Beiträge von Andreas

Die 14. ordentliche Mitgliederversammlung des Capriccio-Trägervereins ist beendet.

    Vox Luminis - das wird wieder teuer ;(
    Ich hielt mich bei Purzel mit Hengelbrock, Christophers, Herreweghe und zuletzt Voces 8 eigentlich für recht manierlich aufgestellt.

    Überhaupt Voces 8, auch eine schöne Neuentdeckung
    Hier ein schöner Purcellmix:

    Und hier ein toller Gemüsegarten:

    Hammer indeed, danke für den Tip, lieber Agravain.
    Ich bin geneigt, dieser Interpretation von SWV 281 gegenüber meiner bisherigen Lieblingsaufnahme, die instrumental opulenter, aber auch weniger spirituell anzuhören ist, den Vorzug zu geben:


    Hallo Christian,
    danke für Deine Ergänzung, jetzt kann ich Dein posting besser einordnen. Es klang für mich zunächst anders. Zu diesem Eindruck hatte MLs Beitrag, der wohl nicht auf Grundlage eigenen Nachhörens sondern allein wegen meiner Laufzeitangabe entstand, ein bischen beigetragen.

    P.S.: Den Begriff "una corda" mußte ich erst googeln, deshalb hatte ich Deinen entsprechenden Satz erstmal zum Nachreifen aufgehängt.

    Lieber Christian,

    die Afanassiev-Aufnahme habe ich auch und höre sie weniger gerne - u.a. mir zu langsam. Komisch nicht, obwohl sie immer noch schneller ist, als diejenige von Tobias Koch.

    Den Unterschied macht das Instrument. Ich finde faszinierend, daß ich das Gefühl habe, von den Bässen bis in den Diskant nahezu drei verschiedene Instrumente zu hören, sehr schön gleich zu Anfang des Kopfsatzes zu hören, wenn nach dem zweiten Baßtriller die Modulation des Themas in neuer Tonart einsetzt. Der jetzt einsetzende silbrige Klang des Instrumentes (Dämpfereinsatz?) läßt den Gedanken aufkommen, der Hammerflügel könnte zwei Manuale haben. Die Langsamkeit des Vortrages läßt es zu, mehr in das Verklingen des Instruments hineinzuhören.

    Mit der fehlenden Sanglichkeit des Flügels hast Du ebenso recht wie mit dem willkürlich erscheinenden Vorhopser des Baßtones - nur stört mich das weniger als Dich.
    Ersteres ist bei extrem langsamer Tempowahl dem instrumentenbedingt weitgehenden Fehlen von Sustain ab dem c" zu verdanken - ein Manko, daß mich eigentlich bei allen Fortepianos immer schon etwas gestört hat, aber nicht zu ändern ist. Die eigenwillige Baßbegleitung im 2. Satz führt zu einem ziemlich schrägen, hinkenden Rhythmus - definitiv ein flowkiller, aber (für mich) interessant. Meiner musikalischen Phantasie werden dadurch andere, bislang unbekannte Räume innerhalb dieses von mir sehr geschätzten Stückes geöffnet.

    Natürlich wird diese Interpretation meine Lieblinge Lupu und Perahia nicht verdrängen, aber als Ergänzung ist sie sehr willkommen.

    Ich kann gut verstehen, daß Du und ML nichts mit der Sache anfangen können. Mehr als Stirnrunzeln bereitet mir aber Eure Unterstellung, der Interpret Koch wolle den Langsamkeitsrekord von Richter brechen oder betätige sich als "Epigone". Also Herrschaften, was soll das denn? Er spielt langsam, na und? Ich kenne die Richter-Aufnahme nicht, aber die - wie gesagt - sehr langsame Afanassiev-Einspielung. Sie hat nichts mit der Koch-Interpretation zu tun und umgekehrt - trotz gemeinsam innewohnender Langsamkeit.

    Ich für meinen Teil billige dem Mann zu, sein Spiel nach einer autonomen interpretatorischen Entscheidung auszurichten und nicht nach irgendwelchen Rekorden.

    Man kann das Ergebnis für mißlungen halten, und Du, Christian hast Deine Sichtweise auch nachvollziehbar begründet. Aber wozu diese ungute persönliche Herabsetzung des Künstlers?

    Hab ich jetzt auch mal gehört und von iMusic geliehen.

    Anfänglich war ich genervt von der Langsamkeit (der 1. Satz dauert rekordverdächtige 31,37"!), wobei mir das Tempo dann im Andante sostenuto schon gleich gefallen hat. Aber dieses Zögerliche, ständige Abstoppen zu Beginn des Allegros ging gegen meinen Puls. Aber irgendwas war da. Nachdem ich mich mit mir geeinigt hatte, meine Hörgewohnheiten einen Augenblick in den Hintergrund zu stellen, funkte es doch ziemlich.

    Der Klang des Hammerflügels ist wirklich extrem nuanciert und variantenreich - als Alternative zu meinen "konventionellen" Einspielungen hochwillkommen.

    Dank an Knulp für den Hinweis.

    An einem der letzten Abende im legendären Dennis Swing Club in Hamburg in der Papenhuder Straße lag diese Scheibe auf dem (CD-) Plattenteller. Jetzt liegt sie auf meinem.

    Jazzgitarrenspiel mit höchstkompetenter Unterstützung:

    Paul Bollenback - g
    Joey DeFrancesco - org
    Jeff Tain Watts - dr
    Gäste:
    Jim Rotundi - trump
    Steve Wilson - altsax
    Eric Alexander - tensax
    Steve Davis - tromb
    Broto Roy - tabla

    Mann, geht die Scheibe ab :sofa2:

    Eine der besten Live-Rockplatten ever :verbeugung1:

    Jetzt was komplett anderes:

    Karl Ratzer


    Anspieltip:

    http://www.youtube.com/watch?v=Zi1fmdtnRRg

    Abgehangener und athmosphärischer geht es kaum. Karl Ratzer ist ein Gigant. Er veredelt hier sein begnadetes Gitarrenspiel mit herrlich knarzigem, tiefenentspanntem Gesang.

    In den 90igern entschuldigte er einmal im Birdland in Hamburg sein verspätetes Bühnenentrèe mit der im breitesten Wienerisch vorgetragenen Bemerkung, er habe in seinem Hotelzimmer verschlafen, was ihm aber nur „in diesen nördlichen Provinzen“ passiere..