Beiträge von inland_empire

    [...] Der hier urspr. geschriebene Satz wurde entfernt und findet sich im Moderationsforum.
    - Moderation -

    Mein Gott, Dein Humor und Deine Schlagfertigkeit sind wirklich kaum zum Aushalten!

    Maurice Ravel:

    Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand

    Yuja Wang, Klavier
    Tonhalle-Orchester Zürich,
    Lionel Bringuier, Ltg.

    (DG, 4/2015, Tonhalle, Zürich)

    Eine in der Tat sehr gute Aufnahme, die besonders orchestral sehr gelungen ist.
    Über die Covergestaltung schweige ich aber lieber.

    Zu den Brahms-Serenaden mit Chailly und Gewandhausorchester hat David Hurwitz eine wenig schmeichelhafte Rezension verfasst:

    "CD From Hell: Chailly's Faceless Brahms Serenades

    Review by: David Hurwitz

    Artistic quality 5

    Sound quality 9

    Chailly has gone "authentic." [...]

    S.u.

    Reference Recording: Belohlávek (Supraphon); Boult (EMI)

    BRAHMS, JOHANNES:

    Serenades Nos. 1 and 2

    Chailly, Riccardo (conductor)

    Leipzig Gewandhaus Orchestra

    Decca - 478 6775 CD >>"

    Ich bin durchaus geneigt, Ihm zuzustimmen, denn was ich da gehört habe, hat mir so gar nicht gefallen. Irgendwie ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Es kommt keine Stimmung und kein Schwung auf, es wirkt trocken und buchstabiert, unidiomatisch. Das ist eher ein mißglücktes Experiment.
    Da bleibe ich auch lieber bei Kertesz, aber auch bei Haitink, den ich keineswegs "langweilig" finde. Und auch Belohlavek mit der Tschechischen Philharmonie ist absolut eine Erwähnung wert.

    Maurice Ravel:
    Klavierkonzert G-Dur

    Vincent d'Indy:
    Symphonie sur un chant montagnard francais op. 25 für Klavier und Orchester (Sinfonie über ein französisches Berglied)

    Nicole Henriot-Schweitzer, Klavier
    Boston Symphony Orchestra,
    Charles Munch, Ltg.

    (RCA-Living Stereo, 24.03.1958, Symphony Hall, Boston; Mohr/Layton)

    Den aggressiven und diffamierenden Tonfall hier in Bezug auf den JW-Artikel habe ich erwartet.
    Der Artikel nimmt einfach eine Gegenposition zur "kapitalistischen Kampfpresse" ein und ist aufklärerisch und faktenbasiert im besten Sinne, aber das wird hier gar nicht wahrgenommen. Stattdessen wird selektiv und aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, dem Autor werden sozialneidische Motive unterstellt und überhaupt ist das ja nur "marxistische Kampfpresse". Karl Marx war übrigens ein Philosoph in bester aufklärerischer und Hegelscher Tradition.
    Dieses Beschimpfen und Diffamieren von Gegenpositionen entspricht leider bester deutscher Tradition. Der Deutsche hat es eben gerne einheitlich. Ein Volk - Eine Meinung. Alle Anderen sind Nestbeschmutzer.

    Ich finde den Artikel von Manuel Brug wesentlich besser als die oberpeinliche Jubelarie von Werner Theurich auf Spiegel Online:

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/e…-a-1129611.html

    Brug mag "beckmesserisch" rüberkommen, aber das, was er schreibt, erscheint mir einleuchtend. Es kann doch auch gar nicht sein, daß man von überall her den gleichen Klang hat. Also, hinter dem Orchester und dann noch oben möchte ich da mit Sicherheit nicht sitzen.

    Die meisten Hänssler/SWR-Angebote bei jpc sind allerdings schon wieder auf Hochpreisniveau. Und ich finde das ehrlich gesagt auch gut so, denn 3,99€ ist für diese überwiegend exzellenten Aufnahmen und die hochwertige Präsentation einfach viel zu wenig. Wenn man sieht, daß für Naxos-CDs in typischer Billigaufmachung mittlerweile 9,99€ verlangt werden, kommt man doch automatisch ins Grübeln.

    Die Mendelssohn-Streichersinfonien mit Fey sind wirklich absolut hervorragend, vermutlich sogar besser als das Concerto Köln, meiner bisherigen Referenzaufnahme dieser Werke, weil nicht so extrem forciert, obwohl ich da bei diesen Stücken auch nichts gegen habe.

    Zum Vergleich also jetzt das Concerto Köln unter Werner Erhardt:

    (Teldec, 1994-96)