Beiträge von Hempel

    Im Anschluss diese CD:
    https://www.amazon.com/CPE-Bac…ano-Sharona/dp/B01K8L0DHU


    Verknüpfung geht nicht? Nicht CPEs Problem.


    Eine Kritik monierte, Frau Joshua würde das Fortepiano doch sehr "steinwayisch" spielen. Finde ich gar nicht.
    Sie selbst wohl auch nicht, sie lässt Farben blühen und Schatten.
    Alles von dem, wovon der moderne Steinway einfach nicht genug mitbringt.
    Sie lässt singen, aber auch hart 'zuschlagen', alles. Nur nicht diese Egalität zu, die heute gewünscht ist.


    Extremistisch ist sie dennoch nicht. Das Clavier soll ja verbindlich klingen, nur eben nicht gleichmachend.


    Eione der wirklich glücklichsten Aufnahmen von CPEs Clavierwerk in meinen Ohren!


    Zweierlei fällt auf:
    a) die Dame spielt hochvirtuos, selbst Läufe gelingen ihr auf dem 'Hakelkasten' perfekt.
    b) das ist (zu) hallig aufgenommen.


    Auf beides muss mann sich einlassen um zu hören, wie klug hier eigentlich artikuliert wird, auch extrem. Wie farbig der 'Rasselkasten' klingt unter ihren Fingern.
    Der Hall stört (mich) dann zwar noch immer, aber eigentlich ist das eine genialische Aufnahme, die allen 'Gemeinheiten' CPEs gerecht wird.
    Hört man durch den Hall hindurch, wird bewusst, wie fein da artikuliert ist und anrührend- anrührend schön, aber auch anrührend widerborstig.


    Eine der wichtigsten CPE- Aufnahmen der letzten Jahre. Wenn da der Hall nicht wäre.

    gerade irgendwie unwirsch:
    https://www.francemusique.fr/e…bc-proms-de-londres-66989


    Bei Wilhelm Busch war noch die Musik mit Geräusch verbunden, hier scheint es oft umgekehrt.
    Ein seltsam 'klangloser' Beethoven, dabei 'unlogisch': wenn schon so ein atemloser erster Satz der Zweiten, warum dann dieses Ritardando am Satzende? Wäre im Konzept doch viel schlüssiger, das a tempo zack, zack, zack zu beenden.
    Insgesamt triebt Currentzis der Zweiten jeden Charme aus, alles an 'Mozart gemahnende'. Kann man ja machen, läuft allerdings Gefahr, das Werk nichtssagend werden zu lassen.


    In der Fünften geht das Konzept besser auf, finde ich. Erinnert mich an Savalls "Eroica" und dessen Kompromisslosigkeit gegenüber Hörgewohnheiten.
    Unterschied dennoch auch hier diese Atemlosigkeit, nichts soll klingen, scheint es, alles Geräusch sein und existenziell Bewegung von Materie...eigentlich bewundernswert, wie das Orchester den Vorstellungen nachkommt und sich als Klangkörper verleugnet.
    Kann mich jedenfalls nicht erinnern, je einen derart 'vertikalen' Beethoven gehört zu haben.
    Ist ja auch schonmal spannend, aber ich verbleibe: unwirsch.


    Zunächst: klingt so gar nicht gut. Das Band ist hörbar gealtert und hier hat man versucht, das auszugleichen über Phasenverschiebungen, also Separation der Kanäle.
    Hat mich viel Mühe gekostet, das wiederherzustellen, so dass nun die Ortbarkeit von Violine, Cello und Klavier wieder einigermaßen 'normal' ist- und das Orchester nicht rechts sitzt bis auf die ersten Geigen.


