Beiträge von Trotzig-Verzagt-Ding

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.


    Das war mal komplett bei youtube hochgeladen und Bryn Terfel und die Knabenszenen fand ich großartig..Bryn Terfel finde ich an sich großartig...Bei der Night of the Proms: Rule, Britannia so zu karrikieren..., dass aus einem patriotischen Song quasi eine Hymne für Wales, Schottland und England wird...Terfel ist auch ein sehr guter Schauspieler...


    Obwohl Schumann mittlerweile nicht wirklich zu meinen ganz Nicht-Lieblingskomponisten gehört...Vielleicht haben mir die Kunstlieder "Frauenlieben und Leben" ein etwas starkes Vorurtei gegen ihn vermittelt..Die finde ich heute noch eine wahre Gendersatire...Dur Ring an meinem Finger, An meinem Herzen an meiner Brust...Ich finde das aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch...


    Seine anderen Kunstlieder mag ich jedoch sehr gerne...und vieles habe ich mir noch gar nicht angehört...

    Es gäbe ja auch noch die Variante einer teilweisen "szenischen Darstellung"..Da gäbe es zum Bsp. die Herbergssuche...Der Tölzer Knabenchor hat ein Programm "Die Alpenländische Weihnacht" und die hat den Ansatz die Geschichte musikalisch zu erzählen. Obwohl ich Volksmusik eigentlich nicht mag,finde ich das Programm sehr gelungen.
    (Bzw. eigentlich finde ich nur eine bestimmte Art von Volksmusik schlecht.In meiner Familie wurde viel gesungen, daher evtl.meine Affinität dazu...Und Weihnachtslieder kenne ich bestimmt 50-100 oder mehr)


    Ein Vater der Tölzer hat dies zwischen 2009-2012 mehrfach und einmal fast komplett hoch-geladen...
    In der evangelischen Kirche gibt es auch noch den Ansatz die Gemeinde zwischendurch mitsingen zu lassen..., wenn es kein durchgängiges Konzert ist...Das macht vielen auch wirklich Spaß,aber dann muss man je nach Publikum die ganz gängigen Lieder nehmen...


    Hier mal Auszüge aus dem Programm der Tölzer:


    Wenn man im Channel sucht: Vorsicht: Mal singt der Kammerchor und dann wieder die Tribis (Trittbrettfahrer, die quasi das Material erst einstudieren und noch nicht zum Konzertchor dazu gehören...)


    Aber hier mal ein Bsp:


    Ein Dialoglied zwischen Maria und dem "Wirt", der ihr eine gute Herberge im Stall anbietet.


    Zitat

    Trad.: Slg. Hartmann/Abele 1884, Nr. 60 "Herbergsuche" aus Wössen, Au bei Berchtes-gaden, Hallein, Pleinfeld, u.a. Bearb.: EBES 1991 Veröfftl.: BH 42, S. 28 TA.: Michaela und Georg Leidel, Hittenkirchen; 7.11.2001, im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern.


    "http://www.volksmusik-archiv.de/vma/node/237"


    Hier ein paar Auszüge des Tölzer Programms...Hier singt nur der Kammerchor und man sieht, dass der Tölzer viele Solisten hat, die locker an verschiedenen Opernhäusern einsetzbar sind...Die Zauberflöte singen sie an 4-5 Opernhäusern usw...Dennoch sind alle Solisten Daniel Krämer und Leopold Lampelsdörfer auch noch nicht an der Höhe ihrer Knabenchorkarriere...Daniel war in 2011 grandios...


    Daniel in 2009


    "https://www.youtube.com/watch?v=f3NkTJNPB7s"


    "Oh,heilges Kind wir grüßen Dich"...Einer der wirklich herausragenden Solisten zwischen 2009-2011...


    "https://www.youtube.com/watch?v=KeIK79i_eSI"


    Still, Still weil's Kindlein schlafen will...Konzert der Unesco (Christian "Tam Tismer und Levis Lerner (?) )


    "https://www.youtube.com/watch?v=Y7mJNflI1O4"



    Hier die noch nicht ganz fertigen Solisten im Kurhaus...Zur Probe und Einlernung der Lieder/des Repertoires...


    Herbergssuche, wo Maria und Josef abgewiesen wurden...(Das hat Daniel Krämer wirklich wesentlich besser interpretiert, aber ich finde es gerade nicht)


    "https://www.youtube.com/watch?v=ZidInEQbTJc"


    Im Vergleich der Kammerchor mit den besten Solisten, speziell für dieses Konzert zusammengestellt...Es gibt aber auch ein paar sehr junge Solisten...Bei der alpenländischen Weihnacht werden sehr viele Solisten gezeigt..Hier das ganze Konzert:


    "https://www.youtube.com/watch?v=elajl1k0jFY"


    "https://www.youtube.com/watch?v=GWYujmOGrD0"


    "https://www.youtube.com/watch?v=e7RCWYcwZp8"



    Hier gäbe es auch noch diese CD's...Ich kenne sie aber nur in Auszügen und manchmal sind die Volksieder auch "verkitscht"....



    Die Weihnachtsgeschichte 1989 und die Weihnachtsgeschichte mit Erzähler in 2010,Ähnliches Programm ohne Erzähler in 2009 oder ein anderer Ansatz: Internationale Weihnacht von 2014 mit Ralf Ludewig  


    Dann gibt es noch diese Beiden Bsp...Z.B: wenn man nur die gängigen Lieder sucht oder auch ungewöhnliche Weihnachtslieder präsentieren möchte/ einbinden...Beides besitze ich leider auch nicht, aber die zweite "Box" würde ich mir gerne zulegen..., aber habe auch schon ein paar der CD's...


    Bei der ersten CD gibt es einen hervorragenden Solisten der Tölzer und bei der zweiten Box bin ich mir nicht ganz sicher, aber Probehören gefiel mir... :D :D :D


    Neenee... Das ist doch Urtext!
    "Flugwerk" heißt das bei Schikaneder, andere Formen als Luftballon gab's da noch nicht, ist also auch noch historisch korrekt!
    War seinerzeit in Wien ein ganz große Sache. (Heut würden's wahrscheinlich mit UFO landen, die Knaben...)


    Damit könnte man so super Thielemann rehabilitieren...Also nicht mit Ufos, aber man lässt einfach die 3 Knaben als Flüchtlings-Knaben (Engel aus dem Himmel) einfliegen...So an Seilen...(Die wahren Sänger sind dann natürlich die Tölzer)...Mit Schildern "Merkel nearly saved me, now we save Pamina", "Refugees are welcome in heaven"..."Thank you for the tents,but it was just to cold", "Pamina can live...But we cannot"


    Regietheater pur und eine ganz neue Deutung der Zauberflöte.... :D

    Am lieben Geld liegt es bei mir nicht, eher an Regietheater, Partiturmitlesern... :mlol:
    ...nein, nein eher aus gesundheitlichen Gründen...ich bekomme so schnell Migräne von den literweise Übelparfümen die einen dort umnebeln und das atmen arg erschweren! :hide:


    Leider schwer alles jedem Recht zu machen in unserer Zeit...
    Also im Wenger Messer könnte man Trocken-Duschen einbauen und eine Sektion für empfindliche Nasen...Dann bräuchte es noch die Sektion Partiturleser...Die setzt man in projizierte Glaskästen, in denen der Ton per Mikro übertragen wird...Und ich bräuchte so ne Art Liegebereich..In einer Oper hätte ich gerne noch 7-10 Kameras...Also ich würde gerne den Operngraben sehen und wenn mir gerade ein Cellist gefällt,möchte ich ihn anzoomen können---- :D :D :D


    Über die Amazon Rezensionen des Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant Messer, mit Schatulle gelacht... Wer trägt denn so etwas noch bei sich???? Ist auch sehr billig: Also Klassikfans greift mal zu.Wir unterstützen hier Amazon!!!


