Beiträge von fahl5

    Entschuldige, dass ich schon wieder dein Bild anders auffasse als du. Aber für die bewältigung tatsächlicher Mobilitätsbedürfnisse fand ich Ferraris ehrlich gesagt immer schon peinlich bis lächerlich.


    Ich will ja gar nicht in Abrede stellen, dass die Kameramänner alles verdiente hochdotierte Fachleute sind und die sicher aus das besten Equipment verwenden.


    Aber zumal angesichts dessen, was man ohnehin schon an Konzertaufzeichnungen in unüberbietbarer Fülle und ja auch eben 'musikalischer' Qualität frei abrufen kann, beantwortet die Qualität von Kameramann, und seinem Equipment für mich einfach nicht das fundamentale Cui bono dieses Bezahl-Kanals.


    Aber wie gesagt vielleicht hat ja jemand der einen Ferrari tatsächlich attraktiv findet auch einen anderen Sinn für diese Art Philharmoniker-Bezahlstreams.
    Und dem will ich wie mehrfach betont nun wirklich nicht den Spaß verderben.

    Gut ich hatte da ehrlich gesagt nicht den niedrigen Standard einer Webcam vor 10 Jahren im Sinn, (heute haben die doch in der Regel auch schon längst alle ganz ansehnliche Auflösungen), sondern vielmehr die selbstverständlichkeit mit der heute alles und jedes von irgendeiner Cam-aufgezeichnet und gestreamt wird.


    Für mich ist das noch lange kein Grund, dass ich da auch wirklich alles sehen muss, was da vor irgend einer "Cam" entlang huscht.


    Wie gesagt in der Musik (Oper mal abgesehen) geht es - solange der Komponist nichts entsprechendes vorgesehen hat - meines Wissens doch eigentlich nur um Töne.
    Sprechen die, fehlt mir nichts ;+)

    Stimmt du hast von einer "Sportübertragung" gesprochen, auch wenn das Publikumm beim Skispringen oder Tennis mir nicht immer ganz so krass abstoßend bis peinlich erscheinen mag wie beim Fußball, bleibt für mich auch eine Fußballübertragung eine Sportübertragung und kann ich auch tatsächlich an kaum einer anderen Sportübertragung aus ähnlichen Gründen wirklich soviel mehr interesse finden.


    Also einigen wir uns auf Sportübertragung. OK, an meiner Argumentation ändert das rein gar nichts. Das Problem ist eher das circensisch Voyeuristische, das liegt mir eh nicht so. OK? Ich habe ehrlich gesagt jahrelang vor allem das Radio auch deshalb geliebt, dass es nichts hatte, dass mich von den Tönen abgelenkt hat.


    Und "Musiksport"-übertragungen scheinen mir persönlich doch etwas in Gefahr das, was mir an Musik wichtig ist, zu "übersehen". Ich höre mir heute auch eine Konzertaufzeichnung schon mal an, wenn es die auf Youtube gibt und davon gibt es wiegesagt nun wirklich auf allen Qualitätsniveaus mehr als genug. Aber ich sehe die weder wegen der Pixel der Kamera noch wegen irgend einem Grund, der anderen eine "professionelle Sprtübertragung" interessant machen könnte. Das ist wohl einfach der Grund, warum ich für mich nicht soviel an dem Gedanken eines bezahlbaren Berliner Philharmoniker-Web-Kanal finden würde. Wie gesagt das ist einfach meine ganz persönliche Sicht.

    Ich bewerte gar nichts ab nirgendwo, auch wenn ich ehrlich gesagt die Übertragung eines Konzertmitschnittes weder technisch noch künstlerisch auch unbedingt für die Ulltima-Ratio dessen ansehen würde was in der Verbindung von technischen Möglichkeiten und musikalischen Intentionen denkbar ist. Aber wie gesagt, ich will niemandem den Spaß verderben, auch wenn ich selber ehrlich gesagt keine Zeit für derlei habe ganz egal wieviel Pixel die Aufzeichnung bietet.


    Aber deine Fußball-Analogie trifft tatsächlich den Aspekt, der mir persönlich am Musikbetrieb tatsächlich am ehesten Leid ist: der sogenannte "circensische" Aspekt der Musikrealisation.
    Mir sind weder der Circus des Nero noch die Johl und Saufstadien der Fußbalfans noch der Catwalk in die Jahre gekommener Abendkleider je sonderlich sympathisch gewesen noch auch nur die vermeintlichen "Sensationen" die bei solchen Events gesucht werden. Für mich machen zumal Fußballstadien immer den Eindruck gigantischer Stellvertretereffekte. Anders kann ich mir die dort oft geradezu absurden Zahlenverhältnisse zwischen aktiven und passiv Anwesenden nicht erklären. Aber das ist sicher für jeden eine ganz persönliche Geschmacksfrage. Daher will ich ja auch niemandem dem Spaß verderben, der da etwas findet wo ich nun eben ehrlich gesagt einfach gar nicht erst sonderlich viel suchen würde.

    Also warum soll ich für die Webcam der BPh. zahlen wenn ich selbst die Berliner Philharmoniker auch auf Youtube finde, etwa nur weil dort 'auch' begeisterte Laien und unbekanntere Orchester präsent sind???


