Beiträge von eloisasti

    @FairyQueen,
    kann dir eigentlich nur zustimmen. Ich praktiziere nicht Yoga, sondern Qigong - wohl auch ein Grund, warum mir von Anfang an, trotz Einschränkungen (Gleichgewicht) durch die Gehirnblutung ein gutes Körpergefühl attestiert worden ist.Was mir auch bei der Wiedererlangung der Gehfähigkeiten hilft.
    Seit einiger Zeit verwende ich auch eine Magnetfeldmatte - gut für die Gelenke und Durchblutung. Verspannungen lösen kann sie allerdings auch nicht ....


    Mehr später - ich bin dzt nicht so gut drauf (Verdauung) und habe einfach keinen Nipf zum Computerlesen (eh nur am Laptop, der große ist zu anstrengend ... )


    BG elo

    Ich wollte einfach vermeiden, dass der thread im Nirvana der Nach-24-Stunden verschwindet.


    @ Paula: Meiner Ansicht nach betrifft das Thema Verspannungen und Gegensteuern sehr wohl auch Hobby-Instrumentalisten, denn viele von ihnen spielen sicher aus Begeisterung länger als nur eine Viertelstunde pro Tag. Und wenn jemand dann Autodidakt ist und sich eine Haltung selbst beibringt (so war meine Gitarren-Haltung vor dem Studienbeginn - ich musste dann voll umlernen), hat er sich schnell, ohne dass ihm das vielleicht bewusst wird, einige Verspannungen eingehandelt. Und 2 Stunden pro Tag spielen, wie du: das ist schon eine ganze Menge, finde ich.


    @ philmus: Das mit der entspannten Haltung beim Gitarrespiel stimmt schon. Aber: Ich hatte einen wirklich guten Lehrer, der sehr darauf geachtet hat - und trotzdem kann auch er die Physik nicht umkehren: der linke Arm bewegt sich ohne Stütze, die Muskeln fangen das ab. Das habe ich bei der Physiotherapeutin neulich genau gespürt, das Ziehen im Oberarm, und das führt nach oben in die Schulter, in den Nacken. Da finde ich, ist wenigstens eine physiotherapeutische Untersuchung durchaus sinnvoll. Vielleicht gibt es Maßnahmen zum Gegensteuern, wenigstens aber solche zum richtigen Bewegen, um die Verspannungen nicht noch anzufeuern. Damals habe ich das nicht bemerkt, dass ich verspannt bin!
    Auch Cembalo muss man nicht mit Buckel spielen ...


    @ Michael,
    verständlich, dass du keine Lust mehr hast, zu schreiben. Deine Beiträge dazu habe ich leider nicht gelesen. Ich kann dir nur wünschen, dass du irgendwie aus deinem Dilemma rauskommst!


    Grüße, eloisasti

    Also haben die Instrumentalisten hier kein Interesse daran, ihren Körper in bezug auf Verspannungen und deren Auflösung bzw. Vermeidung sowie Bewegungsabläufe zu überprüfen? das finde ich schon erstaunlich ....
    Verspannungen über einen langen Zeitraum können übrigens auch andere Erkrankungen auslösen. Das Gehör ist da so ein Beispiel.

    Physiotherapie für ausübende Musiker

    Liebe musizierende Capricci,


    es scheint mir, als gäbe es noch keinen thread zu diesem Thema, daher eröffne ich mal einen. (Falls doch: bitte zusammenführen.)


    Aus gesundheitlichen Gründen bin ich derzeit in physiotherapeutischer Behandlung. (Wegen einer Gehirnblutung hatte ich einen gestörten Gleichgewichtssinn und muss nun Bewegungen in ihrem Ablauf wieder lernen. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie viele Bewegungsabläufe wir unbewusst machen und falsch machen: Aufstehen/Hinlegen etwa, oder sich bücken ...
    Bei einer Nervenmobilisation hat die Therapeutin festgelstellt (und ich gespürt), dass mein linker Arm-Schulter-Bereich ziemlich blockiert ist. Nur links. Woher das kommt, sagte sie mir auch: wenn man über eine längere Zeit etwas festhält, ohne dabei einen Halt zu haben. Ganz klar für mich: das Gitarrespiel (habe Gitarre studiert und auch lange eine 10-saitige gespielt).


    Ich glaube inzwischen, dass jeder ausübende Musiker, und dabei ist es egal, ob Amateur oder Berufsmusiker, eine physiotherapeutische Untersuchung machen sollte, um rechtzeitig Verspannungen gegenzusteuern, die auch weitere Folgen (bei mir eben: Gehirnblutung durch gymnastische Übung, jedenfalls glaube ich das - die Medizin weiß es leider nicht :D ) nach sich ziehen kann.


    Wie seht ihr das? eine Diskussion darüber wäre sicher anregend.


    beste Grüße,
    elo

    Ich verstehe irgendwie nicht, warum es zwischen Strauß und der totalen Ernsthaftigkeit so gar nichts gibt zu Silvester. Ein übliches Konzert am letzten Abend des Jahres, das habe ich schon bei HvK nicht verstanden.
    Kabalewskij ist mein Ding nicht, Rachmaninow auch nicht, jedenfalls nicht in diesem jahreszeitlichen Kontext.
    So habe ich dann abgeschaltet. Bin aber ohnehin derzeit nicht auf dem höchsten Level, was die Gesundheit angeht (Konzentration) ...

    Aber Muti kann das eigentlich gut. Ich habe sogar davon einige Konzerte als CD hier. Ich finde, da gab es weitaus weniger geschickte Dirigenten als er. Und Metha sollte sowas auch drauf haben. Seine Suppé-CD mit den Wienern finde ich klasse

    Das ist auch nur meine persönliche Meinung - ich will keinesfalls die Ansichten anderer schmälern. :)
    Für mich war von den "3 M" Maazel noch der interessanteste. Und man wundert sich, dass es heute keine anderen guten Dirigenten gibt ...

    Volle Zustimmung. Für mich endlich mal wieder ein wirklich schönes Neujahrskonzert.Zu erwähnen wäre für mich noch, dass auch ein viel gehörtes Stück, der Donauwalzer, seinen berührenden Moment hatte: in der Introduktion, die hier wirklich atmosphärisch die Walzerfolge vorbereitete. Viele mir unbekannte Stücke, darunter "Nasswalderin", eine Freude zum Anhören.
    Niederschmetternd für mich persönlich dann nur die Ankündigung (in den Medien) des nächsten Dirigenten. Da ist dann nichts Richtungsweisendes mehr, das Orchester kommt über seine Alteingesessenen, besonders die "2 M" (früher 3: Maazel, Mehta, Muti) leider nicht dauerhaft hinaus und bleibt in der eigenen Rührschüssel. Schade. Das nächste Neujahrskonzert werde ich dann wieder auslassen ...


    Auf Dudamels Zukunft bin ich gespannt.

    Kennt noch jemand Gerhard Seyfried? Für Berliner ein Muss! Ist zwar schon älter, aber noch immer ein Lese-Genuss. Und manches ist auch heute noch direkt aktuell, ich denke da an die Karikatur der "linken Oberschicht" in der "Invasion" ... :D


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    Ansonsten natürlich:



    Loriot, Loriot, Loriot. - Da muss ich, glaube ich, keine Buchlinks einstellen. ;)

    Nun, Allerheiligen und Allerseelen sind die Tage, an denen der Toten gedacht wird. Daher habe ich mir erlaubt, auch den folgenden Tag, den über "die Seelen" allgemein, einzubeziehen. :)

    Natürlich Bachs "Actus Tragicus" (Kantate BWV 106: "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit"), in der Interpretation von Gustav Leonhardt. Bild fand ich keines.


    Und auch Hugo Distlers "Totentanz": auch hier fand ich von der Interpretation des Concentus Vocalis leider kein Foto.

    weit unter 10 Jahren ... ich bin mit Klassik groß geworden, habe Musik live zu Hause erlebt. ;+) Wann ich zum ersten Mal im Konzert war, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall war das vor dem Schulalter. "Peter und der Wolf" war ein frühes Live-Hörerlebnis ... ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Aber erst mit 9 Jahren habe ich, nach einem vergeblichen Anlauf mit der Blockflöte :thumbdown: , mit Klavierunterricht begonnen und habe fleißig geübt, bis ich zwecks Studium übersiedelt bin und schlicht kein Klavier zum Üben mehr hatte ...


    BG - elo :)


    PS: Oh, der thread ist ja schon älter. - Und der gute Steiferl hatte es auch nicht bemerkt ... :D

    Würde man die Schaffung von "Evergreens" in die Kategorie "Genie" überführen, dann wäre auch der Komponist von "Ballade pour Adeline" ein Genie. 8)


    Im Ernst: Musikrezeption ist fließend, und man kann in Richtung Zukunft nicht voraussagen, ob eine Eigenkomposition je ein Evergreen werden könnte. Außer der Komponist will das unbedingt erreichen, untersucht die aktuellen Kriterien, die heute (!) dazu führen würden, und komponiert in eben dem style. Das wiederum ist allerdings kaum eigenständig und kaum genial, sondern schlicht: Anpassung.
    Was die Zukunft (also ca. im Zeitraum ab 10 Jahren aufwärts) an musikalischem Geschmack bringt, wissen wir nicht, da sie eng mit Gesellschaft(spolitik) zusammenhängt. Wir leben in einem Umbruch, wir können nicht voraussagen, welche Art klassischer Musik sich mal etabliert, welche Moden aufkommen, wieder verschwinden etc.

    Natürlich muss man davon ausgehen, dass Liszt seine eigene Vorstellung von dem Titel gehabt hat, und der gute Mann hat uns das tatsächlich nicht übermittelt, was er damit gemeint hat. ;)
    Was, wenn er mit dem Titel ganz einfach ausdrücken wollte, dass es sich nicht um bloße "Etüden" handelt, also Musik in einem bestimmten Schwierigkeitsgrad (man denke hier auch an die Etüden von Chopin oder auch z.T. Thalberg), sondern jede Etüde für sich ein Programmbild darstellt, das "über den bloßen technischen Erfahrungsbereich" hinaus erfüllt werden soll? dass er keine inhaltsleere Klimperei wollte?


    BG - elo

    Joachim Kaiser ... viel zu wichtig genommen. :thumbdown: Jedenfalls meiner persönlichen Meinung nach. Aber egal.


    Jedenfalls finde ich, dass er sich hier zu viel herausgenommen und eine sehr gute (!) Interpretation zu Unrecht abgewertet hat. Dass eine persönliche Meinungsäußerung von Kaiser dann solche Spuren hinterlässt, das finde ich wirklich traurig.


    (Und nein, ich will keinesfalls eine Diskussion über die Bedeutung von Joachim Kaiser.)

    Michael Ponti ist mir durch Alkan-Interpretationen (Solostücke, ich glaube, das war die Grande Sonate) ein Begriff. Damals war er, gerade was Alkan betrifft, quasi das Nonplusultra, da sich kaum jemand an diesen Komponisten gewagt hat. Mir kam das damals wie Tastentigerei vor: Hauptsache das Ziel erreichen, virtuos, aber dabei doch etwas wirr-überfordert.

    Tatsächlich hat noch niemand Elisabeth Leonskaja genannt (jedenfalls ist sie nicht in der obigen Liste)?
    Eine Aufnahme, die ich persönlich sehr schätze, ist



    Sie hat diese Liszt'sche Leichtigkeit gepaart mit russisch-grüblerischer Schwere, eine individuelle Note.


    Die Brahms-Klaviersonaten (Doppel-CD) sind auch sehr beeindruckend - konnte nur keine CD hochladen.


    BG - elo