Beiträge von KALEVALA

    Tja, lieber gerechtigkeitsfanatiker, wer ist schuld? Der, der solche Worte bemüht, oder der, der den Finger in die Wunde legt und einfach mal darin erinnert, was diese achtlos dahingeworfenen Worte tatsächlich bedeuten? Bin ich jetzt der "Spielverderber", der böse Bube, nur weil ich darauf aufmerksam mache, mit welchen Terminologien man da hantiert?


    honni soit qui mal y pense...

    Also erst einmal,lieber Borises geht hier nicht um Schuld und auch nicht um "Spielverderben" ,ich finde es ja richtig das Du vehement und auch provozierend deine Ansichten vertrittst und wer das ander,s sieht den möchte auch ich auf das Rosa Luxemburg Zitat verweisen. Im grossen und ganzen teile ich deine Meinung---was mich stört das sind halt diese oft achtlos(Dir unterstelle ich nicht das Du sie achtlos benutz hast sondern um gezielt zu provozieren)eingeworfenen Nazi,Islamisten;Chauvinisten,Antisemiten...-Vergleiche(früher waren es Kommunisten,das zieht heute nicht mehr)Jeder dessen Meinung heutzutage irgendeinem anderen missfällt wird mit derartigen Begriffen zu dem was man in unaufgeklärteren Zeiten den Antichristen oder Ketzer nannte und damit degradiert.Ich glaube derartige Polemik hast Du überhaupt nicht nötig---meiner Meinung nach hast Du eh die besseren Argument und diese Unterjochungs-Thesen sind sowieso nur ein schwaches Windchen gegen die kein Sturm losbrechen muss,das habe ich ja auch in meinen Beiträgen versucht zu vermitteln-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Alle sind aufgeklärt,doch wer weiß bescheid!

    Also der Begriff Joch bedeutet im übertragenen Sinne eine als bedrückend empfundene Fremdherrschaft---das wäre dann in meinem Fall so wenn ich "Volkstümliche" Musik hören müsste,das wäre wahrlich unterjochung,aber bitte doch nicht Musik die ich mir selber auswähle,obs der Tristan oder die Glagolitische Messe ist, niemand von uns(DAVON GEHE ICH JETZT EINFACH EINMAL AUS)wird gezwungen das anzuhören---also kann es fesseln,einfangen etc.-----------ABER IN KEINEM FALL;unterjochen-------------------------------------------------vielen Dank für die Aufmerksamkeit--Freiheitliche Grüsse von KALEVALA---------------------------------SEID NÜCHTERN UND WACHET :-OOOO-

    Ich lasse mich ja auch gerne,fesseln,einfangen,überwältigen,in hypnotische Gewalt nehmen,---schlichtweg umhauen---aber unterjochen!?!-----------Wenn ich Mahler´s 3.Symphonie(möglichst die Kubelik Version) oder Janacek´s Glagolitische Messe (Jilek mit den Brünner Philharmonikern) höre dann bin ich schlichtweg überwältigt,..................und es haut mich geradewegs um so hypnotisch zieht mich diese Musik wie in einen wohligen Strudel aber unterjocht habe ich mich dabei wahrlich noch nie gefühlt,eher mitgenommen in eine höhere Ebene----------------------------------------------------Ja,ja diese Nazi-Vergleiche mit nichts kann man seine Kontrahenten besser diskreditieren---ein kurz mal eingeworfener Vergleich und jegliche weitere Diskusion umweht ein fieses Lüftchen!

    Hallo liebe Mit-Freunde der guten Musik,hier hat sich ja Einiges angesammelt welches mich teilweise persönlich ansprach ------dann will ich mal versuchen das"abzuarbeiten"

    Du machst das sehr gut.

    mit gut wäre ich ja schon zufrieden!