    Ich würde schon meinen dass allein schon "die Zahl von Orchestermitschnitten von internationalen Spitzenorchestern" auff Youtube jene der Webcam der Berliner Philharmoniker doch ziemlich erheblich übersteigt.


    Wie gesagt ich habe außerdem überhaupt nichts gegen Leute, die Musik machen selbst wenn sie nicht in Berln leben. ;+) Zumindest lasse ich mich persönlich gerne immer wieder auch von engagierten Musikern mit unbekannteren Namen überraschen. Aber das ist sicher Geschmackssache.

    Vielleicht sind die Berliner Philharmoniker ja minimal, aber wirklich nur miiinimal besser als die Legionen von Laien- und halbprofessionellen Orchestern, die zu den Tonnen von Konzertmitschnitten auf Youtube beitragen. Das sage ich jetzt einfach mal so, der übrigens 9 Jahre als Nicht-Profi in Nicht-Profi-Orchestern gespielt hat und in dieser Zeit auch an zwei Uraufführungen mitgewirkt hat...

    Auf Youtube nur "Legionen von Laien- und halbprofessionellen Orchestern" ??

    Kleine Testsuche: "Beethoven Symphony" folgende "laien und halbrofessionelle Orchester"


    - London Symphony Orchestra, cond. Josef Krips
    - West--Eastern Divan Orchestra, Daniel Barenboim, conductor, Royal Albert Hall, 20 July 2012
    - Wiener Philharmoniker, Wilhelm Furtwangler,
    - Berliner Philharmoniker & Herbert von Karajan
    - Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Jarvi, dir.
    - Berliner Philharmoniker, Claudio Abbado, Swedish Radio Choir
    - Fritz Reiner (Chicago Symphony Orchestra),
    - Leonard Bernstein, THE BERLIN CELEBRATION CONCERT (Symphonieorchester des Bayerisches Rundfunks and members of
    Staatskapelle Dresden, Orchestra of the Leningrad Kirov Theatre, London Symphony Orchestra, New York Philharmonic and Orchestre de Paris.)
    - Mariss Jansons, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    - Gewandhausorchester, Dirigent: Riccardo Chailly GewandhausKinderchor (Einstudierung: Frank-Steffen Elster) GewandhausChor (Einstudierung: Gregor Meyer) Chor der Oper Leipzig (Einstudierung: Alessandro Zuppardo)
    - Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann


    soweit nur die Aufnahmen auf der allerersten Seite mit Suchergebnissen es folgen natürlich noch ein Vielfaches davon deren Liste ich euch hier zwar erspare, aber ob alle hier nicht genannten folgenden Suchergebnisse mit mehr Recht als "Legionen von Laien- und halbprofessionellen Orchestern" zu bezeichnen sind wage ich doch etwas zu bezweifeln.



    Nichts gegen die Berliner Philharmoniker aber die gibts selbst auch auf Youtube und es wäre mir schon neu, dass die Berliner Philharmoniker oder igendein anderes hier genannten auf Youtube präsenten Ensemble zu den "Legionen von Laien- und halbprofessionellen Orchestern" zählen würde. Und wenn dem wirklich so wäre, würde ich noch weniger verstehen was der Hype um die Bezahl-Webcam der Berliner Philharmoniker soll.


    Übrigens nichts gegen "Laien und halbprofessionelle Orchester": Für mich hat jeder, der selbst daran teilhat Musik zu produzieren dem bloßen Konsumenten einiges voraus, für das ich ihn um jeden erfüllten Moment seines Musizierens beglückwünsche.

    Einem alternden, wenig flexiblen Klassik-Publikum mit neuen technischen Möglichkeiten zu kommen, ist schon ein gewagter Schritt.

    Tja also davon möchte ich das entsprechende Lied hier ehrlich gesagt schon gar nicht mehr singen.


    Aber es ist doch schon bemerkenswert, dass die Capriccis hier nicht gleich alle Pusteln und Ausschlag bekommen angesichts der gefährlichen Nähe in der sich das unaussprechliche "digital" an das gutbürgerliche Wort Konzert hier herangewagt hat. ("digital" bedeutet immerhin Nachbildung von kontinuierlichen Klangereignissen durch von Informationsverarbeitung verwerteten diskreten Zahlenwerten. Aber wahrscheinlich sollte ich hier lieber nicht die Frage nach dem Unterschied von "Gut"-digital und "böse"-digital stellen.)


    Erstaunlich auch die "digital"-Begeisterung all derer, die in ganz anderen Zusammenhängen auch schon einmal jede Aufnahme auf CD als unauthentische technisierung des Althergebrachten verdammt haben. Aber so funktioniert wohl Obrigkeitsgläubigkeit: taucht irgend ein angebeteter Name im Visier auf, darf er sogar seine webcam als kulturellen Höhepunkt der technischen Evolution feiern und Geld dafür verlangen. Ich bin gespannt wieviele Generation Musikinteressierter sich noch zu solcher Begeisterung für die Philharmoniker-Webcam werden aufraffen können.


    Aber why not? Wer Spaß daran hat und noch nicht bemerkt hat, dass es millionen Tonnen von Konzertmittschnitte für Lau auf Youtube gibt, der soll doch seinen Spaß haben. Vielleicht fühlt man sich ja gleich etwas besser, wenn man auch noch Geld dafür bezahlt, was andernorts frei zugänglich ist. Und wer die Musik nicht selbst machen kann, hat doch immer noch etwas davon wenn andere sie für ihn machen. Also viel Spaß allerseits - den will ich niemandem verderben, aber mir fehlt für derlei ehrlich gesagt nun wirklich etwas die Zeit.

