Beiträge von fahl5

    Dritter Satz: fahl5 sitzt auf der Bühne.

    Ne das ist jetzt wirklich nur noch Klamauk. Nix gegen ein Späßchen, aber das ist immer lustiger, wenn es auch einen guten Grund zum Spaß gibt.
    Bühne und fahl5 aber passt ungefähr sogut wir Konservatorium und Internet sorry wenn wir uns hier schon die Jahrhunderte um die Ohren hauenh (ich weiß ich hab angefangen - nix für ungut) dann ist das ja wohl Bühne 19. JHd versus fahl5 21. Jahrhundert


    Eure Henne - Ei Diskussion von Mensch und Ton tut so, als gäbe ausser instrument und Bedienpersonal keine weiteren Beteiligten.


    Ich persönlich sehe da auch
    a) einen Komponisten der überhaupt auf eine bestimmte Klangidee kommt, (das tut in der klassischen Tradition der Instrumentalist keineswegs immer von selbst)
    b) den Zuhörer zu dessen Ohrenschmaus der ganze Zirkus doch veranstaltet wird.


    Und ehrlich gesagt ich sehe da immer bessere Möglichkeiten das diese beiden ohne weitere traditionelle Umwege über irgendwelche ziemlich umständlich bis mühsamen Bühnen heute direkt in Kommunikation treten können.


    Spätestens seit der einführung des Walkmans in den 80ern dürfte klar sein, dass Ohren überhapt nichts dagegen haben ihre harmonischcen Schwingungen auch Pappmembranen zu entnehmen, die lediglich die veränderungen von magnetischen Feldern in Form von Luftschwingungen weitergeben.


    Da kann man das tollste Tubakonzert im Kopfhörer haben und braucht doch niemanden der einen ins Kabel pustet. Es reicht dem Hörer vollkommen den Klang dessen zu hören dessen was ein Tubaspieler irgendwann einmal gemacht hat, auch wenn der Tubaaspieler selbst schon längst wieder auf dem Sofa vor dem Flachbildschirm liegt und sich seine lieblingsserien reinpfeift.


    Wieso soll ein Komponist der in eine solche Welt hineingewachsen ist sich nicht gleich bei dem auf der Tuba verfügbareen Sortiment möglicher Klänge bedienen um damit die ihm selbst im Sinn liegenden musikalischen Zusammenhänge damit selbst auszuformulieren. Ich sehe da keine unbedingte Notwendigkeit für irgend eine Schulaula, Stadthalle, Dorfkirche oder Kurkonzertmuschel oder wo sonst die Bretter überall sein mögen die hier so manchem offenbar noch jene Bretter zu sein scheinen, die allein die musikalische Welt bedeuten.


    Denn auch der besagt Tubaspieler wird heute wahrscheinlich immer noch den grrößten Teil der ihn umgebenden Musik über irgend eine Form von Lautsprecher zu Ohren bekommen. (Außer er übt gerade für den ARD-Wettbewerb im Tubaspiel ;)


    Aber keine Sorge auch der Komponist und der Zuhörer sind Menschen selbst wenn die Techniken derer sie sich bedienen nicht mehr die des 19. Jahrhunderts sind.

    Wenn jemand für Orchester schreibt,

    Deine Bedingung gilt doch nur, wenn der Komponist sich selbst dazu entschieden hat. Also heißt es doch eher:


    Wenn er sich für einen Klangkörper entschieden, der aus vielen realen Menschen besteht, muss er auch in diesem Zusammenhang richtig und sinnvoll arbeiten also auch unter Kenntnis der Probleme und Möglichkeiten eines Klangkörpers der aus vielen realen Menschen besteht.


    Die Entscheidung eine Aufnahme zu produzieren, die der Klangvorstellung des Komponisten verpflichtet ist muss nach meiner bescheidenen Meinung der Komponist allein daraufhin "hinterfragen" ob seine Klangvorstellung in der von ihm beabsichtigten Wirkung realisiert wurde. Ist sie dass sehe ich da einfach gar nichts "problematisches" ist sie das nicht, muss er seinen Job eben das nächste Mal besser machen.