    Unverb. Preisempf.: EUR 1.228,00
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    Deswegen sind auch die Rezensionen von Amazon so ulkig:


    Einem scheinen die Produktionsstandards etwas mangelhaft zu sein. Er habe zwischen den Funktionen #721 (Abrissbirne) und #722 (Skisprungschanze) zufällig einen Schweizer Ingenieur (Herr Ing. Meier) gefunden. Dieser sei anscheinend bei der Montage des Wenger Giant vergessen und eingeschlossen worden. Außerdem sei Neulich beim Ausklappen der Abrissbirne schallte ihm plötzlich ein "Grüezi" entgegen. Mit dem schwenkbaren Fluchtlichtmasten (#433) habe er gleich mal den Zwischenraum ausgeleuchtet und tief unten den winkenden Herrn Ing. Meier entdeckt. Der nur Mithilfe des Lastenzugs geborgen wurden konnte, der gute Mann sei dann sichtlich erschöpft und leicht unterkühlt geben. Aber es gab ja zum Glück die Infrarot-Kabine (#73)und man konnte ihn sofort wieder aufwärmen. Wegen der Geschichte gab es dann einen Punkt Abzug, denn so etwas sollte bei einem Qualitätsprodukt wie dem Wenger Giant eigentlich nicht passieren.


    Weiter:

    Zitat

    PS: Herr Ing. Meier und ich werden sicherheitshalber mit dem Radar (#768) nochmal alle Zwischenräume absuchen, nicht dass hier noch weitere Personen eingeschlossen sind. Ich möchte allen anderen Besitzern des Wenger Giant ans Herz legen, das gleiche zu tun. Denn eines muss einem klar sein, mit einem mächtigen Werkzeug wie dem Wenger Giant geht auch viel Verantwortung einher!


    Gesendet mit meinem Wenger


    Eine andere Rezension:


    Zitat

    Wie ich gerade feststtellen musste, verfasst mein Schweizer Taschenmesser die positiven Rezensionen hier alle selbst! Ich habe es vorhin dabei erwischt, als ich früher nach Hause gekommen bin!


    "http://www.amazon.de/Wenger-Schweizer-Offiziersmesser-Messer-Schatulle/dp/B000R0JDSI/ref=sr_1_13?s=sports&ie=UTF8&qid=1444176764&sr=1-13"



    Vielleicht sollte man auch eine Rezension aus der Sicht des Musikenthusiasten schreiben:


    Wenger Schweizer Offiziersmesser Giant 3069




    Hier mal mein eigener Versuch,aber nur für Science-Fiction Fans verständlich...Avatar, App und Holodeck sollte nicht jedem geläufig sein...Oder doch??? Bin auch voll müde..,daher evtl. chaotisch



    Man schreibe das Jahr 3069...Das Wenger Messer ist nun nicht mehr gigantisch teuer, sondern nur noch den Offizieren der Flotte zugänglich, die Freizeitbeschäftigung und Kampfeinsätze in diesem tollen Tool finden können...


    Ein Offizier äußert sich, wie folgt:


    Ich habe mein Messer um die App: "Holodeck mit Konzertsaal, Klassische Musik für Konzertbesucher und Musikausstattung für echte Instrumentalisten und Avatare von Interpreten 1960-2015" erweitert.


    Leider kann ich dem Produkt nur 1 Stern geben:


    Der eingebaute Konzertsaal ist zu klein und die Akustik ist wesentlich schlechter als in echten - noch stehenden - Gebäuden. Man hätte nicht die zerstörte Frankfurter Oper als Vorbild nehmen sollen und den Saal nochmals verkleinern. Die Musiker beschweren sich über die Qualität der Geigen, die sich wie die erste Generation von Carbon-Geigen anfühlen. Außerdem sind nicht genügend Instrumente für das Werk der Spät-Romantik vorhanden...Mahlers Symphonie der Tausend ist aber auch nicht aufführbar, da es nicht genug Avatare von guten Chören gibt und der Platz nicht ausreicht...Ich möchte ungern mein Feriendomizil in der nachempfundenen Toskana löschen, um dieses Problem zu beheben...Die Auswahl an Avataren von Dirigenten, Ensembles und Musikern ist aber auch überdenkenswert...: Mir fehlen in der Sammlung an Avataren ca. 50-100 z.B.Kujiken, Allessandrini und,und, und...


