Beiträge von teleton

    Ich bin der Meinung, dass man einen Beyerynamic-Kopfhörer schon wegen seiner Grösse ohnehin ausschliesslich zu Hause benutzt. Habe selber den Beyerdynamic DT 800 und den DT990 Studio. Mir macht die Verwendung über Kabel nihcts aus, denn dann habe ich keine Klangverschlechterung durch den Weg über Bluetooth. Die Wandlung des Signals über Bluetooth, sowie die Verwendung des Vr im KH (der so toll auch nicht) und das der KH-Akku auch mal bald leer ist (vielleicht gerade bei einer Hörsitzung) entfällt !

    Für unterwegs oder im Urlaub habe ich seit Jahren den Bluetooth - KH Sennheiser Momentum Over Ear, den es mittlerweile in mehreren Neuauflagen (bis Momentum 4) gibt. Mit dem bin ich für diesen Zweck zufrieden und er besitzt zudem ein hervorragendes Noise Cancelling (adative Geräuschunterdrückung der Umweltgeräusche), bei dem störende Geräusche absolut verschwinden. Die Akkulaufzeit beträgt 30Stunden ... bei der neusten Version sogar 60Stunden. Und ... der ist heute verdammt teuer geworden ... amazon Preis 299,-€ (UVP 399,-) .... ich hatte für meinen noch 175,-€ bei Saturn gelöhnt.

    ;) Aber wenn man über Bluetooth noch anständige Soundqualität haben will, dann sollte man schon was hinblättern ! Der Klang ist wirklich gut und da ich unterwegs oder am Strand in der Sonne brezelnd ohnehin keine Klassik, sondern meist Elektronische Musik höre ist das Sounderlebnis schon Klasse ...

    8) Es gibt die Dinger auch In Ear ... aber sowas kommt mir genauso wenig ins Ohr wie Ohrhörer allgemein ... Igitt niemals !

    Hier die Abb des aktuellen Sennheiser Momentum 4:

    Lieber Abendroth,

    :wink: vielen Dank für Deine aufschlussreiche Antwort. Auch ich war von Doratis Brahms-Zyklus sehr begeistert und hatte ähnliches bei Beethoven erwartet.

    Kurz und gut: Da kann ich Zeit und Geld sparen und auf den Kauf locker verzichten. Pittsburgh/Steinberg (DG) war mein letzter Beethoven-Neuzugang, der mich nur aus klangtechnischen Gründen nicht so ganz begeistern konnte, weil mir die Klangqualität zu pauschal geraten ist. Aber wenn Du sagst, das Steinberg im Vergleich schon erste Liga ist, wie nüchtern muss dann erst Dorati sein !

    Beethoven mit Antal Dorati

    Die Beethoven-Snfonien noch ein weiteres mal anzuschaffen ist unsagbar unnötig, angesichts meiner mind über 15GA auf CD (ich habe irgendwann aufgehört zu zählen); auf DVD habe ich sie auch mit Bernstein, Järvi und Karajan, sowie in Einzelaufnahmen mit Solti.

    **** Aaaaaaber es gibt jetzt die GA mit Antal Dorati / Royal Philharmonic Orchestra (DG) !!! Es sind nicht die Mercury-Aufnahmen mit dem Mineapolis PO !

    Die Brahms-Sinfonien mit Dorati (Mercury) hatte ich als vollen Erfolg verbucht, weil diese in der Tat zu einer besten und kurzweiligsten auf CD zählen .... die zuletzt angeschafften Beethoven-Sinfonien mit Steinberg (DG) sind schon Klasse, aber gegenüber meinen Favoriten, hatten diese auch nichts Neues zu bieten und die Pauken sind klangtechnisch zu eingebettet ... da lob ich mir Paavo Järvi (SONY-2010 auf DVD), sowie hammermässig Karajan (DG, 1973 auf DVD = besser als seine 3 GA auf DG-CD !!), oder auch Bernstein (DG auf DVD) !!!

    Wer kennt die Dorati-Aufnahmen ??? ... Lohnen diese sich für mich angesichts meiner o.g. Prägungen ... zu denen auch u.a. die massstabsetzenden Aufnahmen von Ansermet (Decca) und Leibowitz (Chesky) gehören ?

    :?:Hat Dorati was Neues zu bieten ? Grins1 Pustet der mich weg ?

