Beiträge von Walter Heggendorn

    Danke für Deine freundliche Reaktion.


    Bitte sieh es mir nach, wenn ich Dir

    "Verbissenheit" unterstellt habe.


    Das Du Dich nicht via PN artikulieren willst, akzeptiere ich selbstredend voll und ganz.


    Ich grüsse Dich herzlich


    Walter

    Lieber Algabal


    Ich schätze Dich.

    Ich nehme Dich ernst.

    Du bist ein scharfsinniger Mensch.

    Du bist ein empfindsames Wesen.


    Aber was Du hier mit seltsamer Verbissenheit entfaltest, kann ich beim besten Willen nicht in das Thema des Thread-Fadens einordnen.


    Bitte schreibe mir eine PN.


    Herzlich grüsst Dich


    Walter

    Ob mein Grosshirn dem Deinen ebenbürtig ist, vermag ich mitnichten zu beurteilen, lieber Algabal, und zu dieser Abwägung sehe ich auch nicht die geringste Notwendigkeit.


    Ich kann Deine Aktion nicht nachvollziehen und bleibe ratlos.


    Vielleicht bin ich nur einfach zu dumm.

    Das ficht mich aber nicht an!


    Bitte kläre mich auf über Deine Ambitionen.


    Gruss aus Bern vom

    Walter

    Ich bin zwar wahrlich ein Bleichgesicht aber hoffentlich kein Klugscheisser ... und ich höre zu! Und ich empfinde den Song als sehr berührend.


    Aber was willst Du uns mit Deiner Anklage übermitteln, lieber Algabal? Natürlich haben wir keine Ahnung vom Eingebettetsein solcher Songs in die Lebenswirklichkeit der Aufführenden.


    Was ist Dein Beitrag zum Thema? Ich bin diesbezüglich ratlos.


    Dennoch grüsse ich Dich herzlich aus Bern


    Walter

    Die Weltausstellungen damals waren wahrlich Eldorados der "Kulturellen Aneignung".


    Und nur weil diese den Ruch des Kolonialismus ausdampften, muss der Prozess der Rezeption fremder Ausdrucksformen noch lange keine kulturelle Usurpation sein. Aber vielleicht bin ich heillos altmodisch und habe nicht geschnallt, was Sache ist ...

    Es ist das wunderschöne Thema im Horn, welches nach ca. gefühlten 2 1/2 Minuten aus dem Urnebel aufpoppt und sich über das Geschehen ausbreitet wie ein Segensengel.


    Mit der Ode von Beethoven/Schiller hat es direkt nichts zu tun. Es verbreitet aber ein vergleichbares Odium.

    Aber das war in der Schweiz und nicht in Deutschland. Macht das den Unterschied?

    Glaube ich nicht, aber ich weiß es auch nicht. Aus Deinen Beispielen wird mir wieder deutlich, so scheint es mir immerhin: Es kommt nicht auf die Tatsache der Übernahme aus anderen Kulturen, sondern auf die Haltung der Beteiligten an: Wenn für sie der gegenseitige Respekt nicht in Frage gestellt wird, ist alles in Ordnung, und es gibt auch kein "Machtgefälle", wie die Kritiker "kultureller Aneignung" annehmen. So wie Du es schilderst, hat keiner der Beteiligten die Situation als peinlich oder unangenehm empfunden. Das wäre sicher anders gewesen, wenn den nichtjüdischen Klezmermusikern oder den japanischen Alphornbläsern darum gegangen wäre, ihre jeweiligen Zuhörer/innen zu verspotten und lächerlich zu machen.


    :wink:

    Das ist ein sehr berührendes Statement, lieber Gurni!


    Die Schweiz ist in der Tat eine Viel-Kulturen-(Willens)-Nation. Insofern würde ich für mein Land in der Tat einen gewissen Unterschied reklamieren.


    Kein(e) SchweizerIn hat sich notabene beschwert, als Johannes Brahms das Alphornzitat aus der Region "Jungfrau" kongenial in den 4. Satz seiner ersten Symphonie integrierte.


    Gruss aus Bern vom Walter

    Der liebe Heino hat nicht zu unrecht moniert, dass ich detailliertere Beweise schuldig bleiben würde.


    Nun, es ist tricky: in der Tat war ich ziemlich erregt ob dem Konzertabbruch aus besagten fadenscheinigen Gründen - (ich war übrigens nicht dabei) - und hatte somit das dringende Bedürfnis, hier in diesem passenden Faden etwas darüber zu berichten.


    Zu allem, was ich dazu geschrieben habe, stehe ich voll und ganz.


    Gleichzeitig war mir bewusst, dass die Entwicklung für alle Parteien wohl eher peinlich ist, weswegen ich den konkreten Topos nicht weiter ausbreiten (und somit keine weiteren Links übermitteln) wollte.


    Sowohl das Cüpli-Stösschen wie auch

    das Bier-Wöhlchen von Gurnemanz nehme ich dankend an und erwidere beide sehr gerne.


    Gruss aus Bern vom Walter

    Lieber Gurnemanz


    Ich versuche, nachzuvollziehen, weshalb Du irritiert bist.


