classic Albums - davon "Historically Speaking" & "Duke Ellington presents...." AD: jeweils 07./08.02.1956, Chicago

    Hier präsentiert der Duke erstmals seine nun wieder "fertige" Bigband, deren Umbau mit der Rückkehr von Johnny Hodges und dem neuen Drummer Sam Woodyard abgeschossen ist. Eine neue Ära konnte beginnen, die bis ca. 1967 ging, als Billy Strayhorn verstarb.

    Cat Anderson, Clar Terry, Willie Cook und Ray Nance (auch Violine, Gesang) - Trompeten
    Britt Woodman, Quentin Jackson, John Sanders (Posaunen)
    Johnny Hodges, Russell Procope (auch Klarinette) - Altsax
    Paul Gonsalves , Jimmy Hamilton (auch Klarinette) - Tenorsax
    Harry Carney (Baritonsax, Klarinette, Bassklarinette)
    Duke Ellington (Klavier)
    Jimmie Woode (Bass)
    Sam Woodyard (Drums)
    Jimmy Grissom (Gesang; zum Glück nur ein Titel)

    Der Duke nahm hier vor allem seine alten Nummern neu in Stereo auf. "Ellington '55" wurde 1954 eingespielt und bereits viele Solisten in der Band, die auch 1956 dabei waren (etwa den kompletten Trompetensatz). Allerdings hatten er und Billy Strayhorn von 1949-1956 eine gewisse ""Schaffenskrise", und auch die Band musste viele Wechsel seit 1943 hinnehmen. Doch wenn man sich die Aufnahmen anhört, wird man nichts davon spüren. Die Fans des Duke sahen das anders, denn "In the Mood" einzuspielen, war dann doch des Guten zu viel gewesen.

    Wer so bescheiden sein Begehr vorträgt , dem wird freudig Bescheid zuteil . Du hast ja recht , der Auslegungen sind einige möglich . Preußisch meinte ich im Sinne von gradlinig , nicht zackig , ein wenig korrekt , aber durchaus musikalisch .Wohingegen ich mit k.u.k. keineswegs das Schlaperte meinte, sondern das etwas aufgelockerte , fein - deliziöse . Bekommst du so einen Eindruck ?

    :verbeugung2: Ich danke Dir, lieber Major. Da lag ich nicht ganz so weit weg. Alles klar. :cincinbier:

    Joseph Haydn : Sinfonie No. 85 . Diesmal aber mit dem Jahrgangsgenossen Kurt Sanderling und dem Berliner Sinfonie - Orchester . Es lag auf der Hand : während Sanderling preußisch klingt , gibt es bei Vegh einen k.u.k. Haydn . Keine Vorliebe .

    Darf ich mal ganz bescheiden fragen, was Du unter "Preußisch" meinst? Ist das mit "zackig, geradlinig" zu umschreiben? "KU&K-Haydn" ist dann was? Verspielt, gemäßigt, mit Bedacht gewählte Tempi"?

    Es gab so einiges Neues bei mir die Tage. Sibelius unter Adrian Leaper (Naxos). Bilder gibts nicht davon (Amazon sei Dank). Ebenfalls neu von JPC sind diese beiden Sachen:

    Felix Mendelssohn: Die Sinfonien Nr. 1-5 unter Manacorda
    Ludvig Norman : Sinfonie Nr.3 unter Johannes Gustavsson

    Egon Gabler: Hornkonzert , Klarinettenkonzert Nr.3, u.a. unter Pavel Baleff

    https://www.amazon.de/Mendelssohn-5-Symphonien-Edith-Mathis/dp/B000001GCO/ref=sr_1_3?crid=1KJAAWN5X79KN&dib=eyJ2IjoiMSJ9.Cj_gqmn384BlDpzsdF3w3weZ7wluKWvc3sSarc6Dw6shRE4adWC0SdPlxe-sWqTLeJHXntCrvWO-1Ai9buuWmn2EpqzGYzR7pmJXAkEHAQ6-eFJ6EFTnUvK0ArfVksPLBeKcji91iODL-zqiqTqx3DynHtjaNO5AlFh7W5jgrmh3xCv9KqwI0k4K_-2VOZvRJ0D3Yqf1Snnaq3et5EoF0XYqNjDhN2Kc_O-e1JldjpY.2K5A2ItS4Clmx8j3PGv7lybEUblLN1hl9t2YJ4QcMww&dib_tag=se&keywords=mendelssohn+karajan&qid=1707903513&s=music-classical&sprefix=mendelssohn+karajan%2Cclassical%2C85&sr=1-3

    Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr.1 AD: November 1972

    Berliner PO, Herbert von Karajan

    Erstaunlich frisch klingt diese nun schon über 50 Jahre alte Aufnahme. Dazu zupackend, nichts verschleppend. Schade, dass Karajan Mendelssohn nur selten dirigierte. Das Frühwerk hat er sehr gut hinbekommen. Leider nur mit dem direkten Link zu Amazon.

    Die Nr.5 von Mendelssohn aus der gleichen Box lege ich noch nach. Das klappt doch noch heute Morgen. AD: Februar 1972

    https://www.amazon.de/dp/B00002755A?psc=1&ref=ppx_yo2ov_dt_b_product_details

    Jean Sibelius : Sinfonien Nr. 3 & 4 AD: 1990

    Slowakische Philharmonie (Bratislava) , Adrian Leaper

    Heute mal was Altes von Naxos. Auch Adrian Leaper hat zwei ganze Zyklen der Sinfonien von Sibelius eingespielt. Einen für Naxos (incl. Violinkonzert und weiteren Orchesterwerken) einen für Arte Nova (auch hier mit Violinkonzert; mit seinem damaligen Orchester aus Gran Canaria). Es fehlt vielleicht so der letzte Biss, aber das ist nicht schlecht. Auch sein Carl Nielsen kann sich hören lassen übrigens.