Beiträge von fahl5

    da ist es doch naheliegend ein wenig in die Komponistenausbildung zu schielen

    Nö. Ist ja kein Berufsabschluss sondern ein Studium. Das Studium macht zumal bei so etwas freischaffendem wie Komponisten keine Vorgaben was man können "muss", sondern hilft bestenfalls ein bisschen die eigenen Fähigkeiten und Begabungen so zu entfalten, damit man etwas für andere einigermaßen brauchbares damit anstellen kann.


    Zumindest halten sich die per Studienabschluss erreichbaren Ninetofive-Jobs für Komponisten doch wohl in einem sehr überschaubaren Rahmen.
    Daher meine Rede, keiner muss "müssen", keiner ist "gezwungen", nichts wird "erwartet".


    Aber hören kann man letzlich nur, was einer im Kopf hat, und da geht es höchstens um Erfahrungen, die er sammeln konnte. Beim Komponisten zumindest sind, wie mir scheint alle Erfahrung in der Realisation und Gestaltung von Musik und Klangvorstellungen hilfreich nicht aber irgendeine ideologische Einschränkung was alles angeblich "natürlich nicht" irgendwo zugehören soll.


    So wie ich Christian aufgefasst habe sieht er die Erwartungen weniger im akademischen Curriculum als vielmehr im Markt, auf dem für Komponisten, die Musik auch überzeugend produzieren können wahrscheinlich mehr Platz ist, als für jene, die nur wissen was "echt" und ideal ist, auch wenn man davon dann tatsächlich einfach mehr oder weniger bis "echt" gar nichts wirklich hören kann...

    ich habe den Eindruck, mein Verweis auf FM war gar nicht SO off-topic hier.

    Ich allerdings schon. Orchesterklänge auf FM-Basis ????!!!
    - also wirklich das ist fast so gut wie der Vergleich von Teremin und VSL...


    In Bezug auf Orchesterklänge müsste man sich zumindest schon bis zum physical modelling vorgearbeitet haben auch wenn das noch nicht ganz die 30 Jahre alt ist wie die Markteinführung der FM-Synthese.


    Habe ich das richtig verstanden, dass du die Musik vor 70 Jahren jetzt, also heute als "modern" ansiehst (also nicht im Sinne der Epochenbezeichnung "klassische Moderne", sondern als adjektiv "modern" = zeitgemäß). Dann wird mir allerdings schon einiges etwas verständlicher.


    Tatsächlich hat es schon sehr lange den Versuch gegeben, andere bekannte Klänge und Instrumente zu reproduzieren schon bei den allerersten Pfeifenorgeln und nicht erst seit der Einfführung des Mellotrons der bekanntlich einzelne Tonbandfestzen auf Tastendruck abspielte.


    Es ist allerdings inzwischen doch schon noch ein bisschen was an technischer Verfeinerung hinzugekommen, die heute Möglichkeiten bietet die es zuvor nicht gegeben hat auch und gerade in Bezug auf die digitale Realisation von Musik auf Samplebasis. Aber vielleicht ist das doch eine Frage der unterschiedlichen persönlichen Erfahrung im Umgang oder eben auch des wie es scheint komplett fehlenden Umgang mit diesen Möglöichkeiten.


    Hallo audiamus, schön von Dir zu hören. wie immer bin ich ganz auf deiner Seite, was hältst du davon auch mal ähnlich an den Bezug auf das Thema des Threads zu erinnern. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, dass Christian nach den Institutshomepages von irgendwelchen Instituten für elektrnische Musik gefragt hätte etc..

    Und was glaubst Du, was ein Sample ist?

    Die Frage ist doch wohl eher wie weit dein Horizont an "neuen Kontexten" reicht, in denen eine solche Aufnahme musikalisch sinnvoll verwendet werden kann. Offenbar reicht er zumindest nicht soweit wie es heute technisch schon weithin möglich, musikalisch in vieler Hinsicht interessant ist und von vielen tatsächlich schaffenden Musikern auch gerne genutzt wird und offenbar auch für Christian attraktiv genug erscheint um sich in diesem Thread danach zu erkundigen, wer damit welche Erfahrungen gesammelt hat:

    Hat irgendjemand Erfahrungen mit Vienna? Bzw. welche Simulationen verwendet ihr, welche könnt ihr empfehlen, von welchen ratet ihr ab? Gibt es etwas, was ich beachten muss beim Samplen mit Orchestersimulationen?

    In Bezug auf dieses Thema verstehe ich warum du deine Postings hier als Geschwafel ansiehst, schlicht weil du die Erfahrung nach der hier gefragt wurde bislang nun wirklich einfach nirgendwo zeigen konntest. (Zum Glück hat Christian davon abgesehen ein Teremin anstelle seines VSL-Packages zu kaufen ;+) )

    Und das ist natürlich nicht die Arbeit mit Samplelibraries.


    Igendwie scheint schon das Wort Sample bei dir das absolute schwarze Loch in deinem musikalischen Universum zu sein nach dem Motto alles ist Musik wo nicht irgend Sample oder VSL draufsteht.


    "natürlich" habe ich kontakt zu mehreren Komponisten und Kompositionsstudenten und "natürlich" habe ich auch schon für mehrere Sachen für sie gemacht, wahrscheinlich habe ich einfach nur vergessen sie erst putto fragen zu lassen....

    Hallo Jürgen,
    Ein schöner Tipp. Sicher gut um erste Erfahrungen zu sammeln, ohne sich dabei den Geldbeutel wund zu scheuern.
    Ich vermute ganz konkret für Christian würde das nicht genug über die Garrtan samples von Finale hinausreichen.
    Aber der hat ja inzwischen offenbar schon wonach er gesucht hat...
    gruß
    fahl5

    zu wieviel Prozent Deiner Meinung nach?

    Was soll die Pfeilscherei ??? wenn du auch nur einen Hauch einer Ahnung vom Markt und den wichtigsten Entwicklungsrichtungen der letzten zehn, fünfzehn Jahre hättest, würdest du uns derlei raunendes Nebelgefrage wirklich ersparen.
    Mit der DAW kannn man Aufnehmen wie im Tonstudio, Synthies aller Art betreiben und Sample bzw. Samplelibraries aller Art betreiben. Nach dem der reine Synthie Klang schon nach den 80er-90er Jahren ziemlich ausgelutscht war hat sich die Entwicklung der produktiven Software immer mehr auf das Gebiet der Sampler und Samplelibraries verlagert. Heute ist es schon soi, dass man selbst Syntieklänge immer mehr Samplebasiert produziert. Der Bereich der experimentellen Kompositionssoftware ist zwar im akademischen Bereich vorhanden. Bislang aber ohne auch nur entfernt vergleichbare breite der Entwicklung und Anwendung.


    Das Institute für Elektronische Musik aus dem Interesse an tatsächlich "elektronischer Musik" in den 50er und 60er Jahren entstanden sind und in ihrem Selbstverständnis auch noch in dieser Tradition stehen, ändert rein gar nichts daran, dass die digitale Realisation von Musik wie sie heute möglich ist derzeit einen wesentlichen Schwerpunkt in der Arbeit mit Samplelibraries hat.

    Dass die Produzenten von Samlpe-Libraries ganz gutes Geschäft machen, wundert mich nicht.

    ....und wenn gar nichts mehr hilft kommt einfach die Mähr vom bösen Geschäftemacher. Zu dumm, dass es sich beim IRCAM um einen Teil des rein staatlichen also nicht Profitorientierten Centre national d’art et de culture Georges Pompidou handelt.
    Sorry aber ich habe bei derlei Einwürfen den Eindruck, dass hier nur noch auf Gedeih und Verderb irgendwelche Stimmung gemacht werden soll.

    Da geht es einfach ausgedrückt um neue Klänge und nicht um Simulation des Orchesters mit dem Rechner.

    Nein es tut mir leid, aber wenn da im Studienplan steht "Einführung Studiotechnik 1,2 (Analogtechnik: Mischpult, Mikrofone etc., Digitaltechnik: DAW)", dann geht es um eine "Einführung" in bestehende etablierte verfügbare Techniken (und genau das ist die Arbeit mit Samplelibraries) und nicht und schon gar nicht ausschließlich "um neue Klänge". Das mag ja in der Perspektive des Forschungsauftrag eines solchen Institus liegen aber wer Lehre (Studienplan) und Forschung (Definition des Forschungsrahmen des Instituts) nicht unterscheiden kann, sollte vorsichtig sein, einfach irgendetwas aufs geratewohl von irgendwelchen Institutshomepages vor sich her zu kopieren. (Ich erspare mir hier weitere Ausführungenn zum bereits erwähnten Unterschied von Textkopie und Sachkenntnis)


    Kurz du wirst keinen vernünftigen Menschen vom Fach finden, der dir bescheinigt, das VSL böse ist und eigentlich genau dasselbe wie Teremin....
    Lass doch deine Symphonien nur noch vom nächstgelegenen Liebhaber- oder Schulorchester aufnehmen, wenn du meinst dass dies der einzige Weg der reinen (ungesampleten) Lehre ist, das hat sicher auch irgendwie seinen Charme. Wenn andere aber andere Mittel bevorzugen, werden sie schon wissen was in welchem Zusammenhang den größten Sinn macht und wahrscheinlich nicht unbedingt erstmal fragen was Putto ihnen erlaubt.

    Und die Klarinette zu Mozarts Zeiten war eine Sample-Library, nicht wahr?
    ;+)

    Wenn du dich jetzt so anstrengen musst um alle wirklich klar und eindeutig formulierte Aussagen mutwillig zu verzerren, mache ich mir langsam sorgen, ob hier überhaupt noch Inhalte diskutiert werden. Für jeden der einigermaßen Aussetzerfrei lesen kann, geht aus meinen Postings klar hervor, dass die Klarinette in Mozarts Zeit eine wenig bis gar nicht etablierte Innovation des Instrumentenbaus seiner Zeit war, der gegenüber Mozart keine verquarzten Vorbehalte, sondern offenbar ein ganz fruchtbar schöpferisches Interesse aufbringen konnte. Das ist natürlich auch mit den reichhaltigen Innovationen des digitalen Instrumentenbaus möglich und dazu gehört die zu einem großen Teil zur Verwendung von Samplebbibliotheken genutzten DAW.

    ... ich bleibe dabei: Auch wenn für Dich DAW gleichbedeutend mit Orchestersimulation zu sein scheint, das Institut für elektronische Musik sieht das wohl - etwas - anders.


    Es scheint dir dabei komplett egal zu sein, das in dem was du anführst rein überhaupt nichts steht, aus dem zu erkennen wäre, dass dieses Institut für Elektronische Musik DAW in irgend einem Gegensatz zu den nur in DAWs verwendeten Samplbibliotheken sieht. Es ist tatsächlich ganz einfach Fakt, Arbeit mit Orchestersamplelibraries geht nur in DAW's und die Arbeit mit Samplelibraries ist eine der in den letzten Jahren am weiteten entwickleten Bereiche der heuttigen DAW's (Mal ganz abgesehen davon dass das Pariser IRCAM, das seit Jahrzehnten sicher zu den wichtigsten Instituten für elektronische und digitale Musik gehört selbst mehrere Samplbibliotheken ganz bewusst aus dem Klangrepertoire anspruchsvollster E-Musik der letzten Jahrzehnte veröffentlicht hat, wahrscheinlich haben die einfach vergessen Putto zu fragen).


    Aber sei nicht traurig, die Kirche ist auch lange Zeit "dabei geblieben" das die Erde eine Scheibe ist und von der Sonne umkreist wird, und ich wette eine erkleckliche Anzahl höchster Würdenträger dieser Institution haben diesen festen Glauben auch ihr ganzes Leben nicht verloren.


    Also, wenn es dich irgend selig macht.... .

    Hallo Christian,


    Ich wünsche Dir erst einmal eine gute Einarbeitung mit deiner Special Edition. Wenn ich Dir in irgendeiner Weise behilflich sein kann, lass es mich ruhig wissen. über mein Profil müsstest du PM ebenso schicken können, wie zu meiner eigenen Webseite "klassik-resampled.de" finden wo es auch noch ein direktes Kontaktformular gibt. Also meld dich ruhig wenn ich dir vielleicht an der einen oder anderen Stelle weiterhelfen könnte.


    Hallo Putto,


    also du überbietest dich echt langsam wirklich immer mehr:


    Zitat

    Zitat Putto:


    "Ich habe ja auch nicht DAW mit Teremin verglichen, sondern VSL."

    ?????? das ist ein Joke oder ???????


    Ich meine mir war so als wenn der Autor dieses stolzen "Vergleiches" tatsächlich noch wenige Postings zuvor Bemerkung über doch immer wieder zutage tretende Ahnungslosigkeit glaubte zurückweisen zu können. Also das wird jetzt nun wirklich langsam sehr schwer....


    Zitat


    Zitat Putto


    Oder anders ausgedrückt: Ein heutiger Komponist sollte sich grundsätzlich mit Möglichkeiten elektronischer Klangerzeugung auseinandersetzen....Sound-Libraries als Ersatz fürs Partiturspiel haben damit aber wenig zu tun.



    Tja fangen wir jetzt bei Adam und Eva oder bei dem Unterschied von elektronischer und digitaler Klangerzeugung an......?


    Puh also noch einmal zum Mitschreiben DAW sind Rechner mit guter Asio-Soundkarte und Musiksoftware. "D" steht für "digital" nicht für "elektronisch"


    Das ist in etwa bloß ein Unterschied im Entwicklungsstand von schlappen 4-5 Jahrzehnten.


    Aber es ist doch wirklich immer wieder anrührend auf noch lebende Exemplare eines derart historischen Technikbegriffs in der Musik zu treffen.


    Also auf ein neues:


    Bei dem Begriff DAW handelt es ich nicht um irgend ein Musikelektrisches Experimentierspielfeld, sondern um seit Jahren im Studioalltag etablierte und in breitem Anwendungsspektrum genutzte Systeme, auf denen heute tatsächlich zum größten Teil auf Basis von Samplelibraries gearbeitet wird. Im Gegensatz zu einer Geige aus Holz oder einem Steinway und selbst einem Teremin, lässt sich im digitalen Zeitalter Software und auch Samplelibraries tatsächlich "updaten", auch wenn das möglicherweise in dem was du dir unter DAW als "elektronische Musik" vorstellst, nicht so recht vorkommt, weil dich keine Institutsliste darauf hingewiesen hat.


    Ein weiteres Missverständnis ist die Formulierung "Sound-Libraries als Ersatz fürs Partiturspiel". Wahr ist vielmehr, dass Partiturspiel kein Ersatz für eine gute digitale Realisation einer Komposition darstellen kann, weil ein Klavier das einfach überhaupt nicht kann. Ich habe da großes Verständnis für Christian und Ferristo, dass eine gute digitale Realisation einem schlechten oder unwilligen Jugend, oder Provinzorchester durchaus klar überlegen sein kann. Für den Komponisten kommt es darauf an, seine Vorstellungen realisieren zu können, ich glaube nicht das da irgend ein ernsthafter Komponist ausgerechnet Putto fragen wird, welche Mittel er dafür verwenden darf und welche nicht.


    gruß


    fahl5

    Ach komm, was soll das jetzt?
    Für Teremin und Trautonium wurde nicht so viel komponiert, dass man behaupten könnte, jeder ernsthafte Komponist der 30er Jahre hätte sich damit auseinandersetzen müssen.
    Der einzige zentrale Komponist, der für Trautonium komponierte, war Hindemith.
    Beim Teremin fällt mir niemand ein.


    Bei der Sound-Library wird es nicht besser aussehen, Dir ist aus den letzten 5 Jahren ja auch kein Komponist geläufig, den Du mir präsentieren könntest.

    Naja:
    1) für das Ondes Martenot z.B. sieht es schon mal gar nicht so schlecht aus. (Teremin wird offenbar immer noch gerne verwendet und die Filmmusik von Inspektor Barnaby ist nicht gerade weit vom musikalischen common sense größerer Hörermassen.
    2) Schau dir mal die Konzertliteratur von Cello, Klarinette, Oboe, Fagott u.ä. Da kann man wohl zu keiner Zeit wirklich behaupten, dass dafür "so viel komponiert, dass man behaupten könnte, jeder
    ernsthafte Komponist Jahre hätte sich damit auseinandersetzen
    müssen"
    Die Komponisten der letzten fünf Jahre haben ehrlich gesagt noch nicht so ganz mein Interesse auf sich ziehen können. Mir ist aber schon klar, dass eine ganze Reihe der nachwachsenden Kompositionsstudenten sehr wohl am Rechner (und nicht nur in Finale oder Sibelius) erproben wie das klingt, was sie komponieren wie sie das noch einige Jahrzehnte zuvor nur mittels Partiturspiels oder eines Klavierauszuges mit weit geringerer Repräsentativität für die Details des Notentextes konnten.


    Und natürlich sind in den Studios dieser Welt, wo Musik für den tatsächlichen Bedarf produziert wird, DAW's Standard und in ihrer Universalität und breiten Anwendung wirkilich in keiner Weise den Erzeugnissen einzelner früher Klangtechnikexperimente gleichzustellen. Sowas kann nur jemanden einfallen, dem bei dem Begriff moderner Musik immer noch die Kölner und Freiburger Studioexperimente vor über 60 Jahren vor Augen sind. Nein Konrad Zuses Rechenmaschine hat sich auch nicht als Wohnzimmerschrank etabliert, eine moderne DAW aber verhält sich einem solchen Altbackenen Verständnis von Musikelektronik aber wie jedes normales Smartphone zu Zuses Ungetümen:. es leistet in der größten Selbstverständlichkeit ganz einfach das X-Fache früherer Musiktechnik. Es ist auch musikalisch kein Nachteil damit umgehen zu können. Das würde Christians Interesse grundsätzlich schon rechtfertigen.

    Teremin und Trautonium blieben auch eher instrumentale Stiefkinder, die zwar als Sensationen auf die Reise geschickt wurden aber für die kaum komponiert wurde.

    Also das kann nur jemand sagen, der weder Inspektor Barnaby kennt noch weiß wie gut sich das Harry Potter Thema auf dem Theremin anhört. :P
    Außerdem hat man selbst Bachs Werke wenige Jahrzehnte nach ihrer Komposition mehr als stiefmütterlich behandelt, von den Werken anderer seiner Zeitgenossen wie Stölzel mal ganz zu schweigen. Ein noch viel größerer Haufen wirklich guter Musik auch mit ganz gewöhnlichen Instrumenten aus dieser Zeit ist bis heute noch nicht wieder aus der akustischen Versenkung aufgetaucht und das sicher nicht immer zurecht, also derlei musikalischen Wetterwechsel jetzt den einzelnen musikalischen Errungenschaften anzulasten ist doch wohl auch eher bemüht.
    Ich muss mir wohl doch mal die Theremin-Samples besorgen ;+)

    Die Werke, die einem gewissen Perotinus Magnus zugeschrieben sind, würde ich nicht auf Innovation der Notenschrift reduzieren wollen.

    Nein natürlich, grundsätzlich würde ich überhaupt keine Musik irgendeiner Zeit allein auf ihre jeweilig neuen technischen Errungenschaften reduzieren wollen. Dass wir aber über die Musik des 12. Jhd. im wesentlichen eigentlich noch am besten überhaupt etwas von denen wissen, die sich die Mühe gemacht haben sie aufzuschreiben, heißt weder, dass Perotin tatsächlich für das vermutlich doch sehr viel facettenreichere auch weltliche Musikleben seiner Zeit repräsentativ wäre, noch dass der Umstand, dass Klerikaler Gesang tatsächlich seine Wurzel in der reinen Vokalmusik hat rechtfertigt zu behaupten bis 1600 wären Instrumente und die Innovationen im Instrumentenbau für die Musikpraxis von gut 400 Jahren eine zu vernachlässigende Größe.


    Was Christian weiß und wusste wird er ehrlich gesagt auch am besten wissen. Bei mir war es bislang erfahrungsgemäß schon so, dass sich ein Interesse auch dannn als durchaus berechtigt herausstellen kann, selbst wenn nicht von Anfang alle Fragen abschließend geklärt sind.


    Es hörte sich bislang ziemlich danach an, als wenn er über sein Notationsprogramm mit dem heute dort üblichen Wiedergabestandard in Berührung gekommen ist und den einfachen aber nachvollziehbaren Gedanken gefasst hat: "das geht aber auch besser". In diesem Punkt würde ich ihm schon recht geben.


    Und sollte das jemals unklar gewesen sein, so sollte unsere weitschweifige Diskussion zumindest in diesem Punkt Klärung bewirkt haben, dass man dazu mit einer DAW arbeiten muss. Wie weit sein gegenwärtiges Hardware und Software-Setup diesen Namen zu tragen imstande ist muss und wird er auch am besten wissen. Ich fürchte allerdings, die von ihm anvisierte Investition würde bestenfalls einen ersten Schritt in diese Richtung erlauben.

    Sag mal Putto du pflasterst auch gerne Threads mit allem und jedem voll. Mal abgesehen davon dass die Innovationen der "Komponisten" die um 1200 herum überhaupt irgendetwas aufgeschrieben haben sich für uns überhaupt noch erkennbar erstmal nur um die Notenschrift selbst gesdreht haben und es schon sehr waghalsig ist hier auf Musizierpraktiken zu verweisen von denen heute nur so herzlich wenig überhaupt verlässlich bekannt ist. auch abgesehen davon, dass du gerne noch ein paar Institutshomepages kenntnisfrei bis ahnungslos über das tatsächlich zitierte hier hiein kopieren kannst.


    In Bezug auf Christians Vermutung, er wäre "gezwungen" mit Orchestersamples zu arbeiten, sind wir gar nicht so weit von einander entfernt. Nur dass ich denke und darauf vertraue, dass jeder für sich selbst am besten wissen muss, wie er dass erreicht und realisiert was ihm vorschwebt. Die Arbeit mit DAW's ist anspruchsvoll, das ist gutes Klavierspiel oder gutes Geigespiel aber auch. Wer derlei beherrscht, wird zumindest den einsatz des jeweils vertrauten Instrumentes besser einschätzen können, als derjenige, der alles lieber anderen überlässt. Insofern verstehe ich Christians Interesse. Aber es kostet eben auch einigen Aufwand und einige Zeit. Für manche Komponisten kann dieser finanzielle und zeitliche Aufwand gerechtfertigt sein in Bezug auf dass, was ihnen vorschwebt, andere müssen halt andere Mittel und Wege finden. Es war ja auch in der Romantik kein Komponist gezwungen Klaviermusik zu schreiben.

    Kannst Du eigentlich einen halbwegs berühmten Namen nennen eines Komponisten, der seine Orchesterwerke mittels Libraries hörbar macht?

    Die Familie von Hans Gal z.B. hat einige seiner Symphonien auf diese Weise realisiert. Da Orchestersamplelibraries erst in den letzten Jahren beginnen sich immer mehr in der Musikproduktion zu etablieren ist deine Frage allerdings bezogen auf alle vor ca. 2010 schaffenden Komponisten ungefähr so sinnvoll, als wenn du nach den Klarinettenkonzerten der Renaissance und Barockmusik fragen würdest.

    Du meinst, die Sample-Libraries seien so wichtige Neuerungen auf dem Bereich des Instrumentenbaus, dass man als ernsthafter Komponist sich damit beschäftigen müsse,

    Wo genau soll ich das jetzt gesagt haben, oder ist wieder ein Gruß aus deinem eigenen Diskussionsuniversum?
    Christian hat hier schlicht nach Orchestersamples gefragt.
    Wenn ihn die interessieren, muss und wird er ja wohl selbst am besten wissen warum.


    Ich habe lediglich erinnert, dass die ernsthaften Komponisten der Vergangenheit an die man sich heute noch erinnert wie mir scheint zum weit überwiegenden Teil sich immer sehr aufgeschlossen und schöpferisch für die Errungenschaften im Instrumentenbau ihrer Zeit interessiert haben.


    Aber wie gesagt keiner muss müssen ausser er muss mal.

    im Gegensatz zu Dir habe ich kein Problem mit dem Begriff

    Naja solange du dich in deinem eigenen Universum um dich selbst drehst mag das sicher so sein. Dass du aber offenbar so deine Schwierigkeiten hast zu erkennen, dass Christian sich nach Ochestersamples erkundigt und die Kenntnis davon als nicht unwesentlicher Teill der Anwendungen heutiger DAW's auch durchaus Studieninhalte der Wiener Musikuni sein können, scheint zumindest auf gewissen Probleme einer Art begrifflichen Dissoziationen von der heutigen fachsprachlichen Wirklichkeit zu deuten.

    Es haben sich keineswegs alle Komponisten für alle technischen Neuerungen im elektronischen Bereich interessiert

    Es haben sich auch nicht alle Komponisten schon gar nicht unter Mozarts Zeitgenossen für die Klarinette interessiert (und sind dafür wie so viele Gralshüter irgendwelcher gestrigen Alleingültigkeiten auch recht herzlich vergessen worden). Aber was trägt derlei Ausschweifung über FM-Synthese und Trautoniums nun zur Beantwortung von Christians Frage bei????
    .....schlicht gar nix

    Aber nicht unbedingt Orchestersimulation

    Dass dieser Begriff ohnehin nicht mehr als dein terminologhsiches Privatproblem ist, ist ja wohl hinreichend klar geworden. Und da binn ich ganz deiner Meinung, dass sich ernstzunehmende Komponisten nun wirklich nicht mit deinem Privaten-Terminolgie-wirrwarr beschäftigen müssen.

    Was haben denn Computer mit Instrumentenbau zu tun?

    Das ist nun wirklich eine so komplizierte Frage, dass ich der Einfachheit halber auch einmal zu wikipedia greife:

    Zitat

    "Ein Musikinstrument ist ein Gegenstand, der mit dem Ziel konstruiert oder verändert wurde, Musik zu erzeugen."

    Genau das und einfach überhaupt nichts anderes ist der Sinn und Zweck einer DAW um die es hier geht.


    Zusammengefasst:
    DAW = Musikinstrument


    Es ist also in einer allseits digitalisierten Welt und Zeit auch möglich und Realität, Musikinstrumente digital (="D"in DAW) zu konstruieren, wie man sie in einer auf Handwerkstraditionen beruhenden frühen Neuzeit noch mit Hobel und Schraubstock konstruierte.


    Noch irgendwelche fragen was DAW mit Musikinstrumenten gemeinsam haben???
    ganz einfach: Musik


    Für Christian viel interessanter scheint mir hier aber eher die Diskussion, ob er selbst dieses noch 'relativ' neue Musikinstrument unbedingt selbst besitzen und beherrschen muss und wenn ja was genau. Da waren wiir schon soweit, dass Chrstian einerseits für sich da offenbar Vorteile von geradezu zwingender Notwendigkeit vermutet, aber andere wiederholt darauf hinwiesen, dass auch dieses Musikinstrument durchaus auch umso mehr Aufwand (Geld) und Arbeit (Zeit) erfordert, je hörere musikalische Ansprüche man damit realisieren möchte.


    Und in diesem Punkt bin ich gar nicht einmal soo weit weg von Putto, wenn ich denke, dass es nicht "unbedingt" notwendig sein muss, aber den an dieser Technik interessierten Komponisten sicher sehr hilfreich sein kann, ähnlich wie ein gutes Geigespiel dem Braockkomponisten und ein gutes Klavierspiel dem romantischen Komponisten sicher ganz hilfreich gewesen ist. Aber "notwendig" war derlei in Barock und Romantik ja bekanntlich auch nicht unbedingt.

    Och Mensch Putto, muss ich Dir wirklich jedes Wort zweimal vorlesen???
    "u.a."
    Natürlich ist die Arbeit mit Samplen und Softwaresamplern eines der leistungsfähigsten und gebräuchlischten Anwendungsgebiete von DAW's. Wer über die möglichkeiten und Anwendungen von DAW's informiert wrd, wird natürlich über Sample und Softwaresampler informiert.


    Das heute niemand irgendetwas von eiinem Komponisten "erwartet" habe ich eh schon dargelegt.


    Ob ein junger Komponist aber irgendeinen Vorteil davon hat, seine Werke nicht hörbar zu machen und die ihm heute verfügbaren Mittel zu ignorieren, muss er, wie gesagt selbst wissen.


    Ich kann mich allerdings aus der Historie an keinen nennenswerten Komponisten erinnern, der nicht auch ein reges und produktiv genutztes Interesse an den Neuigkeiten des Instrumentenbaus seiner Zeit gehabt hätte. Oder glaubst du ernsthaft, dass es z.B. von Mozart je ein Klarinettenkonzert gegeben hätte, wenn er sich ähnlich orthodox verquartzt gegen die jüngsten Entwicklungen im Instrumentenbau gewehrt hätte. Seien wir froh, dass er aufgeschlossen genug war.


    gruß
    fahl5