Beiträge von Charlotte von Lengefeld

Vom 28. Januar 2022, 13.30 Uhr bis 03. Februar 2022, 13:30 Uhr findet die 12. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins hier statt. Mitglieder werden gebeten, sich für die Teilnahme ab Freitag hier zu registrieren. Die Freischaltungen erfolgen im Laufe des Freitags, wir bitten dann um etwas Geduld.

    Vielen Dank für den Tipp, habe ich mir direkt bestellt!!


    LG Lotte


    Ich weiß nicht, ob das unter “Jazz“ fällt, aber ich bin zur Zeit regelrecht besessen von dieser LP. Sie ist eine Neuerwerbung, die sich definitiv gelohnt hat.
    Natürlich ist “Sinnerman“ das absolute Highlight, aber ich mag auch die anderen Stücke sehr.
    Ich mag den Klavierpart von Nina Simone, der sich durch alle Stücke zieht und bei Sinnerman eine starke treibende Kraft entwickelt, die dem Text des Liedes gerecht wird. Mitunter gibt es auch klassische Elemente in ihrem Spiel, welche sie gekonnt mit anderen Stilrichtungen mischt. Ihre Stimme ist von einer beeindruckenden Stärke und Präsenz, kann sich aber in den leiseren Parts auch sehr gut zurücknehmen.


    LG Lotte

    Kennt ihr das, wenn ihr die Musik leiser machen müsst, weil die Ohren schmerzen, ihr sie aber eigentlich noch viel lauter hören wollt? Wenn ihr in der Musik sein wollt, ein Takt, ein Rhythmus, ein Gefühl sein wollt?


    P.S. danke Bernd für das Cover!!!

    Hier funzt nix mehr. Sehr ermüdend und nervig. Versuche jetzt seit 20 Minuten ein CD Cover einzustellen, doch das scheint mittlerweile Glückssache zu sein. Und zum letzten Beitrag eines Themas kommt man auch nicht mehr direkt.


    Sorry, aber das macht keinen Spaß mehr...

    Zitat

    Man kauft sich stets das Auto, das zum Instrument passt, gell? ;)

    Ich muss gestehen, dass ich zum Autokauf jedesmal mein Cello (im Kasten) mitgeschleppt habe, um zu testen, ob es reingeht. Was will ich mit einem Auto, mit dem ich mein Instrument nicht befördern kann?
    Das hat jedoch immer zu sehr erstaunten Blicken seitens der Autoverkäufer geführt und zu den Kommentaren: "Na, da seien se mal froh, dass sie keinen Kontrabass spielen" ;+) oder "Jetzt wäre ne Flöte wohl besser, hehhehe" :wut2:



    Liebe Grüße


    Lotte

    Staatstheater Darmstadt - "Der Sturm" von William Shakespeare - 20.11.2015

    Mitwirkende


    Prospero | Stefano | Antonio: Bernd Grawert
    Miranda | Trinculo | Sebastian: Christoph Bornmüller
    Ariel: Catherine Stoyan
    Live-Musik | Alonso: Jens Dohle
    Caliban | Ferdinand | Gonzalo: Stefan Schuster
    Live-Musik | Adria: Falk Effenberger


    Leitungsteam


    Regie: Christian Weise
    Bühne und Kostüme und Video: Jana Findeklee, Joki Tewes
    Komposition und Live-Musik: Jens Dohle, Falk Effenberger
    Dramaturgie: Maria Viktoria Linke


    Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher



    "https://www.staatstheater-darmstadt.de/spielplan-tickets/stueckinfo/der-sturm/2015-11-20-19-30.html?tx_sfspielplan_pi1[fromSpielplan]=1&tx_sfspielplan_pi1[pageId]=&cHash=7793d23632c69da4cf90ca67ae466fe0"


    Diese Inszenierung war eine der Besten, die ich je gesehen habe!!! :faint: :faint: :faint:


    Das Bühnenbild war ein elisabethanischer Boden mit kleinen aber feinen Requisiten, wie z.B. ein Papptheater aus der damaligen Zeit, rechts und links davon waren die (übrigens selbstgebauten) Instrumente angesiedelt. Das war bereits verheißungsvoll und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt!! Es war eine Aufführung, wie sie zu Shakespeares Zeiten auf jedem Marktplatz hätte stattfinden können. Es wurde sich sehr stark an den Orginaltext (Übersetzung Frank Günther) gehalten, aber wie eben auch zu dieser Zeit üblich gab es die Einflechtung aktueller Bezüge, jedoch sparsam dosiert und wohl durchdacht platziert, ohne die Gesamtwirkung des Stückes zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: sie wurde dadurch noch unterstützt. Ariel sang z.B. ein Lied von Björk und es passte perfekt. Zwei klamaukige Gestalten (Trinculo und Stephano) stellten einen Franken (Bayern?) und einen Winzer aus Heppenheim aus der Jetztzeit dar. Auch in den damaligen Aufführungen verband man die Stücke mit der Persiflage realer Personen. Wie ebenfalls damals üblich wurde die Frauenrolle der Miranda von einem Mann gespielt (s.o.)
    Die drei Hauptprotagonisten verkörperten jeweils mehrere Figuren, ohne dass es chaotisch wurde, im Gegenteil, diese Darstellungweise erwies sich als sehr schlüssig und folgerichtig.
    Besonders beeindruckt hat mich das wohl durchdachte, sehr geistvolle Konzept dieser Inszenierung. Um ein Beispiel zu nennen (ich will ja nicht alles vorwegnehmen): gegen Ende gab es zwei Kniffe. Zunächst fielen die Schauspieler aus ihren Rollen und waren Schaupieler, die sich selbst spielten. Innerhalb dieser Szene wurde die Rolle des Rezipienten durch die Schauspieler eingenommen und innerhalb dieser die Affektion, die die Worte Shakespearse auch heute noch bei uns auslösen, gezeigt (ist nur meine bescheidene Meinung). Das Ringen um die Worte, den richtigen Ausdruck, um diesen so gehaltvollen Worten gerecht zu werden. Ich fand das sehr berührend. Der zweite Kniff fand ganz am Ende statt: Als sich alle Schauspieler am Ende aufstellten, um den Applaus entgegen zu nehmen trat genau das Gegenteil ein: alle Schauspieler blieben in ihrer Rolle und nahmen als ihr Charakter zunächst den Applaus an. Für mich wurde damit gezeigt, das eben diese Charaktere, insbesondere Prospero(!), diesen Applaus eben auch verdienen. Vergebung nach solch schwerem Unrecht und selber Gnade walten zu lassen, ja das hatte schon Applaus verdient.


    Abschliessend bleibt natürlich nur zu sagen, dass dieses ganze Konzept nicht funktioniert hätte, wenn nicht die Schauspieler absolut wundervoll gewesen wären. Prospero, Miranda und Ariel (die habe ich besonders in mein Herz geschlossen, absolut hinreissend!! Und was für eine Stimme!! Erinnerte mich ein bisschen an die "Magenta" aus der Rocky-Horror-Picture-Show ;+) ) dh. Bernd Grawert, Christoph Bornmüller und Catherine Stoyan: :juhu: :juhu: :juhu:


    Ich empfehle: unbedingt rein gehen!!!


    LG Lotte

    Für Yukon:


    "https://www.youtube.com/watch?v=3hGpjsgquqw"


    LG Lotte


    EDIT bei der Aufnahme war er schon todkrank und ist wenig später gestorben. Freunde wunderten sich, dass er in seinem körperlichen Zustand diesen Auftritt noch unbedingt machen wollte, doch er war für ihn sehr wichtig, da er in seiner Heimatstadt in Deutschland stattfand, soweit ich weiß. Und aus der ist er ja aufgrund seiner Homosexualität (Diskriminierung) nach Amerika geflohen. Es sollte SEINE triumphale Rückkehr werden, die hat er sich durch nichts nehmen lassen, auch nicht durch seinen kurz bevorstehenden Tod (er starb im August 1983). Daher sei ihm auch die manchmal vorgeworfene Kurzatmigkeit bei dieser Aufnahme verziehen... Er war der einer der erste offiziellen AIDS-Toten überhaupt nach der Entdeckung des HI-Virus 1983.