    Alexander Skriabin Symphonie Nr.5 "Promethé - Poeme du feu" für Farbenklavier, Klavier, Chor und Orchester

    Sapperlot, liebe Epimethen, da habe ich ofenbar schon wieder ein Schlüsselwerk der frühen Moderne gefunden, das während der letzten hundert Jahren in diesem Forum hier offenbar doch nur eher wenig Beachtung gefunden hat. Dabei ist es mit seiner doch noch recht impressionistisch anmutenden Klangsprache eigentlich immer noch deutlich leichter zu konsumieren als zu realisieren.


    Was für Skriabin bei aller Farbsinnlichkeit des Impressionismus doch tatsächlich zukunftweisend war, mit einem "Luceclav" (Farbeinklavier) die Wirkung von Musik bis in das Visuelle weiter zu denken, ist bis heute eine kaum überzeugend bewältigte Anforderung der Partitur. Sorry, aber eine CD gibt die Partitur nicht vollständig wieder, da fehlt das Farbenklavier einfach, das ist dann schlicht und einfach nicht was Scriabin kompoiert hat, das erscheint mir zumindest in etwa so authentisch wie eine Monscheinklaviersonate ohne linke Hand. Kurz, bei diesem Werk brauchen wir Youtube, Vimeo (oder eben klassik-resampled.de ;+) ).


    Ich habe mir einige Reihe Aufnahmen angehört aber eben auch "angesehen".
    Ich fand die Realisation des YaleCampus, aber auch eine vom HR-Sinfonieorchester unter Markus Stenz in einigen Punkten nicht schlecht. Ich hätte gerne Boulez/ gehört bzw. gesehen aber der mag Youtube wohl nicht so. Andere Aufnahmen fand ich von Svjatislav Richter 1988, Muti mit dem Philadelphia Orchestra Ashkenazy mit dem NHK Symphonikern.


    Folgende Probleme sehe ich wiederholt:


    a) Tempi: wenn man die vorgeschriebenen Tempi beachtet kommt man gerade mal auf knapp 17 Minuten Dauer. Die überwiegende Mehrzahl der Aufnahmen liegt mit ca. 20 bis über 20 Minuten Dauer (Ashekanzy/Jablonsky 21 Min, Afanasiev 2009 Petersburg 22 Min) drüber bis deutlich drüber, obwohl das Stück durch die Originaltempi nun wirklich keinesfalls rasant oder unrealistisch hektisch wäre. Die Aufnahme das YaleCampus hält das Tempo aber noch recht gut. Svjatislav Richter dagegen braucht 1988 (ganz ohne Lightshow)schon deutlich länger 24 Min - das geschieht zumindest bei Richter in meinen Augen zugegebenermaßen nicht ohne Grund. Svjatislav Richter nimmt sich in wirklich poetischem Sinne Zeit für die Details von Scriabins Klavierpart und lässt eine teils regelrecht an Schumann erinnernde Klangsprache erahnen. Aber passt so eine Klavier"Träumerei" hier wirklich zum vorandrängenden Lichtbringer? Es ist vielleicht bei und für Svjatislav Richter stimmig, aber meiner Meinung nach doch nicht unbedingt ganz die Idee dieses Stückes früher musikalischer Moderne.


    b)Manchmal scheint z.B. beim YaleCampus oder beim HR-Sinfonieorchester das Klavier klanglich nicht immer klar genug als Solist gegen das Orchester durchhzusetzen. In meine Augen ist es schon ein vollwertiger Solopart, der selbst bei dem üppig spätromantischen Orchester klar und deutlich präsenz zeigen muss.


    c) Farben: Was für Scriabin innovativ war, ist im Zeitalter der Lightshows technisch eigentlich kein allzu unlösbares Problem mehr. OK es gibt einige Youtube-Videos mit Liveaufnahmen, die eine entsprechende "Lightshow" bieten. Mir scheint aber dass die Popmusik-erfahrenen Licttechniker sicher beeindruckende Lichtbilder zaubern, aber sich doch letztlich eben nicht wirklich so recht dazu herablassen konnten einfach nur die zwei Farben zu bieten die da jeweils vom Lichtklavier "gespielt" werden. Was man auf den Videos sieht sind zudem Konzertsäle, deren Achitektur und Schattenwurf etc. Mir persönlich scheint, dass so eigentlich immer eine ganze Menge mehr zu sehen ist, als gut wäre um die von Scriabin gedachte Verbindung von Klang und Farbe wirken zu lassen.



    Ergo habe ich passend zum 100. Todestag Skriabins am 27. April das Stück einfach selbst einmal aufgenommen:
    a) mit original tempi (natürlich mit allen musikalisch gebotenen mikroagogischen schwankungen)
    b) mit einem hoffentlich gut hörbaren Klavier und
    c) mit nichts als den jeweils zwei vom Luceclav "gespielten" Farben als visueller Realisation.


    Wen es interessiert, der kann meine Aufnahme finden unter:


    "http://klassik-resampled.de/promethe"


    mit besten Grüßen euer "digital conductor"
    fahl5
    :wink:

    Hallo Ferraristo, "
    Ich habe mir deine kleine Chaconne (?) für Orchester und deine Mussorsky Adaptation vom alten Schloss angehört.