    Musikalisch aber: Knurr, beide Konzerte keines meiner Favoriten.
    Wer dirigiert? Klar, der alte Schorsch. Wieder ein Konzert mit ihm, Szell, bei dem mir ein Licht aufging.
    Der Beethoven nicht so zäh dahinfließend, sondern sich natürlich vorwärtsbewegend, mit ganz erstaunlichen Details wie merkwürdigen Synkopen im ersten Satz. Oder 'drolligen' Verzierungen in den Holzbläsern in der Polacca, die ich zuvor nie zu hören bekam.
    Die Nähe zum vierten Klavierkonzert, zum Violinkonzert ganz deutlich, lebensfroh heiter und verspielt und die 'immer verkehrte' Pauke gibts auch hier.
    Und der Brahms, der mir immer so störrisch abweisend begegnete? Als Alterswerk verbissen traditionsbetont....auch geschmeidig mit Lust am Musizieren, fein gearbeitet. Schon streng, aber nicht 'strafend', im letzten Satz durchaus lebensfroh. Macht das Werk keineswegs 'klein', es nimmt ihm nur diese Unzugänglichkeit, das Abweisende.
    Im Konzert gabs zuvor noch Mozarts KV 449- auf der CD nicht enthalten-, so dass jeder des Trios Istomin/Stern/Rose sich als Gemeinschaft, als auch als Solist zeigen konnte. Schönes Programm in dieser Werkauswahl, ganz erfrischend musiziert ohne den lästigen Ballast des 'Gewichts der Stars' wie mit Oistrach und Rostropowitsch.
    Dreimal hintereinander gehört und mit jedem Hören wuchs meine Freude.


    Das mein musikalisches Aha- Erlebnis der letzten Tage.


    Remastert bei mir mit 32bit- flow und 96 kHz.
    Möchte ja auch alles einfangen, das ich nur sehen kann im Spektrometer.


    Ein wirklich fantastisches Konzert muss das gewesen sein!

    Jetzt doch auch ich- nach langer Abwesenheit.
    Vor allem wegen meines Lachers, MBs mathematische Kompetenz zu bezweifeln.
    Hier mitzulesen , hat Spaß gemacht!


    Weil wohl weder Physik, noch Mathematik, noch Psychologie etc., getrennt voneinander, in der Lage sind, Musik zu erklären.
    Eigentlich jeder, der sich nicht seriös mit dem Thema beschäftigt, sollte nach MBs Erläuterungen das Weite suchen- zumindest einfach bleiben beim: "Ich hörs halt nicht".


    Rein praktisch kann ich nur Eigenes beitragen, wissenschaftlich hat MB sehr viel, wenn nicht alles gesagt.


    Seit nunmehr Jahrzehnten erarbeite ich Remasterings- und hatte das größte Vertrauen in das Hören meiner Freundin , die sehr schwerhörig ist, aber sehr genau HINHÖRT.
    Sie hört ein Dithering und die Unterschiede zwischen einer 16bit- und einer 24bit- Abtastung sehr genau. Viel genauer als ich selbst.
    Vielleicht vertraut sie ihrem Hörsinn einfach nicht in dem Maße wie 'wir' es tun und relativiert eher?


    Für sie galt stets: Musik soll mich erreichen.
    Das geht natürlich auch unabhängig von aller Wissenschaft. Interessant dabei: je höher Abtastraten etc., umso leichter fiel es ihr.
    Weniger 'Sand im Getriebe', das in der Hörphysiologie 'zurechtgerechnet' werden muss?


    Das umschreibt vielleicht das Wesen des HiRes am besten: die Musik wirkt unmittelbarer. Zumindest auf jemanden, den die Physik nicht interessiert und der /die das Gehör nicht als 'perfekten Sinn' betrachtet, eher als limitiert um die anderen zu öffnen.
    Neben aller Technik geschieht ja viel- und das will und soll den Hörer erreichen.


    Dabei sind bit- Tiefe und Abtastrate ein Vehikel. Über Phasenverschiebungen bei der Mikrophonierung etc., damit einhergehende Auslöschungen, möchte ich nicht anfangen zu reden.


    Mein Fazit dabei: je besser die Technik, um so weniger steht sie dem Hören im Wege.


    Wer glaubt, objektiv physikalisch zu hören, dem sei es unbenommen.