    Wenn die Avatar-Dirigenten keine Avatare sondern "echte" und Musiker dirigieren, dann gibt es immer wieder Fehlfunktionen. Takteinsätze sind nicht immer korrekt und die Musiker haben große Probleme z.B. Herreweghe zu verstehen...
    Manche Dirigenten klingen nicht wie sie selbst: Furtwängler wirkt wie eine Mischung aus Norrington, Koopmann und Harnoncourt... - Bei den Dirigenten - von denen es zu wenig hochqualitative Fernsehaufnahmen gab und die man nicht voll einscannen konnte.musste man wohl zu viel ergänzen. Leider gibt es in der Außenwelt nur noch ganz wenige Dirigenten, sodass es mir wirklich sauer auf-stößt...



    Die "Beam-Funktion" in den Konzertsaal ist außerdem manchmal mangelhaft und anstelle dort zu landen, befinde ich mich auf einmal im Shuttle. So etwas darf nicht passieren, denn bei einer Alien-Invasion oder atomaren Attacke muss ich als Offizier jederzeit am richtigen Ort sein. Außerdem ist es meine Gästen , darunter Musikern, Freunden etc. gar nicht gestattet dort zu sein . Sie haben keine Zugangsberechtigung und wissen nicht,dass wir aufgrund der atomaren Verseuchung alle 3-4 Monate Menschen wieder clonen müssen bzw. sie eigentlich Cyborgs sind..Einer meiner Freunde musste sich einer partiellen Gedächtnislöschung unterziehen. Ein anderer "Voll-Roboter" wurde durch ein Vorgänger Modell ersetzt...Zu diesem hatte ich eine enge Freundschaft und sein Vorgänger Modell ist wirklich ein komplett anderer "Mensch"...


    Aufgrund der Erwähnung Mensch wurde der Rezensent zu 5 Monaten Haft verurteilt...Bis dahin wird er einer intensiven Therapie unterzogen, denn Roboter sind laut Statut 785 keine Menschen, sondern Maschinen...

    Ich finde es auf jeden Fall erstaunlich, dass Scholls Harmonia Mundi Aufnahmen - nach meinem Empfinden - Decca Aufnahmen in der Regel überlegen sind. Ebenso kann ich ihn unter Koopmann weniger und unter Christie auch nicht so gut hören, wie unter Herreweghe und Jacobs....


    Hier blüht er wirklich auf:


    Zitat von »Oolong«
    Die Altarien von Bach unter Herreweghe sind eine Wiederveröffentlichung. Sie sind original 1998 erschienen, glaub ich. SEEEEHR empfehlenswert!



    Dem kann ich mich nur anschließen. Das Cover meiner Aufnahme, die wohl der Erstveröffentlichung entspricht, sieht so aus (im Grunde das gleiche interessante Gemälde wie auf dem Cover aus Post #4):

    Ein Eingehen auf die Interpretation, die der CD zu Grunde liegt, habe ich seltenst (oder nie) in den beiliegende Booklets gesehen. Stellt sich für mich auch die Frage, ob soetwas nicht zwangsläufig in (Eigen-) Werbung enden muss.


    Eigenwerbung?


    Also im Barockbereich geht es häufig zunächst um Besetzungsfragen: Doppelchörig/Einchörig...Welche der z.B. vier Fassungen interpretiert wurde...Wie viele Soprane ? 6 oder 3 oder sogar OVPP...Im besten Fall hat man aber auch noch ein Kurzessay zum jeweiligen Werk und oft wird behandelt,ob man das macht, weil man es für HIP hält (Koopmann) oder aber z.B. ästhetisch (Herreweghe)...


    Bei Veldhoven findet man sogar die Frage, ob Bachs Johannespassion antijudaistische Elemente hat oder nicht und eine Hinführung zum Werk, die auch nochmal die Sicht und Interpretation deutlich macht . Die ganzen Booklets gehen implizit auch aufeinander ein...


    Beim Monteverdi Choir kann man mittlerweile fast alle "Liners Notes" herunter-laden und auch wenn ich Gardiners Ansicht nicht immer teile, finde ich das einen richtigen Schritt, wenn die Labels es nicht mehr machen, dann sollen die Dirigenten sich im Internet äußern...


    Das Internet sagt mir doch wenig, ob z.B. jemand die Johannespassion überwiegend als Leidensgeschichte deuten will oder eher "Wut", Empörung etc. ausdrücken...Wie Bach das nun gesehen hat, ist nochmal eine ganz andere Geschichte und eh unergründbar..., aber man kann ein und denselben Text völlig anders lesen und die musikalische Deutung ist dann auch dementsprechend...


