Beiträge von arundo donax

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.

    Alle Oboenstimmen ? Das kann ich mir gar nicht richtig vorstellen, dass das wirklich schön klingt ... kein strahlendes Gejauchze mehr im Chor .... ???

    Ich habe mich missverständlich ausgedrückt :schaem1:: Die beiden Musikerinnen, welche gemäß den diversen Notenausgaben nur am Englischhorn sitzen und in 1 und 3 gar nichts zu tun haben, spielen alle Oboenstimmen - aber selbstverständlich auf der Oboe, nicht auf dem Englischhorn! Sie müssen dann zwei Instrumente mitschleppen, währen meine Kollegin an der d´amore 2 und ich uns ganz auf eine Tröte konzentrieren können.

    Och - da fehlen ja die schönsten d`Amore-Stücke (abgesehen von der Nr. 4 natürlich) :(

    Es gibt schon noch genug zu tun; die Nr.2, die Nr.7, die Sinfonia, die Schlafe-Arie und das Duett (welches zwar nicht schön, aber rhythmisch tückisch ist) werden mich hinreichend herausfordern....wenn die ganze Aktion denn überhaupt stattfinden wird....


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Aber was heißt Doppel-WO ? Alle 6 Kantaten ? Oder 2 x 3 ? Oder .... ?

    2 x 1-2-3. Eine Aufführung am Samstag, eine am Sonntag. Und obwohl ich das WO schon x-mal gespielt habe (auch oft genug an der 1. Stimme) bedeutet das ordentlich Stress. Leicht entschärft wird die Sache dadurch, dass die Oboenstimmen von den E-Hörnern übernommen werden (eine sehr sinnvolle Lösung!). An der 1. Oboe bzw. am 1. Hörnchen sitzt diesmal eine gewisse Julia Hantschel, die wohl Weihnachtsurlaub hat; natürlich freue ich mich ungemein darauf, nach langen Jahren wieder einmal etwas mit ihr zusammen zu spielen, aber andererseits will ich mich natürlich auch nicht total vor ihr blamieren....

    Zur Entspannung kann man immer wieder Telemann spielen, der ja wirklich ausgesprochen schöne und machbare Sachen geschrieben hat ...

    Manches von Telemann ist ausgesprochen machbar, manches aber auch richtig schwer (für mich jedenfalls). Ich denke da zum Beispiel an die schnellen Sätze aus der g-moll-Sonate (Tafelmusik) oder aus der e-moll-Sonate.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Ich habe mir so ein Silverstein-Rohr in Medium Hard vor kurzem gekauft. Also ehrlich gesagt, wäre das Geld dann doch besser in 4 traditionellen Rohren aufgehoben gewesen.

    Es soll einen Rohrbauer geben, bei dem man für das Geld sechs traditionelle Rohre bekommen soll. Gerüchten zufolge soll dieser Rohrbauer aber zur Zeit schon wieder stark überlastet sein, weshalb bei seinen Rohren mit langen Lieferfristen gerechnet werden muss... ;)


    Auch ich bedanke mich herzlich für den Erfahrungsbericht! Und mein Angebot steht: Wenn Du mir das Silverstein-Rohr zuschickst, arbeite ich es gratis nach.


    Wie schaut es denn bei euch grad mit der Motivation aus?

    Am 5. Dezember spiele ich mit Flöte und Orgel in zwei evangelischen Gottesdiensten eine Triosonate von Quantz. Das Stück steht in c-moll und liegt für mich so ätzend in den Fingern, dass ich es gründlich üben muss. Außerdem - erst vorgestern kam eine entsprechende Mail - soll das für das vierte Adventswochenende geplante Doppel-WO, bei dem ich an der d´amore 1 sitzen soll, auf jeden Fall durchgezogen werden, wenn es die Vorgaben des Landes dann noch erlauben (bislang erlauben sie es). Über Jahrzehnte habe ich "Bereite dich Zion" immer erfolgreich ohne jedes Üben abgeliefert, aber jetzt traue ich mir das nicht mehr zu. Insofern ist bei mir noch genug Motivation vorhanden....


