Beiträge von Hueb'

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    Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

    Sinfonie Nr. 4

    London Symphony Orchestra, Gianandrea Noseda

    LSO, DDD, 2018


    Jetzt mal ein anderes Kaliber, als das heute bereits Gehörte. Diese Tiefe und die geballte Kraft des vertonten historischen Kontextes kann man wahrscheinlich auch nicht zu jeder Zeit ertragen. Noseda und das LSO loten das alles sehr gut aus, IMHO. Wird bestimmt eine (weitere) relevante Gesamtschau, wenn sie fertig ist.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Franz Schubert (1797-1828)

    Sinfonien Nr. 2 & 6

    + Ouvertüren im italienischen Stil D. 590 & D. 591

    City of Birmingham Symphony Orchestra, Edward Gardner

    Chandos, DDD, 2019


    Für mein Empfinden eine "volle", "runde" Deutung, die klanglich sehr gut gelungen ist. Ich mag's eher etwas schlanker.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Alan Hovhaness (1911-2000)

    Symphonie Nr. 63

    + Gitarrenkonzert Nr. 2; Fanfare for the New Atlantis op. 281

    Javier Calderon, Royal Scottish National Orchestra, Stewart Robertson

    Naxos, DDD, 2007


    Mit Hovhaness braucht man wohl etwas Geduld - zumindest mir geht es so. Denn irgendwie "passiert" in seiner Musik nicht gar so ungeheuer viel. Muss es auch nicht, denn schöne Stimmungen liefert er allemal. Angesichts der Fülle seines Schaffens - allein 67 Sinfonien - würde ich dennoch die Behauptung wagen, dass bspw. eine Gesamtaufnahme seiner Sinfonien nicht gar so zwingend nötig erscheint.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Camille Saint-Saens (1835-1921)

    Septett op. 65

    André Previn etc. (siehe Backcover bei Amazon)

    RCA, DDD, 1995


    Auf unablässigen Druck seitens Wolfgang hin... :D

    Ja, doch ein wirklich schönes Werk im klassizistischen Stil und mit ungewöhnlicher Instrumentierung und bei überschaubarer Spieldauer. Fraglos gut gemacht.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Camille Saint-Saens (1835-1921)

    Sonaten für Cello & Klavier Nr. 1 & 2

    + Suite für Cello & Klavier op. 16

    Maria Kliegel, Francois-Joel Thiollier

    Naxos, DDD, 2004


    Die 1. Sonate ist ein kraftvolles, drängendes Werk, dass mir sehr viel Freude gemacht hat. Nicht weniger die grüblerische, in sich gekehrte Suite op. 16. Maria Kliegel und ihr Partner sind hervorragende Interpreten, wie diese Cellistin in allem ihrem unprätentiösen Tun eigentlich immer eine dicke Empfehlung darstellt. Schade, dass sie kaum noch mit neuen Produktionen in Erscheinung tritt.

    Zitat

    Stereo 04/07: "Die Cellosonate Nr.1 zieht durch ihren leidenschaftlichen Duktus in den Bann. Im Wechsel von Poesie und vehementem Aufbruch, ohne glättende Züge, wird die an Beethoven gemahnende Musik mit all mit all ihren Feinheiten vergegenwärtigt. Für Freunde des brillanten Duo-Spiels eine nachdrückliche Empfehlung."

    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Alexander Borodin (1833-1887)

    Sinfonie Nr. 1-3

    National Philharmonic Orchestra, Loris Tjeknavorian

    RCA, ADD, 1977


    Die Borodin-Sinfonien - die 3. ja leider unvollendet - sind wirklich sehr lohnende Werke, die immer noch recht "vergessen" erscheinen. Die "Schwergewichte" am Pult - die großen Russen einmal ausgeklammert - ignorieren sie weitgehend, Ausnahmen (Sanderling, Kleiber) ausgenommen. Klanglich sind die schon älteren RCA-Einspielungen gut gelungen. Das gehörte Mastering klingt in meinen Ohren aber recht "normal", so dass ich nicht ganz nachvollziehen kann, wie sie auf die berühmt-berüchtigte TAS-Liste gelangt sind. In Sachen Deutung ist das packend und energiegeladen vorgetragen. Als "Gesamtpaket" daher vermutlich vielen "echt-russischen" Aufnahmen, die ja nicht selten bei höherem Alter nicht so toll klingen, vorzuziehen.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:

    Jean Sibelius (1865-1957)

    Sinfonien Nr. 1+4

    Orchestre de Paris, Paavo Järvi

    Sony, DDD/LA, 2012-2016


    Obwohl zwei Minuten schneller als Barbirolli/Hallé, wirkt die Einspielung auf mich sehr getragen, luftig und fein ausgehört, ohne dass es ihr an der notwendigen Kraft mangelt. Järvi dürfte diese Musik quasi mit der Muttermilch aufgezogen haben und auch dem Orchester hört man nicht unbedingt an, dass die Sinfonie vermutlich nicht gerade dessen "täglich Brot" ist. Eine sehr schöne Einspielung, die mich auch klanglich durch Weiträumigkeit und Transparenz überzeugt.


