Beiträge von Michael Schlechtriem

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    Sie ist in Moskau aufgewachsen (oder hat dort studiert), weil ihr Vater dort ein Diplomat war. Studiert hat sie bei Rostropowitsch, und kannte daher auch Schostakowitsch, Britten, und ich glaube, Weinberg.

    Sie hat nicht in Moskau studiert.
    Und ist da auch nicht aufgewachsen.
    Sie hat auch niemals bei Rostro studiert und kannte weder Schosta noch Britten oder Weinberg.persönlich.
    Sie hat Britten aufgeführt,das ist richtig.Ganz am Ende Ihres Lebens


    Entschuldigung,aber was postes Du hier für einen Unsinn?
    Solche Sachen verärgern mich.
    Du hast wohl falsch gegoogelt.
    Mannmannmann.
    Note 6. Setzen

    Die Cellistin Anja Thauer ist ein sehr tragisches Kapitel.
    Sie beging 1973 im Alter von 28 Jahren Selbstmord.
    Sie wurde von Ihrer Mutter dominiert und hat dann doch die Liebe Ihres Lebens gefunden mit einem
    verheirateten Arzt.
    Als dies in die Brüche ging(die Gründe dürften wohl bei Ihrer Mutter zu suchen sein) beging Sie Selbstmord,und fünf Tage
    später brachte sich Ihr Liebhaber auch um.


    Jetzt gibt es eine tolle,super gut recherchierte Doku der BBC,welche seit heute online ist.
    Ich weiß leider nicht ,wie lange das online bleibt.


    Jedenfalls kommen da viele Musiker und Kritiker zu Wort.
    Tully Potter z.B. und........ich auch.
    Denn ich wurde vor einiger Zeit von der BBC interviewt deswegen.


    Hier ist die Ankündigung des Guardian:
    https://www.theguardian.com/mu…NqY4vJ9nsuQzlS2RYeIwOSn5A



    Und hier ist der link zur Sendung.
    https://www.bbc.co.uk/programm…gHaX-m_9rSlCCSCA0rIQp_cbs




    Ich mußte ziemlich lachen,als ich mich englisch quatschen hörte.


    Die Doku ist klasse!!!!
    Ich kann sie nur jedem Cello interessierten empfehlen.


    Anja Thauers Aufnahme des Dvorak Konzertes war übrigens 1969 für mich das erste mal,dass ich ein Cello hörte.
    Da war ich fünf.
    Und vielleicht wäre es besser gewesen,ich hätte es nicht gehört. ;)

    Hier in der größten Stadt der EU schnellen die Zahlen auch in die Höhe. Man darf pessimistisch gestimmt sein. (Gestern habe ich zum ersten mal wieder ein fast leeres Klopapier Regal gesehen.

    Es ist furchtbar.
    Und morgen kommt mein Geigenbauer aus Frankreich mit einem aktuellen negativen Test zu mir für eine Woche.
    Im Frühjahr haben wir das gelassen, und ausgerechnet jetzt ist wieder annähernd Lockdown.
    Zum Kotzen.
    Anstatt dass sich alle mal an die Regeln halten,was ja nun nicht so schwierig sein sollte,ist jetzt schon wieder
    Klopapier ein Problem.


    Ich bin sehr,sehr traurig.
    Man muß irgendwie akzeptieren,dass viele Mitmenschen einfach nur blöde und selbstsüchtig sind.
    Das macht auf die Dauer krank, ich kann es nicht anders sagen.
    Noch niemals voher wurde es so klar, dass sehr,sehr viele Mitmenschen einfach nur asozial sind.
    Und sich auch so verhalten.

    Mit Star Wars Musik kann sie sich natürlich leicht in die Herzen des Mainstreams spielen.

    Die Werke von John Williams sind keine Kleinigkeit.
    AUCH das will sehr gekonnt gespielt sein.

    Auch nicht mehr, als wenn man als Pianist Für Elise spielt.

    Diesen Vergleich finde ich befremdlich.