    DG, 1975/1976, ADD

    Karajan-DG-GA

    Wenn Karajan 3 Sinfonien nicht aufgenommen hat , kann man bei insgesamt 7 Sinfonien nicht von einer GA sprechen .

    Lieber b-major und andrejo,

    das ist natürlich richtig. Aber zur Erläuterung: Karajan hatte im Zeitraum 1965 und 1968 die Sinfonien Nr.4 - 7 mit den Berliner PH bei DG aufgenommen. Um dennoch eine DG-GA der 7 Sinfonien zusammenzubekommen, hatte Karajan seinem Schüler Okko Kamu die Sinfonien Nr. 1 - 3 überlassen. In dieser Form konnte man diese GA der Sinfonien sowohl als LP-Box (ich hatte diese "GA" damals), wie auch später als CD-Box bei DG kaufen.

    Die heute aktuelle DG-Ausgabe ist bekanntlich als Doppel-CD mit den Sinfonien Nr.4 - 7 unter Karajan im Programm und nach wie vor sehr gefragt. Die Okko Kamu-Aufnahmen der Sinfonien Nr.1 - 3 waren seinerzeit in CD-Einzelausgaben erhältlich; danach kräht allerdings heute kein Hahn mehr.


    Ich muss sagen, dass mich die Okko Kamu-Aufnahmen damals nie vom Hocker gerissen hatten und ich damals erst viel später durch weitere GA im Vergleich erst erkannt habe, welch grossartige Sinfonien auch die ersten Sinfonien sind. Unter Anderem waren auch die imposanten Karajan-Aufnahmen der Sinfonien Nr. 1 und 2 dabei, die er mit den Berliner PH für EMI aufgenommen hatte.

    Karajan hat nur die Sinfonie Nr.3 nie selber dirigiert ! ;) Insofern kann es natürlich keine reine Karajan-GA geben.

    So sieht die DG-GA aus: - bei jpc nicht mehr im Programm - deshalb versuche ich nur das Bild einzustellen -

    [Blockierte Grafik: https://m.media-amazon.com/images/W/MEDIAX_849526-T1/images/I/41u5-c5ZGcL._SX300_.jpg]

    DG, 1965-68, ADD


    Um mehr über Sibelius mit Karajan zu lesen: Schaut doch einfach mal in den Thread: Sibelius mit Karajan. Dort sind auch neben allen Aufnahmen Karajans mit den Berliner PH auch die mit dem Philharmonia Orchestra (auch EMI) thematisiert.

    Hannu Lintu / Finnish RSO

    In den letzten Tagen habe ich die wunderbare und im Schatten der Anderen stehende Sinfonie NR.3 wieder einmal gehört, die ja leider von Karajan und Ormandy nie dirigiert wurde.

    *** Im vorigen Jahr hatte ich mir die ausgezeichnete GA der Sibelius-Sinfonien mit Hannu Lintu / Finnish RSO in der DVD-Box angeschafft. Da bin ich meiner Vorliebe der letzten Jahre wieder einmal gefolgt, Werke auf DVD oder BluRay auch optisch geniessen zu können.

    Die LIVE-GA aus Helsinki ist ausgezeichet und den mir bisher absolut unbekannten Hannu Lintu würde ich als einen Sibelius-Kenner ersten Ranges beurteilen. Natürlich sind nicht alle Sinfonien gleichwertig stark gelungen ... bei der Zweiten gibt es halt weit stärkere Konkurrenz (wenn man nur an Paavo Järvis Antrittskonzert in Paris denkt). :!:Aber die Sinfonie Nr.3 würde ich hier als eine der besten Aufnahmen sehen ... in der Reihe mit Roshdestensky - Ashkenazy - Bernstein und Berglund 1. Hochspannung und Detailreichtum geben sich hier gleichermassen die Hand. Wenn ich dagegen den Langeweiler Okko Kamu (in der Karajan-DG-GA als Ersatzdirigent für die ersten drei Sinfonien) anhöre und vergleiche, dann steht die Sache klar im Raum, was man sich anhören sollte !

    Hinzu kommt die aktuelle Klangtechnik von 2015 im DTS 5.1-Format, die nicht nur mich wunschlos glücklich macht. Das Helsinki Music Center, in dem das Finnish RSO zu Hause ist, macht in seiner Modernität einen ganz exqusiten "Wohlfühl"-Eindruck und gefällt mir äusserst gut (und weit besser als Beispielsweise der auf mich "altmodisch" wirkende Goldene Musikvereinssaal Wien ... sorry Wien !).


    ARTHAUS Musik, 2015, DTS 5.1, 5 DVD

    RE. Kadenz bei Tetzlaff/Zinman

    Habe nun mal bei Tetzlaff/Zinman reingehört. Bin mootian wohl auf den Leim gegangen. Wüsste nur zu gerne, ob diese Kadenz eine eigene von Tetzlaff ist (dann stünde es so in seinen Noten), aber fragen darf/soll ich ja hier nicht, ohne das vorher selbst recherchiert zu haben...:( Finde das "Gekratze" gar nicht merkwürdig, sondern phantastisch :)

    Hallo Bernd,

    freut mich das diese Aufnahme auch gut gefällt. :alter1: Die Kadenz bei dieser Aufnahme ist schon etwas besonderes: Es ist die Kadenz, die Beethoven für die von mir hochgeschätzte Fassung für Klavier und Orchster op.61A geschrieben hat. Tetzlaff empfindet die meistgespielte Violin-Solokadenz von Fritz Kreisler als Fremdköper für das Werk. Er hat die Beethoven Kadenz aus op.61A selber für Violine umgeschrieben. Auch dass Beethoven die Solopauke in der Kadenz mitspielen lässt ist ganz in meinem Sinne.

    Nimm das mit der "Violinseeligkeit" bitte nicht zu ernst - ich mag Beethoven und natürlich auch sein VC ... nur nicht ganz so exteem, wie viele andere Beethoven - Werke.

    RE: Tetzlaff / Zinman

    Hinzugekommen sind vor einiger Zeit Zinman/Tetzlaff und den Zürichern, wo es größtenteils fast militärisch straff zugeht.

    Obwohl ich Beethoven sehr schätze, war ich nie ein so grosser Fan seines VC op.61

    Eine Aufnahme, die mich über Jahre geprägt hatte, war immer Francescatti / Walter (CBS, 1960) ... die ich ganz gerne gehört habe, wenn es denn das VC sein musste. Ich will mich ja nicht zu weit hinauslehnen, das werden einige nicht verstehen, aber diese "violinseeligkeit" (ich will nicht sagen Kitsch) bei diesem Konzert, hat mich nie so besonders begeistert -- bei den Violinromanzen Nr. 1 und 2 finde ich es noch "weniger gut", um mich vorsichtig auszudrücken ...

    :) Aber seit dem ich Zinman / Tetzlaff habe, ist das VC in meiner Gunst deutlich gestiegen und dies ist auch meine Favoritenaufnahme des VC ! Eben dieser mehr straffe und weniger ultraromantische Zugang gefällt mir besser. Ich könnte mir vorstellen, dass mich solche Abweichler vom Normalen, wie Kopatschinskaja in diesem Fall auch gut gefallen würde ...

    Das war phänomenal! Auch ich habe - nur aufgrund der aufflackernden Lampen - nichts erkennen können.

    Ich habs auch gesehen ... es waren dieses mal gute und bessrere Klein gegen Groß - Duelle dabei.

    Bei dem Lichtergeflackere der Instrumentengruppen habe ich nichts erkennen können. :thumbup: Tolle Leistung von dem "kleinen" Musiker. Vilanzon war auch voll im Element ... wie immer sympatisch , :P:D solange ich von ihm keinen Gesang ertragen muss.


    Das Versmaßduell war auch interessant und von "Klein" voll gelöst worden, aber das war schon in der Schule nicht mein Metier. Gedichte auswendig lernen war immer der grösste Horror in der Schulzeit.

    Im Prinzip gibt es bei mir hier keine Wertung in Reihenfolge ... ich habe einfach gewählt, wie mir die hochgeschätzten Sinfonien eingefallen sind:

    - bis 1919:

    1.) Beethoven: Sinfonie Nr. 5

    2.) Beethoven: Sinfonie Nr. 3 "Eroica"

    3.) Sibelius: Sinfonie Nr. 2

    4.) Brahms: Sinfonie Nr. 1

    5.) Berlioz: Symphonie fantastique

    6.) Bruckner. Sinfonie Nr. 9

    7.) Bruckner: Sinfonie Nr. 4

    8.) Rachmaninoff: Sinfonie Nr. 1

    9.) Schumann: Sinfonie Nr. 2

    10.) Nielsen: Sinfonie Nr. 4


    - ab 1919:

    1.) Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5

    2.) Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 11

    3.) Khatchaturian: Sinfonie Nr. 3 (nur mit Kondraschin Melodyia)

    4.) Roussel: Sinfonie Nr. 3

    5.) Prokofieff: Sinfonie Nr. 5

    6.) Honegger: Sinfonie Nr. 3

    7.) Hindemith: Mathis der Maler

    8.) Copland: Sinfonie Nr. 3

    9.) Tischschenko: Sinfonie Nr. 7 (1994)

    10.) Strawinsky. Sinfonie in drei Sätzen


    Ich hätte auch Bartok - KfO, oder wie musiclover die Hindemith-Metharmorphosen ausgewählt ... aber Sinfonie bleibt Sinfonie ! :alter1:Wir sollten für Sinfonische Werke (ausser Konzerte und Sinfonien) noch einen weiteren Thread aufmachen ... dann wäre bei mir auch von Rodin Schtschedrin die Carmen Suite und jede Menge von Respighi dabei !

    Zurück zu Bernstein, wo ich gerade Sibelius angesprochen habe:

    Sibelius mit Bernstein ist für mich auch ganz grosses Kino. Auch hier liegt mir seine fulminante GA mit den New Yorker PH (SONY) mehr als die späteren mit den Wiener PH mit den Sinfonien Nr. 1, 2, 5 und 7. Aber diese habe ich auch auf DVD, denn Bernstein auch optisch mit erleben zu können, lässt sein zu langsamen Tempo in diesen später DG-Aufnahmen dann in den Hintergrund treten. Es ist ein Erlebnis, diese emotionalen Hingaben zu sehen und zu hören:

    DG, DVD, 1986-1990, DTS 5.1

    Es gehört ja thematisch nicht in diesen Bernstein- Thread, aber die Beste GA mit Karajan der Beethoven-Sinfonien ist für mich die auf DVD LIVE mit den Berliner PH von 1972 ! Auch Klangtechnisch in DTS 5.1 erste Klasse ! Karajan - LIVE ist ein anderer Zugang, bei dem ich mehr Emotionen und Power wahrnehme, als Karamalz im Studio. 8) Angesichtes dieser 4 GA alleine mit Karajan in meiner Sammlung, erlaube ich mir eine MONO-GA für mich persönlich als reine Zeitverschwendung auszuklammern (Du weisst was ich von MONO halte = nix !) !!!

    :alter1: Und jetzt komm mir nicht, ich würde mit der Philharmonia-GA etwas verpassen --- nein - tue ich nicht ...


    Abgesehen davon finde ich bei Sibelius mit Karajan mit dem Philharmonia Orchestra (EMI, 1969) bei den Sinfonien Nr.2 und 5 auch ganz grosse Klasse ... ja, ich weiss, die Vierte und 7te (EMI) sind auch hörenswert ... habe diese CD wegen Mono aber nicht angeschafft 8o, dafür die späteren auf EMI und DG ...

    Diese" 7.Beethoven hat für mich eine ganz besondere Bedeutung: Leonard Bernsteins Vermächtnis an uns!

    Lieber Bernd,

    das ist ganz sicher ein grosses Vermächtnis, was Bernstein in seinem letzten Konzert hinterlassen hat ... die Aufnahme befindet sich euch in der genannten Amnesty-Concert-6CD-Box. Nichts desto trotz --- ich werde mit dieser letzten Aufnahme nicht richtig warm, denn diese Int bietet zwar tiefgehende Passagen, ist mit aber insgesamt zu langsam.

    Das liegt an Aufnahmen, von den ich einfach geprägt bin ... 8) nicht zuletzt die Aufnahme der Sinfonie Nr.7, die Du in einem anderen Thread mehr verrissen hast = Karajan / Berliner PH (DG, 1977). Wie der den letzten Satz wegfetzt, hat mich bereits in der Jugend auf der entsprechenden DG-LP total begeistert. Ich besitzte alle Beethoven-GA mit Karajan (DG, 1962, 1977, 1984) ... und obwohl die 1977er-GA Schwächen hat, ist es dort die Siebte, die mich von den Aufnahmen auf CD am höchsten (von den drei GA) schätze. Betrachte ich neuere Aufnahmen, so lässt das gebotene Rockkonzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen / Paavo Järvi in der Beethovenhalle Bonn (SONY, 2010, DTS 5.1) so ziemlich alle vorhergehenden ALT aussehen.

    Aber zurück zu Bernstein: Seine Interpretation der Sinfonie Nr.7 mit den New Yorker PH (SONY, 1964, ADD) gefällt mir besser, als alle seine Nachfolgenden Aufnahmen ...

    müsste ich mir für die INSEL eine GA der Beethoven-Sinfonien aussuchen, was man ja zum Glück nicht braucht, wäre es die mit Bernstein aus New York, die auch in der 24Bit-Version von C2010 klangtechnisch für meine Begriffe voll zufriedenstellt ... und es sind auch ein paar Ouvertüren enthalten mit einer fantastischen Leonore III, sowie das VC mit Isaac Stern:

    - dies ist die neuste Ausgabe mit 24Bit/96kHz -

    SONY, 1962-1964, ADD


    :wink: Meinen Dank auch an Palestrina, für das Einstellen des Bildes der Amnesty-Bernstein-Box. Leider wird die Bestellnummer bei jpc nicht angezeigt, weil diese CD-Box derzeit nicht verfügbar ist.

    Bitte um Erklärung, warum Deine Bewunderung seit 14 Jahren besteht

    Ich hatte mir die o.g.Amnesty - CD-Box im Jahre 2010 gekauft und dann die Leonore III in dieser Aufnahme mit dem Bayrischen RSO mit Bewunderung kennengelernt ... genau dann, vor ~14Jahren hatte ich diesen Bernstein-Thread auch eröffnet. Freue mich, dass es jetzt mittlerweile 138 Beitäge hier gibt !

    Ich hatte diesen Thread mit Bernstein und Deinen Beitrag gerade eben gesehen ...

    Dudamel und das Neujahrskonzert

    Hauptsätzlich waren die Aufnahmen nicht aus Wien, aber richtig, Wien war auch dabei.

    Das Wiener Neujahrskonzert mit Dudamel war im Jahre 2017.

    Diverse andere Konzerte mit Gustavo, u.a mehrere Silvesterkonzerte aus Venezuela mit seinem Simon Bolivar SO Venezuela sind aus ganz anderem Holz geschnitzt und wurden in den Jahren im TV übertragen und von mir auf FP mitgeschnitten. Unglaublich ist diese Musikalität und diese unbändige Spielfreude dieser Musiker aus Venezuela ... zudem wird ein Musik-Programm geboten, dass mich voll zufriedenstellt und nicht dieser Walzerkram .... Noch heute erfreuen mich diese Konzerte mit Gustavo Dudamel, die ich auf DVD gebrannt habe, damit sich auch meine Mutter (96) noch auf ihrer Stereoanlage damit erfreuen kann (die Konzerte schalte ich ihr öfter.ein ... und ... sie ist in ihrem Alter immer noch voll aufnahmebereit für diese fabelhafte Musikalität.

    Beethoven mit Bernstein

    So mitreißend habe ich die 3. Leonoren-Ouvertüre eigentlich noch nie gehört. "Lenny" und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.



    BR Klassik - 05.12.2023 von Michael Atzinger: "Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft: 1976 dirigierte Leonard Bernstein das BRSO zum ersten Mal. Der charismatische Amerikaner hat das Münchner Spitzenorchester damals im Sturm erobert. Das intensive und besondere Verhältnis hielt bis Bernsteins Tod im Jahr 1990."

    Lieber Bernd,

    diese fulminate Aufnahme der Leonore III mit dem Bayrischen RSO vom 17.Oktober 1976 beim Amnesty International Concert, bewundere ich bereits seit 14Jahren. Sie ist in der in Beitrag 1 gezeigten 6 CD-BOX enthalten.

    In der genannten Box sind auch seine Aufnahmen der wichtigsten Beethoven-Ouvertüren mit den Wiener PH von 1978-1981 enthalten, die ebenfalls mehr als hörenswert sind und für mich zum Besten gehört, was man davon bekommen kann. :spock1: In der Box ist auch die Beste und eindrucksvollste Aufnahme der Sinfonie Nr.5, auch mit dem Bayrischen RSO enthalten ... im Vergleich zu dieser HAmmer - Interpretation wirkt seine ansonsten klangschöne Aufnahme aus der GA mit den Wiener PH, wie eine "Serenade" .. das gilt aber nur für die Fünfte, denn ansonsten schätze ich seine Beethoven-GA mit den Wiener PH (DG) und wieder mal noch höher mit den New Yorker PH (SONY) der Sinfonen absolut hoch ein ... meine Lieblingsaufnahmen !

    :alter1: Bernstein war ein fantastischer Beethoven-Dirigent.


    Weil die Abb der Amnesty-Beethoven - Box in Beitrag 1 "am Arsch" ist, versuche ich dieses nochmal einzustellen:

    B000TM0H5W

    DG, 1976 - 1990, ADD/DDD

    Ausschliesslich den Pausenfilm des Wiener Neujahrskonzertes 2024 habe ich auch gesehen. Es wurden wieder schöne Aufnahmen, Bruckner zu Ehren, aus Wien gezeigt, die mir gefallen haben. Die Effekte waren in der Tat nicht unbedingt nötig, aber gestört oder als peinlich empfunden, haben sie mich auch nicht.

    :) Das Wiener Neujahrskonzert würde ich mir höchstens ganz ansehen, wenn Gustavo Dudamel gut gelaunt den Laden aufmischen würde.


    8) Abgesehen davon ist Thielemann ist ohnehin nicht "mein Dirigent" .... genau wie die jährlich üblichen Programme der Neujahrskonzerte ....

    Grins1 Ich weis das das Blödsinn ist: Aber ich würde für das Neujahrskonzert als Programm einen Querschnitt aus Khatchaturians Ballettmusiken empfehlen ! Dann wäre ich mit Interesse dabei !

    Bei mir sind 15 Konzerte eigentlich deutlich zu wenig, weil ich Solokonzerte mit Orchester in jedem Fall hoch schätze ... die gehören bei einem Live-Konzert für mich dazu.

    1. Khatchaturian: Klavierkonzert

    2. Schostakowitsch: Violinkonzert Nr.1 a-moll

    3. Bartok: Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester

    4. Brahms: Klavierkonzert Nr.1

    5. Sibelius: Violinkonzert

    6. Martinu: Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Schlagzeug

    7. Bartok: Klavierkonzert Nr. 2

    8. Prokofieff: Klavierkonzert Nr. 3

    9. Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand

    10. Schostakowitsch: Klavierkonzert Nr. 2

    11. Poulenc: Orgelkonzert

    12. Bartok: Violinkonzert Nr. 2

    13. Poulenc: Orgelkonzert

    14. Daugherty: Raise the Roof for Timpani and Orchestra (2003)

    15. Penderecki: Klavierkonzert (2007)


    --- ich hätte gerne noch ein paar Klassiker von Beethoven, Grieg, Schumann, Dvorak hinzugefügt ...... im Prinzip schätze ich auch das Prokofieff KK Nr.1 genau so hoch wie das Zweite ... Brahms KK Nr.2 habe ich wieder gestrichen um für Sibelius Platz zu haben.

    RE: Schostakowitch mit Gergiev

    Hallo Maticus,

    Du kennst mich ja seit Jahrzehnten und weisst, dass bei mir spannungsarme Aufnahmen ohne Herzblut keine Chance hätten ... bei mir muss ordentlich was losgetreten werden. Also von spannungsarm kann bei Gergievs Schostakowitsch keine Rede sein. Meine Favoriten sind Kondraschin, Swetlanow und Roshdestwensky, die natürlich absolutes Pfeffer haben. Aber wenn nicht auch Gergiev mit seinem herausragenden Orchester des Mariinsky Theaters daran anknüpfen würde, hatte die Box keine Chance bei mir.

    Das Dirigieren mit dem "Streichholzzahnstocher" (Grins1 man muss ja seine Zähne sauber halten Grins1 ) stört mich weniger. Ich glaube dass es bei Dir eher der Dirigierstil ist ..dann kann in der Tat leichtes Unwohlsein entstehen.. :) mir gefällt beispielsweise Soltis Drigierstil auch besser ....

    Mir persönlich ist der Gergiev-Zyklus der Sinfonien lieber, als der von Vasili Petrenko (NAXOS, 2009-2014, den ich mir 2016 gekauft hatte, als dann alle Sinfonien als GA in einer Box verfügbar waren. Bei Petrenko stört mich bei einigen Sinfonien der zu langsame Zugriff .. so richtig Glücklich bin ich im Vergleich zu meine Favoriten damit nihct ... Bei Gergiev kommt noch die russische Komponente mit seinem Orchester dazu, wo ich an die grossen alten russischen Orchester meiner Favoriten erinnert bin ... und das hier in herausragendem Klang in Dolby Digital 5.0 (das zihet bei mir natürich auch - und das ungleich mehr als historische Aufnahmen ......

    Die 6 Konzerte sind zudem auch alles Spitzenklasseaufnahmen mit ganz exquisiten Solisten. Darüber werde ich in Kürze noch berichten.


    :cincinsekt: Bei mir 100% - Kaufempfehlung für diese ausgezeichnete 8 DVD-Box mit Gergiev !

    Zu Weihnachten habe ich mir die einzig verfügbare Gesamtaufnahme aller Schostakowitsch - Sinfonien und Konzerte auf DVD (8DVD-Box) geschenkt bekommen: Gergiev / Orchester des Mariinsky Theaters.

    Einige wenige dieser Sinfonien-Konzerte kannte ich bereits aus dem TV ...

    Meine Begeisterung über diese fabelhafte Veröffentlichung von Arthaus Musik kennt keine Grenzen.

    Die Interpretationen halte ich für herausragend. Gergiev kennt seinen Schostakowitsch genau; sein insgesamt nicht schleppendes, eher zügiges Tempo liegt mir ohnehin und unterscheidet sich deutlich von den mir viel zu langsamen Kitaenko- und Rostropowitsch / Washington - Zyklen auf CD, von denen ich mich wieder getrennt hatte. Er dirigiert entweder ohne Dirigierstab, oder verwendet einen ganz kurzen, der einem langen Streichholz ähnelt.


    Bei den Sinfonien sehe ich so gut wie ich keine Kritikpunkte. Alles wird sehr detailreich beleuchtet und dabei die nötigen Emotionen.

    Herausragend auch alle Konzerte, die alle 6 (Klavier, Violine, Cello) von 6 verschiedenen Solisten bestritten werden. Ähnlich wie die neueren Konzertaufnahmen mit Alexander Sladkowsky / Tatarastan National SO (Melodiya), die allerdings mit den 6 Solisten qualitativ sehr uneinheitlich geraten sind ...

    Die Konzerte sind im Sale Pleyel 2023/2014 in Paris aufgenommen und bieten in Dolby Digital 5.0 feinste Details und beste fast nie so gut gehörte Klangqualiät. Die Bildführung ist gut, zeigt die Instrumente , das Orchester von oben und ist nicht zu oft nur auf den Dirigenten gerichtet. Die Sinfonien / Konzerte auch optisch miterleben zu können ist bei Schostakowitsch eine neue sehr positive Erfahrung.

    Die Klavierkonzerte mit Daniil Trifonov (1.) und Denis Matsuev (2.) begeistern durch brillanten zupackenden Anschlag, der seines Gleichen sucht und nur von Eugen List (Melodiya) und bei den neueren Aufnahmen Boris Giltburg (Naxos) so eindrucksvoll dargeboten wird. Es ist der Hammer , wie die Jungs spielen !

    Arthaus Musik, 2013/14, Dolby Digital 5.0

    Lieber Bernd,

    nein, den Brahms - Welser - Möst - Zyklus hatte ich bei der Suche nach einem W-Gechenk entdeckt und dann mehrere Konzert-DVDs und BluRays für mich bestellt. :cincinbier: Das wirkliche W-Geschenk wird der komplette Schostakowitsch-Zyklus mit Gergiev auf 8DVDs sein (leider der Einzige der auf DVD verfügbar ist) !

    Nochmal zu Welser-Mösts Brahms- Zyklus: Inzwischen habe ich von den Sinfonien mehr als nur die Sinfonie Nr.4 gehört. Die Aufnahmen sind handwerklich sehr ordentlich und ohne Vergleich wäre alles Prima. Dass es dennoch hörenswert ist, bleibt dem fabelhaften Cleveland Orchestra geschuldet, die Ihren Brahms aus der langen Tradition kennen und mit Hingabe musizieren .... einfach Klasse, dass man dies in so fabelhafter Qualität miterleben kann ... und das gilt besonders für die Konzerte, die mit Yefim Bronfman und Julia Fischer wirklich Klasse gelungen sind ... dafür alleine hat der Kauf der 3 BluRay-Box mehr als gelohnt .

    :| Welser-Möst selber kann mich jedenfalls bei den Sinfonien Nr.1 bis 3 nicht packen. Er verzieht beim dirigieren kaum eine Miene um die Musiker anzuspornen und Emotionen auszudrücken ... und genau so klingt es auch. (^^ Frech aber wahr: Man könnte genau so einen Roboter vorne hin stellen, der mal mehr oder weniger wild rumfuchtelt !) Ein aktueller Vergleich: Noch bin ich kein grosser Freund von Kyrill Petrenko bei den Berlinern (weil man einfach noch zu wenig von ihm kennt und auf Medien bekommen kann), aber was ich im TV an Konzerten gesehen habe hat IMO wirklich Klasse. Wie Intensiv der auch mit seinen Grimassen und Bewegungen seine BPH anspornt, das überträgt sich auch auf mich als Hörer. Das bisher Gesehene mit K.Petrenko empfand ich als Spitzenklasse ... ;) von diesen Emotionen sollte Welser-Möst ein klein wenig ab haben .... oder, wenn ich Brahms mit Szell höre, dann habe ich nach den Sinfonien immer den Gedanke "Man war das ne Interpretation !" Welser-Möst ist ja mit den Cleveländern ein erfolgreicher Dirigent, der seinen Vertrag jetzt nochmal verlängern (bis 2027 ??) konnte ... aber an die Spitzentradition mit Szell und Dohnanyi kann er nicht mit dem Erfolg anknüpfen.


    Du schreibst, dass Du Bernstein wie auch Klemperer bei den Brahms -Sinfonien hoch schätzt. :alter1:Ich auch ! Klemperer war mein Erstzugang auf EMI-LP, die aus heutiger Sicht allerdings fürchterlich klingen ... in den Streichern scharf, quäckig in den Bläsern. Zum Glück habe ich den Klemperer - Zyklus heute auf CD, wo sie nicht mehr so angestrengt quäckig klingen. Klemperer ist natürlich eine ganz andere Welt, als das was Welser-Mist vorlegt. Damit hatte ich jedenfalls den denkbar besten Einstieg, der mich bis heute für Brahms geprägt hat.

    Bei Bernstein müssen wir ja nun zwischen seinen beiden Zyklen aus New York (SONY) und Wien (DG) unterscheiden. Ich habe den späten Wiener Zyklus (DG) auch auf DVD. Erst dadurch wurde er mir richtig sympathisch, weil ich Bernsteins Emotionen auch optisch miterleben kann. Auf CD empfand ich seine allgemeine Art bei den DG-Spätaufnahmen, alles unheimlich in die Länge zu ziehen als störend ... gerade bei Brahms, wo ich zunächst nur die 4te herausragend fand. Das optische Miterleben auf DVD macht diese Einschränkungen für mich mehr unwichtig. Hinzu kommt die TOP-Klangquali in DTS 5.1 auf DVD !

    Noch mehr als aus Wien liegt mir der alte Bernsteins Zyklus aus New York (SONY), leider nur auf CD, wo er noch "normale und schlüssige" (mein Empfinden !!!) Tempi anschlägt und emotional fast überbordet (:) thats my world). Es mag ja bei Bernstein nicht alles so präzise und partiturgerecht sein (wie einige Kritiker behaupten) .. aber was nützt mir eine Interpretation die piksauber und etepetete ist, wenn es mich dann nicht packt und berührt ... dann ist mir Bernstein alle mal lieber als die Saubermänner. Bernstein / New York gehört auf jeden Fall zu meinen Favoriten.


    :wink: Allen Capriccios ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins hoffentlich besser werdende Jahr 2024, was Politik (Ampelgrusel) und Kriege angeht.