Beiträge von Walter Heggendorn

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    Ich bin aktuell gerade wieder einmal im Wang-Mood (Audiamus sei's gedankt): diese Konzert-Zugabe ist einfach exquisit!

    Die Verrenkungen waren in der Tat eine Performance mit den Spassvögeln Igudesmann und Joo

    Bei dieser Performance im kleinen Saal der Carnegie Hall war Yuja Wang nicht nur sowohl komisch als auch hochathletisch unterwegs, sondern sie rappte auch, was das Zeug hielt. Die New York Times stellte danach die Frage: "Gibt es eigentlich irgendetwas, was diese Frau nicht kann?".

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    Was sie wohl nicht kann, ist vielleicht ein gelassenes und geduldiges Mandala-Ausmalen... aber ich kann mich auch hier täuschen, denn diese Frau ruht in sich selbst (auch bei ihren musikalischen Explosionen)!

    Yuja Wang ist mE die beispielhafte Verkörperung (und Ermutigung) des Auskostens sämtlicher Potenzen, mit denen sie ja offensichtlich überschwänglich gesegnet wurde.

    Kleine, leise Kritik: Ich spüre gelegentlich eine Absenz von Gelassenheit und einer geduldigen Bereitschaft des Geschehenlassens: es wirkt - bei aller Souveränität - bei ihr eine gewisse Überspanntheit. Aber was soll's: sie ist halt eine wirkliche Powerwoman.

    Sie produziert Musik auf Speed und Steroides, will heissen, sie ist - mit Verlaub - nicht in der Lage, geduldig zu warten auf den Kuss der Fee.

    Sie will selbstaktiv diese Fee selbst verkörpern, und das tut sie oft und zugegebenermassen meistens durchaus überzeugend (und allemal stets verführerisch).

    Ich muss zugeben: die exaltierten Performances der Yuja Wang inspirieren und beleben mich.

    Ich bewundere sie allemal für die Chuzpe, sich so darzustellen und zu exponieren (wenn nicht gar zu exhibitionieren), wie sie eben in der Tat IST!

    ***

    So möchte auch ich sein: so authentisch, so direkt, so offen und so furchtlos.

    Aber das können wohl nur die ChinesInnen...

    Ich bin und bleibe leider nur ein träger (wiewohl musikbeschwipster) Alpenschweizer, eingeigelt einerseits in die Käse-Aura der voralpinen Landschaft, wiewohl stets sehnsüchtig nach der steifen Brise des weiten Meeres ...

    ***

    Nun denn: bei aller leisen Kritik von meiner Seite: diese Künstlerin - Yuja Wang - ist schier ein Wesen "von einem anderen Planeten" (nein, nicht wirklich).

    Sie hat halt einfach ein übermenschlich-kreatives Potential geschenkt bekommen, welches sie hemmungslos auslotet und auskostet.

    Und sie macht es sich stolz zu eigen und drückt es selbstbewusst aus.

    Ich bewundere sie unendlich.

    ***

    Und wie gesagt, bei aller gebotenen (metoolichen) Zurückhaltung: Ich verehre sie, ja ich "liebe" sie - und da sie den Klaus M. ja offenbar verabschiedet hat, wage ich es, sie selbstbewusst darauf hinzuweisen:

    Ähm, ich wäre noch frei ... 😎😘!

    (Nein, um Himmels willen, ich mache doch nur Macho-Witze, sorry!)

    Herzliche Grüsse aus dem Naturpark Gantrisch vom ollen

    Walter

    der aufgrund seiner Krankheit (MS) immer mehrere Anläufe braucht, um einen Beitrag stimmig zu formulieren ...

    Autsch!

    Ich weiss nun nicht wirklich, ob ich (ob der audiamüsseligen Einlassung) schenkelklopfend losprusten dürfte, oder ob ich als (professionell degenerierter) Anstandswauwau nicht doch dringlich zur Mässigung des Ausdrucks aufrufen müsste ...

    Aus dem Bauch heraus reagierend, tendiere ich zugegebenermassen herzhaft zur ersten Variante.

    Nun ja, Boulevard und Gossip sollen doch hier auch ihren legitimen Platz reklamieren dürfen, zumal Frau Wang mit ihren gewagten Outfits und ihren Hammer-Highheels daran nicht ganz unschuldig ist, nicht wahr ... (was mir persönlich - dem alten geilen Sack aus den Schweizer Alpen - zugegebenermassen durchaus Wohl-Gefallen entlockt...)

    Wang ist halt ein Gesamtkunstwerk der exhibitionistischen Generation Y - und der Klaus M. ist es wohl nicht minder:

    meines Erachtens fehlt beiden MusikerInnen aber letztlich die Demut und die respektvolle Ehrfurcht gegenüber der Göttin Musica.

    Sie sind imho beide Opfer der Plakativität des SM-Ausdrucks (und nein, ich meine nicht "sado-maso", sondern ich rede von "social media" ... aber vielleicht ist ja all dies schlicht und einfach dasselbe 😆).

