Beiträge von Felix Meritis

    So kann man das natürlich sehen und für sich so praktizieren. Vielleicht bist Du ja auch zufrieden, wenn Du eine Waschmaschine von Miele bestellst und eine von Gorenje bekommst. Wäscht ja auch. Man kann das aber nicht von anderen erwarten.

    Also ich erwarte mir schon von einem gereiften Konzertgänger, dass er bei Absage aus gesundheitlichen Gründen dem Künstler den Krankenstand zubilligt. Wir leben in Europa ja zum Glück nicht in einer "bist du krank, bist du tot"-Gesellschaft.

    Natürlich wird man das einem Künstler zubilligen, aber eben nur, wenn man nicht das Gefühl hat, dass es unverhältnismäßig oft vorkommt. Denn dann wird man den Künstler halt irgendwann als unzuverlässig einstufen und keine Karten mehr kaufen.

    Wenn ich in dem Kalender nach Konzerten in Österreich und Deutschland suche, finde ich nur alte Konzerte.

    Wenn ich auf diese Liste blicke, die auf Drücken des Links erscheint, sehe ich sehr wohl Anhäufungen von Konzerten, etwa im Januar.

    Außerdem, woher willst Du wissen, dass diese Zahl an Konzerten, gesundheitlich nicht zu viel ist?

    Frust, da sagst Du was. Ich habe ja bereits gesagt, das ich Dein Nichtverstehen zur Kenntnis nehme. Aber offensichtlich muss ich auch das wiederholen. :sleeping:

    Was willst Du eigentlich? Dass die Stars weniger Konzerte geben, damit sie weniger absagen, weil Absagen ärgerlich sind? Ob dadurch anteilsmäßig weniger abgesagt werden würde, ist gar nicht sicher (gesundheitliche Gründe lassen sich ja nicht im Terminkalender auf die freien Stellen verschieben). Sinnvoller wäre es, dass sich gefrustete Konzertbesucher in ihrer Erwartungshaltung anpassen und auch Einspringer akzeptieren.


    Aber Du jagst irgendwie einer Verschwörung hinterher, scheint mir.

    So kann man das natürlich sehen und für sich so praktizieren. Vielleicht bist Du ja auch zufrieden, wenn Du eine Waschmaschine von Miele bestellst und eine von Gorenje bekommst. Wäscht ja auch. Man kann das aber nicht von anderen erwarten.

    Das ist sicherlich ein großes Problem aber ein anders gelagertes (mehr von der Abnehmerseite). Mehr Konzerte zu planen als man realistischerweise umsetzen kann, erinnert mich an die Praxis der Fluglinien, mehr Tickets zu verkaufen als es in einem Flieger Plätze gibt. Solche Überbuchungen werden dann zu einem Problem, wenn man deutlich mehr Tickets verkauft als man Plätze hat.

    Solistenteams planen die Konzerte. D.h. es wird schon damit geworben, dass das Konzert von Solist A, B oder C gespielt werden kann. Dann weiß man, was man kriegt.

    Das kann doch bitte nicht ernst gemeint sein. Wie oft gehst Du in Konzerte? Ich nehme an, nicht oft, sonst würdest Du anders darüber schreiben.

    Felix tut ja so, als würde jedes 2. Konzert mit anderen Solisten als angekündigt stattfinden. Was kann man daraus lernen? Nicht alles glauben, was man so im Internet liest ...

    Na servas, putto und der nach Rimskys Orchesterstück Benannte als Tag Team of Disruption! Gratuliere zur abartigen Fehlinterpretation meines Posts!

    Er hat halt - abseits von Stochastik - ziemliches Pech gehabt und ist daher verärgert, was IMHO verständlich ist.

    Mir geht's nicht ganz in die Birne, ob/ warum dass eine epische Diskussion nach sich ziehen muss, gründet die Verärgerung doch auf persönlichen Vorstellungen und Haltungen. Die kann man doch einfach mal so stehen lassen, zumal wir noch konkretere Gründe der Wang-Absage sowieso nicht gewahr werden, über die man dann würde urteilen können.