    Ich bin kein Fan von Ihr,aber dass Sie eine großartige und einzigartige Figur unter den Geigern ist,
    das sollte eigentlich klar sein.

    Die MIDI Wiedergabe aus der Notationsdatei ist sozusagen die beste Möglichkeit "des armen Mannes", der sein Werk nicht selbst spielen kann oder keinen Interpreten findet. Herr Brahms würde es wahrscheinlich auch mit den heutigen Möglichkeiten nicht so machen

    Lieber Scherzo,
    danke für Deine liebe Antwort.
    Ich gebe Dir da auch vollkommen Recht.
    Heutzutage komponieren sehr viele (übrigens auch meine Mutter,welche eine recht angesehene Komponistin für Chorliteratur ist) mit Hilfe dieser Computerprogramme.
    Dagegen ist gar nichts zu sagen,das ist Standard heute.


    Aber falls ich mir als Komponist nicht völlig sicher bin,ob mein Erguss auch möglich zu spielen ist,dann würde ich mich fachkundig machen.
    Und genau das tuen viele nicht mehr,übrigens auch Profis,die es besser kennen sollten und müßten.


    Man sollte dann Instrumentalisten fragen, ob etwas möglich ist und/oder vor allem klingt.
    Aber das war schon in den 70er und 80er Jahren ein Problem,vor MIDI und PC.
    Ich habe recht viele Ergüsse damals aufgeführt oder erstaufgeführt,wo der jeweilige Komponist nur anhand von Tabellen
    meinte zu wissen,was auf dem jeweiligen Instrument möglich sein sollte.
    Was oft nicht der Fall war.
    Das war oft ärgerlich,denn da gab es schon Hornochsen,welche sich für die größten hielten und uns Instrumentalisten
    nur als Fußvolk ansahen.
    Dies waren zu 100% Wichtigtuer und Angeber.
    Es gab aber auch immer wenige Komponisten damals,welche sich wirklich auskannten und vor denen ich
    Respekt hatte.


    Und heute kann sich jeder halt sein Ding am PC abspielen lassen,wo es natürlich funzt.


    Insoferne gebe ich Putto Recht, dass man sich dann bei Nichtwissen besser dazu entscheidet, Maschinenmusik zu schreiben.
    Das ist nichts falsches,wenn es wirklich so gedacht und ausgeführt ist.


    Putto hat das ja schon ausgiebig und sehr,sehr gut beschrieben und erklärt.
    Er hat da einfach Recht.

    Das Problem liegt daran, dass das „Bogenschema“ nicht einprogrammiert ist.
    Mit anderen Worten: Der rechte Arm weiss nicht, auf welcher Saite sich die linke Hand gerade befindet.

    Unter autogenem Training stellt man sich den gesamten Ablauf vor,also auch,wo sich die linke Hand befindet.
    Das ist ja der Trick.
    Mir ist jetzt nicht klar,wo da ein Problem liegen sollte.
    Diese Methode nennt sich übrigens Mentales Training.
    Und ist nicht so zwischendurch erlernbar.


    Davon abgesehen habe ich gelernt,aus dem Bogenarm heraus zu spielen und zu denken.
    Und dass die linke Hand dann automatisch weiß,wo sie hin muß.
    Ich denke beim spielen kaum an die linke Hand,denn die tut automatisch,was sie soll.
    Es gibt immer mal Probleme,wenn sich der Tausendfüssler Gedanken macht über den 999. Fuß.
    Ich denke, dass ich ganz einfach einen völlig anderen Weg erlernt habe,und dass sich daher ein
    weiteres Gespräch im Grunde nicht wirklich lohnt.
    Jedenfalls weiß mein rechter Arm immer,wo sich die linke Hand befindet.
    Ich fände es befremdlich,wenn es nicht so wäre.


    Und natürlich ist Üben mit Metronom sehr wichtig.
    Da gibt es nicht nur langsam anfangen und schneller werden,sondern viele andere Varianten auch.
    Da kann man auch selber herumprobieren,was einem gefällt.
    Denn das Metronom gibt immer den jeweiligen Zeitrahmen vor.