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Gerade habe ich mir das "Zeitzeichen" angehört. Christoph Siewers sagt das, was er zu sagen hat, sehr ruhig und konzentriert - so wie ich ihn aus vielen Quintettproben kenne. Ich schätze ihn als Fagottisten wie als Mensch ungemein und bin mir sicher, dass er ein hervorragender Instrumentenbauer ist. --


    Seit einiger Zeit sind übrigens Böhm-Flöten aus Holz immer mehr auf dem Vormarsch. Unsere frühere, leider im August ganz unerwartet an einem Herzinfarkt verstorbene Quintettflötistin spielte auf einer Grenadill-Flöte (der Firma Powell, wenn ich mich nicht irre), und darauf klang sie weicher und dezenter als auf ihrer alten Vollsilberflöte. Bei Holzflöten mit dem Böhm-System scheint es sich also um nicht ganz so arge "Gewaltröhren" zu handeln.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Sehen die Profis das tatsächlich nüchterner? Geht womöglich die Freude am Spielen durch den Stress, den Konkurrenzdruck, die oft schlechte Bezahlung irgendwann verloren?

    Diese Frage kann ich für mich nicht eindeutig beantworten. Grundsätzlich habe ich immer noch große Freude beim Spielen; das regelmäßige Üben, welches ich seit ein paar Jahren (der Halbautomatik sei Dank) wieder betreibe, ist mir alles andere als eine Last. Und auch Kammermusik mit Menschen, die mir grundsätzlich wohlwollend gegenüberstehen, mache ich leidenschaftlich gerne. Das gilt besonders für die Proben, aber mit dem Quintett empfinde ich auch öffentliche Konzerte nicht als Tortur, weil eben alles minutiös geprobt wurde.


    Bei Muggen sieht das oft anders aus. Da reicht die Probenzeit in Kombination mit dem Vermögen des Dirigenten oft nicht aus, um vernünftig an Fragen des Ausdrucks zu arbeiten. Oft genug geht es nur darum, irgendwie unfallfrei von oben links bis unten rechts zu kommen - und selbst in dieser Frage ensteht oft keine Sicherheit für die Aufführung. Bei meiner letzten Mugge (BWV 80) war das so, und dann überwiegt im Konzert der Stress die Freude bei weitem. Hinzu kommt bei mir, dass ich in Bezug auf meine Rohrbauarbeit in chronischer Zeitnot lebe. An einem Muggenwochenende sehe ich mich immer noch zusätzlich genötigt, möglichst lange in der Werkstatt zu sitzen; am 31. Oktober fand die Aufführung von BWV 80 um 15:00 statt, und um 9:00 habe ich an diesem Sonntag noch Rohre für meine Kunden aufgebunden. Insofern bedeuten Muggen für mich in rein zeitlicher Hinsicht eine enorme Zusatzbelastung. Wenn ich an den Wochenenden nichts anderes anderes zu tun hätte, als eine Probe und eine Aufführung zu absolvieren (bei vielen Kollegen, die rein vom Unterrichten leben und insofern eine 5-Tage-Arbeitswoche haben, ist das so), wäre das Stressgefühl insgesamt wohl geringer.


    Eine große Rolle spielen zudem noch diejenigen, die beim Konzert direkt neben einem sitzen. Bei BWV 80 waren das zum Glück zwei sehr fähige Kolleginnen, mit denen ich mich menschlich und musikalisch hervorragend verstehe. In einer bestimmten Kirche erlebe ich aber regelmäßig den umgekehrten Fall (zumindest musikalisch passt es mit der betreffenden Kollegin vorne und hinten überhaupt nicht). Freude am Spielen kann da dann leider (trotz des hervorragenden Dirigenten) kaum aufkommen.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Den Text zu den Silverstein-Rohren auf Oboe-Blog habe ich natürlich schon vor einiger Zeit gelesen. Angesichts meiner einkommensmäßig immer noch nicht dollen Lage (zwar habe ich aktuell wieder sehr viele Aufträge, aber dass das auch im Januar und Februar so bleibt, bezweifele ich stark) bin ich jedoch nicht versucht, ein wahrscheinlich suboptimales Plasterohr für 99 Euro zu bestellen. David Werner schreibt ja:


    "....Zwar kommt es an den unvergleichlichen Klang eines Schilf-Oboenrohres noch nicht heran, aber es ist für einen nicht Oboisten nur wenig Unterschied zu hören. Ich habe es zudem auch im Orchester in einer Probe getestet und Intonation und Klang kamen auch bei den Kollegen gut an. Auf einem Schilfrohr habe ich jedoch ein größeres und flexibleres Klangvolumen und fühle mich sicherer..."


    Unter den vielen Oboenrohren, die ich baue, ist immer etwas dabei, was geht (anders sieht es schon bei den Rohren für die Nebeninstrumente aus, aber die hat Silverstein ja nicht im Angebot). Deshalb spare ich mir die 99 Euro erst mal. Aber andere Erfahrungsberichte über die Silverstein-Rohre fände ich natürlich interessant.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Ich überlege mir, ob ich bei dem Klimawandel eine kleine Schilfplantage in unserem Garten anlege. Palmen überwintern schließlich bei uns auch.

    Bei minus 15 Grad (und die gab es bei uns im eigentlich milden Westen im letzten Winter) macht der Arundo Donax die Grätsche. Ich hatte mal welchen im Garten, und der hat die kalte Jahreszeit nicht überlebt.


    Und zudem kommt es, wenn das Schilf für den Rohrbau brauchbar werden soll, wohl auch auf die richtige Beschaffenheit des Bodens an. Ich fürchte, auf deutschem Gartenlehm wird das nix.....


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Und ich habe mir auch mal den zweiten Teil des Prestos vorgenommen und festgestellt, dass der gar nicht schlimm ist - wenn man den geänderten Takt berücksichtigt ...

    Das Presto ist insgesamt heftig schwer, wenn man es in einem vernünftigen Tempo spielen will. Im Studium konnte ich den Satz mal; mittlerweile bin ich weit davon entfernt, während der erste Satz noch ganz gut geht. Dieses Finale müsste ich über etliche Wochen hinweg üben.... und auch dann.... :/


    Ich weiß zwar, dass man bei der Flöte deutlich mehr Luft braucht, als bei der Oboe - daher weiß ich nicht, ob mein Tipp hierfür auch passt: vor dem Einatmen erst mal die restliche Luft ausatmen.
    Das ist zumindest das Geheimnis beim Oboespielen - das ich leider auch noch nicht immer verinnerlicht habe


    Welche restliche Luft? Ich pfeife buchstäblich aus dem letzten Loch, wenn ich Luft hole.


    Die Einteilung der Luft ist bei der (Quer)flöte eine völlig andere Geschichte als bei der Oboe. Ich musste beim BW-Musikkorps mal Spielmannspfeife spielen; rein atemtechnisch war das für mich der Horror, weil die ganze Luft immer sofort "wegging". Schon nach drei Tönen hatte ich, der den Luftstau in der Oboe gewohnt war, immer das Gefühl, nachatmen zu müssen....


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Das Problem mit gutem Holz wird wohl nie ausgehen. Hast Du denn eine gute Quelle, als "arundo donax" müsste das ja fast so sein .

    Ich bin in den 90ern ein paar mal nach Südfrankreich gereist, um mein Holz direkt vor Ort zu begutachten und zu kaufen. Leider ist mir das aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich; jetzt bestelle ich mal dort, mal dort. Bevorzugt aber bei Heiko Frosch ("Oboe-Shop"), denn dort erhalte ich mittlerweile Mengenrabatt und habe zudem eine vergleichsweise große Auswahl.


    Zuletzt habe ich dort die Neuempfehlung "Olivia" mit dem kleinen Durchmesser 9,5 - 10 mm geordert. Von der Lieferung war ich aber nur mäßig begeistert; die reine Holzqualität fand ich zwar nicht übel, aber viele Stangen waren arg klein im Durchmesser (eher 9 - 9,5 mm) oder zu krumm bzw. zu unsymmetrisch.


    Es ist sehr schwer geworden, an wirklich gutes Holz zu gelangen....


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Ja, ich baue selber, seit kurzem auch ab Stange.

    :top: Wenn man selber bauen kann, ist das eine feine Sache. Und noch besser ist es, wenn man die Möglichkeit hat, ab Stange zu bauen. Hast Du denn eine gute Holzquelle? :evil:


    Die Fassons schneide ich mit Chiarugi 1, habe aber auch einen uralten Schneider von Albert Klopfen den ich aber noch nie benutzt habe. Was würdest Du empfehlen?

    Zwei, drei alte Klopfer-Fassonschneider habe ich auch in meiner Sammlung. Aber die sind alle sehr unterschiedlich dimensioniert, so dass ich zu deinem Gerät nichts sagen kann. Probieren geht über studieren!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Ich hab derzeit nen Rieger-Fassonschneider mit nem 2-Aufsatz.

    Danke für die schnelle Antwort! Solch einen Rieger-Fassonschneider mit einem 2er Aufsatz besitze ich auch noch aus früheren Zeiten. Aber wenn ich ein derartiges Gerät verwende (alle zwei Jahre juckt es mich mal, es damit zu probieren), muss ich feststellen, dass ich damit überhaupt nicht mehr vernünftig umgehen kann. Nach vielen Jahren mit der Hörtnagl-Maschine geht das nicht mehr.


    Aber ich glaube, dass es für die Hörtnagl- oder Heng-Maschine eine Schablone Rieger 2 gibt. Danach werde ich gleich mal schauen. Denn mit der 17 baue ich zwar nach wie vor etliche sehr schöne Rohre, aber auch viele, die in der Tonne landen, weil sie in der Höhe nicht richtig stehen.


    Felix, welche Fasson verwendest du denn?


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Hallo Felix,


    du baust selber?


    Weil ich für meine Kunden durchgängig Guercio D12 (46 oder 47mm) verwende, spiele ich aus Gründen der Praktikabilität auch selber Rohre mit Guercio-D12-Hülsen (sowohl auf der Mönnig als auch auf der LF). Ludwig Frank hat mir aber mal für seine Instrumente Guercio D11 empfohlen, und die D11 oder auch die D10 passt zu meiner Mönnig ebenso wie zu meiner LF in der Tat noch etwas besser als die D12, bei der die Höhe nach oben und das g1 nach unten tendiert. Mir fehlt nur die Zeit, noch für mich selber Rohre auf anderen Hülsen zu bauen, aber manchmal binde ich mir ein Rohr um (was allerdings immer ein Risiko darstellt).


    Die Chiarugi 2 finde ich nicht schlecht, aber für deutsche Instrumente nicht ganz optimal. Das betrifft neben der Intonation auch den von dir angesprochenen Klang. An deiner Stelle würde ich mal etwas anderes ausprobieren!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Hallo Paula,


    da freue ich mich aber sehr, Dich hier mal wieder zu lesen...

    Und ich freue mich auch sehr!

    Hi, hab ne LF delSol, mit der ich alt werden möchte. Sie ist einfach toll. Ich bin ihrer zwar nicht würdig, aber weiß sie zu würdigen.

    Ludwig Frank fertigt schon sehr gute Oboen. Ob man LF oder Mönnig bevorzugt, ist am Ende Geschmacksache....


    Darf ich mal neugierig fragen, mit welcher Fasson du jetzt deine Rohre für das neue Schätzchen baust??


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Pahud mit Pinnock habe ich mir eben angehört. Vom Stuhl reißt mich die Aufnahme nicht. Ganz schrecklich mit der Sonate finde ich Galway, den ich ansonsten sehr schätze. Der ebenfalls von mir sehr geschätzte Peter Lukas Graf überzeugt mich auch nicht, Rampal ebenso wenig. Nicolet macht es für meine Begriffe besser, aber unerwartet gut gefällt mir diese schnörkellose Aufnahme mit Hünteler und Koopmann:


    https://www.youtube.com/watch?v=IZ7nJ6vnCvs


    Ich gehe davon aus, dass Konrad Hünteler hier auf einer Traversflöte spielt. Und die klingt bei ihm verdammt gut.


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Hier noch zur Anschauung BWV 1030 - an der Aufnahme gefällt mir vor allem das langsame Tempo

    Sei mir nicht böse, Carola - ich bin ja in vielen Fällen sehr für langsame Tempi zu haben, aber das Hören dieser Aufnahme halte ich keine drei Minuten aus. Daran ist nicht nur das zerdehnte Tempo schuld, sondern auch die auf mich ungeheuer maniriert wirkende Agogik und Artikulation der Flötistin. Mer kann och alles överdriewe....


    Gerade habe ich mir mal auf Youtube ein paar Oboenversionen des Beginns von BWV 1030 angehört. Eine mich hundertprozentig überzeugende Interpretation habe ich zunächst nicht gefunden; ich glaube (auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, denn ich habe BWV 1030 mal auf einem Meisterkurs mit Christian Schneider durchgenommen), dass der 1. Satz einfach sehr, sehr schwer zu gestalten ist. Am besten gefällt mir hier noch Allan Vogel - gleich werde ich aber mal nach für meine Begriffe guten Aufnahme mit Flöte suchen...


    Herzliche Grüße


    Bernd

    In Anbetracht des Titels würde ich hier jedoch gar keine erkennbare Struktur erwarten - noch dazu, da das Werk wohl Teil einer Suite werden sollte. Wobei ich Musik dieser Stimmungslage allerdings auch nie in eine Suite verorten würde - diese Bezeichnung löst bei mir immer die Assoziation von Tänzen aus

    Die Bezeichnung "Suite" wird von spätromantischen Komponisten häufig für eine Folge von Sätzen, die nicht unbedingt etwas mit Tänzen zu tun haben, verwendet. Manchmal stellen Schauspielmusiken die Grundlage dar (Griegs Peer-Gynt-Suiten sind dafür sicher das prominenteste Beispiel), oder es handelt sich wie im Fall von Regers Böcklin-Suite einfach um ein paar kurze hintereinander gestellte Sinfonische Dichtungen, die einen thematischen Zusammenhang aufweisen.


    Was ich aber so gar nicht nachvollziehen kann, ist Albrecht Mayers Idee, dieses Werk als "Einleitung" zu dem Strauß´schen Oboenhonzert zu verwenden. Abgesehen von der gemeinsamen Epoche kann ich darin so gar keine Ähnlichkeit oder Hinführung zum Strauß-Konzert erkennen Wie seht Ihr das ?

    Es gibt sicher weit größere Gegensätze als den zwischen Richard Strauss (der sich im Gegensatz zu den Walzerkönigen und zu einem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten mit Doppel-S schreibt ;) ) und Edward Elgar, aber für mich passen das Oboenkozert des ersteren und Elgars "Soliloquy" trotzdem überhaupt nicht zusammen. Beide Stücke handeln von ganz unterschiedlichen Welten - insofern bin ich erst mal deiner Meinung!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Nichts zu danken, Felix! Solch ein Forum ist ja unter anderem dazu da, sich gegenseitig Tipps zu geben.


    Die Intonation war schrecklich und da mein Oboenlehrer 3/4 des Unterrichts nur an meinem Instrument geschraubt hat (und seine Wut an mir ausgelassen hat), habe ich schließlich nach einem Jahr den Unterricht geschmissen.

    Es gibt Leute, denen man das Unterrichten verbieten sollte. Für meine (leider nur noch sehr spärliche) Tätigkeit als Lehrer gilt, dass ich den Schülern mit einem grundsätzlichen Wohlwollen und einer vernünftigen Freundlichkeit begegne. Ansonsten bin ich alles andere als ein "cooler Typ", aber beim Unterrichten bringt mich so gut wie nichts aus der Ruhe.


    Zum Glück hast du die Oboe nicht komplett geschmissen! Und vielleicht denkst du doch mal darüber nach, die eine oder andere Stunde bei einem wirklich guten Lehrer zu nehmen.....?


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Und "A Fugal Concerto" op.40/2, ein kurzes, schönes, dankbares Doppelkonzert für Flöte, Oboe und Streicher, das in England glaube ich durchaus ins Repertoire eingegangen ist.

    Meine elementare Bildungslücke :schaem1: :schaem1: im Hinblick auf dieses Konzert habe ich soeben via Youtube geschlossen. Merkwürdig finde ich den Kontrast zwischen dieser harmlosen, im durchaus positiven Sinne sehr netten und mit viel handwerklicher Kunst gearbeiteten Gebrauchsmusik und dem harmonisch wilden "Terzetto"....


    Ganz vielen Dank jedenfalls für den Hinweis auf das "Fugal Concerto"!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Neben dem Andante sostenuto und Allegro für Oboenquartett, das ein ganz frühes Stück aus Elgars Anfangsjahren in der englischen Provinz ist, gibt es von Elgar auch noch eine sehr späte Originalkomposition für Oboe, den "Soliloquy", über den ich hier schonmal ein paar Sätze geschrieben habe:
    Elgar-Miszellen
    Weil ich gestern Abend (ganz andere) Musik von Elgar im Konzert gehört habe, habe ich mir das Stück vorhin mal wieder vorgenommen, erst mit der Oboe, dann mit zwei Aufnahmen und würde mich freuen, mich mal darüber auszutauschen!

    Den "Soliloquy" habe ich mir gerade zweimal hintereinander angehört. Ein eigenartiges Stück - blind wäre ich wohl nicht auf den Gedanken gekommen, dass es aus Elgars Feder stammen könnte! Ich durchschaue die Struktur, wenn es denn eine geben sollte, erst einmal nicht. Und in melodischer Hinsicht spricht es mich bislang (ich werde sicher noch mehr als einen weiteren Hörversuch unternehmen, denn das Werk ist ja ausgesprochen kurz) wenig an, aber irgendwas muss ja dran sein, wenn kein Geringerer als Gordon Jacob, dessen Oboenquartett ich sehr schätze, sich die Mühe gemacht hat, es zu orchestrieren. Kannst du mal kurz erläutern, worin für dich der besondere Reiz dieser Musik besteht?


    Einige Stellen klingen ja schon nach einem höheren fingertechnischen Anspruch. Respekt, wenn du dir das Stück auch mit der Oboe vorgenommen hast!


    Herzliche Grüße


    Bernd

    Wenn du mein Schüler wärst, würde ich dich nicht zwingen, das erste Dis rechts zu greifen, aber ich würde dich immer wieder mal freundlich darauf hinweisen, dass das die fingertechnisch korrekte Version wäre. ;)


    Das linke Es/Dis soll man immer nur im direkten Kontext mit Des/Cis oder C1 benutzen.

    Ich hasse das linke Es übrigens wie die Pest und bin mittlerweile tatsächlich bei manchen Stellen (längst nicht allen!) dazu übergegangen, mit dem rechten kleinen Finger zu rutschen :schaem1: anstatt den (technisch korrekten :D ) linken Griff zu verwenden. Besonders gut geht das auf meiner Veilchenholz-Mönnig, die an der C- und Cis-Klappe Rollen hat. Aber bei der betreffenden Deslandres-Passage (Dis-Cis-Dis im Legato) funktioniert das leider auch mit Rollen nicht - hier ist das linke Es/Dis wirklich unabdingbar.


    Herzliche Grüße


    Bernd