    Hallo KALEVALA ,
    alles klar, kein Thema: Nur warum verwendest Du immer diese Unmengen von Bindestrichen? Also ---------------- usw.? Das ist das einzige, was manche von uns hier wundert. Sonst ist alles in Ordnung. Michael Schlechtriem hat völlig Recht: Mach' Dein Ding

    ich weiß es nicht wirklich zu beantworten!? ?( ---vielleicht pure Lust an Bindung(wobei:irgendwie haben Bindestriche ja auch etwas trennendes)oder einfach nur Exzentrik----(Ich wundere mir über jarnichts mehr...Otto Reutter) :rolleyes:

    Nur langsam,Kalevala!!Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.Ich habe mir mit dem Bilder einfügen hier auch erst sehr schwer getan.Manchmal will es einfach nicht,so wir bei mir am Sonntag Abend.Dann ging es wieder problemlos.Vielleicht lag es auch an den Updates,keine Ahnung.

    Danke Dir Maurice,Deine positive Denkweise tut richtig gut :thumbup: ......................mein Opa sagte immer:Mit Geduld und Spucke,fängt man eine Mucke :thumbup:


    Immerhin hast Du mit Ture Rangström richtig gut eingekauft,das ist viel wichtiger als ein Foto hier hochzuladen....

    Das kann man wohl sagen---der wird die nächste Zeit kaum im Regal stehen :spock:


    Du schaffst das schon!!!!

    Ich mache mein Ding!





    Die habe ich auch!---Tolle Aufnahme---Viel Vergnügen!!!

    Mahler 7
    Concertgebouworkest
    Kirill Kondraschin
    Concertgebouw, 29.11.1979

    Kondraschin ist mein Mann für die Schostakowitsch Symphonien ,bei seiner Interpretation der"Leningrader"kullern bei mir regelmäßig Tränen

    In meiner Sammlung befinden sich auch einiges von Theodorakis,unter anderem die Alexis Zorbas Ballett-Suite mit dem Ungarischen Staats Orchester und dem Ungarischen Radio Chor,Theodorakis dirigiert zusammen mit Lukas Karytinos---ein absolut mitreißendes Werk,höre ich immer wieder sehr,sehr gerne!-Das war es dann aber auch schon mit Mikes,die weiteren CD´s(Eine Box mit 6 CD´s:Axion Esti,Canto Generale,Liturgie Nr.2,Symphonie Nr.3 und Sadduzäer-Passion,sowie eine Single-CD mit der 7.Symphonie)verstauben im Regal!-Einzig vielleicht der Canto General hat eine zweite "Anhörung" einigermaßen "überstanden".---Ansonsten kann mich davon nichts begeistern,es läst mich einfach kalt! :sleeping:

    Nachdem ich mich nach gar nicht kurzer Zeit das erste Mal durcheghört hatte, verspürte ich ehrlich gesagt nicht viel Elan das noch einmal zu tun und habe es bisher auch nicht wiederholt.
    Das ist keine schlechte Musik, aber letztlich ist bei mir gar nichts davon hängen geblieben, nirgends blitzte etwas an Spannung, Größe, Farbe o.ä. auf. Irgendwie nichts sagend und blass.

    Hallo "music lover"---jetzt hast Du mich so verunsichert das ich sogar schon ziemlich,ziehmlich falsch schreibe! :hide: --------------------------------------------nichts für ungut,ich gelobe besserung!------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------mit besten Grüssen von KALEVALA :wink:

    Vielen lieben Dank an Dich Dirigent,Du hast recht,das ist für mich wirklich alles (noch!?!)ziehmlich kompliziert!-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Herzliche Grüsse von Kalevala :wink:

    Zitat von »Mauerblümchen«





    Herzlichst:KALEVALA

    Zitat von »Mauerblümchen«

    Zitat von »Mauerblümchen«

    Zitat von »Mauerblümchen«

    Hä???

    Ich stelle mich halt mit dem Computer immer etwas,sagen wir ruhig,blöd an(wie "Mutti"schon feststellte:Neuland)---GIB MIR NOCH EIN JAHR(oder 2,3.......?) :whistling: -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Grüsse von KALEVALA


    Meinst du diese ? Wenn ja , bitte die Capricciosis helfen auch gerne !




