Beiträge von Achim

    Diese eigentlich neben dem Thema liegende Diskussion zeigt meines Erachtens, dass am Ende alles ein sich entwickelnder Prozess ist und die jetzige Aufführungsgegenwart irgendwann Aufführungstradition wird.
    Und damit schliesst sich für mich der Kreis zum Thema: Vielleicht sind die Nicht-Begriffe Werktreue und Regietheater auch deswegen so schwierig zu diskutieren, weil auch sie sich als meines Erachtens rein subjektive Zuordnungnen von Aufführungsstilen im Zeitablauf mit dem "Zeitgeist" der Gesellschaft entwickeln.


    Viele Grüße
    Achim

    Und "unsere Gesellschaft und ihre Überzeugungen" werden also durch das Regietheater dargestellt. Hm ... ich fühle mich nicht sehr integriert ... und Kinder sollen sowieso draußen bleiben.
    :whistling:


    Lieber Peter,


    danke für Deine Ausführungen, aber Du warst in meinem Gedankengang völlig unverdächtig :wink: .
    Ich kam nur über diesen Satz von putto auf die Idee, dass eine werktreue Inszenierung auch jugendfrei sein sollte bzw. ist.


    Dieser ganze Einwurf "Porno" ist unsäglich und in der Provokanz unüberlesbar, er sollte beerdigt werden.


    Viele Grüße
    Achim

    Brav habe ich nun die ganze Diskussion bis hierhin verfolgt und trotzdem bleiben mir immer noch Zweifel, was die Anhänger der Werktreue als korrekte Fassung akzeptieren würden. Ist es immer die Fassung der Uraufführung (meinetwegen auch auch die nach Modifikationen seitens des Komponisten) ? Oder gibt es Spielräume, weil in der Oper dargestellte Verhältnisse von vor zB 200 Jahren heute nicht mehr nachvollziehbar erscheinen und deshalb angepasst werden ?
    Ist es wesentlich, dass das Programm auf jeden Fall jugendfrei sein sollte ?


    Vielen Dank.


    Achim

    In Konsequenz bedeutet dies also:
    Je härter die Arbeit des Komponisten oder je mehr Aufwand betrieben wurde, desto mehr Werktreue.
    Leider rechtlos bleiben dann diejenigen, denen die Inspirationen und Ideen nur so zufliegen, schade.


    Viele Grüße
    Achim

    Ich glaube, es gitb keine allgemeingültige Antwort auf die Frage.
    Nach meiner Meinung sollte man dem Interpreten zubilligen, dass.er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten die Komposition zu eigen macht und seine Deutung des Materials vorstellt. Das muss dem Komponisten nicht unbedingt passen, wobei er es meistenteils nicht mehr erleben wird, somit wird das Publikum das Ergebnis bewerten.
    Gould und Momtero sind zwei Beispiele für Interpreten, die garantiert kiene Sklaven waren bzw sind.


    Viele Grüße
    Achim

    Als Privatmann kannst Du verschenken, was du willst.... Und wirst maximal von Deinen Verwandten in die geschlossene Anstalt eingeliefert.
    Als Gewrbetreibender ist selbst das nicht unbegrenzt möglich, denn ein Kaudmann hat nichts zu verschenken.....



    Viele Grüße
    Achim

    Die "Strafe" besteht ja in irgendeiner Schadensersatzleistung an den Kläger und natürlich steht das Ergebnis nicht immer fest, aber offenkundig liegen Wettbewerbsverleungen schneller vor, als man so landläufig denkt.
    Ich will auch keinem den shop ausreden, nur sollte er bitte vorsichtig sein, sonst wird aus Spaß schnell teurer Frust.


    Viele Grüße
    Achim


    Also, ohne jetzt Details zu nennen:
    Sagen wir mal Handel mit Bauzubehör
    Ein Anbieter hat sich mit einem Anwalt zusammengetan und durchsucht systematisch jede Seite von Mitanbietern auf Fehler, im erzählten Fall in den AGB des Mitanbieters fündig geworden. Verklagt und natürlich gewonnen, Kosten größer vierstellig und der Mitanbieter hat sich vom Markt zurück gezogen. Quelle meiner Info ist der Lieferant des Zubehörs, der beide kennt.
    Oder Mandant von mir betreibt über ein halbes Dutzend shops und ist selbst Mitglied in einem Abmahnverein, damit er von denen wenigstens von denen in Ruhe gelassen wird und gleichzeitig gegen andere schlagen kann.
    Hatte letztens auf Facebook eine Promoaktion zu laufen, die vor der Veröffentlichung in jedem einzelnen Punkt anwaltlich geprüft wurde, damit es keine Überraschungen gibt.
    Eigentlich belauert jeden nur noch jeden....


    Im Prinzip geht es immer um Wettbewerbsverletzungen, d. h. Mitbewerber fühlen sich wegen irgendwelcher Fehler anderer benachteiligt und gehen rechtlich vor.
    Dass mit den AGB hielt ich auch für überzogen, bis ich letzte Woche eine Fachnewsletter las, der genau hierzu ein Urteil des BGH erwähnte, in dem der Beklagte wegen Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht verurteilt wurde.
    Ich kenne einen Unternehmer, der hat einen shop nur deswegen aufgemacht, um andere abmahnen zu können.....


    In meinen Augen ist das alles WildWest.


    Viele Grüße
    Achim

    Ich persönlich ! halte das Konzept für betriebswirtschaftlich fraglich, steuerliche Auswirkungen für zunächst vernachlässigbar.
    Mit dem Gewinn kommt die Steuer von ganz alleine und die Umsatzsteuer könnte man mit der Kleinunternehmerregelung (Kein Umsatzsteuerausweis bis zu 17.500 € Umsatz im Jahr) im Schach halten.
    Vor Internetshops (ob direkt oder über ebay oder amazon) habe ich einen Heidenrespekt, nachdem mir mehrere Mandanten, die derartige shops betreiben, erzählten, wie sie von Abmahnen belagert werden, wenn sie nicht dauernd den gesamten Auftritt (vom Namen bis zu den AGB) auf rechtliche Zulässigkeit hin überprüfen (lassen).
    Schon das wäre mir für eine Nebenbeschäftigung viele zu nervig.


    Kurz gesagt aus der Erfahrung:
    Hänge an Deine Kostenkalkulation eine 0 dran und überlege, ob Du den passenden Umsatz für ein auskömmliches Ergebnis generieren kannst, dann könnte es was werden.
    Viel Glück.


    Achim

    Die Abgrenzcung zwischen privatem Verkauf und gewerblichen Handel ist durch die Entwicklung der Rechtsprechung nicht einfacher geworden. Schnell wird aus einigen EBAy-Verkäufen planvolles, gewerbsmäßiges Handeln und neben der Einkommensteuer klopft auch noch die Umsatzsteuer an die Tür.
    Ich vertrete gerade einen EBAY-Fall mit Meissner Porzelan, man darf gespannt sein, ob hunderte von Bewrtungspunkten noch privat sind........


    Meine Frau verkauft auf marketplace einzelne CDs, die wir nicht mehr haben wollen.und da dürfen die Jungs vom Fa gerne mal nach dem Gewinn fragen, der liegt höchstens im Mehrplatz in den Regalen. Halte ich also für unproblematisch.


    Dagegen schwieriger können die von Thomas geplanten 15 CDs im Monat sein, das ist definitiv Handel, allerdings mit geringen Beträgen. Die alles wieder relativieren.
    Da sollte man sich entscheiden, das ganze offiziell zu betreiben oder zu lassen..


    Übrigens:
    Das Finanzamt ist bei der Beobachtung der EBAY- und marketplace-seiten sehr professionell, die Wahrscheinlichkeit ist hoch entdeckt zu werden, aber gerne wird auch "angeschmiert".


    Viele Grüße
    Achim

    Wenn nur das Ergebnis zählt

    wäre in Konsequenz und bei den technischen Möglichkeiten ein persönlichen Spielen der Musik nicht mehr notwendig.
    Technisch perfekt, aber seelenlos.


    Und dann fällt mir noch die von Michael genannte Joyce Hatto ein.
    So führt man die ganze Musikweit hinters Licht. Fröhlich Musik von anderen Künstlern kopieren und als eigene Aufnahmen ausgeben.
    Dass das zunächst keinem aufgefallen ist, wundert mich schon ein bisschen.
    Ist alles schon so austauschbar geworden, dass keiner sagt, halt mal, das ist doch zB Schiff und nicht Hatto ?


    Viele Grüße
    Achim

    Da zu meinem Kundenkreis auch Musikproduzenten gehören, ist mir die Technik mit ihren Möglichkeiten sehr präsent.
    Dennoch bin ich irgendwie sehr altmodisch und glaube immer noch gerne an den Weihnachtsmann, äh, die Musik "aus einem Guss", zumindest bei Jazz- und mit gewissen Einschränkungen bei Klassikmusik.
    Liegt vermutlich an meinem Verständnis von Musik als Möglichkeit, diese immer wieder neu durch mehr oder minder ausgeprägte Interpretationen und Improvisationen auszuloten.
    Insbesondere Stückelungen, sampling usw. bei Musik, bei der man dies nicht per se erwartet (im Gegensatz dazu zB Pop/Rock/R&B etc, wo das häufig konzeptbedingt vorkommt) nimmt nach meiner, vermutlich naiven Meinung, der Musik den "Geist" der momentanen Aufführung.
    Anders gesagt, ich schätze Musikaufnahmen, die den Moment der Aufnahme mit transportieren. Schönes Beispiel ist hierfür Gulda mit seinem Recital Montpellier, wo das Flugzeug landet. Das ist natürlich tontechnischer Murks, aber irgendwie passt es in das Gesamterlebnis des Konzerts.


    viele Grüße
    Achim


    Edit: weil missverständlich ausgedrückt !

    Ist das wirklich schöner als das Dasein als Orchestermusiker?


    Da eine allgemeine Antwort eh nicht möglich ist, sage ich mal, es kommt darauf an, was man daraus (Beruf, Tätigkeit) für sich macht.


    Noch ein paar Gedanken zu den ökonomischen Argumenten:
    Von den Tonträgerverkäufen kann heutzutage keiner mehr richtig gut leben, das war noch vor 15 Jahren anders, aber da war auch die Medienlandschaft noch anders strukturiert.
    Selbst sehr gut verkaufende Populärmusiker werden ohne Konzertveranstaltungen kaum mehr auskommen.
    Auch hunderttausende verkaufter Tonträger machen da keinen langen Sommer.
    Im Klassikbereich ist das natürlich noch ausgeprägter. Wenn zB die neue CD von Grimaud/Gabetta sich vielleicht 10000mal verkauft, dann denke ich, ist das ein sehr gutes Ergebnis.
    Was bleibt denn davon bei den Künstlern ? Vielleicht jeweils ein paar tausend Euro.


    Flankierende Live-Auftritte sind da doch zwingende Notwendigkeit. Nehmen wir vereinfacht ein Solo-Konzert vor zB 1500 Zuhörern an, die durchschnittlich 50 € für die Karte gezahlt haben. Was kommt vom Bruttoumsatz von 75.000 € beim Künstler an? Nach Abzug aller Kosten für Promo, Halle, Technik, Management, Helfer usw. vielleicht 10-20.000 €. Bestimmt eine Menge Geld, aber das kommt ja auch nicht dauernd wie auf dem Fleissband rein. Und vergessen wir dabei nicht, dass Konzert mit 1500 Zuschauern nicht die Regel sind, eher vielleicht 250 - 750. Was bleibt denn dann übrig ?


    Ich glaube, die Lage für die Künstler wird eher schwieriger werden und ohne den persönlichen Enthusiasmus der Ausübenden wären wir Konsumenten ganz schön aufgeschmissen.


    Viele. Grüße
    Achim


    :wink:

    Ich bezog mich auf folgenden Satz
    Even in Ms. hagomi' s case, she doesn ' t know exactly what ( the German Customs) needed to release the instrument.
    Vielleicht habe ich das "she" fehlerhafter Weise auf den aktuellen Fall bezogen, so dass ich meinte, sie kenne nicht die notwendigen Unterlagen. Allerdings konnte dem gesamten Text auch nicht entnommen werden, dass es wirklich alle notwendigen Unterlagen waren, die vorgelegt wurden.


    Viele Grüße
    Achim

    wirklich überaus ärgerlich, da scheint der Amtsschimmel ja gewaltig zu wiehern...wie kleinkariert und borniert kann man denn sein, dass man ein Instrument konfisziert, wenn alle Papiere vorhanden sind? Unglaublich! Zeit für die nächste Petition...


    Wenn die Papiere komplett wären, wäre die Konfiszierung rechtswidrig, nicht kleinkariert oder borniert. Nur, das "wenn" ist mE noch nicht klar, denn ich meine gelesen zu haben, dass der Dame nicht klar gewesen sei, was alles an Papieren notwndig ist.
    Lässt also auf Unvollständigkeit schliessen.
    Und eine Petition ? Hier nützt keine Petiition, sondern nur ein kompetenter Rechtsvertreter, denn noch leben wir, auch wenn man manchmal zweifeln möchte, in einem Rechtsstaat.


    Viele Grüße
    Achim

    Nicht 19% sondern ca 23%.
    Wenn jemand jetzt 100 Euro kassiert, wieviel muß er verlangen, um nach einem Abzug von 19% 100 zu kassieren ? 100/(1-0,19) = 123,45
    Das heißt, damit der Lehrer den gleichen Nettoumsatz macht, muß er sein Honorar um 23% erhöhen.


    Da die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer nicht der Bruttobetreag, sondern der Nettobetrag ist, sind 119,00 € zu kassieren, denn die abzuführende Umsatzsteuer beträgt 19 % auf die Bemeesungsgrundlage = 100 €.


    Im Ergebnis hat Bernd recht, wenn er schreibt, dass sich grundsätzlich nichts ändert, sofern die Kriterien für die Umsatzsteuerbefreiung vor der Änderung gegeben waren.
    Genau genommen liegt sogar eine Vereinfachung vor, denn die lästige Bescheinigung fällt weg (die aber offenbar schon mal eher erhalten wurde, obwohl........)
    Beispiel: ich gebe Kurse für Betriebsräte über ein Schulungsinstitut (keine Bescheinigung) = 19 % Umsatzsteuer.
    Ab 2013 ist die Schulung dann steuerfrei. Ist für mich eher blöd, weil ich dann die zusammenhängenden Vorsteuern nicht abziehen kann.
    Dies wird auch in Steuerfachkreisen kritisch diskutiert.


    der neue Text lautet wie folgt und der Knackpunkt liegt im fettgedruckten Teil:
    21. Schul- und Hochschulunterricht, Aus- und Fortbildung sowie berufliche Umschulung
    (Bildungsleistungen) und damit eng verbundene Lieferungen und
    sonstige Leistungen durch Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die mit
    solchen Aufgaben betraut sind, Ersatzschulen, die gemäß Artikel 7 Absatz 4
    des Grundgesetzes staatlich genehmigt oder nach Landesrecht erlaubt sind,
    und andere Einrichtungen mit vergleichbarer Zielsetzung sowie Bildungsleistungen
    von Privatlehrern. Eine vergleichbare Zielsetzung ist gegeben, wenn
    die Leistungen der Einrichtung geeignet sind, dem Teilnehmer spezielle
    Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln. Nicht befreit sind Leistungen, die
    der reinen Freizeitgestaltung dienen
    . Erbringt eine andere Einrichtung mit
    vergleichbarer Zielsetzung Leistungen im Sinne des Satzes 1, die auch der
    Freizeitgestaltung dienen können, sind diese nur dann befreit, wenn die Einrichtung
    keine systematische Gewinnerzielung anstrebt und etwaige Gewinne,
    die trotzdem anfallen, nicht entnommen, sondern zur Erhaltung oder
    Verbesserung der erbrachten Leistungen verwendet werden



    Machen wir uns nichts vor: vorher wurde "gestaltet", das geht jetzt in der einfachen Form nicht mehr.
    Erstaunlicherweise liegt in der Neuregelung sogar eine Bevorzugung staatlicher Anbieter (mangelnde Gewinnerzielungsabsicht).
    Das sollte eher beklagt werden......


    Ergebnis:
    Das deutsche bzw EU-Steuerrecht ist nur noch komplex und vermutlich schon längst in sich grundrechtswidrig.


    Viele Grüße
    Achim

    Interessant ist hierbei vielleicht, dass chon bisher derartige Leistungen umsatzstuerpflichtig waren, sofern nicht bestimmte Bescheiniigungen vorlagen. Die wurden denen erteilt, die einen Bildungsauftrag erfüllten. Nunmehr benötigt man diese Bescheinigung nicht mehr, der Bildungsauftrag bleibt als Kriterium.
    Was eben nicht befreit sein soll, ist das sog. Hobby.
    Privatlehrer mit Gewinnerzielungsabsicht können sich eventuell über die sogenannte Kleinunternehmerregelung aus der Umsatzsteuer retten, anderenfalls ist bei Usatzsteuerpflicht nunmehr ausch der sogenante Vorsteuerabzug (die dem Lehrer für seine Kosten in Rechnung gestellte Umsatzsteuer) möglich.
    Das dürfte auch einiges relativieren.
    Und zuletz ist es mal wieder die Umsetzung einer EU-Vorgabe.


    Viele Grüße
    Achim