    Wenn dagegen von einem Nischenwerk nur 1-2 Einspielungen existieren, muß man halt damit leben, daß es eine geringe Auswahl gibt.


    Ja, aber wenn das Nischenwerk wirklich gut ist und nicht gerade in meinem Geschmack erschlossen wurde...??? Wenn etwas selten eingespielt, fast nie aufgeführt wird, dann kann es doch kaum populärer werden...Beethoven muss nun wirklich nicht popularisiert werden...

    Was genau hast Du gedacht?? Und redest Du von Pelléas et Mélisande? Und was fandest Du an dem kleinen Yniold so schrecklich? Fragen über Fragen


    Sorry,ich habe immer diese Gedankenabschweifungen...Insbesondere wenn ich parallel etwas anderes mache...


    Ich kam nicht in Pelléas et Mélisande herein...und fand natürlich nicht den kleinen Yniold so schrecklich, sondern habe die Story einfach erst begriffen als mir die Inszenierung gefallen hat...und ich denke, dass könnte auch bei Mme Butterfly passieren...Den Yniold fand ich sogar dann ergreifend...Also das war die erste Szene, die ich gesehen habe und danach erst den Rest...


    Man muss sich ja auch auf etwas einlassen können...Vielleicht liegen meine Probleme mit PUCCINIS Opern eher an den bisher von mir erprobten Interpretationen und nicht am Werk...?




    PS: Danke, Amarylllis:Ich werde mal reinschauen... :thumbup:

    Und wer hier seine Prioritäten setzt, der kommt gar nicht mehr dazu die x.te Aufnahme eines Werkes anzuhören.
    Es gibt eben "Breitenhörer" und "Tiefenhörer" (wobei das eine das andere nicht immer notwendigerweise ausschließt).


    Das würde ich unterstützen...Allerdings gibt es schon auch einige Neu-Interpretationen von immer wieder Eingespieltem...z.B. der Matthäus-Passion, die ich für überflüssig halte...Nämlich entweder ohne "originellen Interpretationsansatz" oder mit Solisten und Chor aus der zweiten Reihe...Da frage ich mich schon manchmal: Warum studieren diese Chöre nicht mal etwas "Originelles" ein? Mattheson z.B. hat auch komponiert und wenn sein (zum Großteil unerschlossenes) Werk evtl. nicht an Bach heran-reicht, dann finde ich es schon aus historischen Gründen richtig und wichtig dieses dennoch einem Publikum zu präsentieren und sei es nur die kleine Gemeinde der Alten Musik und Barock Freaks...


    Gut-gemachte Booklets halte ich übrigens schon für wichtig, denn dann wird mir manchmal erst klar, was der Dirigent sich dabei gedacht hat...Leider sind die Texte aber nicht immer sehr aufschlussreich...Veldhoven hat bei seinen neusten Johannes- Matthäuseinspielungen, da ganze Arbeit geleistet und schon deswegen finde ich die beiden Sets kaufenswert....


    Ich finde das Problem ist, dass sich Dirigenten nicht immer genug Gedanken machen, was sie sagen wollen und zu viel abdecken müssen...Evtl. auch Komponisten oder Stücke, die ihnen nicht liegen...Siehe z.B. Rattle...Da feue ich mich doch, wenn Petrenko evtl.nicht sooo viel aufnimmt und etwas seltenere Stücke..(Ja, Suk kennen fanatische Klassikhörer, aber so bekannt wie Brahms ist er nun nicht...)

    Gibt's doch! Z.B. im 6. Brandenburgischen Konzert von Bach.


    Ja,klar gibt es das in Ausnahmefällen, aber ginge das in einem Streichquartett? Quasi die Bratsche als 1 Violine...???? Das genannte BWV 18 von mir hat auch zwei Bratschen als "Leader" und ist vermutlich auch durch diese ungewöhnliche Besetzung eine "extrem" wiederentdeckte Kantate...Insbesondere der OVPP-Fraktion...



    Seine Skizzenbücher mit Dutzenden von durchgestrichenen Entwürfen mögen eventuell eher eine abweichende Meinung stützen.


    Ja, aber er hat doch eher durch "innerliches hören" und nachdenken über die Zusammensetzung der Komposition eine Struktur gefunden...Ich meine nicht, dass er - was er einmal aufgeschrieben hat-nie mehr korrigieren musste/wollte/konnte...


    Aber als er taub war, konnte er doch eigentl. nicht mehr hören, wie es sich wirklich anhört, sondern nur über seine Vorstellungskraft...Oder hatte er auch hier Musiker zur Hand, die ihm Tipps gaben und ihm quasi "erzählen" was sie hören...Ähnlich wie man Blinden erklärt: wo sie sind und wie sie sich orientieren können. Mich fasziniert eben dieser Aspekt bei Beethoven sehr...
    ...

    - Wie viele Sätze? Drei? Also schnell - langsam - schnell? Wie schnell und wie langsam? Am Anfang ein Allegro, dann ein tiefsinniges Adagio oder ein heiter-gelassenes Andante? Und das Finale als Presto-Rondo? Oder als Variationensatz im Allegro molto moderato mit einer Vivace-Stretta am Schluss? Das hätte Einfluss auf den langsamen Satz, der dann eventuell nicht ebenfalls ein Variationensatz sein sollte.
    - Tonartdisposition? Ecksätze in der Haupttonart. Dur oder Moll? Mittelsatz in der Subdominante (die sollte dann durch den ersten Satz nicht abgedudelt sein) oder in der Tonikaparallele (dito)?
    - Wie soll die Exposition des Kopfsatzes aussehen? Erst Orchesterexposition, dann Exposition mit Solist? Oder à la Jeunehomme-Konzert? Oder eine langsame Einleitung à la Beethoven KK5? Und wie wird es dann in der Reprise? Dasselbe nochmal, oder kann man das Modell Orchester-/Soloexposition dann zusammenfassen?
    - Soll der Solist glänzen und sich virtuos aus dem Orchester herausheben? Oder soll er symphonisch integriert sein? In allen Sätzen das gleiche Modell oder verschieden - z. B. erster Satz symphonisch integriert, zweiter Satz quasi antiphonisch mit vielen Dialogen, dritter Satz virtuos plus Orchesterfolie?
    - Haben alle drei Sätze die gleiche Besetzung oder vielleicht im Mittelsatz ein kleineres Ensemble (à la Bach BBK 5)?
    - ...


    Diese Fragen finde ich alle auch höchst wichtig und die sollte man im Kopf abarbeiten, aber auch mit den vorhandenen Musikern durch experimentieren...(Bzw. evtl. kennt man die Musiker doch gut und dann weiß man evtl., ob man einen Solist hat, der glänzen kann und will... :D


    Beethoven hatte bei seinen Sinfonien ein fertiges Schema im Kopf und andere Komponisten brauchten den Dialog mit den Musikern...Bach hat ja seine Werke auch immer wieder angepasst, z.B. in "Ich hatte kein Bekümmernis" wurde der Sopran zum Tenor und ne Oktave runter transponiert...Entweder weil ein besonders guter Tenor zur Verfügung stand oder aber kein Sopran...Eine zeitlang hat er viel "Flötenwerk" in seine alten Kompositionen eingebaut...Wobei ich finde, dass BWV 18 mit 2 Bratschen und Flöten überladen klingt...

    Tosca halte ich für ein gewaltiges Werk über die Bösartikeit von Männern, wenn sie Macht haben. Ich sah sie zuletzt in Hamburg mit dem italienischen Tenor Licitra, der kurz darauf tödlich verunglückte. Ein freundlicher Mann, der immer für ein Gespräch zu haben war. Er wurde schon als Nachfolger Pavarottis gehandelt.
    Madama Butterfly schätze ich sehr wegen ihres psychologischen Gehalts. Die Uraufführung an der Scala fiel merkwürdigerweise durch.
    Die anderen Puccini.Opern kenne ich leider nur vom Hörensagen. Ich war lange in der Erwachsenenbildung tätig, die immer abends stattfand. So war ich vom Kulturleben weitgehend ausgeklinkt. Und dann fing die Hoffmannie an ..


    Hmmh, das würde mich mehr interessieren...Ich kann mich an die Handlung von Opern meistens nach einem Jahr nicht mehr erinnern und wenn ich dann einen wiki Artikel lese, denke ich...Ach, ja...Vermutlich komme ich auch in Opern nicht, weil sie mir oft sehr oberflächlich vorkommen und mir die Tiefenstrukturen verborgen bleiben...


    Ich fand den Yniold erst schrecklich und dann habe ich die Inszenierung mit Stefan Pangratz gesehen und habe zum ersten Mal gedacht: Ah, ja so...Die Tosca und Madame Butterfly kamen mir jedenfalls nicht so tiefgängig vor...Welche Interpretationen hast Du denn?

    Hast du die Möglichkeit, dass einfach mal zu testen? Ich kann mir den Klang schwer vorstellen und ich finde, dass der Phantasie erst-mal keine Grenzen gesetzt sein sollten... :D Wir gehen von unseren Hörgewohnheiten aus und bewerten daher evtl. "ungewöhnliches" auch falsch...Messiaens Quartet for the End of Time hätte ich mir auch nicht vorstellen können, dass diese Besetzung sich so gut anhören kann...


    Und ich denke, dass man bei so etwas auch eng mit den Musikern zusammenarbeiten sollte, dann wird evtl. auch klar, wie man das evtl.noch anders spielen könnte...Jeder Musiker kennt doch sein Instrument am Besten und was man aus ihm herausholen kann...




    Ich mag ja z.B. auch die Kunst der Fuge am liebsten in der Interpretation eines Gambenconsort (Fretwork)...


    PS: Ein Streichquartett kann ich mir ohne 2 Violine auch nicht so recht vorstellen...,aber vielleicht könnte man die Bratschen verdoppeln und mal mehr fordern... :-H Warumeigentlich nicht die Bratsche mal als Leader?

    Die Numerierung in der KdF ist ja leider nicht einheitlich. Aber Contrapunctus 8 (dreithemige Fuge, in der das Ursprungsthema gar nicht vorkommt, die somit schon von einem erheblich ausdruckstärkeren Thema profitiert) ist zumindest in einer Numerierung mein Lieblingsstück daraus und eine der besten Bach-Fugen überhaupt. Ebenfalls geil, "in stilo francese" (6) und die (9?), in der das Urprungsthema als eine Art Cantus firmus behandelt wird, während drumherum schnellere Noten wuseln. Und 11, die wohl bewegendste/tragischste Fuge der Sammlung.
    Tödlich ist m.E. nur, 14 Fugen und 4 Kanons in einem Rutsch anzuhören. Viel besser, immer nur 2-3 oder sogar nur eine bei den längeren. Das finde ich sogar beim WTK hilfreich, wobei da die Stücke natürlich meistens kürzer und unterschiedlicher sind.



    Das stimmt...Ich mische mir die Fugen und höre sie in einer Playlist und lerne sie nach und nach kennen...Ich mag sowieso den Wechsel zwischen Kammermusik und OVPP Oratorien sehr gerne, wenn ich wirklich hinhören möchte... Zum einschlafen mag ich Chopin und wenn ich arbeite Laute oder Cellowerke,die man oft als "leicht"und daher "schlecht" missversteht. Es ist m.E. auch eine Kunst solche Stücke zu schreiben...


    Es überrascht mich, dass einige die Kunst der Fuge so gar nicht mögen..., aber gebe zu, dass ich sie auf einem Tasteninstrument auch nicht hören würde, aber mit Fretwork und dem Emerson Quartett hat man ja Alternativen...


    Ich finde es außerdem eine Legende, dass die Fuge eine der strengsten Musikarten ist. Es ist m.E.ein Vorurteil, dass sie von Einschränkungen, formalen Vorgaben und Regelwerk stärker eingeschnürt ist:. ...Schleuning (1986) empfindet die Fuge sogar für die gestalterische Kompositionsart wesentlich freier als eine Sonate oder Lied, da sie weder durch einen Text eingeschränkt ist -wie das Lied, noch durch einen Form und Tonartplan wie bei der Sonate.

    Zitat

    Nur ein spezifischerer Beginn und die kontrapunktische Satzart sind ihre notwendigen Bedingungen.

    Wobei man hier auch wieder diskutieren könnte,ob absolute Musik (d.h instrumental und ohne Text) generell der Vokalmusik überlegen sein muss..Finde ich nun nicht...


    Aber zurück zum Thema: Finde ich höchst subjektiv, denn sich mag viele Symphonien nur mal live und in geringer Dosis...


    Ich erschließe mir oft nur das halbe Werk meiner Lieblingskomponisten, da ich z.B. Orgelmusik nicht gut ab kann und auch Hammerklaviere nach einer Zeit mir auf den Nerv fallen etc...
    Außerdem ist es oft so, dass ich Musik, die ich vor 5 Jahren nicht hören konnte oder wollte plötzlich super finde...Also vielleicht huldige ich in 5 Jahren das Cembalo oder bin auf der Suche nach Werken für Fagott...

    ne ne, das ist irgendeiner modernistische Abwandlung - beim Original saßen die Krieger muksmäuschenstill im Pferd und die Trojaner zogen - Also Fortbewegung durch fremde Muskeln, nicht eigene...


    Yeah, es gibt zahlreiche Parodien und Abwandlungen...Manchmal stehen Leute auch zusätzlich in den vier Füßen, so quasi als Pyramide..Der Phantasie ist doch gar keine Grenze gesetzt....Außerdem habe ich ja auf einen Thread verweist, der alle Alte Musik als trojanisches Pferd verkauft... :-H Wenn ich nebenher schreibe, dann kann man den Witz - den ich machen wollte , oft nicht so ganz nachvollziehen.... :hide: :hide:

    Und wenn Du schon dabei bist das rauchen zu huldigen---wie wäre es mit einem Thread dazu, ein Werk mit dem passenden Titel könnte ich gleich beisteuern
    (Nikotina, eine Ballettpantomime von Vitézslav Novák nach einer Geschichte von Svatopluk Cech-die uns vor Augen führt wozu Zölibat in Verbindung mit "Drogen" führen kann :whistling: )



    Wie wäre es mit "Suchtmittel in der Musik"?



    Obwohl mir auf Anhieb nur Amy Winehouse und rehab einfällt, aber das ist ja schon einmal Jazz... :D Und mit Amy Engelke ein wahrer Hörgenuss :D


    "https://www.youtube.com/watch?v=D8ncIw-61wU"


    Oder Todestrieb in der Musik? Da passen sogar Purcell: I'm sick of life etc. rein...


    PS: Die Ballettpantomime ist ja mal eine hochmoderne Thematik...Zölibat führt ja noch zu ganz anderen Dingen...Pädophile in der Musik gibt es vermutlich nur in der Vertonung der griechischen Mythologie...


    MIr fallen immer so und zu viele Sachen ein.... :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: Mich müsste man in 10 Threads teilen... ;(

    Fahrräder,Roller (ohne Motor)


    Das trojanische Pferd war doch eigentlich ein Fortbewegungsmittel mit Rollen und so und eben gar kein Pferd: eher ein Roller ohne Motor...Deshalb passt es doch so gut...Einmal wollte ich doch on-topic sein... ;(


    "http://www.forum-60-plus.ch/cms/images/Bilder_Beitraege/foto2_gugelmann%20trojanisches%20pferd1.jpg"


    Man konnte sogar laufen und rollen dabei...Reiten spielte nur eine untergeordnete Rolle...Also perfekt für diesen Thread :thumbup:


    Über trojanisches Pferde gibt es bestimmt ganz viel in der Musik, aber mein Gedächtnis... :faint: :faint: :faint:


    Wobei Berlioz: Les Troyens auf Virgils Aeneid basiert und die ersten zwei Akte setzen sich mit dem trojanischen Pferd auseinander....Aber gibt es eine Strophe wie schwer die Beinmuskulatur belastet wurde...??? Erinnere mich irgendwie gar nicht so sehr..Habe nur Berlioz und Trojanisches Pferd gegoogelt..... :hide: :hide: :hide: :hide:


    Also das trojanische Pferd war bestimmt die Inspiration des Skateboards, denn wer möchte so eine Last ziehen...???