    Wenn mich nicht alles täuscht, hört man da die Orchesterhörkontrolle eines Notenschreibprogrammes. (@ Michael Schlechtriem: Davon aber ist "der Ansatz hier mittlerweile auch von Doktoren verfolgt" wird - ich kenne ehrlich gesagt nur einen einzigen - nun allerdings wirklich sehr "weit entfernt" aber wer dafür eben kein Ohr hat, ..... ) So eine Orchesterhörkontrolle eines Notenschreibprogrammes basiert zwar grundsätzlich auch auf Samplen, bietet aber kaum bis gar keine Gelegenheit an der instrumentalen Realisation wirklich ernstzunehmend interpretatorisch zu arbeiten. Muss man ja auch gar nicht, wenn es sich nur um eine Hörkontrolle handelt.


    Deine "Orchesterbearbeitung" die du hier zur Diskussion stellst betrifft demnach also gar nicht so sehr die interpretatorische Realisierung des Notentextes (wie z.B. das digitale Dirigat existierender symphonischer Werke bei erwähntem "Doktoren"), sondern vielmehr deine Experimente mit der Instrumentierung. Also wie du durch die kompositorische Entscheidung für bestimmter Instrumente in einen bestimmten Tonsatz über die bloßen Tonhöhen hinaus ein eigenes Stück noch weiter kompositorisch definieren kannst. Steht aber die Wahl bestimmter Orchesterinstrumente für einen bestimmten Tonsatz im Vordergrund deines Interesses, erscheint es mir durchaus plausibel, dass du z.B. anhand von Mussorskys tatsächlich illustrativ sehr vielfarbiger Klaviermusik versuchst weitere Erfahrung in der Instrumentierung zu sammeln.


    Dass Ravel das Stück mit einem ausgesprochen brillianten kompositorischen Handwerkzeug bereits orchestriert hat und diese Orchestrierung, einem schon durch etliche namhafte Orchester zu Ohren gebracht wurde, ist natürlich ein Vergleich dem man sich nur schwer entziehen kann, wenn man auf diese Weise bereits einen eigenen vollwertigen Beitrag leisten wollte. Als Instrumentationsübung sind deine Experimente aber für dich sicher durchaus aufschlussreich.


    Auch wenn ich wahrscheinlich schon eine ganz andere Tonsprache wählen würde, wenn ich mich schaffend mit Komposition befassen würde, kann ich durchaus nachvollziehen, dass du an einigen Stellen deines eigenen Stückes durchaus gefallen daran gefunden hast, wie du die Instrumentation gewählt hattest. Etwa in der Passage mit den Streicherpizzikati kann ich mir soweit dies die Klänge des Notenschreibprogrammes eben überhaupt zulassen schon vorstellen, dass dir da einige originelle Klangideen gelungen sein könnten.


    Ich hoffe ich konnte ebenso ehrlich wie konstruktiv auf deinen Beitrag reagieren, (und hoffe damit auch anderen hier eine kleine Anregung zu geben wie man den Diskurs dieses "kulturforums" vielleicht doch etwas weniger dumpf, Splitterfreier und für alle Beteiligten förderlicher kultivieren könnte ;+) ).
    beste Grüße
    fahl5

    Und der Ansatz hier mittlerweile auch von Doktoren ist davon nicht weit entfernt.

    Die Arbeit mit Samplen von der "peinlichen" Schulband ???
    ...ja wohl kaum, da liegt (zumindest, wo es sich wirklich um echte "Doktoren" handelt, die derlei betreiben) schon noch der eine oder andere noch immer nicht von jedem erreichten Bildungsstand dazwischen. (Anteil Promovierter an deutscher Gesamtbevölkerung 2011 ca. 1,4% )


    In meinen Augen ist es übrigens nicht sonderlich verwunderlich, wenn Menschen mit Bildung auch tatsächlich für den schöpferische Umgang mit intelligenten Technologien offen sind. Obwohl das nicht heißt, dass mit der ensprechenden Neugier auch der ambitionierte Handwerker seinen Zugang zur sinnvollen Nutzung intelligenter Technologie findet. Das bestätigen doch inzwischen wirklich alle Lebensbereiche unseres digitalen Zeitalters.


    Aber muss da jemand überhaupt darüber urteilen, dem beides (akademischer Grad und intelligente Technologie) zumindest in diesem Themenfeld und Anwendungsbereich möglicherweise nicht so vertraut ist?
    Ist es nicht ebenso ehrenswert, wenn man auch mit seinem Urteil bei den "Leisten" dessen bleibt, was einem die eigenen Kenntnisse und Erfahrungen tatsächlich erlauben?


    Leider kann ich Ferraristos Musik nicht mehr hören, irgendwie scheint der Link nicht mehr abrufbar, so dass ich mir zum konkreten Beispiel keinen Eindruck über das erreichte Ergebnis machen kann.
    Ich persönlich denke aber, dass egal wie man auch immer Musik realisiert, ohne eine fruchtbare Verbindung von Verständnis, Erfahrung und ernsthafter Arbeit sich jede Art zu musizieren nur sehr selten von dem Niveau einer Schulband nennenswert unterscheiden wird. Dennoch finde ich es grundsätzlich gut, wenn jemand für die musikalischen Möglichkeiten seiner Gegenwart offen und aufgeschlossen ist und seine eigenen Ideen daran erprobt und damit dann eben schon Erfahrungen sammelt. Nur wer selbst musikalische Erfahrungen macht, kann sich überhaupt weiter entwickeln und das ging schon zu allen Zeiten dort am meisten, wo die technische Innovation auch neue Möglichkeiten eröffnete.


    Sorry aber die offenbar doch etwas nachtschlafende Formulierung inspierierte mich einfach zu diesem Versuch mit einigen klärenden Gedanken hoffentlich die gröbsten Unschärfen und übermüdetsten Vermengungen etwas besser auseinanderzuhalten ;+)
    beste grüße
    fahl5

    Frederick Delius: A Song of the High Hills

    Wikipedia behauptet über Delius:

    Zitat

    in Deutschland seine Werke fast nicht aufgeführt, die wenigsten Klassikliebhaber kennen und schätzen ihn

    Also bitte, in dem einzigen Deliusthema in der Orchestermusik zu seinem Klavierkonzert hört sich das zwar schon etwas wohlmeinender und auch interessierter an. Im Vergleich mit seinem Zeitgenossen Nielsen, allerdings scheint die Resonanz auch in diesem Forum in Bezug auf Delius doch eher überschaubar.


    Bei meinem Projekt ein kleines Repertoire für meine jüngst erworbenen noch etwas sprachlosen digitalen Sänger und Choristen zu bearbeiten, bin ich auf dieses von mir inzwischen sehr geschätzte Stück in meinen Augen wirklich großer impressionistischer Spätromantik gestoßen und hier (wie das bei mir so üblich ist) auch mit meiner eigenen digitalen Interpretation dieses gar nicht kleinen symphonischen Werkes zu Beschäftigung mit Delius anregen.


    Am Stück schätze ich, dass Delius hier die für ihn charakteristische Verbindung von Wagnernachfolge, Tradition der Nationalen Schulen (besonders Grieg) und Impressionismus zu einer wirklich in vieler Hinischt wirklich großen in sich durchaus stimmigen Symphonik entwickelt hat. Beecham zählte es zu einem der Hauptwerke von Delius. nicht nur der letzte Satz/Abschnitt mit seiner wirklich ziemlich gelungenen Verbidung von Solo- und Chor-Vokalisen mit großen Orchester scheint mir das durchaus zu rechtfertigen.


    Ich persönlich habe mich besonders für die frühe sehr prägnante Aufnahme von Beecham und für die wie mir scheint schon etwas klangsensiblere aber auch damit breitere Auffassung von Fenby interessiert. Für beide Richtungen sehe ich einige Berechtigung in der Partitur. Ob es mir nun wirklich gelungen ist, mit meinen Mitteln von beiden zu profitieren, mag jeder ganz nach seinem Geschmack beurteilen.


    Wen es interessiert findet meine Interpretation von Delius "Song of the high Hills" hier:


    "http://klassik-resampled.de/delius"


    mit besten Grüßen vom "digital conductor"
    fahl5

    Claude Debussy: Trois Nocturnes (1900)

    Schon wieder habe ich mich aus meinem (ganz praktischen) Interesse an textlosem Gesang einem mitten ins Kernrepertoire gehörende Werk befasst, dass hier erstaunlicherweise noch kein eigenes Thema gefunden hat.
    Dabei zählen die drei Nocturnes von Debussy im Orchestrrepertoire nun wrklich zu den Schlüsselwerken des Impressionismus. Es ist daher doch wohl kaum nötig hier auf die wirklich erstaunliche Balnace zwischen feinsinnig nervöser Fülle und großem Atem, zwischen kompositorischem Wagnis und einnehmenden Wohlklang hinzuweisen.


    Grundsätzlich neige ich eher zur sachlich klaren bis präzise konturierten Debussy-Auffassung eines Boulez, wobei ich eine gewisse Symphatie für den begiestert-begeisternd überschäumenden Elan einer klanglich schrecklich unkonsumable Youtube-aufnahme mit dem Orchester der Scala unter Abado habe. Ich erspare mir hier alle Aufnahmen zu kommentieren, die es sonst noch gibt, aber nicht in dem Maße meine Aufmerksemkeit oder Sympathie hervorriefen wie die genannten.
    Ergo: mir persönlich scheint Debussy romantisch verwurzelt genug zu sein, als dass er von einer sachlich modernen präzis bis zupackenden Auffassung nur profitieren kann.


    Auch hier habe ich mich selbst ganz praktisch mit meinen Mitteln dieser Partitur befasst und eine eigene Aufassung in einer eigenen Aufnahme der Nocturnes durchformuliert.
    Mit knapp 20 Minuten ist meine Aufnahne wohl einer der gerafftesten überhaupt, ohne aber, dass ich denke, da wirklich irgendwo temmpomäßig über den Rahmen des von der Partitur vorgegebenen hinausgeschossen zu sein.


    ihr findet die Aufnahme hier: "http://klassik-resampled.de/debussy"

    (Auch wenn das jetzt sicher plump unangemessen oder sonst wie blöd erscheint. An "Nuages" habe ich unmittelbar nach dem 24.3.2015 gearbeitet und ununterbrochen das Wort "Germanwings" gehört. Ich habe mich ehrlich gesagt nur schwer zurückhalten können, ein Widmung an die bei Digne-les-Bains so schrecklich aus allen "Wolken gefallenenen" anzubringen.


