Beiträge von EK_BT

    Die vom SWR selbst in der Reihe "SWR Music" herausgegebene CD benennt das Orchester ausdrücklich als "SWR Sinfonieorchester". Ich habe die Orchesterangabe "Sinfonieorchester" nur in die ans Griechische angelehnte Angabe "Symphonieorchester" umgewandelt, weil sich das von Teodor Currentzis geleitete Orchester heute selbst so nennt. Vielleicht ein Fehler, für den ich mich entschuldigen möchte, zumal ich selbst stets die Bezeichnungen Sinfonie (statt "Symphonie") und Sinfonieorchester (statt "Symphonieorchester") verwende.


    Der Aufnahmeort ist das Hans Rosbaud-Studio in Baden-Baden. Es dürfte sich angesichts dessen um das Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden handeln, mit dem Benjamin Britten am 1. Dezember 1956 diese Aufnahme machte. Vielen Dank für Deinen Hinweis!

    Auch Dir Danke! Hans Rosbaud-Studio Baden-Baden als Aufnahmeort weist in der Tat auf das Sinfonieorchester des Südwestfunks (bzw. um es ganz genau zu nehmen: bis 1966 "Großes Orchester des Südwestfunks" ^^ ) als Ensemble.


    Ich meine zwar, daß es sorgfältiger von SWR und Hänssler gewesen wäre, den Orchesternamen nicht um die Ortsangabe zu kürzen, aber 2010 war die Fusion (und das folgende Verwechslungsrisiko) wohl noch nicht absehbar.


    :cincinbier:

    Mir stehen zwei Aufnahmen zur Verfügung, nämlich mit dem SWR-Symphonieorchester unter der Leitung des Komponisten (rec. 1.12.1956)

    Diese Angabe irritiert mich etwas: Das SWR-Symphonieorchester gibt es erst seit 2016, als das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (vormals Sinfonieorchester des Südwestfunks) und das RSO Stuttgart fusioniert wurden.


    Und den SWR gibt es erst seit 1998. Vorher gab es im Südwesten zwei Sender: den SWF in Rheinland-Pfalz und im Südwesten Baden-Württembergs (nach dem Krieg französische Zone) und den SDR im Norden und Osten Baden-Württembergs (zur amerikanischen Zone gehörig).


    Daß entweder der SWR oder Hänssler eine Aufnahme, die Jahrzehnte vor den Fusionen entstand, als eine des "SWR-Symphonieorchesters" deklarieren, finde ich recht salopp. Geht aus dem Beiheft hervor, welches der ursprünglichen Ensembles gespielt hat, vielleicht anhand des Aufnahmeortes?


    Nachtrag: Ich habe mir jetzt das Kleingedruckte auf dem Rückcover angesehen und die CD ist 2010, also vor der Orchesterfusion, erschienen. Da die Schreibweise "SWR Sinfonieorchester" mit "Sinfonie-" statt "Symphonie-" (wie beim Fusionsorchester) verwendet wird, vermute ich, daß das Baden-Baden/Freiburger Ensemble gespielt hat?

    Möchtest Du selbst diese Nichterwähnung von JoAnn Falletta auf der Facebook-Seite von Nathalie Stutzmann richtigstellen, oder soll ich das übernehmen? Ich möchte mich nicht mit "fremden Federn schmücken", daher gebührt es Dir, insoweit die PR-Angestellten von Frau Stutzmann zu korrigieren.


    :cincinbier:

    Danke, aber ich bin nicht bei Facebook angemeldet und habe nicht vor, das zu ändern. Von mir aus hast Du freie Hand.


    Ich muß mich wohl etwas verbessern: 1998 wurde JoAnn Falletta als Music Director des Buffalo PO designiert, fest besetzt sie den Posten seit der Saison 1999/2000. Man kann natürlich diskutieren, welche Orchester "major" sind (zuvor war sie MD beim Long Beach SO und beim Virginia SO), aber etwa ein gewisser Zachary Woolfe bei der NYT betrachtet in einem Artikel von 2016 ihren Amtsantritt in Buffalo als erstes Mal, daß eine Frau die Leitung eines "major American ensemble" übernommen habe.


    Buffalo Philharmonic, Once Languishing, Has Come a Long Way (Published 2016)
    The orchestra’s fortunes have improved in the years since JoAnn Falletta took over, and she hopes to make it more central to the city’s identity.
    www.nytimes.com


    :cincinbier:

    Oder Nathalie Stutzmann, die eine gefeierte Altistin, aber auch ab der Saison 2022/23 Chefdirigentin des Atlanta Symphony Orchestra (übrigens als zweite Frau in den USA - nach Marin Alsop - überhaupt ein Chefdirigentenamt bei einem großen Orchester übernimmt) und bereits jetzt Erste Gastdirigentin des Philadelphia Orchestra ist.

    JoAnn Falletta ist seit 1998 Music Director des Buffalo Philharmonic Orchestra. Das Buffalo PO ist vielleicht nicht das allererste Ensemble, an das man hierzulande bei "großem US-Orchester" denkt, aber unter ihren Amtsvorgängern dort finden sich etwa William Steinberg, Josef Krips, Michael Tilson Thomas, Julius Rudel und Semyon Bychkov.

