Beiträge von Achim


    Hah, das Ding habe ich auch !
    Wusste gar nicht, das noch jemand anders diese Platte besitzt.
    Ein bißchen speziell, aber warum nicht !


    Grüße
    Achim

    Realität für festangestellte Mitglieder von Kulturorchestern ist eine tarifliche Absicherung. Wer die behalten will, fordert für den Kulturbetrieb eine Sonderstellung? Das ist ja wohl nicht Dein Ernst.


    Christian


    Aber hallo ist das mein Ernst mit der Sonderstellung der Kultur als öffentliches Gut.
    Entweder bekennt sich der Staat zu seiner Aufgabe, Kultur als öffentliches Gut zu fördern und demgemäß adäquat mit Mitteln auszustatten oder er zieht sich zurück und wir lassen das Ganze sein und orientieren die Vergütungen nach Angebot und Nachfrage.


    Mal sehen, was in den nächsten 20 Jahren kommt....


    viele grüße
    Achim

    Schmarrn. Man weiß, wie es im richtigen Leben ist: Die gleiche Menge Geld wird nach abstrusen Kriterien nur anders verteilt. Schon 18 Jahre mache ich das absurde Theater mit Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen mit.
    Im Endeffekt bekommt eine Amigo-Gruppe regelmäßig eine schöne Anpassung und die anderen, egal was sie tatsächlich liefern, teilen sich die Krümel vom Kuchen.


    Ich spreche nicht aus Neid, da ich mit meinem Gehalt vollkommen zufrieden bin. Alle diejenigen, die meine Leistung tatsächlich beurteilen können (Kunden, Projektkollegen usw), sind mit ihr auch zufrieden. Aber dies beeinflußt das absurde Theater überhaupt nicht.

    Der Staat hat nie soviel Geld eingetrieben wie im letzten Jahr.


    ich lese daraus, du bist mit dem System per se nicht zufrieden, hast Dich aber dem Ganzen ergeben (weil man eh nichts ändern kann).


    Viele Grüße
    Achim


    Und wenn ich dann lese --- man könne ja Krankenschwestern nach Leistung bezahlen --- also im sozialen Bereich arbeite ich seit 30 Jahren und weiß wovon ich rede --- ich könnt kotzen. Wirklich. Was ist denn da "Leistung"? Wie sehen die Rahmenbedingungen aus unter denen "Leistung" erbracht werden soll?


    Insbesondere wenn Du im sozialen System arbeitest, wundert mich schon, dass Du scheinbar dagegen bist, dass Arbeitnehmer in diesem Bereich leistungsgerecht bezahlt werden sollten.
    Im Ergebnis müssten sie nämlich mehr bekommen, als bislang gezahlt wird.
    Einfach nochmals meinen Satz lesen, vielleicht ist Dir dann auch nicht mehr schlecht.


    Michael Schlechtriem denkt vom Ergebnis her: ich brauche die Absicherung, also muss sie gewährt werden.
    Das ist legitim, entspricht aber nicht den tatsächlichen Verhältnissen in unserem Wirtschaftssystem.
    Dass was ihr beklagt, ist für viele Arbeitnehmer tägliche Realität (Leistungsdruck bei nichtadäquater Vergütung, adäquate Absicherung nur als frommer Wunsch usw.)


    Wenn wir jetzt sagen, nein so darf im Kultursystem aber nicht sein, dann setzt ihr insoweit für den Kulturbetrieb eine Sonderstellung voraus, die einer besonderen Begründung bedarf.
    Meinetwegen etwas wie Kultur als öffentliches Gut, das nicht den systemimmanenten Marktgesetzen unterliegt.
    Dann vergleicht diese Idee mit der Realität: ja, öffentliches Gut schon, aber es darf nichts kosten, weil der Staat kein Geld hat.
    Im Ergebnis dann (wie in vielen Bereichen), prekäre Verhältnisse auch bei Festanstellungen.


    Was spricht dann gegen die Möglichkeit, leistungsgerechte Vergütungsformen zu suchen ?


    Viele Grüße
    Achim


    Ausgangspunkt ist ja die Frage, ob es im Interesse der künstlerischen Qualität wünschenswert wäre, ein System der gesicherten Festanstellung gegen eines der ungesicherten Selbständigkeit zu tauschen. Deinem Hinweis, dass alle froh sein sollen, die die Sicherheit genießen, entnehme ich, dass das Gegenteil für die Betroffenen nicht erstrebenswert ist. Hätte aber vielleicht die Kunst einen Vorteil, wenn es den ausübenden Künstlern nicht so gut ginghe?


    Nun denn, in unserem vorherrschenden System war es für die Qualität noch nie von Nachteil, wenn eine Leistung entsprechend der Qualität vergütet wurde.....
    Der Sozialismus ist mE auch daran gescheitert, dass man sich für eine Grundversorgung nicht bemühen musste.
    Der Schluss allerdings, dass es dem Künstler (und natürlich jedem anderen) erst schlecht gehen muss, bevor Leistung entsteht, ist aber hieraus nicht ableitbar.


    viele Grüße
    Achim

    Keinesfalls möchte ich irgendjemanden seine berechtigen Ansprüche wegnehmen oder absprechen.
    Ich wollte nur die Anregung aufnehmen und darüber nachdenken, ob es nicht eine Alternative sein könnte, interessierten Künstlern Möglichkeiten einer freieren Gestaltung zu offerieren.
    Vielleicht wäre es ja sogar sinnvoll, Krankenschwestern leistungsorientiert zu bezahlen, um diese Arbeit wirklich einmal richtig zu würdigen.


    Und nebenbei bemerkt:
    Ein Versorgungswerk, dass den Namen Künstler sogar im Namen führt (Künstlersozialkasse), aber mehr oder minder versucht, mit allen Mitteln potentielle Mitglieder (zukünftige Leistungsempfänger) aus dieser Versorgung herauszuhalten, sollte dringend reformiert werden.


    viele Grüße
    Achim


    ich hab sie schon oft gehört, weil ich die Aufnahme hier zu Hause habe. ;+) - Wer Loussier mag, seine Art, sich Bachs Musik anzunähern und sie umzuformen, der wird diese Einspielung mögen.


    BG - elo :)


    Ich habe mir das vorhin angehört und kann dem, im Gegensatz zu der Einspielung mit Tal & Groethuysen, nichts abgewinnen, denn - und das ist der Grund - mir ist Loussier zu "swingig" und macht mich eher nervös.
    Nicht meine Art von Jazz.


    Viele Grüße
    Achim

    Ein derartiges System ist für die "musikalische Grundversorgung" z.B. in mittleren deutschen Städten völlig untauglich. Vielleicht lohnt es sich auch mal zu überlegen, was passiert, wenn ein Musiker krank wird. Kann man erwarten, dass jemand dauerhaft gute Leistungen bringt, wenn er jeden Tag damit rechnen muss, zum Sozialfall zu werden?


    Auha, auf welcher Insel lebt ihr denn :D .


    ich habe genügend Mandanten aus dem Musikbusiness, für die diese Umstände das täglich Brot sind.
    Daher sollen alle die froh sein, die im Business sind, sich solche Gedanken aber nicht machen müssen.


    viele Grüße
    Achim

    Das Düsseldorfer Orchester ist ja städtisch, warum sollte man also nur Musiker und nicht gleich alle städtischen Angestellten nur befristet einstellen? Krankenschwestern oder Müllmänner können schließlich genauso gut Verträge nach ihrem persönlichen Geschick aushandeln wie Musiker. Aber warum eigentlich nur bei öffentlichen Arbeitgebern? Man sollte grundsätzlich nur noch befristete Verträge anbieten, Gehalt individuell verhandelbar. Wer seinen Vertrag nicht verlängert bekommt, muss halt sehen, wo er bleibt. Weg mit dem ganzen Tarif-Mist, und schon braucht man auch keine Gewerkschaften mehr, es gibt keine Streiks mehr usw. Erstaunlich, dass vor Dir noch niemand auf diese grandiose Idee gekommen ist!


    Christian



    Lieber Christian,


    was Du da schilderst, ist für viele Arbeitnehmer außerhalb des öffentlichen Dienstes längst Realität.
    Insoweit kann ich die Ausführungen von Thomas sehr gut nachvollziehen, denn er stellt schlicht nur Fragen zur Praxis im System.
    Aber vermutlich liegt das daran, dass ich ja auch selbständig bin und seit Jahrzehnten meine Lebensplanung meinen beruflichen Entwicklungen anpassen muss.


    Viele Grüße
    Achim


    Weil auch Künstler eine Lebensplanung machen (müssen).


    Gruß
    MB


    :wink:


    Hm, muss das nicht jeder Mensch ?
    Ich halte das für kein Argument, denn dann müsste ja jeder zwingend eine Anstellung anstreben, um am Ende nicht zu verhungern.


    Dass die Freiburger sich in einer Mitunternehmerschaft organisiert haben, zeugt in gewisser Weise von einem gesunden Selbstbewusstsein, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und das eigene Können auch wirtschaftlich für sich zu nutzen.
    Was übrigens genauso für annähernd 100% der Pop- und Jazzmusiker gilt.


    Viele grüße
    Achim


    vielen Dank für diesen Hinweis. Ich habe die Version gerade auf spotify nachgehört und dann als CD bestellt.
    Ich liebe Klavier vierhändig (und insbesondere T&G) und die Goldbergvariationen (gerne auch bearbeitet) und damit ist das hier die "goldene" Verbindung.


    Viele Grüße
    Achim
    :wink:


    hier geht es ja nicht, wie sonst "zu 90%" um die Interpretation eines klassischen Werkes. Marcus bedient sich hier Beethovens Themen um daraus seine Vorteile für die Jazz-Stücke zu ziehen. Ich fände es angemessnener, wenn er eigene Themen/Musik verwenden würde und damit seine kompositorische Klasse herausstellen würde.



    Interessante Ansicht.
    Damit könnte man dann aber die überwiegende Mehrzahl der gesamten Jazzaufnahmen in die Tonne kloppen, darunter wirklich legendäre Interpretationen von ebensolchen Künstlern, wie Miles Davis, Ella Fitzgerald, Louis Armstrong usw. usw., usw. usw.......
    Das Vermächtnis großer amerikanischer Komponisten wie Cole Porter, Gershwin etc, das sogenannte American Songbook, lebt von der immer wieder neuen Interpretation der Stücke.


    Viele Grüße
    Achim

    Lieber Marcus,


    ich habe mir gerade Für Elise angehört und die Mondscheinsonate.


    Für Elise war mir zu süffig gespielt, wenig überraschendes.
    Die Mondscheinsonate dagegen fand ich sehr gut, still und unaufgeregt entwickelt, aber immer spannend.


    Sehr schön aber auch, allerdings eher ein crossover aus dem Popbereich :D , Poker Face als Klavier solo.


    Viele Grüße
    Achim

    Heute Abend war und ist bei Soultime mit den "Temptations". Diese fünfköpfige Vocalgruppe finde ich wirklich cool - und sehr leidenschaftlich. Das war wohl eine frühe "Boygroup" - wie die Live-Konzerte zeigen. Und dabei technisch sauber und total cool. Auch die Bühnenpräsenz finde ich gut - eben früh-soulig.


    Uwe



    Für mich immer noch in bester Erinnerung der Disco-Kracher in den 70er Jahren Papa was a rolling stone.


    VG
    Achim

    Kennt jemand diese hier:



    Ich habe die unlängst in meiner Sammlung entdeckt, nachdem ich dachte, ich hätte sie längst mal aussortiert und weiterverkauft. Ist eigentlich nicht meine Musik, aber ich schwanke dann doch zwischen Faszination und "einfach nur bizarr!" und habe sie dann wieder behalten (wie anscheinen schon einmal)


    habe ich vor (Licht)Jahren mal besessen. Ich erinnere mich nur noch schwach, dass es am Ende nicht meine Musik war. Verschenkt.


    Am Ende stelle ich eine unverschämte Frage. Ist Johann Sebastian Bach vielleicht der erste "wahre" Jazzmusiker? Immerhin gab es noch in seiner Zeit die Möglichkeiten der Improvisation.....


    Da rennst bei mir, aber bestimmt auch bei anderen Foristi, offene Türen ein.
    Nein, unverschämt ist die Frage garantiert nicht, außer für Puristen, für die Jazz nicht wirklich gilt.


    Aber Stoppok? Unbekannt? Guckt doch mal obs zB den Song "Willy und Gerd" auf YouTube gibt. Lohnt sich!


    LG


    doch, doch, Stoppok ist bekannt, alles gut.
    Nur die neueste Platte erscheint mir eher etwas unglücklich zu sein, zumindest was ich darüber gelesen und gehört habe.