    Und bitte: Die Diskussion um den Begriff "Kustwerk" erscheint mir persönlich nun wirklich etwas sehr 20. Jahrhuhndert. Nach Benjamins Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit und Man ray Objet trouvé oder Adornos Ästhetischer Theorie sollten wir da eigentlich nicht mehr so einen großen Diskussionbedarf haben.
    Ich zumindest frage lieber einfach meine Ohren ob mir was gefällt. :P

    Gibt es da Erfahrungen dazu? Der Komponist spielt dem Orchester seine Simulation vor, damit das Orchester genauer erfahren kann, was er wollte und nicht im Notentext oder verbal formulieren konnte? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Musiker so etwas goutieren.

    Das ist eine interessante Frage. Ich habe soetwas ehrlich auch noch nicht gemacht, halte das aber für einen Komponisten heutzutage für nicht weniger vorstellbar, wie der romantische Komponist seine Symphonie oder Oper sich selbst oder auch seinem Impressario noch vor jeder Aufführung mit Sängern und Orchester am Klavier vorgespielt hat.


    Dass Musiker sich grundsätzlich durchaus auch durch Aufnahmen anregen lassen hat nach meiner Einschätzung sicher spürbar zur Anhebung des Niveaus unter den Interpreten unserer Tage beigetragen. Ich habe zugegebenerweise kein eigenes Konkretes Beispiel parat, aber ich halte diesen Kommunikationskanal zwischen Komponist und Interpret nicht für vollkommen ausgeschlossen. Das wird und muss aber sowieso jeder selbst wissen. Oops ich vergaß ich habe ja doch ein Beispiel von einem jungen Komponisten dessen Klarinettendueete ich mal gemacht habe die dann eine Berliner Musikstudentin auf meiner Seite wie folgt kommentierte:

    Zitat

    Katja
    2014-05-30 19:58


    Wunderbare Stücke und toll, dass sie hier frei zur Verfügung stehen und das Üben unterstützen! Vielen Dank!!!

    Klassik-resampled.de versucht ja grundsätzlich ein bisschen in dieser Richtung zu wirken, indem es mit vorliebe Werke vorstellt, die wenig oder noch nie realisiert wurden. Hinsichtlich Nicodés Gloria-Symphonie z.B. hatte ich zumundest einige vorsichtige Anfragen von Dirigenten, die von meiner mit VSL produzierten Erstaufnahme angeregt wurden. (Das ist aber wirklich schon ein ziemlicher Happen für so ein traditionelles Orchester).

    Ooch eigentlich sind wir jetzt doch schon so ziemlich einer Meinung.
    Ich gehe mal davon aus dass ein Komponist Musik produziert. Jede weitere Entscheidung darüber welche Mittel der Realisierung und Kommunikation er wählt muss er schon selbst wissen.
    - Wenn ihm vorschwebt ein städtisches Orchester etwas spielen zu lassen, braucht er dazu ein städtisches Orchester.


    - Wenn ihm einfach nur ein bestimmter Klang voschwebt, braucht er die zur Realisierung und Kommunikation dieser Klangvorstellung geeignetsten Mittel.


    Ich würde ihm da ehrlich gesagt keine weitere Vorschriften machen wollen sondern lieber abwarten, wie sich schließlich das anhört, was er zustande bringt. Das macht es für mich dann doch etwas leichter...

    Ich denke das ist eigentlich recht einfach:


    Der Komponist kann seine Klangvorstellung durch ein vergleichsweise sehr leistungsfähiges Werkzeug akustisch ausformulieren.
    Er kann dann schon hören, ob Klangideen als solche geeignet die in der Vorstellung angenommenen Wirkungen zu entfalten.


    Wenn er dirket für ein traditionelles Orchester schreibt und sein Stück von diesem aufführen lassen will, muss er natürlich auch genau wissen welche auch ganz anderen Probleme und Möglichkeiten dieses traditionelle Orchester bei der Realisierung seiner Ideen mitbringt, da bin ich ganz deiner Meinung. Da muss er sich sicher sorgfältig mit auseinandersetzen.


    Aber
    a) Er muss doch aber gar nicht unbedingt jede Partitur mit einem traditionellen Orchester realisieren. Heutzutage gibt es genug Anlässe für Musik bei denen es auf dei Aufnahme und nicht auf den Konzertsaal ankommt, in dem das traditionelle Orchester zuhause und unersetzbar ist.


    b) Es hindert den Komponisten doch überhaupt nicht an der notwendigen Auseinandersetzung mit den Problemen und Möglichkeiten traditioneller Orchester, wenn er seine Vorstellungen auch selbstständig und unabhängig ausformlieren und zu Gehör bringen kann. Es bietet dem allerdings eine zusätzliche Möglichkeit seine Vorstellungen möglichen Interpreten gegenüber zu kommunizieren.


    c) Es gehört zur digitalen Realität in der wir leben, dass Aufnahmen von Musik inzwischen sehr viel leichter zu "kommunizieren" und konsumieren sind als Konzerte. Was sollte den Kompoisten daran hindern für diese heute immer wichtigere Kommunikationsebene eben die ihm am geeignetsten erscheinenden Mittel zu wählen. Und damit meine ich keines wegs, dass jetzt alle nur noch Orchestermusik mit samples machen sollen. Es ist eben vom per Handycam aufgenommenen Kammblasen im Badezimmer bis zum ARTE-Festivalmittschnitt vom Videoschnitt bis zum Remix von der Opernaufführung aber eben auch bis zur Verwendung von Samplelibraries heute eine Menge Interessantes möglich. Ich bin sicher dass jeder selbst am besten weiß, welche Mittel ihm am geeignetsten sind.


    Nach meiner bescheidenen Meinung lässt sich immer nur für jedes Ergebnis in seinem eigenen Kontext abschätzen wieviel Sinn das macht. Ich fürchte viele Missverständnisse und Vorbehalte hier gegenüber der z.B. von mir gewählten Verwendung beruhen auf dem Vergleich mit einer Musikzierpraxis die in völlig anderen Kommunikationsformen zuhause ist, als z.B. ich mit meinen Produktionen. Ich fand das sehr erhellend das Arundo ernsthaft glaubte, ich würde Karl Richter mit klassik-resampled vergleichen. Für mich ist es eher genau andersherum, neue Möglichkeiten erlauben mir mit einigermaßen realistischem Auffwand Dinge zu erproben, die im traditionellen Betrieb kaum oder gar nicht gemacht werden. Es gibt also weder einen nennenswert großen Anlass zum Vergleich noch zu irgend einer Konkurrenz geschweige denn "Simulation".


    Ich sehe darin vielmehr auch und gerade für junge Komponisten nur eine durchaus attraktive und leistungsfähige Bereicherung.
    (@ Audiamus: schon geschehen, die erforderlichen Antworten finden sich hier )

    Das verbuch ich jetzt mal unter Ironie.

    ????? Soll das jetzt irgendetwas auch nur in irgendeiner Weise zum Thread gehörendes sein ????


    Auch wenn du Admin bist, wenn du Anlass hast etwas zu beanstanden, dann tu das offen konkret und klar.
    Wenn Dir dazu die Argumente fehlen, stör bitte die Diskussion nicht durch derlei ebenso bedeutungsschwangeres wie konkretionsfreies Raunen.

    In jedem Fall: Werden hier noch einmal beleidigende Rundumschläge verteilt, ist der Thread erst einmal zu.
    Das gilt übrigens für Alle.

    Vielen Dank Audiamus,
    hoffentlich können wir jetzt wieder etwas ungestörter und sachorientierter diskutieren, wie ich das sowieso vorziehe.

    Das, was auf klassik-resampled.de zu hören ist, dem Anspruch nach überhaupt damit vergleichen zu wollen, zeugt von einem abenteuerlichen Selbstbewusstsein.

    Und warum vergleichst du dann. Vor dir hat das überhaupt niemand gemacht.
    Das wäre auch absurd, weil in völlig anderen Zusammenhänge völlig andere Mittel zu völlig anderen Zwecken verwendet werden.


    Oder soll ich die Hinweise auf "abenteuerlkiches Selbstbewusstsein" als weiteres Beispiel vermerken, wie jemand hier statt sachlicher Beiträge zu leisten es vorzieht mal wieder "offensichtlich wieder ins Persönliche" zu zielen?

    "charakterliche Unterschiede unter den Beteiligten" zielt offensichtlich wieder ins Persönliche.

    a) Nein im gegensatz zu der wirklich unverhältnismäßigen respüekt- und geschmacklosen Formulierung von "Zombiklängen" die eigentlich wirklich nur etwas über den der sie wählt sagt gibt es von mir keine gegen eine Person gerichtete Unsachlichkeiten.


    b) Richtig überzeugend wird dein Posting dadurch, dass du kaum hast du dich über vermeintlich "ins Persönliche" zielende Bemerkungen beklagst (die aber tatsächlich keiner einzige Person hier auch nur irgend etwas anrühriges nachsagt) dich mit Auslassungen über den mir unterstellten "selbstgefällige Ton Deiner Einlassungen" selbst vollkommen offtopic mit rein und unmissverständlich auf mich als Person ("Deiner") bezogene sachferne "ins Persönliche " zielende Invektiven überziehst.


    Ich sehe darin schon einen ziemlich krassen Widerspruch in deinem eigenen Posting. Lies also einfach einmal selbst, was du glaubst, anderen Vorhalten zu dürfen und prüfe, ob du überhaupt vor dem bestehen kannst, was du hier anderen an persönlichn Anwürfen nachsagst.


    Zumindest muss es ja wohl wenig heißen, wenn jemand der nicht einmal derartige krasse Widersprüche seines eigene Verhalten bemerkt nicht in der Lage ist, den Respekt zu erkennen den ich grundsätzlich jenen gegenüber bewahre "die sich auf ganz traditionelle Weise mt Musik befassen."


    Wie gesagt es ist weder respektlos noch selbstgefällig auf sachliche Fehler hinzuweisen, sollte ich mich irren oder mir in irgendeinem Punkt derart krass selbst widersprechen, wie dein gegen mich rein "ins Persönliche" gerichtete Posting, steht es dir doch jederzeit offen das gnauso sachlich und begründet zu formulieren wie ich das tue. Das kann ich allerdings bislang nicht erkennen.


    So allerdings erscheint mir auch dein Posting viel mehr als weitere eindrucksvolle Bestätigung für den Verdacht, "dass sich jeder als erstes selbst charakterisiert mit den Urteilen, die er glaubt über andere fällen zu dürfen."

    "Horizon Series" oder so

    Nein ich vermute, das war der erste Symphonic Cube, d.h. lange vor der Horizon Serie. Die Samples sind immer noch Teil des VSL-Angebot. Aber auf dem Bereich der Software und natürlich der Leistngsfähigkeit der Hardware aber auch der verfügbaren Vielfalt hat sich seither doch unglaublich viel getan, auch was z.B. die Organisation der Samples und die Akustik etc. angeht. Ich habe meine Demos für die VSL damals noch auf vier parallel laufenden PC erstellt, heute habe ich ein mehrfaches der Sample zur Verfügung und betreibe alles zusammen mitsamt komplexer Akustik auf einem einzzigen Rechner.


    @ Alterung von Aufnahmen:
    Ja hatten wir schon. Aber hör Dirmal den Bach des seinerzeit hoch angesehenen Karl Richter an und stellt dir Frage einfach mal allgemein an jeden Ton Musik der jemals gespielt wurde. Musik ist Kunst in der Zeit. Ich halte es für ziemlich irrig, zu glauben, bloß weil man neuem gegenüber die Augen verschließt, würde der altbackene Kram, den so manche wiederkäuen, dem schlichten Umstand enthoben, dass immer etwas nach kommt und vieles davon auch gut und überzeugend sein wird.


    Andererseits würde ich mich nicht mit klassik-resampled.de für die wenig und nie gespielten Werke unserer klassischen Tradition einsetzen, würde ich nicht glauben, dass gute Arbeit auch eine über Geschmacks- oder Konventions- oder sonstige Beschränktheiten hinausreichende Berechtigunng hat. Ich habe auch heute noch an vielen Aufnahmen meinen Spaß, deren technische Voraussetzungen schon längst überholt sind oder deren Unvollkommenheiten in einigen Aspekten mir durchaus bewusst sind sowohl von traditionellen Musikern als auch aus meiner eigenen Produktion.


    Außerdem kann ich anders als der tradittionelle Musikus jede Aufnahme jederzeit überarbeiten und mache das auch bei Dingen die mir wichtig genug sind und deren Mängel mich daher wirklich all zu sehr nerven.


    @"zombiklänge"
    Ich werde schon seit langem das Gefühl nicht los, dass sich jeder als erstes selbst charakterisiert mit den Urteilen, die er glaubt über andere fällen zu dürfen. Mich haben ehrlich gesagt immer jene Musiker am meisten begeistert, die in der Lage waren auch zu würdigen, was andere leisten. Ich habe nie einen Zweifel gelassen an meinem Respekt jenen gegenüber die sich auf ganz traditionelle Weise mt Musik befassen, aber da gibt es offenbar doch deutliche charakterliche Unterschiede unter den Beteiligten hier.

    Nur am Rande bemerkt: Das stimmt schlicht und einfach nicht. Ich kenne das Konzert schon seit über dreißig Jahren in einer sehr überzeugenden DG-Archiv-Produktion mit Heinz Holliger.


    Viele Grüße


    Bernd


    Danke für den Tipp, dann bin ich also "schon" der dritte der in den letzten dreißig Jahren eine Aufnahme davon gemacht hat. Wow!
    Aber so schlecht finde ich das nicht, als dass da eigentlich ruhig noch mehr Leute Aufnahmen von der Musik produzieren könnten.
    Da bleiben immer noch genug anderen von mir prodzierte Konzerte der Brüder die ich nach meinem derzeitigen Wissensstand doch wohl als erster zu Ohren gebracht habe.

    wie ist das eigentlich, wenn ihr eine Partitur eingegeben habt, und ihr sie in einem seeeehr langsamen Tempo abspielt. Klingt dann alles noch sauber, oder verzerrt der Ton dann, oder ähnliches?

    Die Arbeit mit Samples heißt dass jedes Klangereignis für sich abgespielt wird, wenn der Sequenzer die abstände zwischen den Tönen länger oder kürzer wählt hat das nicht notwendig Folgen für den einzelnen Ton. die Töne werden nicht gestrecht oder so. Es kann aber bei Samples mit dynamischen Verläufen notwendig werden bei Tempoänderung die entsprechend schnlleren oder langerem dynamischen Verläufe zu wählen. Es kann auch überlegenswert sein den Charakter der Legatoverbindung zwischen den Noten anders zu wählen. Die Orchestratools z.B. haben dafür ein "adatives Legato" entwickelt, dass abhängig von der Abfolge geschwindigkeit von Noten unterschiedliche Legatoformen wählt. Aber auch in der VSL gibt es verschiedene Legatoformen mit denen man unterschiedlichen Tepi gerecht werden kann.

    ist es bei euch auch möglich, dass ihr bei der Wiedergabe bestimmen könnt, dass nur bestimmte Instrumente zu hören sind? Beispielsweise nur die Flöte und die Celli? Oder Clarinette, Bassposaune und 2. Violine?

    Grundsätzlich kann man ede Stimme, die eine eigene Notenspur (Track) hat auch seperat hören. Nur bei Samples die den Klang einer Instrumentengruppe wieder geben (z.B. zwei Flöten, drei Trompeten sechs Hörner 6, 12, 14, 20 Streicher etc.) ist es nicht möglich Einzelspieler nachträglich zu seprarieren. diese Samples werden aber ohnehin nur gewählt wenn alle Spieler einer Instrumentengruppe unisono spielen um den Chorischen Effeckt wieder zu geben. Das noch recht Konzept der Dimension Brass bzw. Dimension Strings der VSL erlaubt aber inzwischen für Blech und Streicher auch die einzelnen Instrumentalisten einer Sektion zu separieren, z.b. um die selbe Stimme mit von verschiedenen Instrumentalisten verschiedenen Artikulationsvarianten zu spielen etc.


    Deine Frage klingt aber eher nach einem "Analytischen" Hören von Musik. Das ist bei einer traditionellen CD oder Schallplattenaufnahme natürlich so ziemlich vollkommen unmöglich. Da im Sampleorchester aber der Orchesterklang zusammengesetzt wird aus der Rekonstruktion jeder einzloenen Stimme, kann ich Dir natürlich von jedem Orchesterstück das ich gemmacht habe ohne Probleme jede einzelne Stimme oder jede denkbare Stimmenkombination auch seperat aufnehmen. Ich habe immer gedacht, dass das für die Musikpädagogik eben in Hinsicht auf die Schulung eines bewussteren analytischen Hörens eigentlilch ziemlich attraktiv sein müsste. Aber vermutlich dauert es noch ein weilchen bis derlie soweit durchsickert.


    Hallo Motiaan,
    Ich verstehe deine Zurückhaltung aus Furcht vor Mittelmäßigkeit. Aber ehrlich gesagt da sind auf Youtube doch schon seit Jahren alle Hemmschwellen auch und zu allererst was den traditionellen musikliebhabenden Instrumentalistenlaien angeht so was von pulverisiert, dass ich denke die einzige auch anderen gegenüber einigermaßen nette Haltung ist die sich einfach über jeden zu freuen, der sein bestes versucht.


    Womit man dann tatsächlich selbst seine Zeit verbringt bleibt ja jedem selbst überlassen.
    Selbst an der Musik zu arbeiten ist aber für einige weit interessanter als sie nur zu konsumieren.
    Und ich halte es für ganz natürlich, dass jemand, der etwas erarbeitet hat, auch das Bedürfnis hat, andere an seiner Freude teilhaben zu lassen..
    Du hast völlig recht derlei ist nun wirlich kein digitales Phänomen, sondern betrifft doch die bei weitem breitesten Teile der musizierenden Welt.

    Du scheinst ein völlig absurdes Verständnis von Wirklichkeit zu haben,

    Also in meinem Wirklichkeitsverständnis ist unsere Wirklichkeit inzwischen so digitalisiert, dass selbst arundo donax und andrejo einen PC nutzen um ihre Standpunkte digital über das Internet in diesem Forum zu kommunizieren.


    Es mag dem einen oder anderen absurd erscheinen, mir erscheint das trotz aller Digitalisierung dieser Kommunikation als durchaus real.


    So wie du und arundo donax offenbar keine Probleme z.B. mit der Digitalisierung eurer sprachlichen Kommunikation habt, ist auch die Digitalisierung der Musikproduktion durchaus real und das inzwischen auf eine ausgesprochen leistungsfähige Weise.

    Da setzt es bei mir genauso aus wie bei arundo donax.

    Den eindruck habe ich auch. Dabei liegt hier offenbar ein fundamentales Missverständnis vor. Es geht nicht darum das irgend eine Realität "besser" als eine andere sei.
    Das Digitale Zeitalter und seine Möglichkeiten sind schlicht real. Ich fürchte da kann es "aussetzen" bei wem auch immer. Nach Erfahrungen und Möglichkeiten fragte der Thread hier. gemessen daran erscheinen mir derlei "Aussetzer" - auf die ich allerdings an andrejos und arundos Stelle nicht wirklich stolz wäre - doch etwas sehr offtopic.

    Klingt für mich so, als müßten die Tondauern einzeln mit Schiebeschalter eingegeben werden, und da verruscht dann schonmal was.

    Ja und nein. Natürlich "kann" man jede Tondauer, und überhaupt jeden irgend regelbaren Parameter der Klanggestaltung "einzeln eingeben". Es ist allerdings, da der reine Notentext ja auch die Ausgangslage für die Augen des Instrumentalisten sind, gerade hinsichtlich zunächst einfach erstmal korrekter Einsätze gar nicht verkehrt, von dem auszugehen, was aus dem Notenschreibprogramm an Daten kommt. Ausgehend davon kann man immer noch alle über das reine Notenbild erforderliche Nuancierung "mit dem Schieberegler" bzw. der Maus einzugeben Ungenauigkeit ist also eher eine geschmakcssache des Programmierers.


    Ich kann ehrlich gesagt über Herb Tucmandels Programmierung wirklich rein überhaupt nichts sagen. Aber Jürgens Idee, dass der Programmierer auf dieser Weise versuchte der größeren Unsauberkait und unregelmäßigkeit traditioneller Auffürhungen Rechnung zu tragen (=Humanisation).


    Ich gehe allerdings davon aus, dass diese Aufnahme aus den aller ersten Jahren der VSL stammt, zumindest habe ich schon sehr sehr lange kein einziges neue Stück von Hernn Tucmandel auf der VSL Seite gefunden. Inzwischen sind die Möglichkeiten maßvoll Ungleichmäßigkeiten wiederzugeben doch deutlich weiter entwickelt.

    Das eine ist eben die Realität und das andere ist die digitale Imitation.

    Nein soweit würde ich nicht gehen ein Laienorchesterr als imitation der digitalen Realität einzuschätzen. ;+)


    Es ist doch schön wenn möglichst viele Menschen Gelegenheit haben selbst musikalisch aktiv zu sein. Da müssen die sich doch nicht immer gleich mit den für den durchschnittlichen Musikliebhaber überhaupt nicht erreichbaren technischen Möglichkeiten der digitalen Realität messen lassen.


    Aber danke für die überraschende "Übersetzung" der obigen Zombibegrifflichkeit, von Imitation und Realität hätte ich da ehrlich gesagt vor lauter emotionaler Ergriffenheit ohne deine Hilfe rein überhaupt nichts gelesen. Wahrscheinlich braucht man dafür wirklich aussergewöhnliche hermeneutische Fähigkeiten. Respekt!

    Musik im eigentlichen Sinne sind diese Zombiklänge nach meinen Maßstäben nicht;

    Vielen Dank auch für die ausgesprochen maßvolle, höfliche, respektvolle und fachlich fundierte Formulierung ;+)
    (.... wahrscheinlich ein Oboist mit heilloser Panik vor der digitalen Wirklichkeit) :-PPP

    Gerade, wenn es sich um ein Thema handelt, in dem nicht jeder Mod 100%ig fit ist und sein muss.

    Völlig richtig. Und jeder der da auch ganz offen zu stehen kann und weiß, was er nicht weiß verdient auch schon deshalb jeden Respekt.
    Solange hier nicht bloß Form ohne Inhalt produziert werden soll, muss sich jeder klare Hinweise auf sachliche Fehler in der Argumentation aber gefallen lassen, der sich derlei Fehler erlaubt.