    Ich empfand das Paar aber stets als ziemlich reizend, und ich bedaure die unglückliche Entwicklung ausserordentlich. Mögen sie sich gegenseitig verzeihen können und Frieden und neue Harmonie finden.

    Sie sind beide ohne Zweifel höchstbegabt, und sie halten mittels ihres popig boulvardesken Ausdrucks die klassische Musik auf der Ebene des Mainstreams. Das kann ihnen nicht hoch genug angerechnet werden.

    (Irgendwie erinnerten mich die beiden ja an Clara Schumann und Johannes Brahms ...)

    Just the humble opinion of an actually very weak musiclover from the swiss-alps, named Walter

    Mit dem Penderecki (Lukas-Passion) wird man mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken können.

    Nennt mich hinterwäldlerisch und ignorant, aber dieses Werk empfinde ich schlichtweg als durchwegs einfach nur hässlich und (für mich) völlig unanhörlich, auch wenn es als Schlüsselwerk der "Moderne" gilt.

    ***

    Das ist selbstredend kein Urteil über die Werk-Wahl!

    "Interessant" mag das Werk alleweil sein.

    Ich verstehe es einfach nicht und fühle mich davon schlichtweg angewidert.

    Just my humble personal opinion.

    Ich danke dem User Bernd sehr herzlich für dessen (mir allemal nachvollziehbare) Hymne auf den überaus berührenden Bericht von unserem trefflichen Sachverständigen aus Ost-Venedig, thomathi, der sich in der Tat damit selbst übertroffen hat:

    das ist mit Abstand der persönlichste, ausführlichste, fundierteste und nachhaltigste Konzertbericht, der mir je untergekommen ist.

    Tränen fliessen mir ob thomati's Worte - ganz ohne die brahms'sche Musik überhaupt zu hören, welche mir die ausgewählten Worte aber sinnlich imaginierbar machen. Grossartig! Danke!

    Das ist imho eine erfreuliche Scheibe. Die Takac's spielen tadellos und erfreulich zurückhaltend im Ausdruck

    Aber nur schon der eminente (leider nurmehr selten zu hörende) Garrick Ohlsson ist ein Hit. (Er hat 1970 den Chopin-Wettbewerb gewonnen.) Sein subtiles Spiel ist in beiden Klavierquintetten absolut exquisit, insbesondere aber im Werk von Amy Beach, das - wiewohl 11 Jahre vor dem Elgar-Brocken geschrieben - viel moderner, luzider und impressionistischer daherkommt, als das dichte Klanggebilde des behäbigen Sir Elgar.

    Natürlich ist dieser "Elgar" ein magistraler Wurf, und als solcher ist das Werk eines meiner praeferierten Klavierquintette.

    Beach ist demgegenüber halt noch ein Geheimtip. Möge er zu einer Offenbarung werden: man höre doch bitte nur mal das kurze Fugato im 3. Satz (ab min 4): das ist doch schlichtweg genial komponiert.

    Ich liebe das Werk!

    Gruss aus dem Naturpark Gantrisch vom

    Walter

    1. Walton: Violakonzert

    2. Bartok: Violinkonzert Nr. 1

    3. Medtner: Klavierkonzert Nr. 2

    4. Rachmaninoff: Klavierkonzert Nr. 4

    5. Juon: Tripelkonzert

    6. Korngold: Violinkonzert

    7. Prokofiev: Klavierkonzert Nr.3

    8. Schumann: Cellokonzert

    9. Martin: Klavierkonzert Nr.2

    10. Mozart: Klavierkonzert d-moll KV 466

    11. Mozart: Klavierkonzert c-moll KV 491

    12. Pfitzner: Klavierkonzert

    13. Reger: Violinkonzert

    14. Reger: Klavierkonzert

    15. Dvorak: Cellokonzert

    Auch von meiner Seite erreiche Dich ein fetter Dank für die Schilderung Deiner Eindrücke, lieber AlexanderK

    Ich bin immer wieder von Neuem erstaunt, dass "La Martha assoluta" dieses Pensum durchsteht, ja mehr noch, immer tiefer gründet. Wahrlich eine Meisterin. Nun, eine Jeanine Jansen wird sie ja auch inspirieren ... und der Mischa ist ein good old fellow... das erhält jung!

    Sie erinnert mich an Arthur Rubinstein ... der im Alter absolut unwiderstehlich (und auch technisch impecable) musizierte.

    Ich bin alles andere als ein HiFi-Freak. (Das war ich vor 60 Jahren allerdings mal ...)

    Bei mir leistet seit 6 Jahren ein "Teufel" gute Dienste: Verstärker/CD-Player/ 2 Standboxen (120 cm) plus Subwoofer, nach meinem unanspruchsvollen Dafürhalten bestens geeignet für Jazz und Klassik.

    Das Set kostete mich damals nur sfr 1200.- ...

    Ich kann also die höllische Firma sehr empfehlen.

    Dieser hervorragenden Übersicht gibt es nichts hinzuzufügen! Danke dem kenntnisreichen MB!