    Die Klopfmethode kenne ich auch und sage nichts dagegen.
    Aber mein Ding war diese nie.
    Ich hatte nie einen Unterricht in derartigen Methoden, bei mir wurde vieles mit Bildern,Vorstellung
    und Phantasie vermittelt.Deshalb mag ich auch den Ansatz des mentalen Trainings sehr.


    Und ansonsten habe ich jetzt genug dazu gesagt,denn ich habe keinen Bock
    auf einen virtuellen Wettbewerb über die besten Übemethoden.


    Ich gebe hier keinen virtuellen Unterricht sondern gebe nur vereinzelt Tips.
    Und hier ist es jetzt auch genug damit für mich.

    Nun präge ich mir mental genau die Stellen ein, wo der Bogen sozusagen 'unrund' wechselt, und mache das sehr entspannt und in Dauerschleife.

    Kannst Du autogenes Training?


    Oder machst Du gerne Spaziergänge?


    Deine mentale Methode ist nämlich ziemlich gut.
    Ich mache das auch oft so und "spiele" in großer Entspannung diese Stellen dann im Geiste durch.
    Unbrauchbare Fingersätze oder schlechte Bogenwechsel bemerke ich dann sofort.
    Man kann auf diese Weise sehr viel unnützes Üben vermeiden.


    Beim Gehen ist es etwas "normaler" , denn da kann ich in jeder Taktart "gehen" und mir dann Bogenwechsel oder vor allem
    rhythmische Abfolgen auf mein Gehen vorstellen.Hilft sehr bei Triolen.


    Und falls da etwas nicht stimmt,komme ich von selber beim Gehen in's Straucheln und bemerke den Fehler.
    Das ist alles Futter für's Gehirn, und das benötigt man mehr,als man erstmal denkt.

    Hi Michael - vielen Dank. Ja die Violin-Saiten sind wirklich dünn. Ich rubbel das alte Kolophonium öfter mit einem nassen (und danach trockenem) Handtuch runter, hat dem Lack auch noch nie geschadet... muß aber auch zugeben daß ich kein superteures Instrument habe..

    Meine Kollegen nehmen immer ein trockenes Tuch.Soviel weiß ich natürlich.
    Dieses hohe furchtbare Quitschen,was dabei passiert, ist ja nicht zu überhören und macht anscheinend Spaß. ;)

    ch finde deine Anmerkungen wirklich interessant - hoff das ist jetzt keine blöde Frage: Kann man die Stahlwolle und langsame Kolophonium-Auftrage Technik auch für die Violine benutzen?

    Hallo Gerhard,
    das ist keine blöde Frage.
    Ich bin ja nun Cellist und nicht Violinist,also was das angeht ein Fachidiot. :D


    Das mit der Stahlwolle würde ich jetzt bei Violinsaiten nicht verantworten wollen, ich müßte da mal nachfragen.
    Ich denke aber, daß es eher nicht geeignet ist für die viel dünneren Violinsaiten.


    Bei dem langsamen Auftragen des Kolophonium sehe ich aber kein Problem.
    Ich weiß.daß es beim Cello etwas bringt, und bei einer Violine kann es jedenfalls nicht schaden.
    Aber eine Violine spricht viel schneller an als ein Cello,daher bin ich mir nicht sicher,ob solche Tricks dort nötig sind.
    Ich denke,eher nicht.
    Ausprobieren,DAS kann nichts schaden.
    :wink: Michael


    P.S.Das gehört jetzt nicht in diesen thread, aber ich schreibe es trotzdem hier.
    Ich fragte ja bei deinem Klavierstück,warum es in h-moll steht.
    Das hatte nämlich einen Hintergedanken:
    Stünde es in a-moll,dann hättest Du zumindest einige der irrwitzig schnellen Passagen der rechten Hand
    als Glissando schreiben können.
    Weil Da keine oder weniger schwarze Tasten im Weg wären.
    DANN wäre es mit etwas Umarbeiten spielbar..... ;)