    Ich habe meine ehrliche Meinung offengelegt

    und sehe eigentlich keine Notwendigkeit, weitere Beweise zu liefern, dass diese begründet ist


    Ich möchte Dich bitten, mir den Sachverhalt zu glauben. Ansonsten bitte ich Dich um eine PN.


    Versöhnliche Grüsse aus Bern vom Walter

    Lieber Heino


    Warum solltest Du das nicht verstehen?


    Weil Du es mir nicht glaubst?

    Das ist mit Verlaub ziemlich verstörend für mich.


    Ich kann Dich versichern, über diesbezügliche Medienzeugnisse zu verfügen - sogar analoge -

    dass ich aber um der Deckelung des Geschehens Willen diese hier nicht veröffentlichen möchte, was Du sicherlich letztlich verstehen wirst. So hoffe ich wenigstens.


    Gruss aus Bern vom

    Walter

    Das heißt konkret: man soll sagen, wenn einen ein gewisses Auftreten oder Verhalten stört, aber man soll nicht nach Verboten rufen.

    Ich würde mal mutmassen, dass die Kreise, die sich am Konzert "unwohl" gefühlt haben, nicht nach einem Abbruch verlangt haben.


    Es war der vorauseilende Gehorsam, der den Veranstalter zum Konzertabbruch bewogen hat.


    Es war eine tragische Verquickung verschiedener Befindlichkeiten. Deshalb ist auch keiner Seite eine "Schuld" zuzuweisen!


    Aber dass es zu solchen Komplikationen kommen kann, ist schon überaus ärgerlich.


    Gruss aus Bern vom


    Walter

    Nun, wenn Lang Lang Mozart und Liszt spielt, sehe ich da kein Problem. Es hat sich in Bern auch niemand beschwert, dass die Lauwarmen Reggae gespielt haben, sondern dass einer (?) der Musiker - so wie ich das erkennen kann weißer Schweizer - Dreadlocks trägt. Aus diesem Grund verstehe ich auch nicht, weshalb das hier als Kulturdiskussion geführt wird. Ist das Tragen von Dreadlocks bereits eine kulturelle Leistung? Mummenschanz aus dekorativen Gründen, der sich aber aus einer leidvollen Geschichte speist, ist nun einmal fragwürdig. Als grundsätzlich liberal eingestellter Mensch würde ich so etwas natürlich niemandem verbieten wollen. Trotzdem empfinde ich es als unpassend, wenn Ha-Jo aus Gelsenkirchen als aschkenasischer Orthodoxer verkleidet beim Singen "jiddelt". Mummenschanz, der die leidvolle Geschichte dieser Menschen unterschlägt eben.

    Nachtrag zu Lang Lang: wenn Lang Lang in China bei öffentlichen Veranstaltungen von hunderten gleichgeschalteten Chinesen auf hunderten Klavieren in einem Stadion ein Stück von Schubert gleichzeitig spielen lässt (tatsächlich so geschehen), kann man das durchaus als unappetitlich ansehen. Schubert als Propagandafutter.

    Lieber Felix


    Danke für Deine Replik.

    Ich fühle durchaus eine Resonanz.


    Nichtsdestotrotz habe ich so meine liebe Mühe, wenn Du überfaktisch einen "Ha-Jo aus Gelsenkirchen" herbeizitieren musst, um die Problematik der Aneignung zu demonstrieren (Stimmt natürlich ...).


    Es wäre mir ein grosses Anliegen, wenn dieser Faden nicht politisch ausufern würde.


    Ich grüsse den Ex-Berner ganz herzlich


    Walter

    Es stimmt schon, daß "ein soziales Gefälle zwischen 'Aneignern' und Unterdrückten" seine problematischen Aspekte haben kann, aber wir dürfen einen kulturellen Austausch, selbst oberflächlicher Art, deswegen nicht von vornherein verteufeln oder ausschließen, sonst landen wir am Ende beim Kastenwesen oder einer sozialen Hierarchie à la Vor-Aufkläungszeiten. Das sage ich als Sohn einer Mutter, die wegen ihres unehelich geborenen Vaters keinen vollständigen Ariernachweis erbringen konnte und als jüdischer Mischling eingestuft wurde. Mein Onkel heiratete eine Volljüdin, die noch dazu die Tochter von Julius Deutsch war (jeder der mit der österreichischen Geschichte der Zwischenkriegzeit ein bißchen vertraut ist, kennt den Namen) und mußte mit seiner Familie 1938 schleunigst emigrieren. Ich denke, das befreit mich vom allfälligen Verdacht ideologischer Einseitigkeit.

    Grösster Respekt vor Deinem Zeugnis, lieber Waldi! Hochachtung!!!


    Was für ein Schatz Du doch bist für das Forum!


    Wir sind Menschen! Einfach nur Menschen!


    Und als diese sind wir (nach meiner Einschätzung) Geschöpfe des göttlichen Universums.


    Das muss und wird so bleiben, mit oder ohne "gecancelte Kultur".


    Gruss von den Zähringern aus Bern


    Walter