    William Kapell, Fritz Reiner und das (nicht lachen) Robin Hood Dell Orchestra.


    So lachhaft ist das Orchester gar nicht. Robin Hood Dell Orchestra war ein Aliasname des Philadelphia Orchestra.


    Das Robin Hood Dell ist eine Senke im Fairmount Park, Philadelphia, in der 1930 eine Freiluftbühne errichtet wurde. Dort gab das Philadelphia Orchestra bis 1976 im Sommer Konzerte. Den Namen erhielt der Ort wohl von einer im 18. Jahrhundert dort gelegenen "Robin Hood Tavern".

    Das müssten mE unterschiedliche Aufnahmen sein. Sarastes Sibelius-Zyklus auf RCA ist mW ein paar Jahre älter als die Finlandia-Aufnahmen. Davon abgesehen gehört Finlandia zu Warner Music, nicht wie RCA zu Sony.


    Was ist denn das für eine "Piano Sonata No. 2" von Strawinsky auf diesem Album? Ich kenne von Strawinsky nur die Sonate für Klavier von 1924, die ich in Aufnahmen von Marcelle Meyer (rec. 2.-3.5.1955) und von Jenny Lin (rec. 20.-22.6.2013) besitze.


    Das dürfte dieselbe sein. Laut englischer Wikipedia hat Strawinsky zuvor 1904 eine frühe Klaviersonate fis-moll komponiert. Diese hielt Strawinsky selbst anscheinend nach seiner Emigration für verloren, sie wurde aber wie andere Frühwerke in der Leningrader Nationalbibliothek bewahrt und posthum veröffentlicht.

    Wenn man sie noch findet, gab es die Mork/Zimmermann-CD in einem Set mit den Sinfonien unter Sawallisch, unschlagbar günstig und beinahe durchweg Top-Aufnahmen.


    -> <-

    Bei Deinem Link wird merkwürdigerweise, sobald man auf die Marketplace-Angebote klickt, statt des Orchestermusik-Sets das Kammermusik-Set aus derselben Jubiläumsedition angezeigt?


    Hier scheint es die Orchestermusik-Box unter einer anderen ASIN zu geben:



    Außerdem noch enthalten in dieser netten Box von 2010 sind:
    - Das Klavierkonzert mit Christian Zacharias, das Konzertstück für vier Hörner und die "Manfred"- und "Genoveva"-Ouvertüren, ebenfalls mit dem RSO Köln dirigiert von Hans Vonk.
    - Die Ouvertüren "Die Braut von Messina" und "Hermann und Dorothea" mit dem Philharmonia Orchestra dirigiert von Riccardo Muti.
    - Introduction und Allegro appassionato op.92 mit Daniel Barenboim und dem Philharmonia Orchestra dirigiert von Dietrich Fischer-Dieskau.

    Ich würde wie Felix auf den französischsprachigen Raum tippen. Darauf scheint mir auch der abgeschnittene Schriftzug auf dem Passepartout hinzudeuten. Das Me ist im Französischen die Abkürzung für "maître", wobei das an sich eine Anrede für Juristen ist.



    Nach kurzer Google-Suche gab es anscheinend in Calais 1900f. einen Photographen namens Maurice Boin. Die Schriftart auf dem ersten Passepartout im Link scheint mir auch sehr ähnlich, wenn nicht dieselbe zu sein, allerdings Mce statt Me.



    Ich nehme ebenfalls an, daß es keine Militäruniformen sind, sondern eine Hotellivree.

    Daniel Barenboim hat seine aktuelle Sicht der 32 Sonaten auf CD gebannt, es ist m.W. seine dritte GA.


    Auf CD ist es seine vierte, meine ich. Es gibt noch seine erste GA aus den späten 1960ern bei Warner/vormals EMI, eine GA aus den frühen 1980ern bei DG, und eine 2005 live aufgenommene bei Decca in der "Beethoven for All"-Reihe.


    Außerdem gibt es alle Sonaten auch noch als Videos von 1983/84 bei EuroArts auf DVD und BluRay, sowie auf deren Youtube-Channel.

    Eine höchst merkwürdige Box! Warum nicht die missratenen Streichersinfonien unter Leitung Masurs dazu?


    Masurs Aufnahmen der Streichersymphonien liegen doch mW bei Berlin Classics, also andere Firma. Da wendet man doch bei so einer Niedrigpreis-Box nicht Arbeitszeit und Geld auf, eine Lizenz zu erwerben, wenn man doch einfach schnell was aus dem eigenen Katalog reinpacken kann.
    :whistling:



    Francis Poulenc
    - Konzert g-moll für Orgel, Streicher und Pauken
    - Concert champêtre für Cembalo und Orchester
    Simon Preston, Orgel
    Everett Firth, Pauken
    Trevor Pinnock, Cembalo
    Boston Symphony Orchestra
    Seiji Ozawa
    :wink:

    nackter oberkörper war dann erst bei verteidigungsminister scharping im pool angesagt.


    Na, das gab es schon ein gutes Stück vorher, wenn ich einmal das (damals tatsächlich) skandalträchtige Badehosenfoto von Friedrich Ebert und Gustav Noske 1919 in Erinnerung rufen darf? :whistling: