Beiträge von Khampan

    Danke lieber Braccio. Das ist die gleiche Version wie bei Youtube :thumbup:

    Deine ASIN B000NPCME4 führt zwar zu diesem irritierenden Cover:

    (Berg Lyric Suite etc.),
    die Rückseite und Hörbeispiele listen aber die gesuchte Aufnahme des Tripelkonzerts sowie weitere Konzerte von Mozart, Brahms und Prokofiev mit Oistrakh auf 2 CDs auf.

    Ein Kauf hätte also was von Roulette, bei dem man nur gewinnen kann...

    <= d a H ü p f t D a s H e r z >auch wenn in Satz 1 (scheint mir) einige Takte fehlen<


    das Herz hüpft eventuell noch mehr, wenn man diese Aufnahme bei Youtube hört:
    Beethoven Tripelkonzert mit Oistrakh / Knushevitsky / Oborin / Sargent

    Da fehlt jedenfalls kein Takt, und sie ist zudem in hervorragendem Stereo.

    Einziger Pluspunkt der Melodiya CD ist die mutmaßlich korrektere Abspielgeschwindigkeit: der Stimmton ist ca 3 Hz tiefer als die Youtube-Version, die aber noch im erträglichen Rahmen bleibt. Die Mono-Abmischung bevorzugt die Solisten etwas, wodurch insbesondere das Cello deutlicher herauskommt.

    Die Stereo-Version müsste es doch irgendwo als CD geben. Kennt die jemand?

    Die CD ist ja auch nicht mehr erhältlich, aber mindestens der Boёllmann ist in diesem 6-CD-Set enthalten:

    Mir gefällt diese Toccata gar nicht, sie ist schlicht zu schnell gespielt, wodurch die durchgehende Sechzehntelbewegung der rechten Hand stellenweise nicht zu hören ist. Spieltechnisch ist dieses scheinbar virtuose Tempo, durch das die eigentlich erforderliche Artikulation jedes einzelnen Tons eingeebnet wird, sogar leichter als das durch die Metronomangabe nicht ohne Grund vorgegebene Tempo.

    Übrigens, mit der Schreibung des Namens scheinst du dich wirklich schwer zu tun...

    Gruß,
    Khampan

    Ich bin über mein Interesse an Annie D'Arco zu dieser Sonate gekommen

    in der Tat, die Pianistin stiehlt Herrn Navarra schon ein wenig die Show, was mein Problem mit ihm (nicht generell, aber hier) nicht besser macht.

    allerdings schrieb ich Boellmann wie auf dem CD Cover nur mit einem "l"

    du musst nur richtig schreiben, und schon entspinnt sich eine Diskussion... :thumbup:
    Als Organist ist mir der Herr natürlich ein Begriff. Die Toccata aus der Suite gotique kenne ich auswendig, die anderen Sätze mag ich allerdings nicht so besonders.

    Immer , wenn ich den Namen Leon Boellmann höre oder lese , krame ich reflexartig seine Cellosonate hervor . Annie D'Arco & Andre Navarra .


    wow! Von dieser Cellosonate wusste ich gar nichts. Höre ich gerade begeistert, danke für den Link!
    Allerdings irritiert mich Navarras Intonation hin und wieder, so ganz hält die modernen Standards nicht stand.
    Bei einer Kaufabsicht würde ich mal diese neuere Aufnahme ins Auge fassen, die mir nach den Hörschnipseln durchaus vielversprechend erscheint:


    Michal Kanka, Cello
    Ivan Klansky, Klavier
    Saint-Saens 1. Sonate - Boellmann Sonate - Franck Violinsonate in der Cellobearbeitung

    Ich habe Yuja Wang kürzlich auf youtube mit dem zweiten Brahms-Konzert gehört.

    Diese wichtige Bemerkung war mir entgangen, komme leider nicht dazu hier alle Diskussionen mitzulesen.
    Hier das zweite Brahms-Konzert live aus Tokyo:
    https://www.youtube.com/watch?v=BszBccYHuAk

    Scheint relativ neu in ihrem Repertoire zu sein. Es ist das von mir am meisten geschätztes Klavierkonzert überhaupt, daher hoffe ich hier überprüfen zu können, inwieweit ich bei Yuja von Äußerlichkeiten voreingenommen bin. Saugut spielen kann sie jedenfalls schon mal.
    <3 Khampan

    Bei Spotify höre ich an der besagten Stelle (mit Kopfhörer) zumindest keinen auffälligen Bruch:
    https://open.spotify.com/album/3yJmWo67…xQfmqkzEVMk3z-Q

    das ist schon mal beruhigend. CD-Hörer wie ich gehören ja eh einer aussterbenden Spezies an.
    Es kann gut ein CD-spezifisches Problem sein, denn da die durch das Gap unterbrochenen Teile (auch das Rauschen der "Stille") sich ohne den leisesten Click wieder zusammenfügen lassen, kann es erst beim CD-Mastering passiert sein.
    Außerdem habe ich gerade bemerkt, dass 133 ms exakt der 10fachen Blocklänge einer Audio-CD entspricht (1 Sekunde = 75 Blocks).
    Da hat wohl das Mastering-Programm automatisch 10 Blocks an jeden Track angefügt.

    Und ich bin wieder mal der erste, der sowas bemerkt. Macht keinen Spass.
    :alter1: Khampan

    nanu, hat denn wirklich niemand mehr diese CD?
    Das Label antwortet mir auch nicht ?(

    Inzwischen habe ich nachgemessen: die eingefügten Mutes sind 133 ms lang, das ist echt nicht zu überhören.
    O.k., ich kann sie rausschneiden und die CD neu brennen.
    Aber warum kann das Label nicht gleich korrekt arbeiten, oder wenigstens auf meine Anfrage reagieren

    :schimpf1: Khampan

    voces8 Equinox CD fehlerhaft

    Hallo Freunde des Ensemblegesangs,

    wer von euch hat noch die CD "Equinox" des fantastischen Sängerensembles voces8 ?

    Bei mir ist zwischen den Tracks immer ein kleines akustisches Loch, das eindeutig durch einen Fehler beim Mastering entstanden ist.
    Es fällt nicht bei allen Tracks auf, da einige (vermutlich wegen unterschiedlicher Aufnahmeorte) zu Digital-Null ausgeblendet sind.
    Ganz krass störend ist es beim Übergang von Track 19 zu 20, wo der Basston durchgehalten wird und klar hörbar einige Millisekunden aussetzt. Wenn man die gemuteten Millisekunden hart (ohne Blende) herausschneidet, wird der Übergang perfekt, d.h. die sind wirklich zuviel hineingeraten.
    (und ja, ich habe alle Fehlerquellen bei mir ausgeschlossen)

    Weil ich die CD gebraucht von Momox gekauft habe, bin ich nicht ganz sicher, ob ich da ein "Vorserienmodell" erstanden habe, und der Fehler später behoben wurde.
    Bevor ich mich beim Label beschwere, würde ich gerne andere Erfahrungsberichte einholen.
    Wer kann mir helfen?

    Gruß,
    Khampan

    putto bringt das Problem, das aus kompositionstechnischer Sicht besteht, sehr gut auf den Punkt.

    Ich möchte noch auf ein zusätzliches hinweisen, das mehr mit Interpretation zu tun hat:
    Eine computergesteuerte Wiedergabe ist EXTREM kontraproduktiv.
    Warum spielst du das Stück nicht selbst am Klavier? Einige Stellen zu schwer? Na dann mach sie doch leichter spielbar, oder lerne mit einer simplen Schnitttechnik umzugehen.