    Viele Grüße

    Frank

    :cincinbier:


    Egon Wellesz (1885-1974)
    Sinfonie Nr. 5

    Radio-Symphonieorchester Wien, Gottfried Rabl
    CPO, DDD, 2004


    Länger nicht gehört und recht zufällig ausgewählt, bin ich doch sehr froh, mir seinerzeit sämtliche Sinfonien von Egon Wellesz zugelegt zu haben. Das ist für meinen Geschmack ein Komponist, dem ich wirklich eine sehr eigenständige Musik zubilligen würde und dessen Stil zwischen Tradition und Moderne einen gleichermaßen fasslichen wie interessanten Ansatz verfolgt. Die CPO-GA ist meiner Ansicht nach tatsächlich eine Großtat und lässt Alternativen als wenig zwingend erscheinen.

    Zitat

    OTZ 04/05: "CPO bringt damit wiederum eine editorische Großtat zu Ende und macht seinem Ruf als Entdecker-Label alle Ehre." Neue Musikzeitung 06/05: "Ein hervorragendes Zeugnis eines weithin unterschätzten Sinfonikers. Spontan ansprechende, energiegeladene Musik." klassik-heute.de 05/05: "All die Besonderheiten, die Kontraste, die heterogenen Elemente, die unterschiedlichen Einflüsse, die Liebe zum Detail, nicht zuletzt den eigenwilligen sinfonischen Stil der Musik von Wellesz lässt Gottfried Rabls Interpretation spüren.Diese Edition ist nicht hoch genug zu bewerten." klassik.com 10/05: "Herausragende Einführungstexte und die klanglich hervorragend aussteuernde Aufnahmetechnik machen diese Aufnahmen zu einer Entdeckung für und zu einer Ausnahmeerscheinung auf dem CD-Markt. Mit diesen Einspielungen legt Rabl mit dem RSO Wien einen Gesamtzyklus der Symphonien von Wellesz vor, der auf Jahre hinaus wohl kaum noch überboten werden dürfte."


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    Bei mir:



    Ernest Moeran (1894-1950)
    Skizzen zur Sinfonie Nr. 2

    Royal Scottish National Orchestra, Martin Yates
    Dutton, DDD, 2011


    Eine sehr hörenswerte Sinfonie spätromantischen Zuschnitts, welche vom Dirigenten Martin Yates vervollständigt wurde. Leider ist die gezeigte Dutton-CD zZ gestrichen, was die Verfügbarkeit seines schmalen Œuvres nicht verbessert.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    Zitat

    Kanneh-Mason geht, man verzeihe mir diesen Kalauer, sehr schnell volle Kanne ins Stück und hat sich damit gleich zu Beginn Möglichkeiten des Aufbaus verschlossen

    Nein, unverzeihlich. :D


    Camille Saint-Saens (1835-1921)
    Sonate für Violine & Klavier Nr. 2

    Fanny Clamagirand, Vanya Cohen
    Naxos, DDD, 2011


    Das scheint mir sehr gut gespielt und wer die Werke für Violine und Klavier komplett haben möchte, ist mit dieser Reihe wohlmöglich sehr gut bedient, ohne wirklich weiterer Alternativen zu bedürfen. Den Rest kenne ich allerdings noch nicht.

    Zitat

    »Fanny Clamagirand gehört zweifellos zu den ganz aufregenden und herausragenden Geigerinnen der Zeit.« (Ensemble)


    »Leidenschaftlich und mit verschwenderischem Ton schwelgt Fanny Clamagirand durch die Élegie op. 160 von Camille SaintSaëns. Allein dieses kurze Stück vermag Appetit zu machen auf den berühmten französischen Komponisten, dessen Kammermusik vielerorts immer noch ein Schattendasein führt.« (Deutschlandfunk, Die Neue Platte)


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    Danke! Die steht zufällig schon länger auf meiner Liste. Vielleicht ein Zeichen? :wink: Aber ich will ja (eigentlich) keine CDs mehr kaufen (sagt meine Frau...also ich...wer? :D ).
    :cincinbier:

    Die zweite Violinsonate ist jedenfalls eines meiner Lieblingswerke in dieser Gattung. Für mich ein perfektes Meisterwerk.


    Camille Saint-Saens (1835-1921)
    Sonate für Violine & Klavier Nr. 2
    Alessio Bidoli, Bruno Canino
    Warner, DDD, 2018 (?)


