Beiträge von AlexanderK

    1973: Peter Ruzicka initiiert den Druck des Werks im Sikorski-Verlag.
    1988: Alfred Schnittke zitiert das Werk in seinem Klavierquartett.
    2010: Martin Scorsese setzt das Werk in seinem Film "Shutter Island" ein.
    ("minus 100" 1910 Uraufführung Gustav Mahler Symphonie Nr. 8, bekannt als "Symphonie der Tausend")

    Das Musikstück der Woche ist der Klavierquartettsatz a-Moll von Gustav Mahler (1860-1911), komponiert ca. 1876/77 in Mahlers Studienzeit in Wien.

    Hier zu hören mit Noten:

    Gustav Mahler - Piano Quartet (1876) [Score-Video]
    Gustav Mahler - Piano Quartet (1876)Quarto QuartetIvan Penchev, violin; Darina Vassileva, piano; Tatyana Todorova, viola; Stoyan Bozhkov, cellohttp://quartoq...
    www.youtube.com

    Die wikipedia Einführung:

    Gustav Mahler – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Werkeinführung Villa Musica:
    Klavierquartettsatz a-Moll | Kammermusikführer - Villa Musica Rheinland-Pfalz

    Werkeinführung ARD Audiothek:

    Gustav Mahler: Klavierquartett a-Moll
    Philipp Quiring über Mahlers Klavierquartett, von dem nur der erste Satz erhalten ist. 16 Jahre ist der Komponist, hat seinen Stil noch nicht gefunden, sondern…
    www.ardaudiothek.de

    Wünsche eine erbauliche Hörwoche damit!

    Die Wiener Volksoper 2024/25:

    Georges Bizet, "Carmen". Premiere am 21. September 2024. Regie: Lotte de Beer, Musikalische Leitung: Ben Glassberg/Tobias Wögerer/Alexander Joel.
    Ella Milch-Sheriff, "Alma". Uraufführung am 26. Oktober 2024. Regie: Ruth Brauer-Kvam, Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber/Keren Kagarlitsky
    Johanna Arrouas / Jacques Brel u. a., "Der Krieg der Knöpfe". Uraufführung am 10. November 2024. Regie: Johanna Arrouas, Musikalische Leitung: Helmut Thomas Stippich
    Ralph Benatzky, "Im weißen Rössl". Premiere am 7. Dezember 2024. Regie; Jan Philipp Gloger, Musikalische Leitung: Michael Brandstätter/Roger Díaz-Cajamarca
    Viktor Ullmann / Wolfgang Amadeus Mozart, "KaiserRequiem". Premiere am 25. Jänner 2025. Regie und Choreographie: Andreas Heise, Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber/Keren Kagarlitsky
    Emmerich Kálmán, "Die Csárdásfürstin". Premiere am 8. März 2025. Regie: Johannes Erath, Musikalische Leitung: Tobias Wögerer/Alexander Joel
    Stephen Sondheim & James Goldman: "Follies". Österreichische Erstaufführung am 12. April 2025. Regie: Martin G. Berger, Musikalische Leitung: Ben Glassberg
    Peter te Nuyl / Keren Kagarlitsky, "Nurejews Hund". Uraufführung am 27. April 2025. Regie und Choreographie: Florian Hurler, Musikalische Leitung: Keren Kagarlitsky
    Wolfgang Amadeus Mozart, "Le nozze di Figaro". Premiere am 24. Mai 2025. Regie: Lotte de Beer, Musikalische Leitung: Ben Glassberg/Michael Papadopoulos
    Jonathan Dove, "Das verzauberte Schwein" (ab 6 Jahren). Österreichische Erstaufführung am 4. Mai 2025.

    Link dazu:
    Premieren Saison 2024/2025

    Das wäre bei diesem Werk sehr ungewöhnlich.

    EDIT. Die Jahreszahlen stehen für einen (Auch-)Intendanten, einen Komponisten und einen Filmregisseur. Alle drei sind (mit) dem Werk verbunden.

    EDT 2, Eine der drei Jahreszahlen minus 100, für den Komponisten des Musikstücks der nächsten Woche eine ganz wichtige Jahreszahl, verbunden mit einem Werk, das so ziemlich das Gegensätzlichste ist, was man sich zum Musikstück der Woche vorstellen kann..

    Amy Winehouse
    Back to Black (2006)

    Die tragisch früh verstorbene großartige Soulsängerin. Nachklang zum zuvor gesehenen gleichnamigen Kinofilm, den ich enttäuschend fand, zu oberflächlich, wenngleich er dank der wie ich finde sehr guten Hauptdarstellerin durchaus echtes Mitgefühl für das Schicksal der Künstlerin zu wecken vermag und verdeutlicht, wie authentisch ihre Lyrics sind.

    Ein später Dank nun auch von mir für die Streichquartettwahl der Woche. Habe Bartóks 4. Streichquartett im Konzert kennengelernt, am 28.1.2012 im Münchner Prinzregententheater, gespielt vom Hagen Quartett. Später habe ich alle Bartók-Quartette aus der DGG-Veröffentlichung des Hagen Quartetts erstmals durchgehört (und, völlig vergessen und jetzt ebenso wiederentdeckt, im Werkthread auch etwas dazu geschrieben). Beim Wiederhören dieser Tage hat mich wieder der langsame Satz besonders intensiv mitgenommen, und dann auch das Finale mit seinem "Le sacre Groove". Khampans Hinweis auf die fehlende Idiomatik macht mich neugierig, dies, sobald es die Zeit zulässt, mit von ihm und anderen empfohlenen Aufnahmen abzugleichen. Danke insofern für alle Anregungen dazu.

    oder in András Schiffs Aufnahme eines Zürcher Konzerts aus dem Jahr 1999, die von ECM veröffentlicht wurde

    (wohl identisch mit der YouTube Version).

    Diese Aufnahme habe ich soeben mit den (Henle-)Noten vor mir nochmal gehört. Das Mitlesen hat mir verdeutlicht, wie viel Schiff bewusst lyrisch angeht (etwa im Scherzo). Und wie hochvirtuos diese Sonate ist, was da die Pianistinnen und Pianisten "aber sowas von tüchtig zu arbeiten haben". Ein großartiges Livedokument, so eine CD-Aufnahme.

    Mein persönlicher Einschätzungsstand:

    Bin dieser Tage mit Vorraber (CD, impulsiver Entdecker), Schiff (noch youtube, bald auch CD, mit ihm fühle ich mich interpretatorisch sehr zu Hause), Horowitz (live 1975, Anschlagsdifferenzierung wie immer einmalig, mir aber zu wenig Psychologie der Musik) und Berrut (CD, gehe da gern in der Einschätzung mit Braccio mit) weiter dabei, seit gestern auch mit dem 3. Henle Schumann Klaviernotenband, der alle Fassungen zum Mitlesen und Spielen (wer´s kann) anbietet.

    Im 1. Satz sind für mich diese punktierten "Reiterpassagen" der Knackpunkt, ob mir eine Aufnahme gut gefällt. Höre sie lieber weniger humoristisch. Beim Mitlesen wurde mir der Schluss des Variationssatzes optisch verdeutlicht - neunmal hintereinander der f-Moll Akkord. Und das Finale läuft wie auch einige Beethoven- und Schubert-Finalsätze unglaublich viele Seiten fast durchgehend im Schnelltempo durch. Beim Mitlesen habe ich mich beim Melodieverfolgen verheddert, also bin ich umgestiegen, mitzählen und auf die Taktstriche achten.

    Vor allem Schiffs viersätzige und Berruts dreisätzige Aufnahmen werde ich nun immer wieder gerne hören.

    Vielen Dank nun auch von mir lieber music lover für diesen erneut ungemein bereichernden Höranstoß! Hatte, was Schumanns Klaviersonaten betrifft, bisher nur op. 11 und op. 22 im Blick und höre mich nun dieser Tage sehr gerne in op. 14 ein. Begonnen habe ich mit der Aufnahme von Franz Vorraber aus dessen Schumann-Gesamtaufnahme.

    Vorraber spielt das zweite Scherzo ergänzend vor der Sonate (viersätzige Fassung). Mir sagt das impulsive Spiel Vorrabers am etwas scheppernden Bösendorfer Flügel prinzipiell zu, es hat etwas von "sehr gutem Vom-Blatt-Spiel" für mich, viel Entdeckendes. Schiffs Aufnahme von 1999 (danke auch für diesen youtube Link!) verdeutlicht mir, warum trotz Vorrabers lexikalisch wie musikalisch-musikantisch großartiger Leistung Schiff der Berühmtere ist - Anschlagskultur, Reife, Souveränität stehen bei Schiff für sich.

    Vorraber braucht für den 3. Satz zehn Minuten, Schiff nur sieben. Vorraber spielt also wohl (muss das erst mit Noten checken) die längere Fassung dieses Satzes.

    Heute, am 12.4.2024, kann man Mahlers Symphonie Nr. 8 in NDR Kultur live aus Hamburg hören. Es dirigiert Semyon Bychkov.

    Im Link finden sich unter anderem eine sechsminütige Werkeinführung und das Programmheft zum Herunterladen.

    Semyon Bychkov: Mahlers "Sinfonie der Tausend"
    "Sinfonie der Tausend": Semyon Bychkov führt die geballte Klangmacht mehrerer Chöre und Solist:innen zusammen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester durch…
    www.ndr.de

    Ich habe das Musikstück der Woche 2004 mit der Ö1-Übertragung aus dem Musikverein, die Areios dankenswerterweise im Vorstellungsposting verlinkt hat, erstmals gehört und bin ihm nun mit diesem Impuls gerne mit einem erneuten Durchhören der Harnoncourt-Liveaufnahme wiederbegegnet. (An diesem 26.9.2004 wurde zu Beginn des 1. Abonnementkonzerts 2004/05 übrigens des am 13.7.2004 verstorbenen Carlos Kleiber gedacht - 20 Jahre ist das auch schon wieder her..)

    Für mich hat Janáčeks Musik eigentlich immer, so auch hier, diesen Doppeleffekt von Spannung und schwelgerischer Schönheit - ich sitze auf der Stuhlkante, möchte mich aber gleichzeitig in diesen einzigartigen, soghaften Orchesterklang hineinlegen.

    Genauso ging es mir 2004 und geht es mir beim Wiederhören jetzt auch, ich könnte es nicht besser beschreiben.

    Nach weiterem Hören und Reflektieren fühlt sich Věčné evangelium emotional für mich eigentlich fast wie ein alleinstehender dritter Akt einer typischen Janáček-Oper an

    Auch hier geht es mir ganz genauso. Diesem Sog aus irisierend farbiger Instrumentierung, bewegend gesetztem Gesang, hin zu einem für mich nicht negativ behafteten opernhaften Gesamteindruck, habe ich mich sehr gerne nach fast 20 Jahren wieder hingegeben. Danke für den erneut bereichernden Impuls!

    Das Streichquartett Es-Dur op. 2/4 (G 162) von Luigi Boccherini, wie die anderen op. 2 Quartette auch 1761 entstanden, habe ich mir gleich zweimal angehört, weil es mir so gut gefallen hat. Das ist Klassik mit frischer Power, wie ich sie gerne höre. Ein So!-Akkord, dann treibende Bass-Schläge und Sechzehntelfiguren dazu, das gibt schon einmal einen mitreißenden Drive, ehe es im 1. Satz (Allegro spiritoso) auch noch (wie gute Würze) schön klassisch kecke Stellen zu hören gibt. Als innig empfindsam, vor allem aber auch dynamisch „intensiv“ zwischendurch, höre ich das Adagio des 2. Satzes. Und das wieder frisch daherkommende Minuetto des 3. Satzes putzt heiter durch. Das spielt das Sonare Quartett auch mit einem Schuss „Wiener Schmäh“. Ein Kleinod dieses Werk, das muss einem erst einmal einfallen!

    So habe ich (auch erst) 2018 nicht nur dieses Quartett für mich entdeckt! Vielen herzlichen Dank für die bisherigen Beiträge hier!

    Versuche, jeden Tag mindestens einmal kurz reinzuschauen.

    Ja, auch für mich war die intensivere Befassung mit Schönbergs Quartetten sehr bereichernd. Danke noch einmal für diese Impulse hier!

    Boccherini hat ja hier wirklich noch gefehlt. Und von Boccherinis op. 2 Quartetten hat mich beim ersten Durchhören eben das Gewählte am meisten angesprochen. Deswegen die Wahl.

    Und gerne öffentlicher Dank wahrscheinlich an Lionel für die Einbettung in die Listen. Ich schwächle aktuell technisch, muss mir erst wieder die Zeit nehmen, mich neu einzuarbeiten. Danke also!

    OK ich hab´s Euch viel zu leicht gemacht, beim nächsten Musikstück muss ich mir was Unkonventionelleres zum Erraten aussuchen. Da ich die nächsten Tage beruflich unterwegs bin, erlaube ich mir die Bekanntgabe nun bereits jetzt, was aber bitte niemand daran hindern soll, auch noch weiter zum bis morgen "gültigen" Quartett der Woche zu schreiben.

    Hier ist das neue Streichquartett der Woche:

    Luigi Boccherini:
    Streichquartett Es-Dur op. 2/4 (G 162)

    Mit Noten:

    Luigi Boccherini – String Quartet Op.1/2 No.4, in E flat major
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    www.youtube.com

    Hoffe, mit diesem Vorschlag nicht alle in Richtung streichquartettfreie Woche zu vertreiben, danke bereits jetzt für jeden Beitrag dazu und melde mich ausführlicher - siehe oben - gegen Donnerstag wieder, bitte um Verständnis.