    Echt jetzt? Rankings?
    Dieses so durchschaubare Mittel, Mitglieder zu binden wie bei "T....."?
    Und dann Haydn und Mozart in einem Topf?
    Darauf antworten? Für mich fast unmöglich!


    Gestern hörte ich Haydns Kanon: "O wunderbare Harmonie..." und das war das Größte, das ich von Haydn kenne- in diesem Moment.
    Mozarts Bläser- Concertante hörte ich dieser Tage und das KV 299, wirklich nicht seine 'stärksten' Werke.
    Die späten Abbado- Aufnahmen aber haben mich mit einem Reichtum erfüllt, dass ich wortlos zurückblieb.


    Aber ein Ranking?
    Würde das nicht bedeuten, andere Werke geringer zu schätzen als die kanonisiert hochgeschätzten?


    Antwort also in der Verweigerung der Antwort....Ziel jedoch erreicht, Antwort zu bekommen. :thumbup:
    Haydn kein "Schweiger"?
    Hmmmmm....er doch viel mehr als Mozart! "Wachheit" ist Ausdruck des Schweigens- finde ich.
    Mozart 'plappert' doch so gern über Untiefen hinweg und fasst genau damit Unsagbares in Musik.....


    Haydns "Pragmatismus" ist mir einfach näher als die Musiksprache Mozarts- darum ist es mir unmöglich, beide in einen Topf zu werfen, aber auch unmöglich, einem 'Ranking' zu folgen.


    Ich habe sie ewig nicht gehört, die Concertini Haydns für Clavier und Streicher. Eigentlich 'Kleinkram'. Doch macht Haydn in den langsamen Sätzen Welten auf, Dähler und Angerer hab ich im 'inneren Ohr'.
    Welten, bei deren Hören ich Rotz und Wasser geweint habe.
    Bei Mozart braucht es dazu des A- Dur, ob nun Klavier oder Klarinette.
    Aber 'Ranking', also 'Kräftemessen'?
    Irgendwie unpassend, insbesondere angesichts der Hochachtung der beiden voreinander jeweils.
    Somit "verränke" ich mich vor Haydn und vor Mozart hiermit :saint: .

    "Wer leise ist, bleibt am Leben"


    Sah ihn zunächst ohne Untertitel, wollte mich dem Fremden annähern.
    Ist anstrengend!


    Wäre vielleicht sogar besser für den Film, hätte er diese Bedingungslosigkeit des Schweigens auch durchgehalten statt dann doch noch Dialoge einzubauen.


    Dachte beim Sehen an z.B. 'Eifelplatz'- wo ist sie eigentlich abgeblieben?- und an das Abwägen von "laut" und "leise" und an Instrumente wie das Clavichord, das so schön schweigen kann beim "Musik ist mit Geräusch verbunden".


    Sah den Film jetzt mit Untertiteln und er wurde damit irgendwie 'kleiner', da er den Gedanken des Zuschauers weniger Raum lässt.
    Assoziationen zu "Mars Attacks" blieben nicht aus, spoilern möchte ich nicht.


    Ganz eindeutig aber meine Sicht: ohne Untertitel suchte ich als Zuschauer um Verstehen, las aus Gesten und Mimik und näherte mich auf diese Weise an, blieb aber auf gewisse Weise ausgeschlossen bis zu den Momenten der Handlung, die ohnehin unmissverständlich sind.


    Eigentlich ist der Film mehr als eine typische Dystopie, vor allem eben ohne Untertitel.
    Dann ist er Tasten, Suchen, Teil- Verständnis und Neugierde; Symbole erschließen sich in Bildern, nicht in Worten.


    Werde den Film wieder und öfter sehen, in Zukunft aber auf jeden Fall ohne Untertitel. Ein Rätsel ist manchmal erfüllender als die Lösung desselben.

    Wann hört man Konzerte Leclairs oder gar "Scylla et Glaucus" einmal live?
    Hier ein Konzert mit Konzerten mit dem Ensemble "Le Diane Francaise" unter Leitung von Stéphanie- Marie Degand.
    Natürlich ist sie die Solistin des ersten Konzerts, die folgenden Soli übernehmen Mitglieder der Violingruppe.


    https://culturebox.francetvinf…hanie-marie-degand-277699


    Man hört, wie unglaublich einfallsreich Leclair die typischen Muster des Violinkonzerts um ca. 1750 unentwegt durchbricht, auch und besonders in Reibung zwischen französischer und italienischer Schule. Ihn als "französischen Vivaldi" zu bezeichnen, greift wirklich zu kurz; wenn, dann doch eher als "französischen Tartini"?! Wenn solche 'Zuschreibungen' denn überhaupt sinnvoll sind.


    Ich jedenfalls saß die zwei Stunden gebannt am Monitor und hörte und sah begeistert zu. Wie geschickt Leclair die Stimmen verteilt zwischen Solo und Tutti, einfach geniale thematische Einfälle hat, manchen Satz im Ausdruck auch 'umkehrt' und mittels eines plötzlich einfallenden Borduns beinahe folkloristisch wird, andernorts enge Fugati schreibt, die an Friedemann Bach erinnern.
    Und wieder großartig, dass man hören darf, wie sauschwer die Konzerte zu spielen sind! Im letzten Konzert (op.10/6), eigentlich dem schönsten und reichsten, 'versemmelt' die Solistin ihren Einsatz- und wie geschickt mogelt sie sich aus der Affaire!


    Als Zugabe gibt es dann Vivaldi....

    Nach längerer Pause nun:


    Goverts bespielt einen Stein- Flügel, das allein ein Kriterium, die CD anzuhören.


    Ich kenne die Aufnahme schon lange, bei ihrem Erscheinen vor über zehn Jahren fand ich sie überzeugender als heute.
    Etwas zu sehr vom 'modernen' Klavier scheint Goverts zu denken und verspielt so ein wenig den Klangreichtum des Stein- Klaviers.
    Dabei registriert er durchaus einfallsreich und farbig....etwas holprig wirkt manches dennoch.
    Trotzdem: die CD hat einen "Stein im Brett" bei mir.


    Ganz kleines Kino :megalol: .
    Hauptwerk für mich natürlich das Magnificat CPEs, das auf dem Werk des Vaters fußt, aber doch vielschichtiger wirkt- in meinen Ohren.
    Gibt's ein emoticon mit Eselsohren? Passend zu "Phöbus und Pan"? Das würde ich dann hier für mich einfordern.
    Denn alles, das 'Vater Bach' macht, nimmt der Sohn auf, Themenköpfe teilweise zitierend.
    Beispiel dafür, wie sehr Vater und Sohn einander kompositorisch verwandt sind, Doles und Homilius andere Wege beschritten.


    'Arcangelo' macht viel Freude beim Hören, alles sehr lebendig, selbst das eher mickrige Werk Johann Christians.
    Ohne Laute im BC würde das alles womöglich noch stärker wirken? Eine Marotte Cohens, quasi überall zupfen zu lassen? Selbst in Berlin noch im Continuo.
    Denkbar mag es sein, Kropfgans eingedenk....wissen weeß man nüscht Jenaues nich- außer man ist JD, also jud druff.


    Daraus die Vierte und nicht aus dieser Box, sondern die ASD- Pressung, also die LP.
    Nur Fleisch blutet und wo es nicht mehr blutet, ist es Knochen.


    Eine unglaubliche Aufnahme! Leider bekommt kein Remastering es hin, diese Urgewalt zu fassen und zu vermitteln.


    Geht doch!
    Sorry, auch mit modernen Instrumenten- mal wieder teile ich die Meinung nicht, dass Holliger & Co bei ECM überzeugend seien.
    Die alte Archiv- Aufnahme hat ja andere Meriten, Entdeckergeist.
    Diese hier ist vom ersten Ton fesselnd, da gibt es keinen Raum für Esoterisches, dicht, konzentiert musiziert.
    Überhaupt erst in der fünften Sonate stellte sich mir die Frage nach dem Instrumentarium.
    Heute nacht um drei entfuhr mir gegen alle Etikette: "Ist das geile Mucke!".
    ...und hatte zuvor Bruckner....

    Eben verarmt und reicher geworden:


    Die höre ich nun auch. Telemann und die Bläser....ein unendliches Feld.
    Unterscheidet seine Kunst auch von der Bachs und Vivaldis...und anderen Zeitgenossen.
    Derart mannigfaltig setzte sonst kein Zeitgenosse für Flauten, Traversen, Hautboisen, für Corni und Trompetten, Schalmeien und Fagotten.
    Ein Kompendium des reichen Bläserklangs um ca.1750, ein Kompendium des Reichtums Telemannscher Kompositionskunst, es allen Instrumenten 'recht zu tun'.


    179 Tracks wundervollen Klangreichtums!

    Bei mir, meiner derzeitigen Sucht folgend:


    Viele Alternativeinspielungen liegen ja nicht vor, Christie und Spering.
    Beide aber machen aus dem Werk ein Oratorium, Brunner nimmt ernst, was im Untertitel steht: Singgedicht.
    Kammermusikalisch besetzt, im ohnehin kleinen Orchester beachtet er auch noch Angaben von Soli und Tutti, so dass oft nur ein Streichquartett erklingt.
    Die Artikulation und Agogik folgen dem Gedanken des Sing- Gedichts, sind nicht der Melodielinie verpflichtet, sondern dem den Zuhörer fesselnden Vortrag des Wortes.
    Das verlangt von den Sängern viel!


    Gleichzeitig in der Nachfolge Telemanns, dessen Singgedichten, ist doch deutlich, wie sehr Haydn die Musik CPEs kannte und schätzte, "Jahreszeiten" ohne die "Israeliten", "Schöpfung" ohne "Auferstehumng und Himmelfahrt" kaum denkbar.


    In meiner Bude herrschen gerade 28°C, aber CPE verschafft mir Gänsehaut.
    "Die Zunge klebt am dürren Gaumen" beginnt das Werk ja auch.
    Einfach fesselnde Musik!

    Mir entstand zu diesem Thema längst die Frage, wie das Forum auf diese Entwicklung reagieren wird.
    Die Verlinkung von Covern via jpc und Amazon würde hinfällig, diese Art der Beschränkung.
    Darüber 'stolperte' ich dieser Tage bei Netflix- Filmen, im rein musikalischen Bereich werden derlei Schwierigkeiten sich ebenfalls häufen.


    Dass Künstler dem Trend folgen, ob nun bei Film oder Musik, ist doch nur nachvollziehbar, der physische Tonträger verliert an Bedeutung.
    Andererseits 'lügt ein Bild mehr als tausend Worte' und dient der Wiedererkennung etc., darum meine Gedanken um die Verlinkung der Cover von bisher rein physischen Ton/ Bildträgern.

    Nun, da ich so manches ja nicht verstehe, noch ein wenig mehr davon:


    Wie Telemann dazu kommt, im Stile der französischen Quasi- Militärmusik zu komponieren wie Philidor etc. :pfeif: .
    Da denkt man, man kenne 'seinen' Telemann- und wird doch immer aufs Neue überrascht und vom Gegenteil überzeugt.


    Beim wiederholten Hören versuchte ich, Telemann "wegzudenken", das also zu hören wie eben Philidor oder Francoeur, recht schnell wurde aber deutlich: da schreibt jemand im Stil der Franzosen, sehr liebevoll und überzeugend, aber er ist Deutscher.
    Die Ausbildung der Fugati, der Bläsersatz dann doch typisch Telemann, mittels mancher Hornpassage dem Hörer "eine Nase zu drehen".
    Telemanns Musik ist nicht die "geölte Maschine" wie die Philidors, jedenfalls nicht im Detail.


    Eine Werkgattung Telemanns, die mir neu war und angetan ist, meine gewisse Abneigung gegen die Mode der "Harmoniemusik" außer Gefecht zu setzen- um beim militärischen Vokabular zu bleiben.
    Eine richtig schöne, kleine Entdeckung!