    LG palestrina

    Genau diese meine ich--Dank an Dich

    Ich folge Matthias Oberg und halte es weiter mit Nielsen:

    Mit Nielsen halte ich es natürlich auch weiter,und auch mit Blomstedt(für mich immer noch DER Nielsen-Dirigent) ----Die 4."Das Unauslöschliche"da muss es aber immer noch Karajan mit den Berlinern sein(ich hab halt eine unauslöschliche affinität zu Karajan :kiss: )

    Herzlichst:KALEVALA :wink:

    Habe heute CPO Gesammtaufnahmen der Symphonien von Ture Rangström via AMAZON erhalten und natürlich gleich gehört---DA KAM GLEICH FREUDE AUF---DAS IST MUSIK GANZ NACH MEINEM GESCHMACK :thumbup: ------------------------------------------------------------Bild bekomme ich nicht hin(muss mir beim nächsten mal mein liebendes Weib helfen) :troest: ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Herzlichst :KALEVALA :wink:

    Ehrenrettung für Kurt Atterberg

    Der Vollständigkeit halber sollte man erwähnen, daß Atterberg sich vom NS-Regime sehr fasziniert zeigte und das Wort "Rasse" ausschließlich auf Juden anwendete. Daß seine Oper "Aladdin" in Chemnitz uraufgeführt wurde, zeigt, daß man im NS-Reich auf diesen Schweden nicht verzichten wollte. Nach 1945 gelang es Atterberg besser als Natanael Berg, diesen Umstand vergessen zu machen, und er konnte seine Karriere bruchlos fortsetzen. Petra Garberding hat zu diesem Thema einiges ausgegraben, aber es dürfte nur auf Schwedisch vorliegen.

    Hallo Edwin,Du berufst Dich hier auf den Aufsatz von Petra Garberding,der im übrigen sehr wohl in der Übersetzung ins deutsche,von Per F. Broman vorliegt und den ich gelesen habe aber ganz anders verstehe------weder zeigte sich Atterberg vom NS-Regime fasziniert,er war nämlich eher ein unpolitischer,liberal denkender Mensch dem es einzig um den Schutz und die förderung der traditionellen Musik ging,diese sah er bedroht durch die Neue Musik,Deutschland schien nach seiner Ansicht ein System zu bieten das diese förderung bot(materiell),noch wendete er das Wort Rasse nur auf Juden an(warum auch?)-----Das man im Deutschen Reich nicht auf ihn verzichten wollte spricht ja ersteinmal nicht gegen Atterberg-man wollte auf vieles nicht verzichten,die NS-Machthaber versuchten alles "nordische"zu vereinahmen---------so bruchlos wie Du meinst konnte er seine Karriere gar nicht fortsetzen,aber nicht aus den von Dir angenommenen Gründen, sondern weil der schwedische Musikbetrieb nach dem Krieg zusehends durch die"Zwölftöner"beherrscht wurde!

    Atterberg fiel mir erstmals in einem Konzert auf, in dem seine dritte Symphonie der dritten von Franz Schmidt gegenübergestellt wurde. Die Paarung war gar nicht so absurd, immerhin hatten beide Komponisten 1928 am Schubert-Wettbewerb teilgenommen, Schmidt mit seiner dritten, Atterberg mit seiner sechsten Symphonie, und Atterberg hatte gewonnen. Wegen der Gewinnsumme von 10.000 Dollar nannte Atterberg seine Symphonie "Dollar-Symphonie". Welch ein Scherzbold!

    Dollar-Symphonie ist doch originell und treffend!

    Das Konzert mit der Gegenüberstellung fiel für Atterberg schlecht aus, Schmidts konzise thematische Arbeit und symphonische Logik erwiesen sich Atterbergs dahinströmender, folkloristisch getönter Zuspät-Romantik als weit überlegen. Aber ich fragte mich, wie Atterberg wohl in einer anderen Kombination abgeschnitten hätte, denn schlecht war diese Musik keineswegs, vielleicht etwas plakativ und schwülstig, aber nichts, was ich schulterzuckend abtun wollte.

    Das erscheint mir doch sehr polemisch und aus sehr subjektiver Brille betrachtet---ich kann nicht feststellen das es Atterbergs Werken an Logik mangelt und was Du hier als Zuspät-Romantik,ich möchte fast sagen,diffamierst,nenne ich kurz:lieber spät als nie :-I ---wichtig ist erst einmal IN DIESER KOMBINATION HAT ER 1928 DEN WETTBEWERB GEWONNEN---was in anderer Kombination gewesen wäre wird wohl für immer offen bleiben

    Dann lernte ich nach und nach die anderen Symphonien Atterbergs kennen, und mein Problem mit ihm wuchs: Das ist durchaus sauber gemachte Musik - aber ist es wirklich große Musik oder nur groß sein wollende Musik? Was man aus Volksliedern machen kann, haben schließlich Atterbergs Zeitgenossen Bartók und Kodály vorgeführt, wenn man nicht gleich mit Janácek kommen will (aber mit ihm kann man nahezu alle unliebsam relativieren, also lasse ich es). Zemlinsky und Schreker demonstrieren, was auf der Basis der herkömmlichen Harmonik möglich ist, und daß Atterbergs deutschfreundlicher Blick sogar Pfitzner und Strauss so völlig ignoriert und selbst Nielsen und Sibelius zu seinen Unbekannten zu zählen scheint, scheint mir unverständlich. Atterberg präpariert also sein klingendes Smörebröd, als würde es keine Neue Musik geben, und wenn er ihre Elemente später dann doch aufgreift, stehen sie selbstverständlich als Symbol für negative Kräfte.

    Atterberg mit Bartok und Kodaly zu vergleichen ist wie der bekannte Vergleich von Äpfeln und Birnen,aber bitte nicht auch noch Janacek gegen Atterberg aufwiegeln,das haben beide nicht verdient!Was auf der Basis der herkömmlichen Harmonik möglich ist,Atterberg demonstriert das ja eindeutig auch!-----Also jetzt siehst Du mich fassungslos--Pfitzner,ein bekennender Antisemit und enger Freund vom"Schlächter von Krakau"-Hans Frank dem jener noch 1944 die"Krakauer Begrüssung" komponierte---das wäre ja dann wohl ein klarer Punkt für Atterberg,zu den Einflüssen(oder Nicht-Einflüssen)Straussscher Musik kannich nichts sagen,dazu kenne ich dessen Werk zu wenig(Zarathustra und der Till sind mir wohlbekannt) aber Sibelius und Nielsen zählten ganz sicher nicht zu Atterbergs "Unbekannten"---hör Dir mal die 2 Symphonie an die strotzt nur so von Sibeliusianischen Einflüssen----------------Das er kein verblödeter Trottel ist und das komponieren beherrscht beweist er ja in seiner 9 Symphonie---das er die Neue Musik verwenden kann,aber nicht muss,schließlich lebte er ja im demokratischen Schweden!!!

    Nun kann man solche Musik durchaus mögen, aber es muß einem durchaus klar sein, daß Atterberg kein herausragender Komponist ist, sondern einer unter sehr vielen, die sich von der Romantik nicht nur nicht lösen können sondern nicht einmal deren Grenzen ausschreiten. Oder anders gesagt: Jedes Land hat seinen Atterberg, zumeist sogar in mehrfacher Ausfertigung. Manche von diesen Atterbergs verdienen sich dabei viel eher eine zyklische Einspielung als der Atterberg.

    WER WILL DAS ENTSCHEIDEN?!---Für viele zählt Atterberg jedenfalls zu den grossen Symphonikern des 20 Jahrhunderts und jenen schließe ich mich gerne an!!!!!!!!!


    In diesem Sinne und nichts für ungut aber das musste ich hier einfach mal "zurechtrücken"----------------------------------------------------------------------Freundlich grüsst:KALEVALA