    :cincinbier:

    Mir gehen die Absagen Wangs persönlich vollkommen überall vorbei, aber ich finde das Phänomen (Wang ist eben nicht die einzige), unzählige Konzerte zu planen und Karten dafür zu verkaufen, aber diese Zahl an Konzerten, wiederholt und, wie es aussieht, wohlwissentlich nicht realisieren zu können, höchst fragwürdig. Das ist extrem unfair dem Publikum gegenüber, rücksichtslos.


    Zwei mögliche Lösungen:

    1. Weniger Konzerte mit mehr Ruhepausen

    2. Solistenteams planen die Konzerte. D.h. es wird schon damit geworben, dass das Konzert von Solist A, B oder C gespielt werden kann. Dann weiß man, was man kriegt.

    Ja, sorry verlesen. 3 von 5. Bei einer Absagefrequenz von 10% wegen Krankheit, wäre halt maximal eines zu erwarten. Aber das hat mit Music Lovers persönlichem Beispiel nur am Rande zu tun, denn das funktioniert prinzipiell von Hamburg unabhängig.

    Ich schließe aus all dem, d.h. Music Lovers Beispiel und dieser Seite, aber auch die hohe Trefferzahl bei Google mit Yuja Wang + Absage, dass Wang einen sehr hohen Anteil ihrer Konzerte absagt.

    Nun ist es natürlich möglich, dass sie häufig indisponiert ist, da sie zu viele Auftritte und zu wenige Ruhepausen einplant. Leider ist aber letztlich sie selbst für die Planung verantwortlich, was heißt, dass es ein großer Anteil der Kartenkäufer enttäuscht wird. Mit der Argerich wurde von Harnoncourt (unserem) ein noch extremeres Beispiel gebracht. Das heißt, es werden massenhaft Karten mit berühmten Solistennamen verkauft, ohne die Zusagen wirklich einhalten zu wollen. Wie nennt man das noch mal?

    Somit ist klar, dass Deine Wahrscheinlichkeitsrechnung wenig Kontakt mit dem hat, was Du damit beschreiben/beweisen wolltest.

    Falsch. Dieses eine zusätzliche Konzert sagt gar nichts zu meiner Rechnung zur Krankheitswahrscheinlichkeit aus. Aber der Link ist interessant, weil unten die abgesagten Konzerte zu finden sind. Somit wissen wir jetzt genau, dass Wang in diesem kurzen Zeitraum vier von fünf Konzerten in Hamburg abgesagt hat.

    Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen! ^^

    Noch immer ist nicht ganz klar, was Music Lovers Frustration mit den Zahlen zu tun hat? Musst du noch mal erklären. Sein Fall ist statistisch natürlich sehr wohl aufschlussreich, da unter gewissen Voraussetzungen, welche oben ausgeführt sind, als Ergebnis unwahrscheinlich. Und wenn man sich einem unwahrscheinlichen Ergebnis gegenübersieht, ist es ratsam zu überlegen, ob diese gewissen Voraussetzungen tatsächlich gegeben waren.

    4x in zwei Jahren, sehr viel öfter kann sie nicht in Hamburg gewesen sein. Und falls die Konzerte nicht alle in Hamburg waren, so fällt eben nur Erklärung 1 weg, aber nicht 2. 4x eine Niete zu erwischen, bleibt selbst unter der Annahme, dass Wang überdurchschnittlich oft krank ist (10% der Zeit) sehr, sehr unwahrscheinlich. Mir geht es darum, anzuerkennen, dass es deshalb nicht "unanständig" ist, die gegebenen Begründungen in Zweifel zu ziehen. Muss man sich aus Anstandsgründen zum entmündigten Ja-Sager degradieren lassen?

    Aber vielleicht ist es besser, das "Mathebeispiel" anhand dem Beispiel von Yuja Wang und music lover aufzuklären:

    Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Wang für eine 30-jährige überdurschnittlich oft krank ist (10% des Jahres entspricht etwa fünf Wochen) ist es sehr unwahrscheinlich, dass music lover das passiert, was ihm nun einmal passiert ist; das unter der Annahme, dass sich die Krankentage zufällig verteilen. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Hypothese, abgesagt würde nur, wenn Wang krank ist, falsch ist.

    Zwei mögliche Erklärungen gibt es: 1. Hamburg ist viel öfter von Absagen betroffen, 2. es gibt eine insgesamt viel höhere Zahl von Absagen, die aber dann nicht von einer Krankheit herrühren.