    Auf meiner Seite habe ich das unterlassen, da ich das doch auf die Dauer für sehr unangemessen empfunden hätte. Hier möchte ich es doch erwähnen, weil ich denke, dass es nicht unerheblich sein könnte zu wissen, dass mir persönlich in diesem doch speziellen Zusammenhang "Nuages" als ich an meiner Aufnahme gearbeitet habe von einer ebenso großen und doch etwas tröstenden Traurigkeit bestimmt erschien. Ich weiß nicht, ob ich das Stück in anderem Zusammenhang doch etwas anders geshen hätte.)


    gruß
    fahl5

    Hallo Teleton,


    Erst einmal vielen Dank für Dein Interesse an meiner Aufnahme. Die Zurückhaltungen gegenüber dem digitalen Musizieren des 21. Jahrhunderts gerade in Bezug auf die E-Musik vergangener Jahrhunderte sind mir (gerade in diesem Forum) nicht unbekannt.


    Es ist sicherlich für viele hier noch ungewohnt, dass sich der aktiv Musikinteressierte (wie ich) nicht nur urteilend, sondern auch eben ganz praktisch mit der Interpretation dieser Musik befasst und befassen kann. Dass die Offenheit für eine anspruchsvolle Nutzung des digitalen Instrumentariums im Umfeld praktizierender digitaler Musiker vielleicht naturgemäß etwas anders sein kann, kannst du hier sehen:


    "http://www.vsl.co.at/community/posts/t39296-Carl-Nielsen-s--Sinfonia-espansiva--1911"


    Auf der Seite, in dem das hier zitierte Forum zuhause ist, findest du auch die Beschreibung der von mir verwendeten Instrumente, die wohl am weitestgehend deine denkbaren Fragen beantwortet, wie ich diese Aufnahme erstelle. Von mir dazu in Kürze: es ist sehr viel Arbeit, die von mir - unmittelbar ausgehend vom konkreten Notentext - geleistet wird.


    Allerdings scheint mir aus der Erfahrung eben dieser geleisteten Arbeit, dass die Klarheit und Durchhörbarkeit der musikalischen Gedankenführung keineswegs ein unwillkürliches Resultat irgendeiner maschinellen Sterilität ist.


    Nein, solange ich da nicht die Stimmen Takt für Takt sorgsam (mikro-)agogisch, spieltechnisch (Wahl von Artikulationen und Spielweisen) und klanglich forme und gegeneinander ausbalanciere, hört sich die Maschine genauso chaotisch und wirr an, wie ein unerfahrenes Schülerorchester mit guten Blattspielern, die versuchen würden so ein Stück völlig undirigiert primavista einfach draufloszu vom Blatt zu spielen. (Daher meine Formulierung, ich habe mich an dem Stück als "digitaler Dirigent" betätigt.)


    Wenn du also findest, da wäre etwas "sauber durchhörbar herausgearbeitet," fühle ich mich ehrlich gesagt gerade bei dem über weite Strecken tatsächlich vergleichsweise oft sehr großen aktiven Orchesterapparat und damit akustisch vollen und nicht immer leicht zu balancierenden Klang Nielsens doch schon ein bisserl geschmeichelt. :love:


    OK ich reagiere von meinen musikalischen Vorlieben für kontrapunktische Musik her auch vielleicht etwas mehr und deutlicher auf die zahlreichen Fugatos in dieser Symphonie als das andere vielleicht tun würden, denen möglicherweise anderes wichtiger wäre. Es kann auch sein, dass ich mit diesem eher strukturellen Interesse in Bezug auf musikalische "Emotionalität" auch nicht unbedingt den breitesten aller Pinsel zu schwingen geneigt bin, auch wenn dies bei Nielsen sicher drinn ist und sicher oft sehr stimmig sein kann.


    Dass Nielsens Sinfonia espansiva hier oder irgendwo anders überhaupt jemals als Mididatei präsentiert wurde wäre mir allerdings neu. Ich habe hier ehrlich gesagt zu Nielsen oder seiner Espansiva nur Einträge in Eben gehört u.ä. gefunden. Vergleichen "muss" aber natürlich niemand auch nur irgendetwas, aber vergleichen "darf" zumindest wer möchte was immer er möchte.


    Wie gesagt ich sehe z.B. ein gewisses "Problem" für den Interpreten dieser Partitur in den Tempoangaben. Nimmt man z.B. die Metronomangaben des Finales zum Maßstab, wird es wie mir (auch vor dem Hintergrund der mir zugänglichen verschiedenen Interpretationen)) sehr schwer, darin auch nur im entferntesten ein "Allegro" zu erkennen. (Daher mein Wertschätzung des zügigeren Spiels unter Schönwandt)


    Mir persönlich zumindest scheint es, als liefe man bei Fokussierung auf die Metronomangaben eher Gefahr, sich vielleicht etwas zu sehr in spätromantischer Breite zerfließendes "Moderato" zu verlieren. Allerdings sind die Figurationen z.B. des Fagotts am Höhepunkt des Satzes bei rascheren Tempi für normalsterbliche Fagottisten wohl doch mehr als nur eine Zumutung. (Da habe ich mit dem Rechner natürlich schon 'etwas' größere Freiheiten mir ein "Allegro" zu erlauben, dass man vielleicht auch eher als solches empfindet.) Solche unterschiedliche Lösungen interpretatorischer Frage kann man meiner Meinung nach wohl nur "vergleichen" wenn man eben auch mal hört wie es sich anhören würde, das Finale nicht "(Halbe =76)" sondern doch etwas mehr "Allegro" zu nehmen.


    Ob es anderen hier gefällt oder andere hier interessiert sind, kann ja jeder für sich entscheiden, Ich fand diese Art der Auseinandersetzung mit Nielsens Musik für mich immerhin durchaus spannend. Das ist und war eben mein persönlicher Zugang zu Nielsens Espansiva und dann eben auch Anlass zum vergleichenden Hören anderer Auffassungen.


    Ob ich mich da mit Karajan messen könnte oder auch nur das Interesse daran hätte, ist für mich da allerdings nicht so die Frage gewesen, obwohl ich verstehe, welche Bedeutung Karajans Auffassung für dich hatte, wenn du durch ihn die Espansiva kennengelernt hast. (Das geht mir ehrlich gesagt ganz ähnlich, wenn ich ein Stück das erste mal gleich sehr überzeugend höre.)


    Kurz ich sage nicht einfach dieser oder jene Dirigent macht dies oder das richtig oder falsch, sondern mache es einfach selbst, wie es mir stimmig erscheint. Und da fängt doch die Diskussion unterschiedlicher Auffassungen eigentlich erst an.... ;+)

    Nielsen, Carl: Sinfonia Espansiva (1911) op.27

    Nachdem ich kurz überflogen habe, dass hier anlässlich von Nielsens 6 Symphonien die Wogen auch schon mal bis in den Splitter schwappen konnten, hat es mich verwundert so wenig über sein op.27 die Sinfonia Espansiva zu finden.


    Bis auf die 6. haben hier doch eigentlich alle seine Symphonien eigene Diskussionen hervorgerufen. Soweit ich informiert bin, scheint mir diese durchaus reife und energische 3. Symphonie des sich gerade durchsetzenden Nielsen durchaus nicht notwendig oder aus qualitativen Gründen zu vernachlässigen zu sein.


    Mir persönlich gefiel von den mir bekannten Interpretationen Schönwandt noch am besten, weil auch er - wie es mir geboten erscheint - anstelle der numerischen Metronomangaben den wörtlichen Tempoangaben eher dem Sinn nach folgt und dadurch zu einer vergleichsweie kompakten gut fasslichen und spannenden Auffassung kommt.


    Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, mich zu Ehren von Nielsens 150. Geburtstag einfach einmal selbst als digitaler Dirigent an der Symphonie zu versuchen.
    Daher findet man meinen in diesem Sinne ganz praktischen und konkreten Beitrag zur Diskussion der Interpretation dieser Symphonie hier:
    "http://klassik-resampled.de/nielsen"


    Vielleicht hat hier ja der eine oder andere seinen Spaß daran oder lässt sich einfach anregen sich mit der einen oder andere Auffassung dieser Musik zu befassen.
    gruß
    fahl5

    Erstaufnahme der großen Polonaise D-Dur WoO 10 von Felix Draeseke (1835-1913)

    Wo ich gerade einmal dabei war, bislang ungehörte Werke von Felix Draeseke erstmals zu Gehör zu bringen, habe ich gleich auch noch seine große Polonaise D-Dur WoO 10 aufgenommen.
    Da die Takte 206 und 212 in der bei der IMSLP verfügbaren Dresdnerr Handschrift durch Abriss verloren sind, habe ich versucht diese Takte nach dem Zusammenhang einigermaßen stimmig zu rekonstruieren. Ich hoffe, dass einem das zumindest nicht all zu unangenehm auffällt.


    Stilistisch gehört dieses Werk noch eher in Draesekes 'Sturm und Drang' Zeit, in der er als einer der handwerklich (am Leipziger Konservatorium) best ausgebildetsten Liszt-Jünger versuchte modulationsreich auftrumpfend brilliante Klaviermusik zu schreibenn.


    Gerade unter seinen Konzertwalzern dieser Jahre ist meines Erachtens einiges wirklich originelles zu finden. Auch dieser Polonaise kann ich einige musikalisch durchaus geschmackvolle oft auch sehr wohl pianistisch recht anspruchs- und wirkungsvolle Momente abgewinnen. Meines Wissens ist dieses große Stück noch nie zuvor hörbar gemacht worden.
    Vielleicht hat ja der eine oder andere hier doch seine Freude daran.


    Ihr findet die Aufnahme wieder unter "http://klassik-resampled.de/draeseke" bei den den frühen Klavierwerken.
    beste Grüße
    fahl5

    Erstaufnahmen von Fugen von Friedrich Kiel und Felix Draeseke

    Seit längerer Zeit interessiere ich mich für den Spätromantiker Felix Draeseke (1835-1913) und insbesondere seine Begeisterung für den Kontrapunkt.


    Sein Skizzenbuch (sign.: Mus.7099-B-500-2 der SLUB-Dresden) bietet in dieser Hinsicht eine bislang noch überhaupt nicht erschlossene geschweige denn ausgewertete Ressource.
    Also habe ich die Fugen, Doppelfugen und Tripelfuge zu 4 Stimmen (1906-1911) daraus abgeschrieben und einfach selbst erste Aufnahmen von dieser Musik gemacht.


    Ihr findet seine Fugen hier: "http://klassik-resampled.de/draeseke"


    Wo ich schon mal dabei war, bin ich auf der Suche nach etwas vergleichbaren noch auf die Fugen op.2 von Friedrich Kiel (1821-1885) gestoßen von denen es meines Wissens auch noch keine Aufnahme gab.


    Ich kann mich tatsächlich für beide (Draeseke wie Kiel) interesisieren auch wenn mir beim jungen Kiel noch einiges etwas nach "pianistischem Theaterdonner" der Nachbeethoovenzeit zu klingen scheint. Aber auch wenn ich nicht da nicht unbedingt jede Wendung für satztechnisch vollendet halten wüürde, gefällt mir aber schon der ganz offensichtliche Enthusiasmus des jungen Kiel, der sich durchaus auch immer wieder in die dynamisch gesteigerte Satzdichte entladen kann.


    Die Fugen Kiels findet ihr hier: "http://klassik-resampled.de/kiel"


    Gruß
    fahl5

    Erstaufnahme von Felix Draeseke 30 Kanons aus dem Skizzenbuch

    Seit längerer Zeit interessiere ich mich für den Spätromantiker Felix Draeseke (1835-1913) und insbesondere seine Begeisterung für den Kontrapunkt.
    Sein Skizzenbuch (sign.: Mus.7099-B-500-2 der SLUB-Dresden) bietet in dieser Hinsicht eine bislang noch überhaupt nicht erschlossene geschweige denn ausgewertete Ressource.


    Also habe ich die ca. 30 Canons zu 2, 3, 4, 6 und 8 Stimmen abgeschrieben und einfach selbst erste Aufnahmen von dieser Musik gemacht.
    Vielleicht interessiert es ja noch andere hier.


    Ihr findet die Aufnahmen hier: "http://klassik-resampled.de/draeseke"

    Und so klingt Rachmaninows Vokalise wenn sie mein Rechner singt....

    Tja wo so viele Vokalisen zusammen kommen, muss mein Rechner auch das eine oder andere Liedchen anstimmen:


    "http://klassik-resampled.de/rachmaninow"


    Ich hoffe sie gefällt dem enen oder anderen hier auch ein bisschen...
    beste Grüße
    fahl5


    P.S.: könnte sein, dass er auch den einen oder anderen hier genannten Vorschlag aufgreift und einmal probiert. Daher ist dieses Thema für ihn wirklich sehr inspirierend

    Hallo Einton
    Der Vergleich mit dem VirSyn Cantor hinkt schon daran, als das Hallelja von Händel ein Chorstück und kein klassischer Sologesang ist.


    Dass es natürlich für Chor und auch für Solosänger auch schon ,mit mehr Text geht und auch dduchaus musikalisch substantieller als der Virsyn Cantor habe ich hier bereits vor Monaten mit meiner Aufnahme von Händels Dixit Dominus vorgestellt siehe ("http://klassik-resampled.de/handel")


    Allerdings geht es hier eben um Solfeggien die in erster Linie nicht deshalb keinen Text haben, weil der Rechner das nicht könnte (schon Microsoft Sam konnte "Text" sprechen), sondern weil bereits die Komponisten überhaupt keinen Text vorgesehen hatten einfach ohne Text gesungen wurden und werden müssen. Es geht hier also um Gesang nicht um Text. (eben: Prima la music poi la parole)


    Probier doch einmal mit deinem "eieiei" eines der Mozart Solfeggien zu machen vielleicht können wir damit einen kleinen digitalen Gesangswettbewerb machn ;+)


    Ich fand den Anlass ein paar neue "Sänger" auf dem Rechner zu haben aber interessant genug einmal in den Solfeggien herum zu stöbern und kan deren Musik tatsächlich sogar noch etwas mehr als dem inzwischen doch schon etwas geläufigeren Halleluja oder einem zwei oder drei "ei" abgewinnen. Aber das ist natürlich eine ganz persönliche Geschmacksfrage.


    Hallo Dezibella,
    Schön wenn dich schon der Leo angesprochen hat. Das war wirklich mein allererster Versuch mit den neuen "Sängern" mir persönlich gefällt das Fugato des duetts XII von Perez bislang fast am besten. Ich bin gespannt wie es Dir gefällt.


    Du siolltest dir vielleicht einmal bei Youtube Aufnahmen von der einen oder anderen Vocalise anhören ich könnte mir denken, dass der eigentlümlich befgremdlich aber auch berührende Eindruck gar nicht so viel anders ist. Kurz ich vermute untextierten Gesang zu hören ist schon als solches eher ungewohnt aber musikalisch auch vor der Erfindung des Rechner durchaus auf eigene Weise sehr ansprechend bis eindringlich gewesen.


    Und genau das fand ich bei diesem (noch lange nicht abgeschlossenen) Projekt ehrlich gesagt selbst ganz interessant. Wobei zudem eine Reihe Stücke auf diese Weise hörbar wurden, die man anders seltsamerweise tatsächlich sehr selten oder nie zu hören bekommt


    Dank euch beiden noch einmal für die netten Antworten :wink:


    gruß
    fahl5