    Nächster Versuch. Gar so viele Einspielungen von Saint-Saens 2. Violinsonate konnte ich ad hoc leider nicht finden.
    Am umfassendsten hat sich wohl Naxos seiner Werke für Violine und Klavier angenommen. Dort werden ich auch noch einmal nachhören.
    Gibt es eurerseits Tipps zur Sonate Nr. 2?


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:


    Jean Sibelius (1865-1957)
    Sinfonie Nr. 4

    Halle Orchestra, John Barbirolli
    EMI | Warner, ADD, 1966-1970


    Doch, dieser Zyklus hat immer noch seine Berechtigung, wie ich finde. Natürlich ist er bei weitem nicht mehr so konkurrenzlos, wie zu seiner Zeit.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:


    Camille Saint-Saens (1835-1921)
    Sonaten für Violine & Klavier Nr.1 & 2
    + Triptyque op. 136; Elegie op. 160

    Ulf Wallin, Roland Pöntinen
    CPO, DDD, 2002


    Schön anzuhören, haben diese Sonaten einige ansprechende Momente zu bieten. Dennoch gehören Sie für mein Empfinden nicht zur absoluten Spitzengruppe ihrer Gattung. An der Präsentation durch Wallin/ Pöntinen liegt es sicher nicht, siehe die Auszüge unten. Wer mag, kann die Werke zZ zum Schnäppchenpreis von 1,99 EUR kennenlernen.

    Zitat

    Ensemble 04/04: "Ulf Wallin und Roland Pöntinen bieten eine der seltenen überzeugenden Darstellungen dieser Extreme. Selten habe ich die erste Violinsonate so packend, so sinfonisch und stringent erlebt. Eine Entdeckung ist das 'Triptyque' des 75-jährigen Komponisten, der sich im zweiten Teil 'Vision congolaise' der Klangwelt eines Debussy nähert." Classic FM: "Exzellente Musik." "Preis der Deutschen Schallplattenkritik" klassik-heute.de 05/04: "Musikalische Intelligenz, Geschmack, dramaturgischer Verstand."


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    Jetzt Boulez, mit der Kapelle aus Wien:



    Gustav Mahler (1860-1911)
    Sinfonie Nr. 5
    Wiener Philharmoniker, Pierre Boulez
    DGG, DDD, 95


    Mahlers 5. (sehr interessante Analyse bei Wiki), IMHO) ist für mein Empfinden eine eigene, sinfonische Welt in sich. So reich und vielschichtig, dass man sie vielleicht jeden 2. Tag hören könnte und dann selbst nach Jahren immer noch etwas Neues entdeckte. Schwer zu packen und Mahler macht es uns (mir) mit dem Einstiegstrauermarsch nicht gerade leicht, "dranzubleiben". Ich brauch dafür Ruhe und Konzentration. "Nebenbei" funktioniert eher nicht. Eine weitere Herausforderung an mich und unsere Zeit, wo alles schnell und gleichzeitig passieren "muss", und wo ein solch forderndes Werk dieser Länge und Komplexität nicht so recht hereinpassen mag. Wahrscheinlich wird man der Sinfonie allein im Konzertsaal richtig gerecht, wo Ablenkungen sich verbieten.
    Bei Wiki erfährt man von der Popularität und der daraus folgenden Aufführungshäufigkeit des Werkes. Überaus zahlreich sind zudem seine Einspielungen. Zur vorliegenden Deutung kann ich nur wenig sagen. Sie scheint mir perfekt, von tiefem Verständnis geprägt, vermittelnd, begeisternd. Hinzu kommen ein messerscharf-präzises, dynamisches Klangbild und klare Positionierung der Instrumente im virtuellen Raum, weite Dynamik und bedrohlicher Druck in den tiefen Lagen. Nein, ich glaube nicht, dass man diese Musik relevant "besser" vermitteln kann. Bin hin und weg.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier:

    Bei mir:



    Wassilij Kalinnikoff (1866-1901)
    Sinfonie Nr. 2

    Royal Scottish National Orchestra, Neeme Järvi
    Chandos, DDD, 87/89


    Auch sehr hörenswert, wobei mir die 1. Sinfonie noch etwas besser gefallen hat, u. a. wegen deren großartigen 2. Satzes.



    Wassilij Kalinnikoff (1866-1901)
    Sinfonie Nr. 1

    National SO of Ukraine, Theodore Kuchar
    Naxos, DDD, 1994


    Scheint mir absolut konkurrenzfähig, diese Einspielung. Vielleicht sogar vom Ansatz her etwas ausgeruhter, entspannter, als die ein wenig aufgekratzt wirkende Järvi-Aufnahme. Kritiken.


    Insgesamt wäre trotz der Qualität der vorhandenen Aufnahmen durchaus noch Raum für weitere Einspielungen. Die Werke verdienen ein wenig Mehr an werbendem Anschub.


    Viele Grüße
    Frank
    :cincinbier: