Beiträge von Scherzo

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    Bei Achtel-Takten wird es dann schon etwas anders; so zählt man ab dem 6/8 nur 2 Schläge; also auf die 1 und die 4. Im 9/8 dann 3 und im 12/8 entsprechend 4 Schläge.

    Das kommt aber auch schon auf das Grundtempo an. Z.B. beim 2. Satz der h-moll Sonate Largo e dolce wird keiner auf 1. und 4. zählen, weil das einfach viel zu langsam ist. Da bleiben dann nur die einzelnen Achtel als die Zählzeiten.

    :wink:

    Das finde ich persönlich zu langsam. Ich tendiere zu Viertel = etwas über 60 - Mitte 60. Darunter wird der Satz für meinen Geschmack arg lang und arg zäh.

    Bei dem "lang" stimme ich durchaus zu. Der Satz ist eh überschnittlich lang :schwitz1: .
    Natürlich war bei uns das Tempo nicht nur von musikalischen Aspekten bestimmt, sondern auch von technischen Begrenztheiten ;) .

    Im übrigen sind wir nie so weit gekommen, dass wir gemeint hätten, das wäre vorzeigbar.


    :wink:

    Was schätzt ihr, welches Tempo das auf dem Metronom ist?

    Das ist ca. Viertel = 60.
    Ich habe mal in Spotify ein bisschen quergehört. Die Tempobandbreite reicht von ca. 50 bis ca. 65.
    Wobei Viertel=65 für mich gerade noch akzeptabel ist.


    Beim Selbstspielen muss man ja auch noch berücksichtigen, dass selbst wenn beide Spieler ihren Part in dem angestrebten Tempo können, es immer noch diesen heiklen Stellen gibt, wo beide schnelle Bewegungen parallel spielen müssen. Z.B. Takt 73 - 75 die 16tel-Triolen bzw. 32stel.
    Wenn man da nicht synchron ist, dann klappert es gewaltig und klingt sehr unschön. (Das weiß ich aus eigener Erfahrung :pfeif: ).

    Das merkt man halt erst wenn man zusammenspielt. Vorher denkt man (dachte ich), dass man seinen Part drauf hat.


    Noch ein Tip: Manche Software-Metronome haben ein "Tap" Funktion. Da gibt man nicht das Tempo als Zahl in BPM vor, sondern per Klopfen oder Tippen.
    Damit kann man ganz einfach das Tempo einer Wiedergabe bestimmen: Einfach ein paar Sekunden den Takt "mitklopfen" und das Metronom zeigt einen gemittelten BPM Wert an, der der Klopffrequenz entspricht.

    :wink:

    Zunächst einmal sollte man die auf den Metronomen angegebenen Zuordnungen von Tempoanweisung und konkreten BPM nicht zu ernst nehmen. Was Andante oder Allegro in einem konkreten Fall bedeuten, muss eben für diesen konkreten Fall entschieden werden und geht zuweilen weit über die von diesen Metronomangaben gesteckten Grenzen hinaus.

    Konkret: Ich habe das mal mit einem Flötisten gespielt mit einem Tempo von ca. Viertel = 52-56.

    Ich habe nochmal in die eine Aufnahme, die ich besitze, reingehört. Da spielt Barthold Kuijken in etwa das gleiche (mittlere) Tempo


    :wink:

    Nomen est Omen


    mir sind in den letzten ein paar Namen von Personen über den Weg gelaufen, bei denen ich schmunzeln musste.


    Christoph Kammertöns, Musikwissenschaftler

    Katharina Fuge, Sopran (na gut, der funktioniert nur richtig auf Deutsch)

    Margaret Faultless, Geigerin und Dirigentin (Das ist mein Favorit. Was für eine Bürde! ;) )


    Diese Liste läßt sich doch bestimmt noch erweitern.

    Gut wäre noch eine Harfenistin, die Pauker heißt. ^^

    :wink:

    Was ist Christoph Marthaler? Profi oder Dilettant?

    Mit dieser Erfahrung:

    1994: Oper Frankfurt: Claude Debussy – Pelléas et Mélisande

    1996: Oper Frankfurt: Giuseppe Verdi – Luisa Miller

    1997: Oper Frankfurt: Ludwig van Beethoven – Fidelio

    1998: Volksbühne Berlin: Jacques Offenbach – La Vie Parisienne

    1998: Salzburger Festspiele: Leoš Janáček – Katja Kabanowa

    2001: Salzburger Festspiele: Wolfgang Amadeus Mozart – Le nozze di Figaro

    2005: Bayreuther Festspiele: Richard Wagner – Tristan und Isolde

    2008: Opéra national de Paris: Alban Berg – Wozzeck

    2011: Salzburger Festspiele: Leoš Janáček – Die Sache Makropulos

    2014: Teatro Real Madrid: Jacques Offenbach — Les contes d’Hoffmann

    2017: Hamburgische Staatsoper: Alban Berg – Lulu

    2021: Opernhaus Zürich: Christoph Willibald Gluck - Orphée et Euridice

    ist man doch Profi, oder?


    :wink:

    Ihr habt es geschafft! Angesichts dieser Diskussion habe ich das Ding gerade tatsächlich durchgespielt (Noten gibt es im IMSLP). Ich kann nicht behaupten, dass man mich nicht gewarnt hätte.

    Dito.

    Ich kannte das Stück vorher nicht und hatte auch die frühere Diskussion darüber nicht verfolgt.
    Das ist wirklich schlimm auf allen erdenklichen Ebenen. :(
    Das Stück dauert 5(!) Minuten, hat aber nur Substanz für maximal eine halbe Minute. Der Rest sind ja endlose Wiederholung desselben Themas mit einigen unmotivierten Verzierungen.
    Mein Vorschlag, um noch etwas zu retten: Einleitung streichen und vom Rest nur die ersten acht Takte übernehmen, ohne Wiederholung.

    Dann kann es immerhin als netter Einfall durchgehen.


    Oder um es rückwärts zu betrachten: Das hört sich an, als ob jemandem eine nette Melodie eingefallen ist (die ersten 8 Takte), aber dann fehlte jegliche Kreativität und handwerkliches Können, um daraus "ein Stück" zu machen.


    :wink:

    Gerade die Einstürzenden Neubauten habe ich immer als "elitär angehaucht und versnobt" wahrgenommen, nur eben auf dem anderen Ende der Skala. Das meine ich im Sinne von Zugangshürde und Attitüde des Sich-selbst-als-besser-empfinden.

    Das wollte ich auch gerade schreiben, hätte es aber nie so treffend formulieren können.

    :wink:

    Gibt es die nicht aus Metall

    Die Piccoloflöten für die Orchesterprofis sind eigentlich immer aus Holz (Grenadill). Das liegt daran, dass die Holzvariante weicher klingt, wie bei ihrer großen Schwester. Beim Piccolo ist das noch wichtiger, weil sie aufgrund ihrer großen Tonhöhe generell schriller klingt.


    Da die Vollholzpiccolo nur bedingt im Freien benutzbar ist, gibt es vor allem im niedrigeren Preissegment Flöten, bei denen der Kopf aus Vollsilber ist und der Korpus aus Kunstharz. Das ist die bevorzugte Variante für Militärkapellen und Spielmannszüge.


    Vollmetallflöten (wie in Wikipedia geschrieben) gibt es sehr selten. Ich persönlich habe noch keine gesehen. Ein kurzer Check bei Thomann und einigen anderen Händlern ergab keinen einzigen Treffer.


    :wink:

    Lehrer: Kennst du drei berühmte Personen mit B?

    Schüler: Beckenbauer, Basler, Breitner

    Lehrer: Hast du noch nie von Beethoven, Bach oder Brahms gehört?

    Schüler: Nein, Regionalliga gucke ich nicht.


    :wink: