Beiträge von Garcia

    Wo er heute (werbefrei, sonst kann ich Filme nicht ertragen) eh auf ZDF läuft bin ich drin hängengeblieben.


    Der Pate III


    Ich weiß ja, Viele finden ihn schwächer als die ersten beiden Teile. Ich bekenne mich zur Minderheitenfraktion, die ihn sehr, sehr schätzt; die Verbindungen zur Vatikanbank, die Bemühungen, der Familie einen nichtkriminellen Hintergrund zu geben, die von Vornherein zum Scheitern verurteilt sind, da die offizielle Welt da draußen noch viel korrupter ist als selbst die Corleones es sich hätten vorstellen können... Die fette Provinzopernszene gegen das Ende, die Vatikanszenen, und ein Al Pacino auf dem absoluten Höhepunkt seiner Kunst ----: all das und die großartige Regie machen für mich zumindest einen großen Film. Und er schließt die Saga wirklich gut ab, da ist alles rund, keine Fragen offen.


    Ich sag Daumen hoch für Pate IlI :cincinsekt:




    :)






    wie schade...


    Eben gekommen, aber leider eine defekte Disc. Hängt und hängt und ist nicht abspielbar...


    Also neu kaufen. Die ersten 10 Minuten waren sehr vielversprechend. Ich würde ja gern mehr sagen , aber... ;(





    So, liebe Newbie, nun hast du ja das Gesamtwerk von Camus empfohlen bekommen und bist vermutlich so schlau wie zuvor Grins1


    Also: Einfach beginnen. Du machst nix falsch. Camus lohnt sich im jedem Fall.



    :)

    Hier geht es weiter mit Japan, Japan, Japan (die Fußballfans werden es mir irgendwann verzeihen :P )


    Onibaba - Die Töterinnen


    OK, hat einen gewissen Edgar Wallace Flair, etwas Erotik und krasse Seiten. Aber im ganzen ein sehr auf formale Dinge stilisierter Film, dem bei aller Bewegung etwas Statisches innewohnt, etwas bis auf die Nadelspitze stilisiertes, in großartiger Schwarzweiß Fotografie bis zum Ende durchgehalten. Obige Effekte sind niemals Hascherei sondern in ein formales Konzept straff eingebunden. Eigenartige Mischung. Ganz großer Film.


    Und ins Achtelfinale des Skandalturniers kommt ihr ja doch Grins1 aber ohne diesen Film nicht in den Cineastenhimmel



    :)




    Dies:


    Ralph Towner / Gary Peacock, "Oracle"


    Towner an der akkustischen Gitarre und Peacock am Kontrabaß gehen hier sehr tief in Herzenskammern hinein. Dies war ein ganz wunderbares Duo, von dem ich mir wünschte, sie hätten viel mehr gemacht als lediglich zwei späte Platten. Diese aber gehören zum Schönsten was ECM je veröffentlicht hat, jedenfalls in meinen Ohren.



    :)

    John Cheever hatte ich als Einstiegsdroge neulich ja schon mal vor mir. Nun bin ich in seiner eigentlichen Domäne, der Kurzgeschichte:



    ...und die sind bislang alle ganz großartig! Lakonisch, böse, aber auch voll Wärme, etwas altmodisch im besten Sinne -: soll heißen, daß hier niemand mit ambitionierten Tricksereien Punkte machen will. Sondern zielgenau ins Herz trifft. Mich wundert nicht, daß Cheever dermaßen angesehen war, vor allem bei schreibenden Kollegen. Hier ist eine schlichte Meisterschaft, von der man garnicht recht mitbekommt wie sie eigentlich zustande kam, zu bewundern. Ganz großes Kino der halblauten Töne!



    :)

    Diese:


    Vaughan Williams, Sinfonie Nr.3



    Musik, traumverloren wie englischer Friedhofsrasen... Ich hör ja nur sehr selten noch mal Klassisches, dies aber war eine zauberhafte Dreiviertelstunde (und draußen die Herbstdämmerung, das hat alles gepaßt).



    :)

    Außerdem Dank, die Rattlebox orderte ich gerade. Ich hab mich doch zu wenig mit Musik befaßt in letzter Zeit, dies scheint mir eine schöne Wiedereinstiegsgelegenheit zu sein...



    Grins1

    Den Lintu / Sibelius empfehle ich mal mit. Ich weiß nicht mehr was ich dafür bezahlt habe, ein Vielfaches der 19,99 jedenfalls, und ich ärgere mich heute nicht weil es jeden Cent wert war - schon die ausführlichen, wunderbaren Einführungen! Eine Traumbox! Und das alles für nen Zwanni?! Unglaublich eigentlich.


    :)

    vorgestern Abend nochmal Kurosawa mit einem seiner beiden gewaltigen Spätwerke:


    Kagemusha / der Schatten des Kriegers.


    Ich finde ihn dem etwas späteren, berühmteren "Ran" mindestens gleichwertig; nicht ganz so stilisiert, keine ganz so abgedreht/geniale Farbdramaturgie, aber erzählerisch etwas flüssiger und vielfältiger. Beide nebeneinander stellen ein Spätwerk dar, daß ich in jeder Hinsicht singulär, bewundernswert und unausschöpfbar finde --- und bei beiden Filmen brauchte ich mehrere Anläufe bis sie sich mir ganz erschlossen. Wow!



    :cincinsekt:

    Japan läßt mich nicht recht los.



    Hier dieser:


    "Die nackte Insel" von Kaneto Shindo (1962).


    Ein wundervoll gemachter, halbdokumentarischer Spielfilm (es gibt praktisch keine Dialoge hier, die Handlung ist rudimentär) über das harte Alltagsleben einer Bauernfamilie auf einer kleinen japanischen Insel, auf der es kein Wasser gibt - dieses muß mühevoll per Boot und Eimer vom nahen Festland herbeigeschafft werden. Ein ebenso langsamer wie intensiver Film. Wenn man sich auf so etwas einlassen mag (ich mag es nicht jeden Tag, aber wenn---) dann hat's was Magisches...


    Ich verdanke die Anregung zu diesem Film diesem Buch, das ich gerade lese:



    übrigens ganz hervorragend, dies nebenbei da OT.


    Und da ja beim Genuß von Kultur eines zum andren kommt, hab ich mich mit dem Regisseur mal etwas beschäftigt und diesen bestellt:


    "Onibaba", zwei Jahre jünger als die "Nackte Insel" und wohl völlig anders gelagert. Demnächst hier Grins1



    :)

    Macht auf den ersten Seiten einen fantastischen Eindruck



    Denn es ist bei aller Materialfülle sehr strukturiert und überschwemmt den Nichthistoriker nicht mit letztlich den armen alten Kopf überfordenden, hochdetallierten Faktenoverkillorgien. Also: nicht mit schwer integrierbarem Schwemmgut der Gelehrsamkeit ---- Ohne aber je unterkomplex rüberzukommen. (Naja wer 1000 Seiten über Japan liest...)


    Ein exemplarisch gelungenes Geschichtswerk. Nun muß man/frau nur noch Japan faszinierend finden: dann ist es DAS Sachbuch in 2022 Grins1 und für anders interessierte Menschen ist's ja eh nicht gemacht...


    Chapeau! :cincinsekt:





    :)


    Das war doch auch mal ein Mehrteiler im TV, oder? Hach. Ein toller Tip. Irgendwann sollte ich mal wieder die Weiße Frau von Collins mir vornehmen... Es steht soviel andres an, aber dieser sanfte etwas gruselige britische Kram der nach englischem Friedhofsrasen geradezu riecht und nach Landregen und herrschaftlichen Villen, die mit den langen Schatten, das hat was, das sind Kindheitserinnerungen, das liebe ich Grins2



    :)