    Der Unterschied zwischen einer richtigen Performance und einem Computer ist in dieses Fall:
    a) dein Soundprogramm ist viel zu "billig". Das kann man nicht nur an dem unnatürlichen Klang festmachen (klingt eher nach Cembalo als nach Flügel), sondern vor allem daran, dass die Dynamik nur duch die Lautstärke geregelt wird, nicht auch durch die Klangfarbe. Letztere ist aber für den dynamischen Charakter wesentlich entscheidender als die Lautstärke (sonst könnten wir bei zurückgedrehtem Lautstärkeregler kein Forte erkennen!)
    b) vermeintliche oder tatsächliche kompositorische Schwächen können durch eine menschliche Wiedergabe einen völlig anderen Eindruck erzeugen, theoretisch sich sogar als das eigentlich spannende erweisen. Verlange bitte von dem Hörer einer Computerwiedergabe nicht, sich etwas fehlendes persönliches (Interpretation, Emotion oder was auch immer intendiert ist) hinzuzudenken.

    Vielleicht hast du schon irgendwo erläutert, warum du deine Stücke nicht selbst spielst, sorry, ich lese nicht alles mit.
    Und selbst wenn. In dem wirklich einfachen Fall eines Klavierwerks kann ich keine Entschuldigung gelten lassen.

    Und nochmal sorry, unter den gegebenen Umständen erträgt ein einigermaßen anspruchsvoller Hörer keine paar Minuten, so schade das vielleicht auch sein mag.

    Nix für ungut,
    Khampan

    ej Leute, seid bloß froh, wenn ich bei der Hitze nicht noch selbst spielen müsst! Hatte heute zwar nur ein paar Geigenschüler zu begleiten, aber das hat gereicht - naklar, u.a. der Feuertanz aus El amor brujo von Manuel de Falla war dabei...

    für Hörer mit tontechnischen Ansprüchen muss ich wieder mal meine "Warnung" vor der Bismuth-Aufmahme wiederholen. Aus tontechnischer Sicht ist es mir ein Rätsel, wie so etwas veröffentlicht werden konnte. Nun ja, wenn der Toningenieur gleichzeitig einer der Labelinhaber ist...
    Da gibt es beispielsweise in der Continuo-Orgel einzelne piano-Töne, die mit -3 dB zu Buche schlagen. Äh, hallo Tontechniker, aufwachen! Wie soll da ein Forte des Solisten dynamisch verwirklicht werden?

    Meine aktuellen Favoriten:

    Andrew Manze: Musik & Klang super; spartanisches Continuo - "nur" Orgel bzw. Cembalo (plus Cello, soweit vorgeschrieben)

    Julia Wedman: Musik super, Ausdruck und Tongebung der Solistin auf berührende Weise intensiv persönlich; Continuo teilweise etwas stereotyp; klanglich in Abhängigkeit von den Lautsprechern u.U. problematisch

    Rachel Podger: unglaubliche Schönheit von Ton und Ausdruck, phantastisches, einfallsreiches Continuo

    Lina Tur Bonet: lebendig, äußerst sympathisch (meine neueste Biber-Aufnahme, daher noch völlig verzaubert...)

    Auch empfehlenswert: Alice Pierot (tänzerischer Charakter, sagenhafter Klang; jedoch zahlreiche philologische Ungereimtheiten), Odile Edouard (Nachteil: extrem hohe, exotische Stimmung); Gunnar Letzbor.

    Abzuraten: Göbel (anti-mystisch), Bismuth (klangliches Desaster), Minasi (Hyper-Aktivismus statt Interpretation), Melkus (Wiederholungen nur nach Lust und Laune).

    Noch nicht gehört: Monica Huggett, Hélène Schmitt u.a.

    Alles nur meine persönliche Meinung.
    Gruß,
    Khampan

    Keine ungewöhnliche Aufnahme, halt HIP, dabei weit weniger kantig als frühere MAK-Aufnahmen unter Goebel


    nein, nicht HIP, sondern nur quasi HIP. Gespielt wird auf "modernen oder modernisierten alten Instrumenten".
    Dass du den Unterschied zu HIP nicht bemerkt hast, spricht für die Aufnahme :)
    Natürlich ist es völlig legitim, wenn moderne Orchestermusiker auf diese Weise Barockmusik spielen, und ein Glücksfall, dass Reinhard Goebel in der Arbeit mit modernen Orchestern/Ensembles sein neues Betätigungsfeld gefunden hat.

    Mir sind trotzdem kompromisslose HIP-Aufnahmen lieber, allein schon wegen des Klangs von Darmsaiten, Barock-Oboen, Traversflöten und der tieferen Stimmung.

    Die Spieldauern sind denen beim Belcea Quartet ziemlich ähnlich, das Finale ist einen Tick schneller als beim Cuarteto Casals, aber natürlich langsamer als bei den Emersons (die aber dort ja auch etwas hudeln :D ).

    richtig, das Finale ist mit bei den schnellsten überhaupt. Ebenso der 2. Satz. "Recht langsam" ist allenfalls der 3. Satz, wogegen bei der Tempobezeichnung Grazioso nichts einzuwenden ist.
    Die Spielzeiten sind übrigens nahezu identisch mit dem Quartetto di Cremona.

    Kronos Quartet

    Ich habe mir gerade den Hörschnipsel angehört. Interessanterweise mit 07:16 min. im Toscanini-Bereich (07:11 min.) liegend. Nur: Ist das noch ein Adagio? Ist nicht Bernstein mit seinen 09:54 min. viel näher dran an dem Gedanken des Werks?


    ebensogut könnte man fragen: Ist es bei Bernstein noch Adagio? Oder nicht schon Lento assai?
    Sorry, aber das überhaupt nichts aus.
    Der (für mich überzeugenden) Interpretation des Kronos Quartet den Adagio-Charakter abzusprechen, halte ich für etwas mutwillig.
    Ich weiß nicht ob der Grundpuls als Viertel oder Achel notiert ist, jedenfalls sagt mein Metronom ca Tempo 42 dazu. Wenn das kein Adagio ist, was dann?
    Außerdem kann man sehr schön hören, dass das Kronos Quartet ziemlich viele Noten auf einen Bogen spielt, was auch sicher so notiert ist und eine vom Komponisten beabsichtigte Ruhe hineinbringt. Bei langsamerem Tempo muss der Bogen öfter unterteilt werden, was deutlich bei diversen Orchesteraufnahmen bei Youtube zu sehen und auch zu hören ist: jeder Bogenwechsel erzeugt einen zwar kleinen aber doch spürbaren Akzent oder eine Unruhe, häufig auf einem völlig unpassenden Taktteil.
    Ich behaupte nicht, dass Bernsteins Tempowahl "falsch" ist oder seine Interpretation schlecht.
    Das Kronos Quartet überzeugt mich aber mehr. Allerdings habe ich generell Schwierigkeiten mit Streichquartett(sätz)en, die von einem Streichorchester gespielt werden. Für mich meist eine unnötige Aufblähung und den Fluss hemmende Massierung (ja auch in diesem Fall!).

    Ich habe die Aufnahme von Rattle aus dem Jahr 1998 (nicht aus den 80ern - da ist jpc falsch informiert), aber noch nicht gehört:

    Rattle - Szymanowski gibt es auch in einer 4er-Box, in der zusätzlich die Violinkonzerte, 3. Sinfonie und weitere gar nicht üble Füllstücke enthalten sind. Die Box ist außerdem plastikfrei:

    Hier ist das Libretto viersprachig abgedruckt, wenn auch in Minilettern.
    Tyras, wie sieht das in deiner Ausgabe aus?

    Die letzten Tage mal wieder verstärkt Bruckner. Heute z.B. daraus

    die 6. Sinfonie mit den Berlinern aus dem Kriegsjahren. Leider, sehr leider haben nur die Sätze 2-4 überlebt.

    :wink: Wolfram


    ja da staunt man wie schnell Fu mal war. Ohne zu bedenken dass mit der Abspielgeschwindigkeit etwas nicht stimmt.
    Bei der 6. Sinfonie darf man gut 4-5 % abziehen, bei der 8. ca 4%, bei den anderen ist es nicht ganz so krass, dennoch ist für mich keine einzige dieser Aufnahmen anhörbar.
    :boese1:
    Hey Mastering-Ingenieure, aufwachen!